Tag: Startups


Cloud-Native Applications: Cloud Provider-Auswahl für Startups und Digital Business Units

Entscheider in Startups und Digital Units, die Cloud-Native-Applikationen entwickeln (wollen), stehen vor der Herausforderung, den richtigen Cloudprovider zu wählen. Cloud-Native-Anwendungen sind Anwendungen, die für den Betrieb in der Cloud entwickelt wurden. Häufig kommt hierbei eine (micro)service-orientierte Architektur zum Einsatz und nicht selten wird die Applikation in Container gepackt. Ein weiteres typisches Merkmal ist der Einsatz von Continuous Software Delivery. Es kommt vor, dass Entwicklungsteams die Verantwortung für Entwicklung und Betrieb tragen. Die Wahl des richtigen Cloudproviders ist nicht ganz einfach, denn es gilt eine Reihe von Fragen zu beantworten:

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Die digitale Wertschöpfungskette – 6 Etappen für den Mittelstand

Die Transformation in eine digitale Zukunft ist in vollem Gang. Bedenken und Unsicherheit bremsen insbesondere mittelständische Unternehmen auf dem Weg durch die digitale Transformation, wenngleich das Thema eine Spitzenposition auf ihrer strategischen Agenda einnimmt. Der Handlungsdruck steigt und so müssen sich eigentlich alle Unternehmen mit technologischen Veränderungen beschäftigen, damit sie die Anforderungen ihrer Kunden und Partner auch in Zukunft noch erfüllen können. Continue reading “Die digitale Wertschöpfungskette – 6 Etappen für den Mittelstand” »



Das Rechenzentrum: Die logistische Drehscheibe der Digitalisierung

Digitalisierung. Es ist schon erstaunlich, wie es ein einzelner Terminus geschafft hat, in so kurzer Zeit zu einem Albtraum für Unternehmenslenker und IT-Entscheider weltweit aufzusteigen und zu einer Chance für Startups und neue Märkte zu werden. Was bereits seit vielen Jahren ununterbrochen fortschreitet und mit Kodak oder Blockbuster schon vor Jahren erste Opfer hervorgebracht hat, zeigt seit geraumer Zeit auch deutliche Auswirkungen in anderen Industrien und auf Unternehmen jeglicher Größe. Continue reading “Das Rechenzentrum: Die logistische Drehscheibe der Digitalisierung” »



AWS Summit Berlin 2016: Indikator für das steigende Interesse an der Cloud in Deutschland

Am 12. April 2016 stand Berlin stellvertretend für Deutschland wieder im Zeichen der Cloud. Auch wenn der AWS Summit von Amazon Web Services eine rein anbietergetriebene Veranstaltung ist, gibt es neben den großen Salesforce Events in Deutschland bisher keine andere Cloud-relevante Veranstaltung, die an einem Tag so viele Menschen an einem Ort versammelt. Rund 3.000 Teilnehmer zeigten sich in diesem Jahr in der „Station Berlin“.

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Amazon Web Services – Das Mekka der Startups! Aber reicht das wirklich aus?

Die Amazon Web Services sind insbesondere bei Startups sehr beliebt. Der unkomplizierte Zugriff auf Infrastruktur Ressourcen haben es Unternehmen wie Pinterest ermöglicht, innerhalb kürzester Zeit einen fullminanten Start hinzulegen und ohne große Investitionen in eigene Infrastruktur zu wachsen. So sagt Pinterest sogar von sich selbst, dass sie ohne AWS nicht so darstehen würden wie heute. Jedoch lässt sich das große Geld bei den großen Unternehmen verdienen. Dafür hat Amazon in den vergangenen Wochen und Monaten einige strategische Entscheidungen in diese Richtung getroffen. Aber ist das Unternehmen überhaupt in der Lage mit seinem Public Cloud Angebot im lukrativen Markt für Geschäftskunden mitzuspielen oder bleiben sie eine reine Anlaufstelle für Startups?

Die Referenzen von Amazon sind beeindruckend

Ein Blick auf die Referenzen der Amazon Web Services beeindruckt. Im Laufe der Jahre sind auf der Public Cloud Infrastruktur eine Vielzahl von bekannten und in der Internetwelt hochgelobte Angebote entstanden. Zusätzlich hat sich um die AWS Solution Provider ein Ökosystem gebildet, die mit Clients, Add-On Services und Consulting die Amazon Cloud erweitern. Der jüngste Geniestreich im Ökosystem war die Veröffentlichung des AWS Marketplace, über den Anbieter und Kunden SaaS Anwendungen auf Basis des Pay per use anbieten und beziehen können.

Startups sind undankbar

Aber in dieser so scheinbar perfekten Welt gibt es auch Dinge zu hinterfragen. So wirbt Amazon auf seinen Veranstaltungen und in sonstigen Vorträgen vehement um die Aufmerksamkeit der Startups. Mit einem guten Grund. Wie ich eingangs geschrieben habe, erhalten Startups bei Amazon schließlich auch sehr unkompliziert die Ressourcen die sie benötigen. Aber lässt sich nur mit Startups wirklich viel Geld verdienen? Frank Sempert von Saugatuck Technology ist bspw. der Meinung, dass Amazon mit seinem Cloud Geschäft derzeit nicht viel verdient. Vielmehr geht er von Gewinnmargen im einstelligen Bereich aus und schätzt, dass Amazon frühestens ab dem Jahr 2015 höhere Margen zwischen 20 und 30 Prozent einfahren wird.

Ein weiterer Punkt: Startups sind undankbar! Ein Beispiel ist Zynga. Nachdem das Unternehmen in der AWS Cloud wachsen konnte, haben sie Amazon den Rücken gekehrt und sind in die eigene Private Cloud geflüchtet. So wird es in Zukunft auch mit anderen Kunden weitergehen. Denn die Amazon Cloud ist für junge Unternehmen ideal um zu wachsen und dabei auszutesten, wann sich das Wachstum bis zu einem gewissen Grad einstellt. Nachdem sich ein Maximum eingestellt hat, werden viele merken, dass eine On-Premise Lösung vielleicht doch die bessere und kostengünstigere Variante ist. Wenn der Kuchen also eine gewisse Größe erreicht hat, wird Amazon in vielen Fällen nicht davon kosten dürfen.

Auf ins Big Business

Das Ziel muss also darin bestehen, ebenfalls etablierte Unternehmen mit ins Kundenportfolio zu bekommen. Ein Blick auf die Referenzenliste zeigt nämlich nicht viele große und etablierte Kunden, was natürlich daran liegen kann, dass diese nicht kommuniziert werden möchten. Das hat Amazon aber bemerkt und ist seit Monaten weltweit auf der Suche nach neuen Mitarbeitern. Zudem bietet das Unternehmen ebenfalls einen Premium Support.

Allerdings ergibt sich für AWS hier ein Problem. Unternehmen setzen vermehrt auf das Cloud Computing. Allerdings zieht es die meisten in die Private Cloud, wobei weniger auf die Kosten und mehr auf das Thema Agilität geachtet wird. Public Clouds werden, auf Grund des Datenschutzes und eines möglichen Lock-in, der bspw. mit Services wie DynamoDB oder dem Amazon Simple Workflow auf jedenfall gegeben ist, eher abgelehnt.

Die Public Cloud wird in Zukunft daher nicht das Maß aller Dinge sein. Sie diente eher als aha Effekt bzw. Referenz für Unternehmen, um zu sehen, was Cloud Computing für Möglichkeiten bietet. Einen ersten richtigen Schritt hat Amazon daher mit der Eucalyptus Kooperation gemacht. Die Zusammenarbeit wird für Amazon der notwendige Türöffner sein, um auf Basis einer Hybrid Cloud attraktive Unternehmen anzusprechen und entsprechende Workloads oder Anwendungen in einem hybriden Modell zu betreiben.

Fazit

Die Amazon Web Services müssen den Sprung ins Big Business schaffen, denn nur mit Startups lässt sich kein Geld verdienen. Ich lasse mich natürlich gerne vom Gegenteil überzeugen, allerdings verhält sich Amazon hier sehr verschlossen und schlüsselt die Zahlen für die Amazon Web Services nicht detailliert auf.

Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass sich das Cloud Computing bei etablierten Unternehmen mehr in die Richtung der Private Cloud orientieren wird. Ein erster strategischer Schritt war daher die Kooperation mit Eucalyptus Cloud, um den Hybrid Cloud Gedanken zu vertiefen, der mit dem VPC Service (Virtual Private Cloud) bereits seit längerem existiert. Es ist schwierig zu sagen, ob das allerdings reichen wird. Da es sich bei den Amazon Web Services jedoch um ein reines Service Unternehmen und kein Software Unternehmen handelt, werden sie den Schritt in ein reines Private Cloud Angebot nicht wagen (können). Selbst die Akquisition von Eucalyptus wäre zwar früher oder später vorstellbar, jedoch würde sich Amazon damit die Probleme eines Software Unternehmens ins Haus holen, indem sie dann auch für den Support der On-Premise Software, Upgrades, Bugfixes usw. zuständig wären.

Die Public Cloud ist für (etablierte) Unternehmen natürlich nicht vollständig uninteresant, dennoch prüfen sie, welche Daten in die Public Cloud ausgelagert werden. Denn wie habe ich vor längerer Zeit schon einmal geschrieben: "Am Ende zählt der Use Case."


Bildquelle (von mir modifiziert): http://badische-zeitung.de