Technischer Urzustand oder digitale Neubelebung – die Anbieter für Enterprise Mobility 2017

Deutsche Unternehmen haben in den letzten Jahren mit ihren Strategien für das mobile Arbeiten und mobile Geschäftsprozesse die Startrampe endgültig verlassen. Ihr „Space Shuttle“ steuert derzeit gezielt auf die erfolgreiche Umsetzung ganzheitlicher mobiler Arbeitsplatzstrategien sowie mobiler Geschäftsprozesse und -modelle. Denn einerseits sind es die Unternehmen, die derzeit ihre Kapazitäten stark ausgebaut und strategische Projekte, Zielsetzungen und Maßnahmenkataloge für die Mobility-Strategie ins Leben gerufen haben. Andererseits haben auch die Technologie-Anbieter viele Meilensteile gesetzt, indem sie in den vergangenen Jahren ihre bestehenden Lösungen zusammengefügt, erweitert und perfektioniert haben, beziehungsweise neue Technologie-Innovationen in den Fokus genommen und mit Entschlossenheit zur Marktreife gebracht haben.

Diese neuen technologischen Anlaufstationen geben den Unternehmen noch mehr Möglichkeiten, um ihre Mobility-Strategie aufzubauen und zu erweitern. Dennoch fällt es auch zunehmend schwer, die relevanten Technologie-Segmente sowie die führenden Anbieter zu selektieren. Crisp Research hat vier relevante Technologie-Segmente für Enterprise Mobility identifiziert, die als Referenz für eine ganzheitliche Mobility-Strategie gesehen werden können. Vom Aufbau einer grundlegenden Management-Architektur bis zur Nutzung AI-basierter Assistenten spannen die vier Kategorien das gesamte Spektrum der Mobility-Strategien auf, wenngleich nicht alle Teilsegmente explizit abgebildet werden. Im Zuge dessen hat Crisp Research alle zugehörigen Anbieter, die ihre Lösungen Deutschland anbieten im Rahmen einer umfangreichen Analyse und Bewertung des Marktes untersucht. Das Crisp Vendor Universe liefert mit einer transparenten Methodik eine Entscheidungshilfe für CxOs bei der Anbieter- und Dienstleister-Auswahl im Rahmen ihrer Enterprise Mobility Strategie.

Crisp Vendor Universe – die Marktkategorien

Das Crisp Vendor Universe Enterprise Mobility Q4 2016 umfasst folgende Kategorien:

  • Anbieter für Unified Endpoint Management
  • Dienstleister für Unified Endpoint Management (Service Provider)
  • Enterprise Mobility Plattformen für Field Services
  • Mobile Assistenten und Bots

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Als Grundlage einer jeden Mobility-Strategie sind Unified Endpoint Management-Lösungen nicht mehr wegzudenken. Sie stellen die Grundlage für die Administration, Produktivität und Anbindung sämtlicher Systeme dar. Damit können wichtige Compliance- und Security-Probleme überwunden werden und den Admins möglichst gezielt die Verwaltung der neuen Endgeräte- und Anwendungslandschaft übergeben werden. Auch stellen sie die Grundlage für den Zugriff aller Daten und Anwendungen von mobil zur Verfügung. Dass dies in Zukunft eine einheitliche Oberfläche ist, hat nicht nur Kostenvorteile, sondern löst das „Productivity Gap“ durch verschiedene Plattformen für User und Admin auf.

Für die Umsetzung dieser Lösungen im Unternehmen sind meist die Service Provider verantwortlich. Als Vertriebs- und Integrationspartner unterstützen sie schon von Anfang an bei der Entscheidung und initialen Planung. Als verlängerter Arm der Technologie-Anbieter sind sie es, die dafür sorgen, das Optimum aus den bereitgestellten Lösungen in jeder Architektur herauszuholen. So gehört auch die Migration, der fortlaufende Betrieb sowie die Optimierung und Erweiterung der Lösung zu den Kernaufgaben der Service Provider.

Stellvertretend für die Mobile Workforce stehen vor allem Field Services. Die Ingenieure, Vertriebsmitarbeiter und Service Techniker haben die größte Notwendigkeit, auch spezifische Anwendungen mobil zur Verfügung zu haben. Was bislang Notizblock und Aktentasche war, ist heute vermehrt Smartphone und Tablet. Mit Hilfe von Lösungsanbietern, die bestehende SAP-, CRM-, und ERP-Landschaften sowie weitere Desktop-Anwendungen mobil machen, gibt es eine Gruppe von Unternehmen, die dabei unterstützt. Auch Anbieter, die eine ganze Entwicklungsplattform mit Anbindung in das Backend bieten, sind hier ein zentraler Akteur. Ebenfalls gibt es hier auch relevante Anbieter, die mit Out-of-the-Box-Apps und der Anbindung an die bestehende Architektur die größten Pain Points der Field Service-Mitarbeiter adressieren.

In Zukunft werden viele Prozesse und zum Teil auch der Kundenservice von Machine Learning-basierten Assistenten und Bots übernommen werden. Die Früchte der enormen Investitionen und Anstrengungen kommen so langsam in die Unternehmen. Schon bald werden digitale Assistenten einerseits Standard-Prozesse der Mitarbeiter dank ihrer künstlichen Intelligenz übernehmen oder als digitaler Ansprechpartner mit den Kunden über ihre Beschwerden und Anliegen sprechen.

Crisp Vendor Universe – die Anbieter

Für dieses Vendor Universe wurden insgesamt 205 Anbieter in den vier Kategorien evaluiert und bewertet. Davon wurden insgesamt 88 Angebote als relevant eingestuft. Einige der untersuchten Anbieter wurden in mehreren Kategorien bewertet, wobei die Mehrheit der relevanten Anbieter nur einer Kategorie zugehörig ist.

Von diesen 88 Angeboten, die in die finale Bewertung einbezogen wurden, wurden insgesamt 32 als führend und somit als „Accelerator“ für Enterprise Mobility bewertet.

Die führenden Anbieter verfügen somit derzeit alle über ein differenziertes und anspruchsvolles Portfolio. Das bedeutet, dass ihre Technologien hinsichtlich Feature Set, Integrationsmöglichkeiten und User Experience besonders weit entwickelt sind. Führende Dienstleister bieten alle eine hohe Expertise im Mobility-Umfeld und bieten darüber hinaus ein klares Vorgehens- und Integrationskonzept sowie den Zugang zu den relevantesten Technologie-Anbietern. Ebenso verfügen alle Anbieter über ein klares Marktverständnis, eine gezielte Mobility-Strategie und treten als Thought Leader für ihre jeweilige Kategorie auf.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Einsicht der Ergebnisse finden Sie unter folgendem Link.

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Über den Autor:

Senior Analyst & Cloud Practice Lead

Maximilian HilleMaximilian Hille ist Senior Analyst und Practice Lead bei Crisp Research. Als Cloud Practice Lead leitet er alle Research- und Beratungsaktivitäten zu den Themen Cloud-Architektur, Cloud-Native Technologies, Managed Cloud Services, Digital Workplace und Mobility.

Zuvor war er Research Manager in der „Cloud Computing & Innovation Practice“ der Experton Group AG. Maximilian Hille studierte Wirtschaftswissenschaften mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik.

Seine Schwerpunktthemen sind Cloud Platforms, Cloud Architecture Design, Hybrid & Multi Cloud Computing, Cloud-Native Architectures, Digital Workplace, Collaboration, Enterprise Mobility und Mobile Business. Maximilian Hille war Jurymitglied bei den Global Mobile Awards 2016, 2017 und 2018.