Tag: Google Apps


Google Apps vs. Microsoft Office 365: Was sagen die vermuteten Marktanteile wirklich aus?

Im Blog von UserActivion wird in regelmäßigen Abständen die Verbreitung der Office und Collaboration Lösungen von Google Apps und Microsoft Office 356 verglichen. Ich bin zufällig auf die Marktanteile pro Branche aufmerksam geworden, danke Michael Herkens. Das Ergebnis ist aus dem Juli und zeigt die Marktanteile beider Cloud Lösungen für den Monat Juni. Der Beitrag zeigt ebenfalls einen Vergleich zum Vormonat Mai. Was dabei auffällt ist, dass Google Apps in jeder Branche mit Abstand vorne liegt. Bei der Größe und generellen Verbreitung von Microsoft ist das schon ungewöhnlich. Daher lohnt sich ein Blick hinter die Kulissen.

Google Apps mit klaren Vorsprung vor Office 365

Glaubt man den Zahlen von UserActivion, liegt Google Apps mit einem deutlichen Vorsprung in den Branchen Handel (84,3 Prozent), Technologie (88,2 Prozent), Bildung (77,4 Prozent), Gesundheitswesen (80,3 Prozent) und Regierungen (72,3 Prozent) vorne.

Im weltweiten Vergleich sieht es ähnlich aus. Allerdings hat Office 365 zum Mai in Nordamerika, Europa und Skandinavien etwas aufgeholt. Dennoch liegt das aktuelle Verhältnis laut UserActivion bei 86:14 für Google Apps. In Ländern wie Norwegen und Denmark ist ein ausgeglichenes 50:50 Verhältnis.


Quelle: useractivation.com


Quelle: useractivation.com

Haben die Google Apps Martkanteile eine Aussagekraft?

Diese Frage ist relativ einfach zu beantworten. Sie haben eine Aussagekraft was die Verbreitung von Google Apps angeht. Allerdings sagen sie nichts darüber aus, was für einen Umsatz Google mit diesen Marktanteilen macht. Denn gemessen daran dürfte das Verhältnis zwischen Google Apps und Office 365 etwas anders aussehen. Warum?

Nun, Google Apps hat mittlerweile so einen großen Marktanteil, weil die Google Apps Standard Version (existiert nicht mehr) für eine bestimmte Anzahl von Nutzern und die Google Apps for Education sehr sehr lange kostenlos genutzt werden konnte. Die Education Version ist weiterhin kostenlos. Das führt natürlich dazu, dass ebenfalls sehr sehr viele Nutzer, die über eine eigene Domain verfügen, sich für eine kostenlose Google Apps Standard Version entschieden haben, die auch nach der Abkündigung der Version weiterhin genutzt werden darf. Die einzige Einschränkung sind die maximalen Benutzer pro Domain.

So kommt es zum Beispiel dazu, dass alleine ich als einzelne Person in den vergangenen Jahren neun (9) Google Apps Standard Accounts registriert habe. Die meisten habe ich immer noch. Davon nutze ich derzeit zwei (Standard, Business) aktiv und bezahle für einen (Business).

Die Google Apps Marktanteile müssen daher wie folgt herunter gebrochen werden:

  • Google Apps Nutzer.
  • Nicht aktive Google Apps Nutzer.
  • Aktive Google Apps Nutzer die nicht bezahlen.
  • Aktive Google Apps Nutzer die bezahlen.

Wird dieses Verhältnis nun gewichtet und auf die Marktanteile in Bezug auf den Umsatz angewendet, würde Microsoft deutlich besser abschneiden. Warum?

Am Ende des Tages geht es ums harte Geld. Microsoft hat von Beginn an nichts zu verschenken. Zwar kann Office 365 für kurze Zeit kostenlos getestet werden. Anschließend fällt aber die Entscheidung für einen kostenpflichtigen Tarif oder nicht. Das bedeutet, dass davon auszugehen ist, dass jeder Office 365 Kunde, der sich nicht mehr in der Testphase befindet, gleichzeitig ein aktiver und zahlender Nutzer ist. Sicherlich erhält Google von den nicht zahlenden aktiven Nutzern Einblicke über deren Verhalten und kann ein bisschen Werbung platzieren. Bleibt aber die Frage offen, wie viel das wirklich ausmacht.

Das heißt nicht, dass Google Apps keine große Verbreitung hat. Aber es zeigt, dass die Strategie von Google zumindest in eine Richtung aufgeht. Accounts verschenken, um darüber Marktanteile zu erhalten zahlt sich (logischerweise) aus. Zudem zeigt es, dass Marktanteile nicht gleichzeitig Profitabilität bedeuten. Die meisten Menschen nehmen gerne etwas an was sie kostenlos bekommen - das Internet-Prinzip. Dass auch Google langsam damit beginnen muss seine Kundenbasis zu monetarisieren lässt sich durch die Abkündigung der kostenlosen Standardversion erkennen. Die kritische Masse scheint erreicht worden zu sein.

Microsoft war mit Office 365 im Vergleich zu Google Apps erst spät am Markt und muss erst einmal kräftig aufholen. Hinzu kommt, dass Microsoft (scheinbar) nichts zu verschenken hat. Ausgehend davon, dass die Zahlen von UserActivion valide sind, kann ein weiterer Grund durchaus darin bestehen, dass die Webseiten und das Angebot von Office 365 - im Vergleich zu Google Apps - viel zu undurchsichtig und kompliziert sind. (Tipp: Einfach mal die Webseiten besuchen.)

Google kopiert das Microsoft Prinzip

Abschließend lässt sich auf Basis der UserActivion Zahlen sagen, dass Google auf dem Besten Weg ist, dass Microsoft-Prinzip auf sich selbst anzuwenden. Microsofts Weg in die Unternehmen ging damals über die Heimanwender von Windows, Office und Outlook Produkten. Die Strategie ging auf. Wer auch am Abend mit den bekannten Programmen aus Redmond arbeitet, hat es tagsüber bei der Arbeit leichter, da er sich damit auskennt. Auch die Empfehlungen für ein Produkt von Microsoft durch die Mitarbeiter war dadurch vorprogrammiert. Dasselbe galt für die Windows Server. Wenn ein Windows Betriebssystem so einfach zu bedienen und zu konfigurieren ist, dann kann ein Server schließlich nicht viel komplizierter sein. Damit konnten auch die Entscheider ins Boot geholt werden.
Ein ähnliches Prinzip lässt sich bei Google erkennen. Google Apps ist nichts anderes als ein Best of der Google Services für Enduser, GMail, GDocs usw. verpackt in einer Suite. Die Verbreitung dieser Services ist mittlerweile ebenfalls relativ hoch, wodurch davon auszugehen ist, dass die meisten IT-Entscheider damit vertraut sind. Es bleibt daher weiter spannend zu sehen, wie sich die echten(!) Marktanteile zwischen Google Apps und Office 365 entwickeln.



Google Apps-Lösungen für die Baubranche

Die CLOUDPILOTS Software & Consulting GmbH aus Köln hat auf der Grundlage von Google Apps verschiedene Branchenlösungen für die Bauwirtschaft entwickelt. Bauunternehmen können damit typische Geschäftsszenarien mit den Cloud-basierten Tools von Google abbilden. Als authorisierter Enterprise Partner für Google Apps for Business hat Cloudpilots die allgemeinen Produktbausteine von Google Apps auf die Anforderungen der Branche hin zugeschnitten.

Bau-Unternehmen profitieren von der Cloud

Je größer ein Bau-Unternehmen ist und an je mehr Standorten es aktiv ist, desto interessanter wird eine solche Cloud-Lösung. Denn in verteilten Umgebungen ist es technisch sehr aufwändig, mit herkömmlicher IT-Technik für alle Personen und Prozesse eine einheitliche und jederzeit zugängliche Plattform zu schaffen.

Weil Investitionssicherheit ein wichtiges Thema für Unternehmen ist, können diese ihre bestehende IT-Infrastruktur in aller Ruhe weiternutzen und zunächst mit koexistenten Szenarien einsteigen. Das bedeutet: Intern werden nach wie vor das eingeführte Mailsystem und das Dateiablagesystem genutzt, die Benutzer werden im zentralen Verzeichnisdienst gepflegt, der unternehmenseigene Server wird weiter betrieben. Nur die mobile Kommunikation mit Niederlassungen und den Bauarbeitern draußen vor Ort wird in die Cloud verlagert. Eine solche stufenweise, also abteilungs- oder niederlassungsweise Umstellung auf Cloud-Betrieb stellt für viele Unternehmen einen interessanten Ansatz dar.

Spezialisierte Teams garantieren den sicheren und störungsfreien Betrieb des Cloud-Services. Die Dienste werden 365 Tage im Jahr rund um die Uhr überwacht. Die Rechenzentren, die Cloud-Services bereitstellen, sind mehrfach redundant ausgelegt und genügen den höchsten Anforderungen an die Betriebssicherheit. Qualifizierte Sicherheitsteams und der Einsatz neuester Technologien gewährleisten maximale Zugangs- und Übertragungssicherheit sowie permanente Verfügbarkeit (99,9%) an allen Standorten.

Umfang der Lösung

Das Lösungspaket umfasst unter anderem folgende Anwendungen:

Mobile Arbeitszeiterfassung

Zeiterfassungsterminals auf weit entfernten Baustellen einrichten und mit der ERP-Lösung im heimischen Rechenzentrum zu verbinden, ist mit hohem technischen Aufwand verbunden. Die Lösung: Der Bauarbeiter registriert seinen Arbeitsbeginn einfach mit dem Handy, die Daten werden GPS-Ortung automatisch an die Google Docs Lösung in der Cloud übertragen, in der Cloudpilots eine entsprechende Tabellenkalkulation für die Arbeitszeiterfassung erstellt hat. Auf diese Weise hat das Unternehmen jederzeit einen Überblick über den Einsatzstatus seiner Mitarbeiter.

Bestandsaufnahme vor Ort

Mit dem Handy erstellte Foto- und Filmaufnahmen lädt der Bauleiter auf Google Drive hoch, das Cloud-basierte Filesharing-System des Unternehmens. Der Projektverlauf wird lückenlos und nachvollziehbar dokumentiert. Über einen Videoanruf kann sich der Projektleiter in der Zentrale einen direkten Eindruck verschaffen und bis zu zehn Personen in einen Gruppenvideoanruf einbinden.

Projektplanung und -dokumentation

Baupläne, Anträge, Genehmigungen und Ausschreibungen können Projektbeteiligte auf Google Sites hochladen, abrufen, bearbeiten und kommunizieren. Über das Informationsportal für Teams im Intranet, Extranet und Internet tauschen sich Projektbeteiligte an beliebigen Standorten miteinander aus.

Stellen von Urlaubsanträgen

Statt umständlich ein Formular auszufüllen und in den Postweg zu geben, leitet der Arbeiter seinen Urlaubsantrag elektronisch an den Vorgesetzten. Die Freigabe des Antrags findet per Knopfdruck statt. Entsprechende Workflows hat Cloudpilots in Google Mail/Kalender eingerichtet.

Adhoc-Koordinierung des Arbeitsbedarfs

Benötigte Fach- und Aushilfskräfte, Maschinen und Material können von den Mitarbeitern auf Baustellen effektiv angefordert und koordiniert werden.



Evernote Business: Neuer Mitbewerb für Google Apps, Zoho und Microsoft Office 365

Evernote erweitert seine Cloud-basierte Notizen- und Dokumenten-Plattform. Mit Evernote Business richtet sich der Service speziell an Unternehmen, um Mitarbeitern das ortsunabhängige Erstellen von Dokumenten und die Zusammenarbeit zu erleichtern. Damit macht Evernote erste Schritte in Richtung der Cloud-basierten Office Suites wie Google Apps, Zoho und Microsoft Office 365.

Evernote Business: Neuer Mitbewerb für Google Apps, Zoho und Microsoft Office 365

Speziell auf den Unternehmenseinsatz ausgerichtet

Evernote ist ein sehr einfach gehaltener Service und als eine Art "Sammelsystem" von Informationen und Daten entstanden. Dabei ist der Service wirklich sehr nützlich. Auf Grund seines Cloud-basierten Ansatz, lassen sich nahezu auf jedem Gerät Notizen erstellen, die bei einer aktiven Datenverbindung nahtlos synchronisiert werden. Als Nutzer der Premium Version ist ebenfalls die Offline-Nutzung auf iOS, Android und Windows möglich. Existiert wieder eine Datenverbindung, werden die Daten anschließend automatisch synchronisiert.

Evernote Business wird Funktionen für die unternehmensweite Bereitstellung der Lösung implementieren, was ebenfalls das unternehmensweite Teilen individueller Notizen und Notizbücher beinhaltet. Für das Management stellt Evernote Business eine zentrale Konsole sowie einen "Customer Success Manager" bereit, mit dem die Aktivitäten überwacht werden können. Zudem lässt sich den Mitarbeitern damit ein Support für die Nutzung der Plattform anbieten.

Großer Mittbewerb

Evernote navigiert mit Business langsam auf die bestehenden Lösungen der großen Anbieter wie Google Apps oder Microsoft Office 365 zu. Zwar verfügt Evernote, im Vergleich zu den genannten Anbietern, über deutlich weniger Funktionen (keine E-Mail, Kalender usw.). Allerdings ist Evernote bewusst sehr schmall und einfach gehalten und gerade deswegen für viele Benutzer sehr attraktiv. Darüber hinaus hat die Anwendung das Potential solche, ähnliche oder gar moderne Funktionen aufzurüsten, wenn die Plattform sich stetig erweitert.

Nach eigenen Angaben hat der Service bereits 40 Millionen registrierte Benutzer. Evernote Business wird im Dezember erscheinen.



Die Google Cloud Platform

Google hat mit der Einführung seiner Compute Engine sein Portfolio zu einem vollständigen Cloud Computing Stack ausgebaut. Als schärfster Konkurrent gelten die Amazon Web Services (AWS), die den Markt der Infrastructure-as-a-Services mit Abstand anführen. Anders als AWS geht Google jedoch in die Breite. Und auch wenn die Anzahl der Google Cloud Services mit denen von AWS in der Masse [Vergleich] noch nicht mithalten können, finden Entwickler in Googles Portfolio jede Menge Möglichkeiten, ihre Anwendungen in der Google Cloud zu betreiben.

Die Google Cloud Plattform

Ein vollständiger Cloud Stack

Die Google Cloud setzt sich aus neun einzelnen Services zusammen und deckt den kompletten Cloud Stack, Infrastructure-as-a-Service (IaaS), Platform-as-a-Service (PaaS) und Software-as-a-Service (SaaS) ab. Dazu gehören die Google App Engine, die Google Compute Engine, der Google Cloud Storage, Google BigQuery, die Google Prediction API, die Google Translation API, Google Apps, Google Cloud SQL und Google F1.

Google App Engine

Die Google App Engine ist das Platform-as-a-Service (PaaS) Angebot von Google. Sie gehört mit der Erscheinung im Jahr 2008 zu einer der ersten PaaS am Markt und war der einzige Service der Python und Java gleichzeitig unterstützte. Die Google App Engine wurde entwickelt, um Anwendungen auch mit hoher Last oder während der Verarbeitung von vielen Daten zuverlässig ausführen zu lassen. Dazu unterstützt die Google App Engine dynamische Webdienste inkl. gängiger Web-Technologien, einen persistenten Speicher inkl. der Möglichkeit für Abfragen, Sortierungen und Transaktionen, Automatische Skalierung und Loadbalancing, eine Entwicklungsumgebung für lokale Systeme zur Simulation der Google App Engine, Warteschlangen für die Steuerung von Aufgaben die eine hohe Performance benötigten, uvm.

Für das Speichern der Anwendungen wird von der App Engine eine verteilte Datenhaltung verwendet, wobei der verteilte Speicher mit der Menge der Daten wächst.

Die Google App Engine bietet verschiedene APIs zur Arbeit mit und der Verwaltung von Applikationen. Mit dem URL-Fetch Service können Anwendungen auf andere Ressourcen wie Web Services oder Daten über das Internet zugreifen. Dabei wird dieselbe Google Infrastuktur verwendet, wie sie auch von bekannten Google Produkten genutzt wird. Mittels der App Engine Mail API sind Anwendungen in der Lage direkt E-Mails zu versenden. Per Memcache kann auf Daten zugegriffen werden, die nicht im persistenten Speicher abgelegt werden. Durch einen schnellen in-Memory Key-Value Cache ist eine Anwendung in der Lage mehreren Instanzen parallel nur temporär vorhandene Daten performant bereitzustellen. Anhand der Image Manipulation API sind Anwendungen in der Lage Bilder zu verändern.

Anwendungen können so gesteuert werden, dass sie hoch performante Aufgaben dann erledigen, wenn die Belastung durch Anfragen nicht so hoch ist, z.B. zu einer vorher definierten Uhrzeit oder Tag. Des Weiteren besteht die Möglichkeit eine Anwendung in eine Warteschleife zu legen oder sie im Hintergrund auszuführen.

Google Compute Engine

Die Google Compute Engine bietet Infrastructure-as-a-Services á la Google. Damit erhält man die Möglichkeit, virtuelle Maschinen (VM) mit dem Linux Betriebssystem auf der Google Infrastruktur, die auch von Google Mail und anderen Services eingesetzt wird, zu nutzen.

Die Compute Engine setzt auf Ubuntu als auch CentOS Linux Betriebssysteme, virtuelle Maschinen mit 1,2,4 oder 8 Kernen und 3,75 GB Arbeitsspeicher pro virtueller Instanz. Speicherarten stehen in drei Varianten zu Verfügung.

Flüchtiger Speicher: Auf jeder virtuellen Instanz befindet sich ein flüchtiger lokaler Speicher, bei dem die Daten nur während des Lebenszyklus einer virtuellen Maschinen gespeichert werden. Wenn die VM gestoppt wird, werden alle Daten gelöscht. Dennoch werden alle Daten die auf die VM geschrieben verschlüsselt abgelegt. Persistenter Speicher: Die Google Compute Engine bietet einen persistenten Speicher, der als Service (virtuelle Fesplatte) mit dem Google Storage Netzwerk verbunden ist und über dieselbe Latenz und Geschwindigkeit wie der lokale Speicher einer VM verfügt. Daten die auf diese “virtuelle Festplatte” gespeichert werden, werden automatisch über mehrere physikalische Festplatten innerhalb eines Google Rechenzentrum repliziert. Darüber hinaus können Snapshots von den Festplatten für Backup/ Restore Zwecke erstellt werden. Zudem besteht die Möglichkeit diese virtuellen Platten als Laufwerk in mehrere virtuelle Maschinen zu mounten, um davon Daten zu lesen. Wie beim lokalen VM Speicher sind auch die Daten auf den virtuellen Festplatten verschlüsselt. Google Cloud Storage: Der Google Cloud Storage existiert für Entwickler schon etwas länger. Er bietet die Möglichkeit, Daten persistent zu speichern und auf die Buckets (Ordner) innerhalb des Storage mit einer VM zuzugreifen.

Über der Google Netzwerk lassen sich die virtuellen Maschinen mit der Aussenwelt und innerhalb des Netzwerks selbst verbinden. Der Netzwerk Stack ist so aufgebaut, dass sich die virtuellen Maschinen eines Nutzers in einem isolierten Bereich befinden und von Dritten nicht ohne Weiteres darauf zugegriffen werden kann. Die virtuellen Maschinen können entweder mit statischen oder dynamischen IP-Adressen verknüpft werden, um anschließend über das Internet auf diese zuzugreifen. Über eine Firewall können die Zugriffe auf die virtuellen Maschinen kontrolliert werden.

Alle Management Tools basieren auf einer offenen RESTful API. Google plant darüber hinaus, alle verfügbaren Tools als Open Source zu veröffentlichen, um den Nutzern die Möglichkeiten zu geben, eigene Tools nach ihren Bedürfnissen zu entwickeln. Google arbeitet bereits mit ein paar Partner darunter RightScale, Puppet Labs, OpsCode, Numerate, Cliqr und MapR zusammen, die in Zukunft die Google Compute Engine unterstützen und integrieren werden und weitere Management-Kapazitäten anbieten.

Google Cloud Storage

Der Google Cloud Storage existiert für Entwickler schon etwas länger. Er bietet die Möglichkeit, Daten persistent zu speichern und auf die Buckets (Ordner) innerhalb des Storage mit einer VM zuzugreifen.

Google Cloud Storage bietet zudem unterschiedliche Einsatzszenarien. Neben der Archivierung und dem Datenbackup, lassen sich darüber hinaus Anwendungsdaten darin ablegen, um einen ortsunabhängigen Zugriff darauf zu ermöglichen. Der Zugriff auf die Daten lässt sich über Access Control Lists (ACLs) steuern.

Der Storage Service dient als grundsätzliche Basis für andere Google Cloud und Analytics Services wie der Google Prediction API und Google BigQuery Service. Zudem lassen sich darüber statische Inhalte für Webseiten ausliefern.

Google BigQuery

Google BigQuery nennt sich Googles Big Data Service und soll Unternehmen und Entwicklern bei der Analyse ihrer Daten helfen ohne die dafür notwendige Infrastruktur zu besitzen.

Da Google auf Grund der Indexierung des Webs auf Systeme für die Analyse riesiger Datenmengen angewiesen ist, wurden entsprechend bereits einige Tools entwickelt, die allerdings nur für den internen Einsatz vorgesehen sind. Aus diesen Tools wurde nun der BigQuery Service quasi abgeleitet.

BigQuery ist ein Online Analytical Processing (OLAP) System, um Datensätze mit Milliarden von Zeilen und Terabytes an Daten zu verarbeiten und zielt auf Unternehmen und Entwickler in Unternehmen ab, die mit riesigen Datenmengen (Big Data) balancieren müssen. BigQuery kann auf unterschiedliche Arten genutzt werden. Entweder mit einer Web-Oberfläche, einer REST API oder via Kommandozeile. Die Daten können zur Verarbeitung per CSV Format auf die Google Server hochgeladen werden.

Die Preise orientieren sich an der Menge der gespeicherten Daten und der Anzahl der Anfragen. Für den Speicherplatz berechnet Google 0,12 Dollar pro GB pro Monat bis zu einer maximalen Speichermenge von 2TB. Für die Anfragen werden 0,035 Dollar pro verarbeitetes GB berechnet. Die Limits liegen hier bei 1000 Anfragen pro Tag sowie 20TB zu verarbeitende Daten pro Tag. Für die ersten 100GB an verarbeitenden Daten pro Monat entstehen keine Kosten. Weitere Informationen stehen hier.

BigQuery ist nicht für die OLTP (Online Transaction Processing) Verarbeitung geeignet. Genauso wenig können Änderungen an den auf BigQuery gespeicherten Daten vorgenommen werden. Unternehmen, die eher eine klassische relationale Datenbank für OLTP benötigen, empfiehlt Google seine Cloud basierte Datenbank Google Cloud SQL, welche die volle SQL-Syntax unterstützt.

Google Prediction API

Die Google Prediction API ermöglicht den Zugriff auf Googles Algorithmen zur künstlichen Generierung von Wissen aus Erfahrung. Damit können Daten analysiert und Ergebnisse vorausgesagt werden. Anhand der Eingabe von numerischen Werten oder Text bietet die Prediction API Möglichkeiten für den Musterabgleich bzw. der musterbasierten Suche sowie dem maschinellen Lernen.

Die API kann genutzt werden, um bspw. die Gewohnheiten eines bestimmten Benutzers zu analysieren oder vorherzusagen, welche anderen Filme oder Produkte einem Benutzer vielleicht gefallen. Als weitere Use Cases nennt Google das Kategorisieren von E-Mails als Spam oder nicht Spam sowie die Analyse von positiven oder negativen Kommentaren zu einem Produkt oder anhand der bisherigen Ausgaben zu schätzen, wie viel ein Nutzer an einem bestimmten Tag ausgeben wird.

Google Translation API

Die Google Translation API ist ein Tool, mit dem Texte automatisiert von eine Sprache in eine andere übersetzt werden können. Dafür stehen der Quelltext, die Quellsprache sowie die Zielsprache, in welche der Text übersetzt werden soll. Im Prinzip handelt es sich genau um den Service, der sich hinter http://translate.google.de befindet. Mit der Translation API lassen sich eigene mehrsprachige Applikationen oder Webseiten programmatisch anbieten.

Die Google Platform Extended

Wenn man sich den Google Cloud Stack anschaut, sollte man sich ebenfalls das restliche Ökosystem anschauen. Dazu gehören Google Apps, Google Cloud SQL und Google F1.

Google Apps

Google Apps ist die webbasierte Software-as-a-Service Office & Collaboration Suite von Google. Sie umfasst in der kostenlosen Standard Edition und der Edition für Non-Profit Organisationen die Programme Mail, Kalender, Text & Tabellen, Sites, Talk und Kontakte. Die Premier- und Education Editionen verfügen zusätzlich noch über Video, Groups und APIs für Erweiterungen und die Integration in die eigene Infrastruktur sowie weitere Services von Partnern.

Mail

Google Mail verfügt je nach Edition über einen Speicherplatz von 7 GByte bis 25 GByte. Die Ablage der E-Mails erfolgt nicht klassisch in einer Ordnerstruktur, stattdessen können Labels definiert werden mit der jede E-Mail beliebig getaggt werden kann.

Auch die Art der Verwaltung einer E-Mail Kommunikation ist anders als bei herkömmlichen E-Mail Clients. Werden bei Thunderbird, Outlook etc. für jede E-Mail die hin und her geschickt wird eine separate "physische" E-Mail erstellt die dann im Posteingang und/oder Postausgang liegt, werden die E-Mails bei Google Mail in sogenannten Konversationen verwaltet. Dabei entsteht ein "Objekt" an das jede E-Mail die zu dieser Konversation (Betreff) gehört angehängt wird. Jede Benutzer der an dieser Konversation teilnimmt, erhält zur Unterscheidung eine andere Farbe.

Die Technologie des Spamfilter halte ich für einzigartig. Ich nutze Google Apps nun seit mehreren Jahren und hab in der Zeit nicht eine Spam E-Mail im Posteingang gefunden, dafür ist der Spamordner immer randvoll! Auch die Suche nach E-Mails oder Inhalten von E-Mails funktioniert sehr gut, da merkt man gut, welchen Kernbereich Google normalerweise abdeckt.

Der verschlüsselte Zugriff auf die Postfächer kann lokal von jedem Benutzer oder global über die Managementkonsole festgelegt werden. Seit kurzem ist allerdings nur noch der SSL-Zugriff möglich. Der mobile Zugriff auf Google Mail ist ebenfalls möglich. dazu sind Anwendungen für Android, iPhone, Blackberry und weitere Smartphones wie z.B. Nokia vorhanden. Migrationstools erlauben zusätzlich das Importieren von E-Mail Konten aus anderen Systemen wie Microsoft Exchange oder Lotus Notes.

Google Mail verfügt weiterhin über ein integriertes Messaging System, welches ich weiter unten für die Anwendung Talk beschreibe.

Kalender

Der Google Kalender ist vollständig mit Google Mail verknüpft. Nachdem ein Eintrag erstellt wurde, können Freunde/ Bekannte oder Mitarbeiter darüber direkt per E-Mail informiert bzw. eingeladen werden. Weiterhin können die eigenen Kalender lesend und/oder schreibend anderen Personen freigegeben werde, um ihnen den Zugriff darauf zu gewähren. Dadurch haben Kollegen z.B. die Möglichkeit die Termine eines anderen Kollegen in ihrem Kalender zu sehen und ggf. sogar zu bearbeiten.

Google Kalender ist ebenfalls mit Google Sites verknüpft, damit kann ein Kalender(eintrag) auf einer Webseite veröffentlicht werden. Kalender können darüber hinaus - z.B. für Veranstaltungen - grundsätzlich öffentlich verfügbar gemacht und in Googles Kalendergallerie aufgenommen werden.

Der mobile Zugriff ist ebenso wie bei Google Mail möglich. Zusätzlich können Kalenderbenachrichtigungen per SMS verschickt werden.

Text & Tabellen

Text & Tabellen ermöglicht das gemeinsame Bearbeiten (inkl. Versionierung) von Dateien in Echtzeit. Das beschränkt sich entweder nur auf die Benutzer in der eigenen Domain, aber auch externe Partner und Kunden können darauf den Zugriff erhalten und aktiv mitarbeiten.

Die erarbeiteten Dokumente, Tabellen und Präsentationen können anschließend z.B. auf den Webseiten von Google Sites oder im Intranet eingebettet werden. Päsentationen können über das Internet abgehalten werden, ohne dass sich die Zielgruppe am selben Ort befindet, die benötigt nur einen Browser mit aktiver Internetverbindung.

Text & Tabellen bietet bereits vorgefertigte Vorlagen für Formulare, z.B. für Umfragen oder Registrierungen die auf Webseiten verfügbar gemacht, per E-Mail verschickt oder in Dokumente eingebunden werden. Die eingegeben Daten werden dabei automatisch in einer verknüpften Tabelle gespeichert. Darüber hinaus existieren Vorlagen für Geschäftsdokumente, Visitenkarten, Briefköpfe, Zeiterfassungsformulare etc., die ebenfalls in vorhandene Dokumente integriert werden können.

Texte & Tabellen unterstützt und kann folgende Dateiformate importieren und exportieren: DOC, XLS, CSV, PPT, TXT, HTML, PDF.

Der mobile Zugriff mit Android, Blackberry oder iPhone ist ebenfalls möglich.

Sites

Mit Google Sites kann jede beliebige Art von Webseite erstellt werden, wie z.B. Seiten für das Intranet in einem Unternehmen, für Teams, Projekte, Abteilungen, Schulungen oder Wikis. Der Zugriff ist per se nur für Leute innerhalb der Domain erlaubt. Die Seiten können aber für externe Partner, Kunden ider Lieferanten zugänglich gemacht werden.

Innerhalb eine Google Sites Webseite können unterschiedliche Arten von Inhalten eingebettet werden. Dazu gehören Textdokumente, Tabellen, Präsentationen, Videos, Formulare oder Photos. Darüber hinaus ist die Google Suchfunktion vorab in jeder Site integriert, wodurch der gesamte Inhalt indiziert ist und schnell gefunden werden kann.

Talk

Google Talk ist in zwei Varianten verfügbar. Die erste ist die klassische Software, die auf dem PC installiert und von dort genutzt wird. Damit stehen auf dem PC Chat-, Sprach- und Videofunktionen zur Verfügung.

Die zweite Variante ist eine integrierte Instant Messaging Funktion innerhalb von Google Mail, mit der direkt eine Verbindung mit den Kontakten im eigenen Addressbuch oder per Mausklick auf den Absender einer E-Mail hergestellt werden kann. Vorausgesetzt, der Kontakt verfügt über ein Google-Talk Konto bzw. einen ICQ/AIM Account. Über ein zusätzliches Plugin kann das Instant Messaging um Voice- und Video-Chat Funktionen erweitert werden. Der Chat-Verlauf innerhalb von Google Mail kann dabei in einem Chat-Protokoll für jede einzelne Sitzung (pro Tag) aufgezeichnet werden. Das Protokoll wird nach dem Beenden der Sitzung wie eine E-Mail im Archiv abgelegt.

Ist man im Besitz eines Android Smartphones, kann die Chat-Funktion von Google Talk auch unterwegs genutzt werden.

Kontakte

Google Kontakte ist keine Anwendung im eigentlichen Sinne. Vielmehr hat man damit die Möglichkeit seine Kontakte in einem separaten "großen" Fenster zu verwalten. Normalerweise erreicht man die Kontakte in Google Mail über den Button "Kontakte" auf der linken Seite. Dabei werden die Kontakte dann in dem Bereich angezeigt, wo sonst die E-Mail Konversationen aufgelistet werden. Das kann auf Geräten, wie z.B. Netbooks ziemlich eng werden, wodurch das Auslagern in ein weiteres Fenster wesentlich komfortabler ist.

Google Cloud SQL

Mit Google Cloud SQL lassen sich relationale Datenbanken erstellen, konfigurieren und nutzen, die in Googles Cloud gehostet werden. Dabei handelt es sich um einen vollständig durch Google administrierten Service, der für eigene Anwendungen und Services eingesetzt werden kann.

Google Cloud SQL basiert auf der MySQL Datenbank. Damit lassen sich sämtliche Anwendungen, Daten und Services zwischen der on-Premise Welt und der Cloud hin- und herbewegen

Google F1

Google F1 ist ein relationales Datenbankmanagementsystem (RDBMS) von Google, das laut Google über umfangreiche Funktionen einer relationalen Datenbank verfügt. Dazu gehören ein festgelegtes Schema und eine parallel arbeitende SQL Query-Engine. Zudem setzt F1 auf Googles verteiltem Speichersystem auf, das sich über Google Rechenzentren erstreckt. Der Speicher wird dynamisch geteilt und unterstützt eine transaktional konsistente Replikation über mehrere Rechenzentren hinweg, wodurch Ausfälle bewältigt werden, ohne Daten zu verlieren.

Fazit

Die Amazon Web Services haben derzeit ein sehr vertikal ausgerichtetes Portfolio. Dabei konzentriert sich das Unternehmen auf den Ausbau seiner Infrastructure Services mit Mehrwert-Diensten wie bspw. Elastic Beanstalk. Beanstalk selbst ist kostenlos. Der Umsatz erfolgt mit der darunter liegenden Infrastruktur die der Kunde nutzt.

Google hingegen stellt sich breiter auf und hat in allen Cloud Bereichen, IaaS, PaaS und SaaS einen Fuß in der Tür. Der Anfang wurde mit der Google App Engine gemacht. Google ist nun einmal ein Entwickler-Unternehmen. Sie haben nie einen Hehl daraus gemacht, dass sie ihre Überkapazitäten herausgeben, damit Entwickler weltweit die Google Infrastruktur nutzen können, um Anwendungen zu entwickeln. Anschließend folgte mit Google Apps der SaaS Bereich. Dieser hat sich aus den Consumer-Produkten (Mail, Docs, usw.) abgeleitet und stellt quasi ein Best-off dieser einzelnen Services dar. Alles zusammen bildet eine Office Suite unter einer eigenen Domain. Der letzte Bereich den Google erobern will ist IaaS. Die Google Compute Engine ermöglicht das starten und betreiben eigener virtueller Maschinen auf Googles Infrastruktur. Andere Services wie Google Cloud SQL oder Google F1 gehören offiziell noch nicht in die Google Cloud Platform unter http://cloud.google.com. Allerdings ist zu erwarten, dass dies bald geschehen wird. Auch BigQuery war zunächst nur ein reines Developer Projekt, wurde nach der Beta Phase aber recht zügig zur Cloud Platform hinzugefügt.



Google Apps hat mehr als 6000 Vertriebspartner

Google Apps erfreut sich mittlerweile weltweit über mehr als 6000 Vertriebspartner, die Google dabei helfen, Geschäftskunden, Regierungsbehörden und Bildungseinrichtungen zu erreichen und zu unterstützen. Das schreibt Google auf seinem Google Apps Blog.

Google Apps hat mehr als 6000 Vertriebspartner

Vertriebspartner sind Googles Versicherung

Google bezeichnet seine Vertriebspartner selbst als das "vertrauenswürdige Gesicht von Google Apps", da diese von der gesamten Unterstützung bis hin Support dem Kunden zur Seite stehen.

Tatsächlich sind die Partner Googles Versicherung. So gut und Innovative Google auch sein mag. Das einzige was das Unternehmen nicht beherrscht ist der Support. Zu Beginn von Google Apps verlinkten FAQ-Webseiten auf 404 Seiten und Anrufe im Support liefen in eine Endlosschleife oder verwiesen auf Webseiten, die wiederum auf 404 Seiten verlinkten. (Eigene Erfahrung.) Google sollte sich mit seinen Partnern, die offiziell von Google zertifiziert werden, Google Apps bereitzustellen, gut stellen, um bei den Unternehmenskunden zu landen.

Partner werden?

Zu den Aufgaben eines Google Apps Partners gehört es u.a. Kunden bei den ersten Schritten in die Cloud zu begleiten, die Mitarbeiter zu schulen, Datenschutzrichtlinien zu implementieren, Google Apps mit bereits bestehender Software und Infrastruktur zu integrieren sowie den Google Drive Cloud Storage zu verwalten.

Wer Google Apps Partner werden möchte, der kann sich bei dem offiziellen Partner und Community Programm bewerben.



Fairfax setzt auf Google Apps – BYOD ein Treiber für die Entscheidung

Das australische Medienunternehmen Fairfax Media wechselt zu Google Apps for Business, um auf Basis der Cloud-basierten Office Suite, die interne Kommunikation zu verbessern und neue Trends wie bspw. Bring-your-own-device (BYOD) zu unterstützen und seinen Mitarbeitern einen flexibleren Arbeitsplatz zu ermöglichen.

Fairfax setzt auf Google Apps - BYOD ein Treiber für die Entscheidung

Microsoft Office wird nicht abgelöst - Kommunikation hat Priorität

In der Vergangenheit hat sich Fairfax für die interne Kommunikation auf die Nutzung von Telefonen, E-Mails, Tabellenkalkulationen- und Textverarbeitungssoftware verlassen. Das Medienunternehmen wird in Zukunft auf Googles Office und Collaboration Suite Google Apps for Business setzen, aber das bisher eingesetzte Microsoft Office nicht ersetzen - zumindest für die Mitarbeiter, die darauf angewiesen sind.

Fairfax will damit die Kommunikation seiner Mitarbeiter verbessern, indem das Unternehmen moderne Technologien wie Instant Messaging, einen einfacheren Dokumentenaustausch sowie Desktop Video-Konferenzen in Echtzeit nutzt.

Consumerization of IT und BYOD sind Trendsetter

Insbesondere auf Grund von neuen Trends wie Consumerization of IT und BYOD möchte Fairfax seine Technologie Strategie ändern und den neuen Begebenheiten anpassen. Somit ist eine Cloud-basierte Lösung, mit der von überall und mit quasi jedem Endgerät auf die Daten und Anwendungen zugegriffen werden kann unumgänglich.

10.000 Mitarbeiter gehen in die Google Cloud

Fairfax rechnet damit, dass jeder Mitarbeiter - ca. 10.000 - Google Apps nutzen wird. Allerdings muss das noch eindeutig bestimmt werden. Auf jedenfall sollen alle Mitarbeiter bis November 2012 in der Lage sein Google Apps nutzen zu können.



Google Apps Vault wird globaler

Nachdem Google im März Google Apps Vault gestartet hat, um damit mehr Governance für Unternehmen in seine Office Google Apps zu bringen, rollt Google den Service nun mit weiteren Sprachen weltweit aus. Google Apps Vault ist eine Lösung für Google Apps for Business Kunden, mit denen diese ihre geschäftskritische Informationen verwalten und wichtige Daten archivieren können.

Google Apps Vault wird globaler

Verwaltung geschäftskritischer Informationen

Google Apps Vault bietet Möglichkeiten für das Speichern, Archivieren und der elektronischen Suche von E-Mail und Chat Nachrichten, wodurch Unternehmen jeder Größe ihre geschäftskritische Informationen verwalten können. Vault ist vollständig in Google Apps integriert, wodurch sich Governance Regelungen direkt auf die in Apps gespeicherten Daten anwenden lassen, ohne diese oder eine Kopie dieser an einen separaten Ort zu bewegen.

Mehr Sprachen mehr Reichweite

Google Apps Vault unterstützt bereits alle Sprachen, die auch von Google Apps abgedeckt werden. Das sind immerhin mehr als 50 Stück. Nun erweitert Google die Benutzeroberfläche von Vault auf 28 Sprachen inkl. Japanisch, Chinesisch und Arabisch.

Google Apps Vault steht für neue und aktuelle Kunden der Versionen Google Apps for Business und Education zur Verfügung. Ältere Kunden werden im Laufe des Jahres in den Genuss kommen.



Google Apps Administratoren können nun die 2-Wege Authentifizierung erzwingen

Die 2-Wege Authentifizierung, mit der eine weitere Sicherheitsebene im Anmeldeprozess eingezogen wird, steht bereits seit dem Jahr 2010 innerhalb von Googles Office Suite Google Apps zur Verfügung. Aber erst jetzt haben Administratoren die Möglichkeiten, diese Sicherheitstechnologie zwingend für ihre Nutzer zu aktivieren.

Google Apps Administratoren können nun die 2-Wege Authentifizierung erzwingen

Mit einer weiteren Einstellungen in der Google Apps Management Konsole, können Admins nun erzwingen, dass sich ihre Nutzer über die 2-Wege Authentifizierung anmelden. Damit wird ein Nutzer nun nicht mehr nur nach seinem Password gefragt, sondern muss zusätzlich einen Code eingeben, den er via SMS oder Sprachnachricht auf sein Mobiltelefon erhalten hat.

Mit dem Einsatz einer 2-Wege Authentifizierung wird die Sicherheit des Systems erhöht, da ein Angreifer neben dem Passwort des Nutzers ebenfalls sein Mobiltelefon stehlen müsste.

Allerdings macht dieses Verfahren den Anmeldeprozess für die Nutzer komplizierter und verlangt eine Konfiguration auf dem jeweiligen Mobiltelefon. Folglich kann es dazu führen, das viele Nutzer die 2-Wege Authentifizierung verweigern werden.



Googls Apps wirbt mit bis zu 85% Energieeinsparungen

Cloud Computing Anbieter werben in der Regel mit Kosteneinsparungen durch die Nutzung ihrer skalierbaren Infrastrukturen oder Plattformen bzw. SaaS Applikationen. Google geht nun einen Schritt weiter und behauptet, dass Unternehmen mit der Nutzung seiner SaaS Office Suite Google Apps zwischen 65% und 85% Energieeinsparungen erhalten, wenn sie anstatt ihrer Anwendungen, die Google Cloud Lösung nutzen.

Googls Apps wirbt mit bis zu 85% Energieeinsparungen

Google bezieht sich dabei auf die Ergebnisse einer Fallstudie der US General Services Administration (GSA). So konnte die GSA mit ca. 17.000 Anwendern, durch die Migration zu Google Apps, den Energieverbrauch um fast 90 Prozent und die Kohlendioxid-Emissionen um 85 Prozent reduzieren. Das führt zu ca. 285.000 US-Dollar (eine Reduktion von 93%) jährlichen Einsparungen bei den Energiekosten.

Google nennt in diesem Zusammenhang zwei wichtige Faktoren, die dafür verantwortlich sind. Die Reduzierung des Energieverbrauches und die niedrigeren Kohlendioxidemissionen. Schauen wir uns die obere Graphik an, wird deutlich, dass Google Apps bzw. Cloud basierte Lösungen von anderen Anbietern, darauf achten, so wenig wie möglich Energie für den Betrieb und die Kühlung der Server aufzubringen. Google erläutert darüber hinaus, dass kleine Unternehmen und Unternehmen, die bereits Google Apps ähnliche on-Premise Anwendungen nutzen, am meisten einsparen.

Weiterhin geht Google auf seine Chromebooks ein, die das Unternehmen als eine weitere Möglichkeit sieht, um Energie zu sparen, da es sich dabei um reine Cloud basierte Laptops handelt, die schneller, leichter und weniger Strom benötigen. Der Einsatz könnte demnach zwischen 10% und 45% an zusätzlichen Energieeinsparungen für Mitarbeiter Computer einbringen, so Google.



Google verstärkt die Sicherheit seiner Google Apps Cloud Services

In den vergangenen Wochen hat Google mit seinen Chromebooks und Lösungen wie BigQuery ebenfalls neue Funktionen und Datenschutzrichtlinien für seinen Office Suite Google Apps vorgestellt. Hinzu kommt mit Google Apps Password Sync for Active Directory eine Funktion, mit der Passwörter von mehreren Google Apps Domains und der Active Directory synchronisiert werden können.

Google Apps und Active Directory synchronisieren

Mit Google Apps Password Sync for Active Directory erhalten Administratoren die Möglichkeit zwei Systeme untereinander synchronisiert zu halten, ohne dabei auf eine geplante Synchronisation warten zu müssen. Laut Google ist die Konfiguration recht simple und dauert nur ein paar Minuten. Zudem ist die gesamte Datenübertragung zwischen Google Apps und einer Active Directory verschlüsselt.

Google Apps Kontakte mit Kollegen teilen

Eine weitere neue Funktion für Nutzer der Premium Edition ist das Teilen von Kontakten mit Kollegen (Contact Delegation). Damit soll ein Kontaktnetzwerk auf einfache Weise geteilt und erweitert werden. Nutzer können damit ebenfalls ihren Posteingang oder Kalender freigeben.

ISO 27001 für Google Apps

Weiterhin wurde Google Apps von den Wirtschaftsprüfern Ernst & Young nach ISO-27001 zertifiziert. Die weltweite gültige Zertifizierung ergänzt Google Apps for Government, die bereits die Zertifikate SSAE 16/ISAE 3402 und Fisma besitzt. Allerdings sollte man nicht vergessen, dass dieses Zertifikat keinen Freifahrtschein für die 100%ige Sicherheit der Anwendung ausstellt. Unternehmen die sich nach ISO-27001 zertifizieren lassen, setzen sich lediglich selbst hohe Maßstäbe, um eine hohe Sicherheit zu gewährleisten.


Bildquelle: http://blog.gemalto.com/



Google erweitert Google Apps um europäische Datenschutz-Richtlinien

Google wird seinen Google Apps-Kunden in Kürze zusätzlich zum Datenschutz-Abkommen Safe Harbor auch sogenannte Model Contract Clauses anbieten. Diese Vertragsklauseln sind von der Europäischen Kommission vorgegebene Datenschutz-Richtlinien, die den Datentransfer zwischen Unternehmen innerhalb und außerhalb der Europäischen Union regeln.

Wie Marc Crandall, Senior Manager of Global Compliance, Google Enterprise in einem Blogbeitrag schreibt, nutzen über vier Millionen Kunden Google Apps für ihre geschäftlichen Zwecke. Diesen möchte Google zusätzlich nun ein breites Spektrum an Compliance Optionen bieten, um diesen dabei zu helfen, ihre regulatorischen Anforderungen zu erfüllen.

Aus diesem Grund wird Google demnächst sogenannte "Model Contract Clauses" anbieten, um damit die Sicherheitsanforderungen der Europäischen Kommission hinsichtlich der Datenschutz-Richtlinien für europäische Kunden angemessen zu erfüllen. Diese Richtlinie sei in Googles Augen ein wichtiger Bestandteil der Privatsphäre, die von der Europäischen Union (EU) bereits im Jahr 1995 verabschiedet wurde. Sie sorgt dafür, dass bestimmte Daten, die von der EU einen angemessenen Schutz der Privatsphäre erfordern, von einem EU-Land nicht in ein Nicht-EU-Land übertragen werden.

Zusammen mit der Beteiligung am US-EU Safe Harbor Framework und den neuen "Model Contract Clauses" sowie der jüngsten Zertifizierung nach ISO 27001, möchte Google seinen EU Kunden auch in Zukunft weitere Möglichkeiten bieten, weitere EU-Compliance Richtlinien erfüllen zu können.

Nachdem Microsoft sein Office 365 for Government bereits aktiv mit dem Thema Cloud Sicherheit bewirbt, geht Google nun direkt an die Unternehmenskunden. Überraschend kommt dieser Schachzug jedoch nicht, denn Google musste langsam etwas unternehmen, um auch das Vertrauen bei seinen europäischen Kunden bzw. noch Nicht-Kunden zu stärken. Denn das Thema Datensicherheit und Datenschutz ist speziell in Europa ein sehr brisantes Thema, mit dem man nicht zu sorglos umgehen sollte, auch wenn es langsam sehr zäh und ein Stück weit langweilig wird, ständig darüber diskutieren zu müssen.


Bildquelle: http://www.egovernment-computing.de



Google Apps erhält ISO-27001 Zertifizierung

Google hat seine Office Suite Google Apps von den Wirtschaftsprüfern Ernst & Young nach ISO-27001 zertifizieren lassen. Das teilt Google auf seinem Unternehmensblog mit und unterstreicht damit erneut das hartnäckige Ziel, auch Unternehmenskunden in seine Cloud begleiten zu wollen.

Google erhält damit die Bestätigung, dass sich Google Apps for Business an sämtliche Anforderungen für die "... Herstellung, Einführung, Betrieb, Überwachung, Wartung und Verbesserung eines dokumentierten Informationssicherheits-Managementsystems unter Berücksichtigung der IT-Risiken... " hält.

Einzelne Nutzer oder Startups schauen in erster Linie nicht darauf, ob ein Unternehmen eine ISO-Zertifizierung besitzt. Allerdings erhalten größere Unternehmen sowie Entscheider, die sich mit ihrer Unterschrift für den Vertrag verantworten müssen, ein stück weit Sicherheit und dass sie bedenkenlos Googles Cloud Lösung nutzen können.

Die weltweite gültige Zertifizierung wurde von Ernst & Young durchgeführt und ergänzt Google Apps for Government, die bereits die Zertifikate SSAE 16/ISAE 3402 und Fisma besitzt. Allerdings sollte man nicht vergessen, dass dieses Zertifikat keinen Freifahrtschein für die 100%ige Sicherheit der Anwendung ausstellt. Unternehmen die sich nach ISO-27001 zertifizieren lassen, setzen sich lediglich selbst hohe Maßstäbe, um eine hohe Sicherheit zu gewährleisten. Ihre Sicherheitsvorkehrungen und Prozesse dokumentieren sie zudem sorgfältig, um zu zeigen, wie sie den eigenen hohen Erwartungen gerecht werden.

Unternehmen sollten weiterhin zur Kenntnis nehmen, dass Google seinen Kunden weiterhin nicht die Möglichkeit gibt, selbst zu entscheiden, wo die Unternehmensdaten - bspw. in Europa - gespeichert werden.

Weitere Informationen zu den Sicherheits-Audits und Zertifizierung für Google Apps stehen im Dokument [PDF] "Google Apps for Business Audit & Certification Summary".



Google Drive ist auch für Google Apps Nutzer verfügbar. Preise sind erheblich teurer.

Google Drive steht ab sofort auch für Google Apps Kunden zur Verfügung. Somit steigt Google mitGoogle Drive for Google Apps auch in den Cloud Storage Markt für Unternehmen ein. Wie generell von Unternehmensangeboten bekannt, weichen die Google Drive Preise für Google Apps Kunden deutlich von den Preisen für Privatkunden ab.

Google Drive ist auch für Google Apps Nutzer verfügbar. Preise sind erheblich teurer.

Google Drive for Google Apps bietet zunächst die grundlegenden Funktionen wie das Standard Google Drive. Da sich Google Apps jedoch ausschließlich auf Unternehmen und Organisationen konzentriert, wird für Google Drive for Google Apps die Infrastruktur genutzt, der auch alle anderen Google Apps Services zu Grund liegt. Das bedeutet, dass Google Drive vollständig in die Google Apps Domain integriert ist und dem Administrator somit neue Tools für ein zentralisiertes Management des Cloud Storage zur Verfügung stehen, mit dem er Speicherplatz für einzelne Benutzer oder Teams hinzufügen oder entfernen kann.

Zudem wird der Zugriff auf Google Drive innerhalb der Google Apps Infrastruktur verschlüsselt und kann optional mit einer 2 Wege Authentifizierung abgesichert werden. Zusätzlich garantiert Google eine Verfügbarkeit von 99.9% sowie einen 24/7 Support.

Über den Chrome Web Store für Google Apps stehen viele Tools von Drittanbietern bereit, die direkt auf die Daten in Google Drive zugreifen können. Darunter DocuSign, HelloFax, Lucidchart und Smartsheet.

Die Preise für Google Drive for Google Apps

Wie bei Google Drive für Privatkunden erhält auch jeder Google Apps Nutzer 5GB kostenlosen Speicherplatz. Dieser kann ebenfalls mit weiteren Speicheroptionen erweitert werden. Auch hier unterteilt Google den möglichen nutzbaren Speicherplatz in neun Kapazitätsstufen, die sich preislich jedoch erheblich von denen für den Privatkunden unterscheiden. Ein weiterer Unterschied sind die Staffelungen. Google Drive for Google Apps beginnt bei 20GB und bietet als zweite Erweiterung 50GB. Das Standard Google Drive beginnt hingegen bei 25GB gefolgt von 100GB.

Google Drive ist auch für Google Apps Nutzer verfügbar. Preise sind erheblich teurer.

Die kleinste Erweiterung (20GB) für Google Drive for Google Apps kostet 4,00 US-Dollar pro Monat, die Größte (16TB) 1.430,00 US-Dollar pro Monat. Bei Google Drive für Privatkunden sind es hingegen 25GB für 2,49 US-Dollar pro Monat bzw. 16TB für 799,99 US-Dollar pro Monat.

Derzeit sind Nutzer von Google Apps for Education und Google Apps for Government noch nicht in der Lage für Google Drive zentral weiteren Speicher bereitzustellen bzw. diesen zu verwalten.



Google Apps Vault: Google Enterprise startet Information Governance für Google Apps

Google Enterprise präsentiert Google Apps Vault. Dabei handelt es sich um eine Lösung für Google Apps for Business Kunden zur Verwaltung geschäftskritischer Informationen und der Archivierung wichtiger Daten.

Google Apps Vault: Google Enterprise startet Information Governance für Google Apps

Google Apps Vault soll dabei die Kosten für Rechtsstreitigkeiten, regulatorische Untersuchungen und Compliance Maßnahmen senken und richtet sich an Unternehmen jeder Größe.

Laut Google liefert Vault mit ein paar Klicks z.B. umgehend alle Informationen rund um GMail und ermöglicht es zudem E-Mails und Chats zu archivieren.

Die Kosten für Google Apps Vault belaufen sich auf 5 Dollar pro Google Apps Nutzer pro Monat.


Bildquelle: http://jalons.be



Der Kampf zwischen Microsoft und Google um die Cloud spitzt sich weiter zu

Der kürzlich veröffentliche G-Cloud CloudStore der britischen Regierung hat ebenfalls Services von Google und Microsoft im Portfolio. Das ist natürlich nicht verwunderlich, aber dennoch heizt es den Kampf zwischen Google und Microsoft im lukrativen Cloud Computing Markt nun auch in Großbritannien weiter an.

In der ersten Version des Katalogs ist Google als Google Ireland Ltd. registriert und hat dort Google Apps for Business sowie Chrome OS, Google Message Discovery, Google Earth Builder und Google Maps API Premier im Angebot.

Microsoft hat dafür gesorgt, dass sie in allen Bereichen wie PaaS, IaaS, SaaS und Cloud Consulting Services vertreten sind. Zu den Produkten zählen die Microsoft Consulting Services, CRM Online, Windows Azure und Office 365. Hinzu kommt, dass der G-Cloud CloudStore auf Windows Azure betrieben wird.

Die Frage welches der beiden Unternehmen die Kontrolle über die Cloud Nutzung in Großbritannien übernehmen wird, wurde durch eine frühere Auseinandersetzung der beiden in den Vereinigten Staaten eingeleitet.

So beschuldigt Microsoft Google, sich vor der Veröffentlichung der von der US-Regierung geforderten Zertifizierung für die Nutzung von Google Anwendungen durch die US-Behörden zu drücken. Auf der anderen Seite hat Google rechtliche Schritte gegen die US-Regierung wegen angeblicher Begünstigungen von Microsoft-Diensten eingeleitet.

In Großbritannien hat Microsoft, aufgrund seiner langjährigen Beziehungen zu der Regierung, eindeutig die Oberhand. Zudem wurde mit der Aktualisierung des Enterprise Agreement (EA) Lizenzmodell im vergangenen Jahr das wohl weltweite größte Cloud-Geschäft seiner Art abgeschlossen. Die 21.000.000,00 Pfund schwere Vereinbarung läuft über drei Jahre, in der ebenfalls die größten Microsoft Reseller involviert sind.

Microsoft hat bereits eine Schlüsselrolle in der ersten Ausbaustufe der G-Cloud gespielt, da Stuart Aston, Chief Security Advisor bei Microsoft UK, zu einem der Co-Leads in der G-Cloud Arbeitsgruppe gewählt wurde. Ein weiterer Microsoft Cloud Partner, Solidsoft, nahm ebenfalls eine bedeutende Rolle in der Entwicklung des CloudStore Frameworks ein.

Man kann nur vermuten, in welche Richtung sich der Kampf in der Cloud bewegen wird. Aber so oder ähnlich kann es weitergehen: Microsoft in Person von Frank Shaw, Corporate Vice President gab im offiziellen Microsoft Blog kürzlich aggressive Äußerungen in Bezug auf Googles neue Datenschutzbestimmungen von sich.

Der Inhalt des Posts nennt drei Gründe, warum Microsofts E-Mail-Dienste besser sind als die von Google. Der Beitrag erklärt:

  • Google liest die E-Mails mit.
  • Googles Suche im Internet ist an die Google-ID gebunden.
  • Das Anschauen von YouTube Videos ist ebenfalls an die Google-ID gebunden.
  • Microsoft sei angeblich besser, denn sie verwenden niemals Informationen aus E-Mails, um Werbeanzeigen zu schalten oder eine Verknüpfung mit der Benutzer-ID herzustellen.

Das letzte Argument ist ein wenig fragwürdig, da bei der Nutzung von Google Apps for Business keine Werbeanzeigen geschaltet werden. Dafür zahlt man schließlich einen monatlichen Beitrag. Dennoch bleibt abzuwarten, wie es weitergeht.


Bildquelle: http://blog.acrowire.com, http://www.androidnext.de



Mit DomainWatch eine Google Apps Domain überwachen

Mit DomainWatch erhalten Administratoren eine neue Sicherheitssuite für Google Apps, mit der sie Zugriffs- und Austauschrichtlinien für die (mobilen) Mitarbeiter vornehmen können.

DomainWatch ist ein webbasierter und gehosteter Service von BetterCloud einem Startup aus New York. Administratoren erhalten damit einen Überblick zu den eingesetzten Google Apps Ressourcen wie Docs, Presentations, Calendar, Sites usw. Mit einem Richtlinien-Editor lassen sich Regeln für das Teilen und dem Zugriff für einzelne Benutzer und Gruppen auf die jeweiligen Ressourcen definieren.

DomainWatch wurde vollständig auf der Google App Engine entwickelt und wird dort ebenfalls betrieben. Nach der Konfiguration greift der Service über die Google Apps API auf die Google Apps Domain zu, um darüber die Ressourcen bspw. Dokumente, Kalender usw. zu scannen und alle notwendigen Informationen wie Name, Autoren, Freigabeeinstellungen usw. zu ermitteln. Diese Einzelheiten werden anschließend indiziert und über ein Dashboard zugänglich gemacht. Für einen vollständigen Scan einer großen Google Apps Domain benötigt DomainWatch nach Aussage des Anbieters ca. eine Stunde.

Mit dem Richtlinien-Editor lässt sich festlegen, wer welche Daten wie teilen darf. Diese Regeln können auf einzelne Benutzer, Gruppen und über Organisationsgrenzen hinweg zugeordnet werden. Mit den Regeln überwacht DomainWatch die Ressourcen und kann damit gegen mögliche Verstöße von Freigabeeinstellungen reagieren.

Das Dashboard erstellt eine einzelne zusammengefasste Sicht auf alle Kalender, Dokumente und Sites einer Google Apps Domain. All diese Ressourcen können basierend auf neun Kriterien durchsucht und gefiltert werden. Regeln können in einem Schritt genauso erstellt oder geändert werden wie das Ändern der Eigentumsrechte einer kompletten Docs Sammlung.

DomainWatch versichert, dass es selbst keinen Zugriff auf die Dokumente hat und nur die Ergebnisse des Scans über die Google Apps API speichert.

Im vergangenen November hat BetterCloud mit dem Betatest der Anwendung begonnen und hat DomainWatch nun über den Google Apps Marketplace bereitgestellt. Der Preis pro Jahr und pro Benutzer beträgt 8 US-Dollar. Kunden aus dem Bildungsbereich erhalten darüber hinaus eine Ermäßigung.



Google Apps gewinnt weiteres US-Ministerium als Kunden

Rund 5.000 Mitarbeiter des US-Energieministeriums in Idaho werden in Zukunft mit GMail und anderen Google Cloud-Diensten arbeiten.

Hierzu hat Unisys den Auftrag erhalten, die Mitarbeiterkonten des Ministerium in die Google Apps for Government zu migrieren. In der Suite sind u.a. GMail, Google Calendar, Google Docs, und Google Sites enthalten.

In einer Pressemitteilung schreibt Unisys, dass von der Migration erwartet wird, dass allen Mitarbeitern damit ein sicherer Zugriff auf ihre E-Mails und Daten gewährleistet wird und zudem Kosten eingespart werden sollen. Für die Migration und die anschließende Wartung soll Unisys nach eigenen Angaben in den kommenden 10 Jahren 10.000.000 Dollar verdienen. Zudem hat sich Unisys Tempus Nova und CRI Advantage als Unterstützung ins Boot geholt.

Nach den Problemen in Los Angeles kann Google mit diesem Deal einen erneuten Sieg im Bereich des Regierungssektors erzielen.

Das Interesse von staatlichen Stellen an Cloud-Lösungen bietet für Google eine Chance in einem Bereich einzusteigen, der bisher von Microsoft dominiert wird. Hier hat Microsoft noch die Nase vorne. Neben Kalifornien, New York und Minnesota planen auch das Landwirtschaftsministerium der Vereinigten Staaten Cloud-Services von Microsoft einzusetzen.



Google vs. Microsoft: Der Kampf um die Vorherrschaft in der Business Cloud

Was mit dem Einstieg von Bing im Suchmaschinenmarkt und der anschließenden Einführung von StreetSide bei der Katalogisierung der Welt begann, weitet sich nun auch auf den Unternehmensbereich aus. Hatte Google mit Google Apps for Business auch hier das erste Produkt, zieht Microsoft nun mit Office 365 nach.

Es wird wahrscheinlich der spannendste Kampf in der Cloud überhaupt. Noch interessanter als bspw. Google vs. Apple oder Google vs. Facebook - der Kampf um die vorherschende Stellung in den Unternehmen, wenn es darum geht, welche Office und Collaboration Suite in Zukunft in der Cloud eingesetzt wird. Microsoft ist der Platzhirsch der lokalen Installation. Google hat sich von Beginn an auf die Nutzung von Cloud Applikationen konzentriert und bewegt sich mit seinen Google Apps for Business derzeit gezielt auf die Unternehmen zu. Das hat auch Microsoft erkannt und schickt im Gegenzug sein Office 365 ins Rennen.

Google geht den Microsoft Weg

Microsofts Weg in die Unternehmen ging damals über die Heimanwender von Windows, Office und Outlook Produkten. Die Strategie ging auf. Wer auch am Abend mit den "bekannten" Programmen aus Redmond arbeitet, hat es tagsüber bei der Arbeit leichter, da er sich damit auskennt. Auch die Empfehlungen für ein Produkt von Microsoft durch die Mitarbeiter war dadurch vorprogrammiert. Dasselbe galt für die Windows Server. Wenn ein Windows Betriebssystem so einfach zu bedienen und zu konfigurieren ist, dann kann ein Server schließlich nicht viel komplizierter sein. Damit konnten auch die Entscheider ins Boot geholt werden.

Googles Strategie könnte bzw. sollte ähnlich verlaufen. Schätzungsweise nutzen bereits 200 Millionen Nutzer weltweit Google Mail. Damit erhalten diese ebenfalls kostenlosen Zugriff auf die Produkte Google Calendar als auch Google Docs, neben Google Groups die drei Kernanwendungen der Google Apps for Business. Ideal, um potentielle Unternehmensanwender mit dem Google Gen zu infizieren und damit Google Apps for Business in den Unternehmen zu platzieren.

Google hat gegenüber Microsoft den Vorteil, dass Sie in der Cloud "geboren" sind und darin "leben". Microsoft hingegen ist erst "eingezogen" und ist noch dabei (technologisch) seinen Platz zu finden. Microsofts Vorteil besteht eindeutig in seinen bestehenden Beziehungen zu den Unternehmenskunden. Weltweit nutzen schätzungsweise 80% der Unternehmen Produkte aus dem Hause Microsoft, darunter Windows, Office, Outlook und Exchange. Nicht zu vergessen weitere Produkte wie Dynamics CRM usw. Damit hat Microsoft einen enormen Vertrauensvorsprung gegenüber Google. Auch die Wechselkosten bspw. von einer On-Premise Exchange Installation hin zu Office 365 scheinen deutlich günstiger und einfacher, da die Schnittstellen auf beiden Seiten durch Microsoft spezifiziert sind. Hier muss jedoch fairerweise gesagt werden, dass Google über gute Migrationstools von unterschiedlichen Systemen hin zu Google Apps verfügt.

Googles Schwierigkeit besteht jedoch darin Vertrauen aufzubauen. Das Unternehmen aus Mountain View gilt immer noch als die alleinherrschende Datenkranke und ist zudem bei den meisten weiterhin "nur" als eine Suchmaschine bekannt. Aber auch technologisch muss Google nachbessern. Wer aus der Windowswelt kommt, kennt die zentralen Ordnerstrukturen auf den Dateiservern. Die Ordnerstruktur unter Google Docs ist hier sehr unelegant gelöst. Es existiert kein zentraler Bereich, in dem die Nutzer ihre Daten allen zur Verfügung stellen können. Stattdessen erhalten andere Benutzer nur über persönliche Freigaben den Zugriff auf die Daten eines bestimmten Nutzers. Natürlich kann alles über die integrierte Suche gefunden werden, was auch zu Google passt, ist für den Unternehmenseinsatz jedoch sehr unpraktisch.

Die Mobile Cloud

Google hat insbesondere im wichtigen Unternehmensbereich der Mobile Cloud die Nase vorne. Die vollständige Integration von Google Apps (Google Mail, Google Kalender, Google Kontakte usw.) in Android, den Chrome Webbrowser und somit auch in den Chromebooks per sync bzw. push über eine drahtlose Internetverbindung (WLAN, 3G) ist ein entscheidener Vorteil gegenüber Microsoft.

Microsoft hat es seit jeher nicht geschafft ein gutes und stabiles Betriebssystem für mobile Endgeräte zu entwickeln und darüber hinaus eine nahtlose und gute Integration (sync) bspw. zu Outlook zu schaffen. Zudem muss alles per Active Sync vorgenommen werden, wozu das Endgerät an den lokalen Computer angeschlossen werden musste. Windows Phone 7 könnte möglicherweise ein erster guter Schritt sein.

Tipps für Google

Für Google gilt es in erster Linie Vertrauen zu schaffen und über den Schatten der Suchmaschine weiter hinauszukommen. Das Image der Datenkrake wird wahrscheinlich niemals vollständig verschwinden, aber über den Aufbau von Vertrauen zu den Unternehmen kann daran aber gearbeitet werden.

Darüber hinaus sollte die Strategie verfolgt werden, über den privaten Google Nutzer in die Unternehmen zu gelangen. Der gewöhnliche Mitarbeiter hat doch mehr Einfluss als gedacht.

Technologisch und organisatorisch muss Google Docs unbedingt nachgebessert werden. Das Nichtvorhandensein einer zentralen Ordnerstruktur führt zu einer schlechten Übersicht der Daten, da sich diese überall und bei jedem Benutzer, der zu der Google Apps Domain gehört, befinden können. Wir haben uns bisher so geholfen, dass wir bei einem Benutzer die Ordnerstruktur aufgebaut haben in der alle anderen Nutzer neue Ordner und Dokumente ablegen. Das ist jedoch sehr unpraktisch. Die Idee für den Privatbereich ist gut, um einem Freund mal eben schnell nur eine bestimmte Datei freizugeben. Für den Einsatz im Unternehmen, ist dieses Vorgehen aber nicht praktikabel. Vermutlich handelt es sich dabei um eine Funktion, die aus den Versionen für den privaten Einsatz einfach übernommen wurden. Es sollte daher zwar private Bereiche geben, aber ebenfalls einen zentralen Ort, auf denen alle Benutzer zugreifen können ohne das vorher Freigaben etc. erstellt werden müssen.

Die Angst bzgl. des Datenschutzes, der Datensicherheit und der Compliance ist den Köpfen der Entscheider weiterhin sehr hoch angesiedelt. Insbesondere der Zugriff von Regierungen und staatlichen Behörden auf die Unternehmensdaten ist ein Knock-Out Kriterium. Google muss sich hier eindeutig davon distanzieren, jemals den Zugriff durch staatliche Organe usw. auf die Daten zu gewähren und dieses seinen Kunden vertraglich zusichern. Dieses kann durch politische Vorgaben, wie bspw. dem Patriot Act oder einem Abkommen zwischen zwei Staaten jedoch erschwert werden. Im zweiten Fall wird bspw. geregelt, dass ein Staat A einem anderen Staat B im Verdachtsfall die Daten aushändigen muss. Und das gilt ebenfalls unabhängig davon, ob es sich bei dem Unternehmen um einen Cloud Computing Anbieter handelt oder ob sich die Daten auf einem Server im eigenen Rechenzentrum befinden.

Darüber hinaus könnten die Google Apps for Business als On-Premise Lösunge für die Unternehmen angeboten werden, die über eine Private Cloud verfügen und ihre Daten nicht aus der Hand geben wollen, dürfen oder können.

Tipps für Microsoft

Microsoft hat auf Grund der aktuellen Präsenz im On-Premise Geschäft die besseren Karten. Jedoch war die Aussage, Regierungen und stattlichen Behörden auf Anfrage ggf. den Zugriff auf die Daten zu gewähren, ein schwerwiegender Fehler, wodurch das Vertrauen in Microsoft gesunken ist. Zumindest zeigen das die Diskussionen vergangener Tage, zu denen sogar die Cloud Infrastrukturanbieter keine konkrete Stellung beziehen wollen.

Insbesondere in dem Bereich der Mobile Cloud muss Microsoft kräftig investieren und Boden gut machen. Die Mobilität und der Wunsch auf die Daten und Anwendungen zu jeder Zeit und an jedem Ort zuzugreifen wird weiter steigen. Hier muss ein Umdenken stattfinden. Einen Chromebook Clone auf Basis von Windows zu entwickeln wird da nicht ausreichen.

Fazit

Der Kampf um den Bereich für Unternehmensanwendungen in der Cloud hat erst begonnen und es bleibt weiter spannend. Speziell Microsofts Aussage, mit den Regierungen zusammenarbeiten zu wollen, könnte Google das Stück Vertrauen verschaffen das für den Einsatz von Google Apps im Unternehmen notwendig ist.

Es bleibt zudem interessant zu sehen, wie sich das Windows Phone 7 und die Integration der Office 365 Cloud Services entwickeln werden, damit Microsoft auch hier Boden gut machen kann.

Alles in allem stehen hier zwei Unternehmen mit ihren Produkten gegenüber, die es beide verdient hätten, in den Unternehmen eingesetzt zu werden - am Ende entscheidet jedoch die jeweilige Cloud Strategie.



Google Apps Marketplace

Mit dem Google Apps Marketplace hat Google kürzlich eine Plattform vorgestellt, auf der Softwarehersteller ihre eigenen Produkte auf Basis von Webservices anbieten können. Diese können vollständig einer Domain von Google Apps zugewiesen und vollständig in die Google Anwendungen wie Google Docs, Google Kalender, etc. integriert werden. Ein Vorteil besteht in der anschließenden Single-Sign-On Funktion sowie dem Zugriff auf bereits vorhandene Daten in der Domain. So kann z.B. ein CRM-System auf die Kontaktdaten zugreifen damit diese nicht erneut eingepflegt werden müssen.

Aktuell verfügt der Marketplace über Anwendungen aus den folgenden Bereichen:

  • Accounting & Finance
  • Calendar & Scheduling
  • Customer Management
  • Document Management
  • Productivity
  • Project Management
  • Sales & Marketing
  • Workflow

Speziell für den deutschen Markt hat Google eine Google Apps Trust Webseite eingeführt, auf der Benutzer weitere Informationen bzgl. Datenhaltung und Datensicherheit auf den Google Servern erhalten. Neben Details zum Safe-Harbour Abkommen, eine Datenschutz-Vereinbarung zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten, kann man sich dort ebenfalls über die SAS-70-Zertifizierung, die Bestätigung eines Audits durch einen Wirtschaftsprüfer, erkundigen.

Quelle



Nutzung des Google Apps Marketplace

Dieses kleine How to erklärt wie der Google Apps Marketplace in Verbindung mit einer Google Apps Domain genutzt werden kann. Dazu installieren wir das Social Productivity, Project Management & Task Management Manymoon.

Voraussetzungen

  • Google Apps Account
  • Sprache: Englisch (US)

Installation des Webservice Manymoon

Zunächst melden wir uns an der Google Apps Management Console an und wählen dort den Punkt Add more services.

Dort sehen wir den Bereich Other services, wir wählen Google Apps Marketplace.

Auf der linken Seiten unter Product wählen wir die Kategorie Project Management.

Hier entscheiden wir uns für Manymoon: Free Social Productivity, Project Management & Task Management.

Wir klicken auf der rechten Seiten auf den Button Add it now.

Und geben dort unsere Google Apps Domain an.

Wir bestätigen im nächsten Schritt die Nutzungsbedingungen.

Nun müssen wir der Anwendung ihre benötigten Rechte für den Zugriff auf unserer Google Apps Domain gewähren.

Und können anschließend die Anwendung aktivieren.

Am Ende erhalten wir eine Zusammenfassung über den Status der Anwendung sowie aller gewährten Zugriffsrechte.

Über den Link Sign in now to get started rufen wir die Anwendung das erste Mal auf.

Ein Blick auf die Startseite unserer Google Apps Management Console zeigt, dass die Anwendung unserer Google Apps Domain zugewiesen wurde.