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Dropbox, Microsoft SkyDrive oder Google Drive: Die weiteren Services eines Cloud Storage sind entscheidend

Dropbox ist der Platzhirsch unter den Cloud Storage Services, mit - nach eigenen Angaben - 100 Millionen Nutzern ist der Speicherdienst unangefochten weltweit die Nummer eins. Was man aber nicht vergessen sollte, Dropbox ist "nur" ein Speicher und hat bisher keine weiteren nennenswerten Vorteile zu bieten. Cloud Storage bedeutet mittlerweile nämlich viel mehr als nur Cloud Storage sowie es auch sehr wichtig ist, mehr als nur reine Infrastruktur anzubieten, wenn man langfristig konkurrenzfähig bleiben möchte. Warum andere Anbieter wie Microsoft SkyDrive deutlich attraktiver sind als Dropbox und warum man Google Drive lieber nicht nutzen sollte, erläutere ich in diesem Artikel.

Dropbox ist nur ein simpler Cloud Storage

Wie ich es bereits vor Kurzem zum Thema Infrastructure-as-a-Services (IaaS) geschrieben habe, muss man als Anbieter mittlerweile mehr bieten als nur "reine" Infrastruktur wie Rechenleistung oder Speicherplatz. Nur macht genau Dropbox dies nicht. Dropbox ist einfach nur ein Speicher. Um den Cloud Storage herum hat das Unternehmen es bisher nicht geschafft ein eigenes Ökosystem von Services zu schaffen, die dem Nutzer mehr bieten als nur Daten darin abzulegen und per Link zu teilen. Möchte ich zum Beispiel eine Word-Datei über die Webseite aufrufen, um sie "nur" zu betrachten, öffnet sich das Downloadfenster. Ich bin also auf ein lokales Betriebssystem angewiesen. Dropbox ist daher zu nativ gestrickt. Das hat natürlich den Vorteil, dass für jedes System ein Client zur Verfügung steht, der allerdings auch zwangsläufig benötigt wird.

Wie sieht es aber aus, wenn ich mit mehreren Parteien an einer Datei parallel arbeiten möchte? Online via Webbrowser ist das nicht möglich. Und lokal über einen der nativen Clients? Auch nicht! Dropbox ist einfach nur ein Stück Speicher im Internet ohne weitere Intelligenz, Möglichkeiten der Zusammenarbeit und anderen Mehrwertdiensten.

Microsoft SkyDrive und Google Drive

Wo Dropbox aufhört, fangen Cloud Storage Lösungen wie Microsoft SkyDrive oder Google Drive erst richtig an. Beide Services sind vollständig in das eigene Ökosystem des jeweiligen Anbieters nahtlos integriert und bieten neben dem Speichern weitere Dienste.

Google hat durch die Veröffentlichung von Google Drive ihre Online-Textverarbeitung Google Docs aufgebohrt. Das bedeutet, dass Dokumente die auf Google Drive gespeichert sind auch online im Browser bearbeitet werden können. Und das sogar mit mehreren Leuten gleichzeitig und ortsunabhängig. Microsoft SkyDrive ist ein standalone Cloud Storage Service. Allerdings hat Microsoft mit den Office Web Apps eine abgespeckte Version von bekannten Office Produkten wie Word oder Excel integriert, mit denen Dokumente online und mit mehreren Leuten parallel bearbeitet werden können. Was vielen das bekannte lokale Microsoft Office-feeling auch im Browser ermöglicht.

Ein kleines Minus bekommt SkyDrive, da es derzeit noch keinen nativen Linux-Client von Microsoft gibt. (War ein Kritikpunkt von einem Bekannten, der als Linux-Nutzer ernsthaft über einen Wechsel nachgedacht hatte und auf Grund des fehlenden nativen Linux-Clients es dann gelassen hat.) Allerdings ist die SkyDrive API offen, was es jedem erlaubt, einen eigenen SkyDrive-Client für Linux zu schreiben.

Das alles meine ich mit "Infrastruktur bedeutet mehr als nur Infrastruktur". Die Services, die von dem Anbieter um die "dumme" Infrastruktur herum aufgebaut werden, machen den Unterschied.

Die Preise - Dropbox muss nachlegen

Preislich ist Microsoft SkyDrive derzeit unschlagbar günstig. Zunächst bekommt man 7GB kostenlosen Speicherplatz, der für 37 EUR pro Jahr um 100GB erweitert werden kann. Hinzu kommt, das Microsoft ein seriöser und renommierter Anbieter ist, dessen Infrastruktur erprobt ist. Zum Vergleich, bei Dropbox erhält man 100GB für 99 US-Dollar pro Jahr. 100GB kosten bei Google Drive 59,88 US-Dollar pro Jahr.

Google Drive sollte lieber nicht genutzt werden

Auch wenn Google Drive technologisch ein sehr interessanter Cloud Storage ist und viel mehr bietet als ein Dropbox, ist von der Nutzung des Service aus Datenschutzgründen abzuraten.

“Meine größten Bedenken Google Drive zu nutzen sind, dass Google bereits alle meine E-Mails, Web-Analytics Daten und Suchbegriffe besitzt. Möchte ich denen wirklich noch mehr Daten geben?”, Chen S. im Dropbox Forum.

“Wie viele andere Nutzer, bin auch ich nicht erfreut darüber, dass Google über immer mehr Informationen aus meinem Leben verfügt, die ich in ihrer Cloud speichere.”, Christopher H. im Dropbox Forum.

“Google kann diese Daten in irgendeiner Form für interne Zwecke nutzen. Das kann das Verkaufen personalisierter Werbeanzeigen auf Basis meiner hochgeladenen Daten sein.”, Mark Mc. im Dropbox Forum.

Google Pressesprecher Stefan Keuchel hatte nach der Veröffentlichung von Google Drive und den ersten Kritiken bereits Stellung bezogen:

“Drives Nutzungsbedingungen sind eindeutig, was dir gehört, wird auch deins bleiben.”

Natürlich sagt Google, dass alle Daten die in Google Drive gespeichert werden das Eigentum des Nutzers bleiben. Das ist ja wohl selbstverständlich und ist keiner weiteren Stellungnahme würdig. Darum geht es bei dieser Diskussion aber auch nicht! Es geht darum, was Google mit den auf Google Drive gespeicherten Daten macht. Denn es wird nicht endgültig ausgeschlossen, dass Google diese Daten verwendet, um damit weitere Analysen und Geschäfte vorzunehmen. Wenn Google die Daten auf Google Drive dazu verwenden würde, hätte die Nutzung des Google Cloud Storage einen sehr faden Beigeschmack. Eines muss man sich natürlich vor Augen halten. Wenn ich im Internet etwas kostenlos bekomme, bin ich das Produkt. In Googles Fall werde ich mit Werbung “versorgt” und Google kann die Daten für anonyme Analysen nutzen. Allerdings bietet Google ebenfalls kostenpflichtigen Speicherplatz an. Bedeutet, der Nutzer bezahlt für die Leistung die Google erbringt. In diesem Fall wäre es für Google nicht mehr gerechtfertigt, die Daten für Werbezwecke und weiteres zu verwenden. Für die kostenlosen 5GB wäre es grenzwertig aber falsch. Aber wie will Google auseinander halten, welche Daten sich jetzt in dem kostenlosen 5GB Speicher befinden und welche in dem restlichen bezahlten.

Google hat bis heute genau zu dieser Thematik keine Stellung bezogen. Und solange es hierfür keine offizielle schriftliche Aussage von Google gibt, unterstelle ich Google, dass die Daten - auch bei dem kostenpflichtigen Speicherplatz - für eigene Zwecke analysiert und weiterverarbeitet werden. Und solange sollte Google Drive lieber nicht genutzt werden.


Bildquelle: ©Gerd Altmann / PIXELIO



Zoho Office integriert Google Drive

Zoho Office hat seine Kommunikations- und Kollaborationslösung mit Google Drive integriert. Das gab der Google Apps und Microsoft Office Konkurrent gestern auf seinem Unternehmensblog bekannt. Dabei handelt es sich nicht um eine offizielle Partnerschaft zwischen Zoho und Google sondern lediglich um das Ergebnis einer neuen Chrome Erweiterung, mit der die Integration nun möglich ist.

Zoho Office integriert Google Drive

Das Google "Apps" Universum

Der Vor- und Nachteil Google Apps zu nutzen besteht zum einen in der sehr tiefen Integration sämtlicher Google Produkte und Services. Zum anderen ist die Integration der Services von Dritten jedoch nicht sehr geschmeidig. Dokumente in Google Drive oder als Anhang einer E-Mail werden automatisch mit Google Docs geöffnet und können dort betrachtet oder weiterverarbeitet werden, das ist wirklich ideal. Es gibt daher kaum Gründe das Google Apps Universum zu verlassen. Es sei denn man möchte bzw. muss über den Tellerrand blicken und Services von Dritten nutzen. Ansonsten tut Google alles, um jemanden vollständig in deren Ökosystem einzuschließen.

Zoho vs. Google vs. Microsoft

Zoho muss daher etwas tun, um gegen Google sowie Microsoft mit seiner neu angekündigten Office Version wettbewerbsfähig zu bleiben. Denn wie Google und Microsoft konzentriert sich Zoho auf das Geschäftskundensegment. Wie Google auf seiner Webseite berichtet, nutzen bereits 4 Millionen Unternehmen mit insgesamt 40 Millionen aktiven Nutzern weltweit Google Apps (Anmerkung: Auf Zahlen sollte man an dieser Stelle nicht unbedingt achten. Alleine ich habe 5+ Google Apps Domains registriert.) Zoho hingegen berichtet von 6 Millionen aktiven Nutzern.

Chrome Erweiterung notwendig

Um die Google Drive Integration zu verwenden, sind Zoho Nutzer gezwungen, die Chrome Erweiterung für Zoho zu nutzen. Dabei muss allerdings für jede Zoho Applikation wie Zoho Writer, Zoho Sheet und Zoho Show die jeweilige Erweiterung separat hinzugefügt werden.



17+ Cloud Storage Alternativen zu Google Drive

Google besetzt mittlerweile viele wichtige Bereiche im IT-Markt. Schon lange konzentriert sich das Unternehmen aus Mountain View nicht mehr nur auf die Suche. Neben Android im mobilen Bereich greift Google mit Google+ auch seit längerem im Social Media Umfeld an. Was noch fehlte war der attraktive Markt für Cloud Storage Lösungen. Aber auch hier hat sich kürzlich etwas getan. Mit Google Drive hat Google seinen Cloud Storage veröffentlicht.

Nach positiven Reaktion gab es allerdings ebenfalls Kritiken an Google Drive. Google könnte die Daten, die auf Google Drive abgelegt werden, nutzen, um weitere Analysen darauf durchzuführen. Das Google die Daten nicht ganz egal sind, zeigen bereits die in Google Drive integrierten Services zum Taggen der Bilder. Es lohnt sich also, Alternativen anzuschauen, um nicht alle Daten in die Hände des Suchmaschinenprimus zu geben. Dafür stelle ich euch 17 Alternativen zu Google Drive kurz vor. Die Liste ist bestimmt nicht vollständig. Wenn etwas fehlt, bitte einfach bescheid sagen.

Amazon S3 + CloudBerry

CloudBerry gehört zu den ersten Cloud Storage Lösungen für den Privatkundensektor. Dabei handelt es sich bei CloudBerry lediglich um einen Client für den Zugriff auf Cloud Speicher. Der bekannteste Speicher den CloudBerry unterstützt ist Amazon S3. Mehr unter http://www.cloudberrylab.com.

Dropbox

Dropbox ist der wohl beliebteste Cloud Storage weltweit. Es gibt proprietäre Clients für Windows, Mac, Linux, Android und iOS. 2GB bekommt man als Nutzer kostenlos geschenkt. Weitere 50GB kosten 9,99 Dollar pro Monat bzw. 99,00 Dollar pro Jahr. Mehr unter https://www.dropbox.com.

Box

Box konzentriert sich mit seinem Angebot eher auf den Einsatz im geschäftlichen Bereich, was zum einen die Preise zeigen. Der Cloud Speicher verfügt über eine 256-bit SSL Verschlüsselung sowie eine Integration in Google Apps, Salesforce und viele weitere Anwendungen. Mobile Anwendungen stehen für Android, iOS und Blackberry bereit. Mehr unter http://box.com.

Mozy

Mozy gehört zu VMware und EMC und gehört zu den ersten Cloud Storage Lösungen auf dem Markt. Mozy konzentriert sich sowohl auf Privat- und Unternehmenskunden. 2GB gibt es für Privatkunden kostenlos. 50GB kosten 4,99 EUR pro Monat für einen Computer. Mehr unter http://mozy.com.

Carbonite

Carbonite fokussiert ebenfalls Privat- und Unternehmenskunden. Unbegrenzter Speicherplatz kostet 59,00 US-Dollar pro Computer pro Jahr. Clients sind für Windows und Mac verfügbar. Mehr unter http://www.carbonite.com.

EVault

EVault ist ein Angebot vom Speicher- und Festplattenpioneer Seagte. Die Lösung richtet sich gezielt an Unternehmen und keine Privatkunden. Mehr unter https://www.evault.com.

SugarSync

SugarSync ermöglicht den Zugriff auf die Daten und deren Synchronisation über mehrere Plattformen. Neben Windows und Mac Clients unterstützt SugarSync ebenfalls mobile Endgeräte, darunter iPhone/iPad, Android, BlackBerry, Symbian und Windows Mobile. 5GB Speicherplatz gibt es gratis. 30 GB kosten 4,99 Dollar pro Monat bzw. 49,99 Dollar pro Jahr. Weitere Kapazitätsstufen sind 60GB und 100GB. Mehr unter https://www.sugarsync.com.

Symantec: Norton Online Backup

Über seine SymantecCloud bietet der Sicherheitsspezialist ebenfalls eine Online Backup Lösung für Privat- und Unternehmenskunden an. Mehr unter http://www.symanteccloud.com.

LiveDrive

Der britische Cloud Storage Anbieter bietet unbegrenzten Speicherplatz. Für 5,95 EUR pro Monat können Daten von einem Windows PC oder Mac in der Cloud gespeichert werden. Die Synchronisationsfunktion kostet 9,95 EUR pro Monat. Mehr unter http://www.livedrive.com.

Windows SkyDrive

Microsoft SkyDrive bietet 7GB kostenlosen Speicherplatz. Das Kontigent kann z.B. mit 20GB Speicher für 8,00 EUR pro Jahr erweitert werden. Der Zugriff erfolgt über den Microsoft Live Account. http://skydrive.com

Symform

Symform verfolgt einen Community Cloud Storage Ansatz. Jeder Nutzer stellt eigenen nicht benötigten Speicherplatz zur Verfügung und erhält im Gegenzug Symform Speicherplatz. Mehr unter http://www.symform.com.

ZipCloud

ZipCloud bietet unbegrenzten Speicherplatz inkl. Verschlüsselung für 6,95 Dollar pro Monat. Mehr unter http://www.zipcloud.com.

JustCloud

JustCloud bietet ebenfalls unbegrenzten und verschlüsselten Speicherplatz. Die Daten können zudem über mehrere Rechner synchronisiert werden. Preise konnte ich der Seite nicht entnehmen. Mehr unter http://www.justcloud.com.

UbuntuOne

UbuntuOne ist das Cloud Storage Angebot der gleichnamigen Linux Distribution. Es ermöglicht die Datensynchronisation und 5GB kostenlosen Speicherplatz sowie einen Musik Streaming Service. Weitere 20GB Speicherplatz kosten 2,99 Dollar pro Monat. Mehr unter https://one.ubuntu.com.

MyPCBackup

MyPCBackup bietet unbegrenzten Speicherplatz und die Synchronisation über mehrere Computer. Preise konnte ich der Seite nicht entnehmen. Mehr unter http://www.mypcbackup.com.

TeamDrive

TeamDrive bietet eine Cloud Storage Lösung für Privat- und Unternehmenskunden an. Der Service aus Deutschland bietet zudem eine Rechteverwaltung auf Benutzerebene. Unterstützt werden alle gängigen Systeme, darunter Windows, Linux, Mac, Android und iOS. Der kostenlose 2GB Speicherplatz kann z.B. mit 10GB für 5,99 EUR pro Monat erweitert werden. Mehr unter http://teamdrive.com.

CloudSafe

CloudSafe kommt ebenfalls aus Deutschland und bietet neben dem Speichern ebenfalls Möglichkeiten für die Kollaboration. 2GB kostenloser Speicherplatz sind pro Account bereits enthalten. Weitere 5GB kosten 2,99 EUR pro Monat. Mehr unter http://cloudsafe.com.

Wuala

Wuala ist ein Cloud Storage Anbieter aus der Schweiz. Hier bekommt man zunächst 5GB kostenlosen Speicherplatz, der z.B. mit 20 GB für 29 EUR pro Jahr erweitert werden kann. Die Verschlüsselung (AES, RSA und SHA) findet auf dem Rechner lokal statt, bevor die Daten in die Cloud geschoben werden. Clients gibt es für Windows, Mac, Linux sowie iOS und Android. Mehr unter http://wuala.com.

Ich bin bekennender Dropbox Nutzer. Schaue ich mir aber das eine oder andere Angebot und vor allem das Preisleistungsverhältnis genauer an, kann sich das bald ändern. Was mir zudem aufgefallen ist, dass sich ein paar der genannten Services vom Erscheinungsbild sehr ähneln (Vorsicht!)...


Bildquelle: http://www.miamism.com



CloudOn nun mit Android und Google Drive Unterstützung

CloudOn, mit dem Cloud basierte Anwendungen von Microsoft Word, Excel und PowerPoint auf dem iPad genutzt werden können, unterstützt nun auch Android Tablets. Weiterhin hat CloudOn ebenfalls die Integration von Google Drive bekanntgegeben, wodurch nun auch Dokumente auf dem neuen Google Cloud Storage gespeichert werden können. CloudOn unterstützte bisher bereits die Services Dropbox und Box.

CloudOn nun mit Android und Google Drive Unterstützung

Mit Lösungen von CloudOn oder auch von Mitbewerbern wie OnLive Desktop und Nivio, lassen sich Microsoft Office Dokumente auf Tablets erstellen und bearbeiten. Dazu werden aktuelle Windows Anwendungen auf Servern im Internet gehostet und nur die Oberfläche der Anwendung auf das Tablet des Nutzers gestreamt. Da immer die aktuellen Versionen der Anwendungen durch den Service bereitgestellt werden, kommt es nicht zu Problemen bei der Formatierung oder anderen Einschränkungen die von herkömmlichen nativen Apps auf mobilen Geräten bekannt sind.

CloudOn unterstützt weiterhin Adobe PDF Dateien und einen Bildbetrachter. Im Gegensatz zu OnLive Desktop und Nivio bildet CloudOn jedoch nicht den Windows-Desktop ab. Der Home Screen von CloudOn ist sehr einfach und übersichtlich gehalten. Durch die Integration mit verschiedenen Cloud Storage Services wie Dropbox, Box und nun auch Google Drive können von überall auf Dokumente zugegriffen und diese bearbeitet werden, ohne diese auf das lokale Endgerät hoch- oder herunterzuladen.

CloudOn unterstützt Android 3.1 "Honeycomb" und Android 4.0 "Ice Cream Sandwich" Tablets. Die Version kann über Google Play heruntergeladen werden.

CloudOn ist grundsätzlich kostenlos. Jedoch entstehen für einige Bereiche Kosten, da die Entwickler für das Hosting der Office Anwendungen Gebühren an Microsoft zahlen müssen.



BoxCryptor: Datenverschlüsselung für Dropbox, Google Drive & Co.

Cloud Storage Services wie Dropbox, Google Drive, SkyDrive oder Box erfreuen sich großer Beliebtheit, stehen aber ebenfalls immer wieder in der Kritik bzgl. des Datenzugriffs durch staatliche Organe oder den Anbietern selbst. Zwar werden die Daten verschlüsselt in den Cloud Storage übertragen. Die Daten werden aber in der Regel im Klartext und unverschlüsselt dort abgelegt. Das Startup die Secomba GmbH aus Deutschland (mal nicht Berlin) möchte diesen Missstand aus dem Weg schaffen und hat mit ihrem BoxCryptor einen Client für Dropbox und Google Drive entwickelt, der die Verschlüsselung übernimmt. Mitbegründer Robert Freudenreich hat mich auf der SecureCloud und CloudZone gefunden und mir den Boxcryptor vorgeführt.

BoxCryptor: Datenverschlüsselung für Dropbox, Google Drive & Co.

Um Daten verschlüsselt in einem Cloud Storage abzulegen behelfen sich viele mit der Software TrueCrypt, was "... insbesondere der vollständigen oder partiellen Verschlüsselung von Festplatten und Wechseldatenträgern" dient. Zudem hat TrueCrypt den einen oder anderen Kniff, den es zu bewältigen gilt.

BoxCryptor integriert sich in den jeweiligen Cloud Storage und synchronisiert die Daten dann verschlüsselt. Dazu wird z.B. einfach unter dem Dropbox Ordner ein neuer Ordner beliebigen Namens angelegt. In diesem werden dann die Dateien und weitere Ordner abgelegt, die mit dem AES-256 Standard verschlüsselt in der Dropbox abgelegt werden sollen. Derzeit unterstützt BoxCryptor DropBox und Google Drive.

Auf Grund einer breiten Plattformunterstützung, darunter Windows, Mac, Linux, Android und iOS wird der Vorteil der Ortsunabhängigkeit der Cloud ausgenutzt und es kann plattformübergreifend auf die Daten zugegriffen werden.

Preise und Leistungen

BoxCryptor bietet drei verschiedene Preisstufen. Free, Unlimited Personal und Unlimited Business.

Die "Free" Variante, wie der Name bereits sagt, ist kostenlos und verschlüsselt bis zu 2GB an Daten mit dem AES-256 Algorithmus. Darüber hinaus kann ein Laufwerk eingebunden werden.

Für "Unlimited Personal" entstehen einmalige Kosten in Höhe von 29,99 EUR. Hier ist das Verschlüsselungsvolumen dann unbegrenzt. Verschlüsselt wird natürlich auch hier mit AES-256, zusätzlich gibt es noch die Dateinamenverschlüsselung und Nutzung mehrerer Laufwerke.

Einzig die "Unlimited Business" Variante darf offiziell geschäftlich genutzt werden. Das ist für die beiden anderen Varianten untersagt. Diese Version kostet Einmalig 69,99 EUR und hat ansonsten dieselben Funktion wie die "Unlimited Personal", also AES-256 Verschlüsselung, ein unbegrenztes Verschlüsselungsvolumen, Dateinamenverschlüsselung und die Möglichkeit zur Nutzung mehrerer Laufwerke.

Verbesserungspotential

BoxCryptor: Datenverschlüsselung für Dropbox, Google Drive & Co.

Was aktuell fehlt, ist die Entschlüsselung der Daten auf dem Cloud Storage, wenn man über die Webseite des Service auf die Daten zugreifen möchte. Aktuell werden die Daten dort halt verschlüsselt und als kryptische Datei- und Ordnernamen angezeigt, da für die Ver- und Entschlüsselung der lokale Client benötigt wird. Wie mir Robert allerdings verraten hat, arbeitet das Entwicklerteam bereits daran, auch hierfür eine Lösung zu finden. Wenn das Team um BoxCryptor es schafft diese Funktion zu implementieren, sind sie allerdings auf dem besten Weg damit einen Meilenstein im Bereich Cloud Storage Security zu leisten.

Fazit: BoxCryptor ist echt heißes Zeug und für alle ein Muss, die skeptisch gegenüber dem Datenschutz im Cloud Storage sind. Also anschauen und herunterladen unter http://www.boxcryptor.com



Achtung IT-Abteilungen: Hier kommt Google Drive

Das soll kein Hetzartikel gegen Google Drive werden. Es handelt sich dabei bestimmt um einen hervorragenden Service - ich durfte bisher noch nicht in den Genuss kommen. Dennoch muss auch alles Gute kritisch betrachtet werden. Denn neben den Bedenken bzgl. des Datenschutz, dabei handelt es sich nicht um die Diskussion wegen dem Eigentum der Daten, wird Google Drive auch den IT-Abteilungen massives Kopfzerbrechen bereiten.

Google Drive ist angekommen

Google Drive ist Googles neuer Cloud Storage, der zu Beginn dieser Woche vorgestellt wurde. Google möchte damit die Zusammenarbeit fördern und hat dazu Google Docs und Drive integriert. Google Drive bietet neben Funktionen wie Smart Tagging, einer neuartigen Bilderkennung und der Unterstützung der OCR Technologie ebenfalls 5GB kostenlosen Speicherplatz der mit neun Kapazitätsstufen erweitert werden kann. Der Preis für weiteren Speicher beginnt bei 2,49 US-Dollar pro Monat für 25 GB.

Google Drive im Unternehmen

Google Drive ist selbstverständlich nicht der einzige Cloud Storage, über Dropbox und Box sollten IT-Abteilungen ebenso beunruhigt sein. Aber es gibt einen entscheidenen Unterschied zu allen anderen Cloud Storage Services und Google Drive. Denn auf Grund der Vielzahl an Google Anwendungen, die zudem noch z.T. mit Google Drive integriert sind, allen voran Google Mail, YouTube, Google+ oder Google Maps erschweren es den IT-Abteilungen, Google Drive auszusperren und so das Unternehmen vor Datenverlusten zu beschützen. Bei anderen Anbietern wie Dropbox oder Box ist das einfacher, da beide nur einen Dienst anbieten.
Google Docs konnte bereits seit längerer Zeit als Datenspeicher genutzt werden, jedoch war dieses eher eine "Randfunktion" die nicht so populär gemacht wurde. Google Drive hingegen wurde bereits im Vorhinein massiv durch die Medien getrieben. Spekulationen und Gerüchte waren in den letzten Wochen an der Tagesordnung. Das führt natürlich dazu, dass Google Drive auch in der breiten Öffentlichtkeit war genommen wird und die Nutzung wahrscheinlich erhöht. Google sollte also angesichts der Probleme für Unternehmen, Möglichkeiten bieten, den Zugriff auf Google Drive separat von anderen Google Dienst zu sperren.

Ich bin zwar persönlich auch kein Fan von Blockaden und mag es frei zu arbeiten. Wenn es jedoch um sensible Unternehmensdaten geht, die ein Mitarbeiter zusammen mit seinen privaten Daten im Google Drive speichern könnte, hört der Spaß ein wenig auf. Zudem wird ein Stück Papier, in dem der Mitarbeiter auf die Nutzung des Service verzichtet, wahrscheinlich nicht viel bringen. Wie bereits geschrieben, ich bin kein Fan von Blockaden, aber in gewissen Maßen muss ein Mitarbeiter auch vor sich selbst geschützt werden. Denn auch wenn die Consumerization langsam Einzug erhält, geht nicht jeder Mitarbeiter so sorgsam mit den Daten um, wie er es sollte.

Es geht an dieser Stelle also darum, wie IT-Abteilungen sicherstellen können, dass ein Mitarbeiter mögliche Unternehmensdaten nicht in seinem privaten Google Drive speichert. Denn solange nicht geklärt ist bzw. Google nicht dazu Stellung nimmt, inwieweit sie mit den Daten die im Google Drive gespeichert werden umgehen, also ggf. analysieren usw., kann und darf Google Drive (für Privatleute) im Unternehmen nicht eingesetzt werden.



Google Drive ist auch für Google Apps Nutzer verfügbar. Preise sind erheblich teurer.

Google Drive steht ab sofort auch für Google Apps Kunden zur Verfügung. Somit steigt Google mitGoogle Drive for Google Apps auch in den Cloud Storage Markt für Unternehmen ein. Wie generell von Unternehmensangeboten bekannt, weichen die Google Drive Preise für Google Apps Kunden deutlich von den Preisen für Privatkunden ab.

Google Drive ist auch für Google Apps Nutzer verfügbar. Preise sind erheblich teurer.

Google Drive for Google Apps bietet zunächst die grundlegenden Funktionen wie das Standard Google Drive. Da sich Google Apps jedoch ausschließlich auf Unternehmen und Organisationen konzentriert, wird für Google Drive for Google Apps die Infrastruktur genutzt, der auch alle anderen Google Apps Services zu Grund liegt. Das bedeutet, dass Google Drive vollständig in die Google Apps Domain integriert ist und dem Administrator somit neue Tools für ein zentralisiertes Management des Cloud Storage zur Verfügung stehen, mit dem er Speicherplatz für einzelne Benutzer oder Teams hinzufügen oder entfernen kann.

Zudem wird der Zugriff auf Google Drive innerhalb der Google Apps Infrastruktur verschlüsselt und kann optional mit einer 2 Wege Authentifizierung abgesichert werden. Zusätzlich garantiert Google eine Verfügbarkeit von 99.9% sowie einen 24/7 Support.

Über den Chrome Web Store für Google Apps stehen viele Tools von Drittanbietern bereit, die direkt auf die Daten in Google Drive zugreifen können. Darunter DocuSign, HelloFax, Lucidchart und Smartsheet.

Die Preise für Google Drive for Google Apps

Wie bei Google Drive für Privatkunden erhält auch jeder Google Apps Nutzer 5GB kostenlosen Speicherplatz. Dieser kann ebenfalls mit weiteren Speicheroptionen erweitert werden. Auch hier unterteilt Google den möglichen nutzbaren Speicherplatz in neun Kapazitätsstufen, die sich preislich jedoch erheblich von denen für den Privatkunden unterscheiden. Ein weiterer Unterschied sind die Staffelungen. Google Drive for Google Apps beginnt bei 20GB und bietet als zweite Erweiterung 50GB. Das Standard Google Drive beginnt hingegen bei 25GB gefolgt von 100GB.

Google Drive ist auch für Google Apps Nutzer verfügbar. Preise sind erheblich teurer.

Die kleinste Erweiterung (20GB) für Google Drive for Google Apps kostet 4,00 US-Dollar pro Monat, die Größte (16TB) 1.430,00 US-Dollar pro Monat. Bei Google Drive für Privatkunden sind es hingegen 25GB für 2,49 US-Dollar pro Monat bzw. 16TB für 799,99 US-Dollar pro Monat.

Derzeit sind Nutzer von Google Apps for Education und Google Apps for Government noch nicht in der Lage für Google Drive zentral weiteren Speicher bereitzustellen bzw. diesen zu verwalten.



Microsoft erweitert SkyDrive mit kostenpflichtigem Speicher

Microsoft hat seinen Cloud Storage SkyDrive mit einer kostenpflichtigen Speichererweiterung ausgestattet. Zudem stehen neue preview Versionen von SkyDrive Apps für Windows und Mac OS X Lion bereit.

Microsoft erweitert SkyDrive um kostenpflichtige Speichererweiterung

Neben der kostenpflichtigen Speichererweiterung erhalten neue SkyDrive Nutzer ab sofort 7GB kostenlosen Speicher. Bestehende Nutzer können ihre aktuellen Kapazitäten derzeit kostenlos auf 25GB erweitern. Die Speichererweiterungen werden in drei Kapazitätsstufen angeboten. Diese erweitern das kostenlose und bestehende SkyDrive Kontingent. 20GB Speicher kosten 8,00 € pro Jahr, 50GB 19,00 € pro Jahr und 100GB 37,00 € pro Jahr.

Die Preise sind im Vergleich zur aktuellen Marktsituation unschlagbar. Zum Vergleich kosten bei Dropbox 50GB 99 Dollar (ca. 75 EUR) pro Jahr und 100GB 199 Dollar (ca. 151 EUR) pro Jahr.

Weiterhin hat Microsoft mit SkyDrive for Windows die ersten Schritte unternommen, um SkyDrive in Live Mesh zu integrieren. Alle Daten die sich in dem SkyDrive Ordner befinden, sind ständig und automatisch mit einem PC, Mac und SkyDrive.com synchronisiert.

Die Preview steht für Windows Vista, Windows 7 und Windows 8 Consumer Preview zum Download bereit.

Neben einem Update der SkyDrive App für Windows Phone, bietet Microsoft zudem eine neue Preview Version von SkyDrive for Mac OS X Lion zum Download an.

Microsoft hat in den vergangenen Monaten hart daran gearbeitet, SkyDrive von einer einfachen Webseite zu einem vollwertigen Service auszubauen und ist gegenüber dem populären Mitbewerb, allen voran Dropbox, Box und wahrscheinlich bald Google Drive gut aufgestellt. Und das nicht nur wegen dem Preis-/ Leistungsverhältnis.



Google Drive erscheint im April

Nach Gerüchten auf GigaOM soll Googles Cloud Storage Service Google Drive in diesem April endgültig ausgerollt werden. So sollen es zumindest gut informierte Quellen an das Online Magazin herangetragen haben.

Google Drive erscheint im April

Google Drive soll nach Gerüchten in diesem April erscheinen.

Die ersten Gerüchten um Google Drive wurden bereits 2006 und dann 2007 durch das Wall Street Journal aufgebracht, ohne Folgen. Seit 2010 ist schon möglich Dokumente und Dateien zu Google Docs hochzuladen. Im November 2011 zeigte das brasilianischen Technologie Magazin Gemind bereits erste Tricks innerhalb von Google Docs, um eine geheime dummy Funktion für Google Drive zu aktivieren. Im Februar 2012 erschienen dann die nächsten anscheinend ernstzunehmenden Informationen zu Google Drive, die bereits detaillierte Informationen zeigten.

Laut GigaOMs Quellen wird Google Drive über 1 GB kostenlosen Speicherplatz verfügen. Mehr Speicher kann hinzugekauft werden. Google Drive soll über einen lokalen Client verfügen und die Oberfläche an Google Docs erinnern. Es wird zudem für Google Apps Kunden zu Verfügung stehen und auf eine Domain gebunden sein. Darüber hinaus wird Google eine spezielle API anbieten, mit der externe Anwendungen auf den Speicherplatz zugreifen können.


Bildquelle: http://www.androidnext.de, http://www.androidguys.com