Ubuntu Enterprise Cloud Topologien

Eine Ubuntu Enterprise Cloud kann aus zwei, bzw. bis zu hunderten oder sogar tausenden physikalischen bestehen. Es ist daher wichtig, die möglichen Topologien zu verstehen, die auf Basis der vorhandenen physikalischen Maschinen aufzubauen sind.

1 physikalisches System (Nicht für den produktiven Einsatz empfohlen)

Dies ist die einfachste mögliche Konfiguration. Dabei werden der CLC/Walrus/CC/SC und NC alle gemeinsam auf einer einzigen Maschine betrieben. Diese Konfiguration unterscheidet sich nicht von allen anderen möglichen. Der einzige Unterschied besteht darin, dass der Netzwerkverkehr hierbei nicht durch das lokale Netzwerk übertragen wird.

    1. Maschine A: CLC/Walrus/CC/SC/NC

Beispiel Konfiguration (für ein bestehendes LAN)

Netzwerk Konfiguration:

  • Netzwerk: 192.168.1.0/24
  • DHCP und DNS Server: 192.168.1.2
  • UEC Server: 192.168.1.4
  • /etc/network/interfaces auf dem UEC Server
iface eth0 inet manual

auto br0
iface br0 inet static
    address 192.168.1.4
    netmask 255.255.255.0
    network 192.168.1.0
    broadcast 192.168.1.255
    gateway 192.168.1.2
    # dns-* options are implemented by the resolvconf package, if installed
    # these are google's dns servers
    dns-nameservers 8.8.8.8 8.8.4.4
    # this setting could be "local" if you all your local hosts
    #  were named something like a.localdomain b.localdomain c.localdomain etc
    dns-search localdomain
    bridge_ports eth0
    bridge_fd 9
    bridge_hello 2
    bridge_maxage 12
    bridge_stp off
  • /etc/eucalyptus/eucalyptus.conf - wichtige Einträge:
VNET_PUBINTERFACE="br0" # must match the br definition above
VNET_PRIVINTERFACE="br0" # must match the br definition above
VNET_MODE="MANAGED-NOVLAN"
VNET_SUBNET="172.19.0.0" # ips from this range are bound to $VNET_PRIVINTERFACE:priv
VNET_NETMASK="255.255.0.0"
VNET_DNS="192.168.1.2" # what DNS server nodes are given
# v - should be ips on the LAN, not in use anywhere, and excluded from the DHCP server
VNET_PUBLICIPS="192.168.1.100-192.168.1.110"

Sollten das Netzwerk nach der Konfiguration nicht starten helfen die folgenden Befehle beim Korrigieren.

sudo stop eucalyptus CLEAN=1
sudo /etc/init.d/eucalyptus-nc stop
# fix the config file here
sudo start eucalyptus CLEAN=1
sudo /etc/init.d/eucalyptus-nc start

Der Parameter CLEAN sorgt dafür, dass sich das Netzwerk nicht bei jedem Neustart resetet. Es sollte darauf geachtet werden, dass kein System auf die ETH0 Schnittstelle gebunden ist. Um sicherzugehen, dass man mit einer sauberen Konfiguration arbeiten kann, ist ein Neustart des gesamten Systems. Wurde die PRIV Schnittstelle falsch konfiguriert, werden die Nodes ihre DHCP-Antworten von dem LAN-DHCP-Server anstelle des privaten CC-DHCP-Server erhalten.

Mindestens 2 physikalische Systeme

Bei dieser Konfiguration werden alle Verwaltungskomponenten für den Benutzer wie CLC und Walrus, sowie die Verwaltungskomponenten für das Backend wie der CC und SC auf einer gemeinsamen Maschine installiert. Der NC für das Hosting der virtuellen Maschinen erhält eine eigene physikalische Maschine.

    1. Maschine A: CLC/Walrus/CC/SC
    2. Maschine B: NC
    3. (weitere NCs...)

Mindestens 3 physikalische Systeme

Bei dieser Konfiguration werden die Verwaltungskomponenten für den Benutzer wie CLC und Walrus auf eine physikalische Maschine, sowie die Verwaltungskomponenten für das Backend wie der CC und SC auf einer weiteren zweiten Maschine installiert. Der NC für das Hosting der virtuellen Maschinen wird auf eine dritte physikalische Maschine installiert.

    1. Maschine A: CLC/Walrus
    2. Maschine B: CC/SC
    3. Maschine C: NC
    4. (weitere NCs...)

Mindestens 4 physikalische Systeme

Bei dieser Konfiguration erhalten der CLC und Walrus jeweils eine eigene physikalische Maschine. Auf die dritte Maschine werden der CC und SC installiert. Für den NC wird eine vierte physikalische Maschine eingesetzt.

    1. Maschine A: CLC
    2. Maschine B: Walrus
    3. Maschine C: CC/SC
    4. Maschine D: NC
    5. (weitere NCs...)

Mindestens 5 physikalische Systeme

Für diese Konfiguration werden der CLC und der Walrus auf einer gemeinsamen Maschine konfiguriert. Auf eine dritte Maschine werden der CC1 sowie der SC1 installiert. Für den NC1 kommt eine eigene Maschine zum Einsatz. Um die Performance der Cloud zu erhöhen und die Last besser zu verteilen, werden auf einer vierten Maschine ein CC2 und ein SC2 konfiguriert. Auf eine fünfte Maschine wird ein NC2 installiert, der anschließend seine Ressourcen von dem CC2 und SC2 erhält.

    1. Maschine A: CLC/Walrus
    2. Maschine B: CC1/SC1
    3. Maschine C: NC1
    4. Maschine D: CC2/SC2
    5. Maschine E: NC2
    6. (weitere CCs/SCs/NCs...)

Quelle: UECTopologies