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Prestigeprojekt: SAP geht durch den „Monsoon“!

Geht es um die Cloud, hat SAP bisher keinen überzeugenden Eindruck vermittelt. Das Business-by-Design-Desaster oder die regelmäßigen Wechsel in der Cloud-Führungsriege sind nur zwei Beispiele, welche die desolate Lage des deutschen Vorzeigekonzerns aus Walldorf in diesem Marktsegment widerspiegeln. Gleichzeitig probt die mächtige Anwendergruppe DSAG den Aufstand. Die Komplexität des Cloud-ERP sowie fehlende Business Cases für HANA sind ein Problem. Die mangelnde Transparenz bei der Preis- und Lizenzgestaltung sowie nur noch eine geringe Wertschätzung der Wartungsverträge im Verhältnis zu den geleisteten Support-Gebühren sorgen für Verunsicherung und Verärgerung auf der Kundenseite. Vielmehr sorgt eine historisch gewachsene und komplexe IT-Infrastruktur für erhebliche Effizienzengpässe im Betrieb. Ein vielversprechendes internes Cloud-Projekt kann nun die Weichen für die Zukunft stellen - wenn man es nur konsequent umsetzt: Monsoon. Continue reading “Prestigeprojekt: SAP geht durch den „Monsoon“!” »



Customer First? – SAP als Enabler oder Stolperstein bei der digitalen Transformation

Ihre Kunden leben bereits in der digitalen Welt. Nun wollen die großen Unternehmen ihnen ins gelobte Land folgen. Eifrig wurden in den letzten Jahren mit Hilfestellung von Strategieberatern Konzepte für die „Digital Transformation“ entworfen. Teilweise sind kühne Visionen, manchmal auch bodenständige Konzepte entstanden, um die Geschäftsprozesse und Kundenbeziehungen des eigenen Unternehmens zu digitalisieren. Doch was als Blaupause in Sitzungen der Strategie- und Business Development-Abteilungen so leichtfüßig daherkommt, wird spätestens in den Händen der CIOs zu echter Kernerarbeit. Denn der Bedarf an Integration und Change Management ist enorm. Und es erfordert eine Menge neuer Qualifikationen sowie einen anderen Mind-Set, den viele traditionelle IT-Anbieter und IT-Dienstleister ihren Kunden leider nicht bieten können. Was also braucht es, um die digitale Transformation erfolgreich gestalten zu können? Und vor allem, was hat SAP damit zu tun? Ist der Riese aus Walldorf Enabler oder Stolperstein auf dem Weg zum digitalen Business?

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SAP HANA One steht nun auf den Amazon Web Services bereit

Seit Anfang 2012 steht SAP HANA bereits für Entwickler auf der Infrastruktur der Amazon Web Services zur Verfügung. Nun wurde HANA One auch für den Produktivbetrieb zertifiziert und steht auf dem AWS Marketplace bereit. Für 0,99 US-Dollar pro Stunde kann die In-Memory Datenbank auf Amazon EC2 genutzt werden.

SAP HANA One auf den Amazon Web Services

Was ist HANA?

Kurz zusammengefasst ist SAP HANA eine In-Memory Datenbank, mit der zum Beispiel Echtzeit-Analysen durchgeführt werden können oder mit der sich Echtzeit-Anwendungen entwickeln und bereitstellen lassen.

HANA Use Cases

Echtzeit-Analysen

Mit HANA lassen sich zum Beispiel Echtzeit-Analysen wie Data Warehouse Aufgaben oder Vorhersagen auf Big Data Analysen als auch Reportings für den Vertrieb, das Finanzwesen oder Versand erstellen.

Echtzeit-Anwendungen

Ein weiterer Use-Case besteht in der Entwicklung von Echtzeit-Anwendungen z.B. für die Beschleunigung von ERP Kern-Prozessen oder für die Planung und Optimierung.

HANA One nutzen

Die Kosten für SAP HANA One auf AWS betragen 0,99 US-Dollar pro Stunde zzgl. 2,50 US-Dollar pro Stunde für eine EC2 Cluster Compute Eight Extra Large Instanz mit 60,5 GB RAM und Dual Intel Xeon E5 Prozessoren. Das macht in der Summe Software + Hardware 3,49 US-Dollar pro Stunde zzgl. den Standard AWS Gebühren für EBS (Elastic Block Store) und dem Datentransfer.

SAP HANA One steht auf dem AWS Marketplace zum Download bereit.



SAP wächst und profitiert von der Cloud

Mit dem Verkauf von Software erzielte die SAP AG im zweiten Quartal 2012 einen Rekordumsatz von mehr als 1 Milliarde EUR. Zudem wiesen alle Regionen ein zweistelliges Wachstum bei den Softwareerlösen aus. Das Cloud-Wachstum setzte sich für SuccessFactors (auf Stand-alone-Basis) mit einem Anstieg der durch Neu- und Erweiterungsgeschäft generierten 12-Monats-Abrechnungsvolumina um 112 % im Vorjahresvergleich fort. Insbesondere SuccessFactors sei für SAP der Treiber für die Strategie, führender Anbieter im Cloud-Bereich zu werden. Die Big Data Lösung SAP HANA sorgte für einen Umsatz von 85 Millionen EUR. Der Bereich Mobile bescherte SAP einen Umsatz von 54 Millionen EUR.

Cloud, Mobile und In-Memory-Computing sind auf Kurs

Die Innovationsstrategie sei laut SAP klar auf die Bedürfnisse der eigenen Kunden ausgerichtet und soll den Kunden einen Mehrwert bringen. Insbesondere durch innovative Lösungen in den Bereichen Cloud, Mobile und In-Memory-Computing möchte SAP seinen Kunden neben den bestehenden Kernanwendungen weitere Lösungen liefern und sieht sich auf einem guten Weg bis 2015 die gesteckten Ziele zu erreichen.

Positive Vorzeichen für das Gesamtjahr 2012

SAP erwartet, dass die Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse (Non-IFRS) für das Geschäftsjahr 2012 ohne Berücksichtigung der Wechselkurse um 10 % bis 12 % steigen werden (2011: 11,35 Mrd. €). Dies beinhaltet einen Beitrag ihres Cloud Stars SuccessFactors von bis zu 2 Prozent-punkten. Zudem wird erwartet dass das Betriebsergebnis (Non-IFRS) für das Geschäftsjahr 2012 ohne Berücksichtigung der Wechselkurse in einer Spanne von 5,05 Mrd. € bis 5,25 Mrd. € (2011: 4,71 Mrd. €) liegen wird. Das Betriebsergebnis (Non-IFRS) ohne den Beitrag von SuccessFactors soll in einer ähnlichen Spanne liegen.



SAP – Der Cloud-Antrieb aus Deutschland?!

Ich war gestern zur SAPPHIRENOW @ Walldorf, einem deutschen Parallel Event von SAP zur großen SAPPHIRENOW in Orlando, eingeladen. SAP kündigte hier seine zukünftige Cloud Strategie an und stellte in diesem Zusammenhang mehrere neue Services vor. Was ich jedoch viel spannender finde ist, ob SAP deutsche Unternehmen dazu bewegen kann, endlich die Skepsis gegenüber der Cloud abzulegen. Neben der Telekom bzw. T-Systems, die allerdings überwiegend im Infrastructure-as-a-Services Bereich tätig sind, sehe ich kein Unternehmen, dass die Marktmacht und den Einfluss besitzt, um die deutschen Unternehmen mitzureißen und damit für den Durchbruch der Cloud in Deutschland zu sorgen.

Den Cloud Gedanken hat sich SAP extern durch die Akquisiton von SuccessFactors bzw. dessen Gründer und CEO Lars Dalgaard einverleibt. Der Däne wurde nach der Übernahme als Verantwortlicher für den SAP Cloud Bereich zur treibenden Kraft hinter den SAP Cloud Services. Und diesen Job macht er augenscheinlich gut. In seiner Key Note, während der er die neue Cloud Strategie von SAP vorstellte, präsentierte Dalgaard sich als explosiver Unternehmer, der seine Startup Gene bei weitem nicht abgelegt hat. Im Gegenteil, mit seiner Motivation bringt er frischen Wind in den etablierten Konzern aus Walldorf. Es bleibt für Dalgaard und vor allem für SAP zu hoffen, dass er seine Cloud Vision verwirklichen darf und das er mit seinem Startup Charakter auf offene Türen hoffen darf. Denn SAP ist weit weg von dem, was man logischerweise als ein Startup bezeichnen kann.

Die SAP Cloud Strategie

Das SAP Cloud Portfolio konzentriert sich auf vier Bereiche, die sogenannten Line-of-Business-Lösungen, welche die Verwaltung von Mitarbeiter-, Finanz-, Kunden- und Lieferantenprozesse fokussieren und sich nahtlos in Enterprise-Resource-Planning Software einbinden lassen.

Insbesondere der bereits oben genannte Lars Dalgaard hat einen starken Einfluss auf die Cloud Neuausrichtung von SAP und hat sich und seinen Mitarbeitern das Ziel gesetzt, kreative und innovative Lösungen auf den Markt zu bringen, die mit ihrer Benutzeroberfläche begeistern sollen. Dabei will SAP die On-Premise Lösungen nicht sterben lassen, sondern die verfügbaren Inhalte in den Cloud Lösungen mit der On-Premise Unternehmenssoftware verzahnen, was SAP Co-CEO Jim Hagemann Snabe während der Pressekonferenz noch einmal herausstellte. In Zukunft wird zwar alles in der Cloud landen, jedoch wird hier zwischen der Private Cloud und den Cloud Lösungen die von SAP gehostet werden unterschieden.

Weiterhin wird SAP seine mandantenfähigen Cloud Services zerlegen und als einzeln verfügbare Lösungen anbieten, um den Kunden es zu ermöglichen, je nach den eigenen Anforderungen und nach einem eigenen Zeitplan die Anwendungen einzuführen. Trotz dieser Zerlegung wird SAP mit SAP Business ByDesign und SAP Business One OnDemand weiterhin vollständig integrierte Suites für die Cloud anbieten.

SAP NetWeaver Cloud: Platform-as-a-Service von SAP

Eine weitere Neuigkeit in der SAP Cloud Strategie ist ein eigenes Platform-as-a-Service-Angebot, das als SAP NetWeaver Cloud angekündigt wurde. Basierend auf SAP HANA stellt der Services Entwicklern eine Umgebung mit Anwendungsentwicklungs- und Laufzeitfunktionalitäten zur Verfügung. Zudem wurde eine Partnerschaft mit weiteren Drittanbietern von PaaS-Angeboten vorgestellt, darunter VMware Cloud Foundry. Das Ziel soll es sein, Kunden die Möglichkeit zu bieten, externe PaaS Lösungen zusammen mit den Plattform-Services von SAP NetWeaver Cloud zu nutzen, um damit ihre SAP-Lösungen zu erweitern.

SAP öffnet sich nach Außen

Um seinen Kunden die größtmögliche Freiheiten beim Umgang mit den Cloud Produkten zu bieten, öffnet sich SAP nach Außen. Mit einem Integration-as-a-Service Ansatz soll damit die Verknüpfung hybrider-IT-Landschaften, also die Kombination von Cloud und On-Premise Implementierungen, unterstützt werden. Neben Prozessintegration beinhaltet das Integrationsangebot weiterhin Daten-Services, um lose Cloud-Lösungen mit anderen SAP-Anwendungen zu verbinden, unabhängig davon, ob diese sich in der Cloud oder On-Premise befinden. Dazu plant SAP, eigene Cloud-basierte Integrationstechnologien anzubieten und hat strategische Kooperationen mit CloudFoundry, Dell Boomi, IBM Cast Iron und Mulesoft bekanntgegeben.

SAP konzentriert sich auf Cloud, Mobile, Social und Big Data

Neben der Cloud stellt sich SAP ebenfalls in den Bereichen Mobile, Social und Big Data auf. Allerdings nimmt die Cloud hier eine zentrale Rolle ein, da die Kommunikation, Kollaboration und der Zugriff auf Daten über sie effektiver abgewickelt werden kann. Mit integrierte Social-Collaboration Tools will SAP seinen Kunden zudem helfen, ihre Geschäftsziele schneller im Team zu erreichen, unabhängig davon ob es um die Zusammenarbeit mit global verteilten Kollegen oder mit dem Büro nebenan geht. Eine zentrale Komponente nimmt SAP HANA ein. Über die Plattform, die gleichzeitig als SAPs Technologie für die Verwaltung, Analyse und Bereitstellung großer Datenmengen (Big Data) gilt, erhalten Nutzer die Informationen, die sie benötigen, um schnelle und angemessene Entscheidungen zu treffen.

SAP: Treiber der Cloud in Deutschland?

Der größte deutsche Softwarekonzern hat die Cloud nun auch für sich entdeckt und sich das Ziel gesteckt, bis 2015 der führende Cloud-Anbieter weltweit zu werden. Zudem soll dieser Geschäftsbereich einen Umsatz von zwei Milliarden Euro erzielen.

Die spannende Frage bleibt jedoch, lassen sich auch die der Cloud eher skeptisch gegenüber stehenden deutschen Unternehmen, insbesondere die Mittelständler, von SAP in die Cloud mitreißen? Gute Gründe würde es geben. SAP verfügt in Deutschland über einen hohen Marktanteil und eine breite Kundenbasis. Insbesondere beim viel diskutierten Thema Datenschutz können die Walldorfer auftrumpfen. Die Cloud Lösungen SAP Business ByDesign und SAP Business One OnDemand werden in Rechenzentren in Deutschland, genauer St. Leon-Rot, betrieben, SuccessFactors in Amsterdam, also ebenfalls im europäischen Rechtsraum. SAP nennt seine Cloud auch "Controlled Cloud", da nach eigenen Angaben, nicht einmal die eigenen Mitarbeiter Zugriff auf die Daten der Kunden hätten.

Ein weiterer Faktor kann das Angebot von einzeln zu beziehenden Cloud Services sein, die dennoch vollständig ineinander integriert werden können. Das Anbieten von einzelnen Services, wird auch "Building Blocks" genannt und zeichnet eine Vielzahl von Cloud Services auf dem Markt aus. Ob SAP Bestandskunden dieses dankbar annehmen werden, wird sich zeigen, allerdings würde der Wechsel in dem ein oder anderen Fall sicherlich Sinn machen, denn warum soll man für Dinge bezahlen, die eigentlich nicht benötigt werden. Zudem erhalten damit auch noch nicht SAP-Kunden die Chance, einzelne Services für ihre Anforderungen zu selektieren, ohne ein umfangreiches Softwarepaket zu kaufen.


Bildquelle: http://www.wiwo.de