Tag: Eucalyptus


Der War for Executive Talents in der Cloud eskaliert – HP „akquiriert“ Marten Mickos

Ein großes Lob an HP CEO Meg Whitman. Mit einem unerwarteten Schachzug übernimmt der Konzern die im Jahr 2008 veröffentlichte Open Source Cloud-Infrastruktursoftware Eucalyptus, um CEO Marten Mickos als Chef der eigenen Cloud-Sparte zu gewinnen.

Continue reading “Der War for Executive Talents in der Cloud eskaliert – HP „akquiriert“ Marten Mickos” »



AWS OpsWorks + AWS VPC: Amazon AWS erhöht das Tempo in der Hybrid Cloud

Nachdem die Amazon Web Services (AWS) im vergangenen Jahr das deutsche Unternehmen Peritor und dessen Lösung Scalarium akquiriert und in AWS OpsWorks umbenannt haben, folgt die weitere Einbindung in die AWS Cloud Infrastruktur. Der nächste Schritt ist die Integration mit der Virtual Private Cloud, was angesichts der aktuellen Marktentwicklung ein weiterer Seitenhieb in Richtung der Verfolger ist.

AWS OpsWorks + AWS Virtual Private Cloud

Bei AWS OpsWorks handelt es sich um eine DevOps Lösung mit der Anwendungen bereitgestellt, angepasst und verwaltet werden können. Kurzum lässt sich damit der gesamte Lebenszyklus einer Applikation steuern. Dazu gehören Funktionen wie ein Nutzer-basiertes SSH-Management, CloudWatch Metriken für die aktuelle Last und den Speicherverbrauch sowie automatische RAID Volume konfigurationen und weitere Möglichkeiten zum Applikations-Deployment. Weiterhin lässt sich OpsWorks mit Chef erweitern, indem individuelle Chef Rezepte genutzt werden.

Die neue Virtual Private Cloud (VPC) Unterstützung ermöglicht nun diese OpsWorks Funktionen innerhalb eines isolierten privaten Netzwerks. Dadurch lassen sich z.B. auch Anwendungen aus einer eigenen IT-Infrastruktur in eine VPC in der Amazon Cloud übertragen, indem eine sichere Verbindung zwischen dem eigenen Rechenzentrum und der Amazon Cloud hergestellt wird. Damit verhalten sich Amazon EC2-Instanzen innerhalb einer VPC so, als ob Sie sich in dem vorhandenen Unternehmensnetzwerk befinden würden.

OpsWorks und VPC sind erst der Anfang

Glaubt man dem Ergebnis der Rackspace 2013 Hybrid Cloud Umfrage, dann haben 60 Prozent der IT-Entscheider die Hybrid Cloud als Hauptziel vor Augen. Dabei wollen bzw. haben ebenfalls 60 Prozent ihre Applikationen und Workloads aus der Public Cloud abgezogen. 41 Prozent haben angegeben die Public Cloud teilweise verlassen zu wollen. 19 Prozent wollen die Public Cloud sogar vollständig verlassen. Die Gründe für den Einsatz einer Hybrid Cloud anstatt einer Public Cloud sind eine höhere Sicherheit (52 Prozent), mehr Kontrolle (42 Prozent) sowie eine bessere Performance und höhere Zuverlässigkeit (37 Prozent). Zu den Top Vorteilen, von denen Hybrid Cloud Nutzer berichten, gehören mehr Kontrolle (59 Prozent), eine höhere Sicherheit (54 Prozent), eine höhere Zuverlässigkeit (48 Prozent), Kostenvorteile (46 Prozent) und eine bessere Performance (44 Prozent).

Diesen Trend hat AWS bereits im März 2012 erkannt und erste strategische Schritte eingeleitet. Denn die Integration von OpsWorks mit VPC ist im Grunde genommen nur ein Nebenschauplatz. Den eigentlichen Trumpf hat AWS mit der Kooperation von Eucalyptus in der Hand, die im vergangenen Jahr unterzeichnet wurde. Hierbei geht es darum, die Kompatibilität mit den AWS APIs zu verbessern, indem AWS Eucalyptus mit weiteren Informationen versorgt. Weiterhin sollen sich Entwickler aus beiden Unternehmen darauf konzentrieren, Lösungen zu schaffen, die Unternehmenskunden dabei helfen sollen, Daten zwischen bestehenden Rechenzentren und der AWS Cloud zu migrieren. Die Kunden sollen zudem die Möglichkeit bekommen, dieselben Management Tools und die eigenen Kenntnisse für beide Plattformen zu nutzen. Erste Erfolge der Kooperation konnte Eucalyptus mit Version 3.3 bereits präsentieren.

Spannend bleibt wie die Zukunft von Eucalyptus aussieht. Irgendwann wird das Open-Source Unternehmen gekauft oder verkauft. Die Frage ist wer den ersten Schritt macht. Mein Tipp ist weiterhin, dass AWS eine Akquisition von Eucalyptus anstreben muss. Aus strategisch und technologischer Sicht führt daran eigentlich kein Weg vorbei.

Angesichts dieser Tatsache dürfen sich Rackspace und alle anderen, die mittlerweile auf den Hybrid Cloud Zug aufgesprungen sind, keine all zu großen Hoffnungen machen. Auch hier hat Amazon frühzeitig die Weichen gestellt und ist ebenfalls für dieses Szenario vorbereitet.



Exklusiv: openQRM 5.1 wird um Hybrid Cloud Funktionalität erweitert und bindet Amazon AWS und Eucalyptus als Plugin ein

Bald ist es soweit. Noch in diesem Sommer wird openQRM 5.1 erscheinen. Projektmanager und openQRM-Enterprise CEO Matt Rechenburg hat mir vorab bereits ein paar sehr interessante neue Features verraten. Neben einem vollständig überarbeiteten Backend-Design wird die Open-Source Cloud Infrastruktursoftware aus Köln um Hybrid-Cloud Funktionalität erweitert, indem Amazon EC2, Amazon S3 und deren Klon Eucalyptus als Plugin eingebunden werden.

Neue Hybrid-Cloud Funktionen in openQRM 5.1

Ein kleiner Überblick über die neuen Hybrid-Cloud Funktionen in der kommenden openQRM 5.1 Version:

  • openQRM Cloud spricht transparent mit Amazon EC2 und Eucalyptus.
  • End-User innerhalb einer privaten openQRM Cloud können sich per Self-Service vom Administrator ausgewählte Instanz-Typen bzw. AMI's bestellen, die dann von openQRM Cloud in Amazon EC2 (oder Amazon kompatiblen Clouds) automatisch provisioniert werden.
  • Benutzerfreundliches Password-Login für den End-User der Cloud per WebSSHTerm direkt im openQRM Cloud Portal.
  • Automatisches Applications Deployment mittels Puppet.
  • Automatische Kostenabrechnung über das openQRM Cloud-Billingsystem.
  • Automatisches Service Monitoring via Nagios für die Amazon EC2 Instanzen.
  • openQRM High-Availability auf Infrastrukturebene für Amazon EC2 (oder kompatible Private Clouds). Das bedeutet: Fällt die EC2 Instanz aus oder tritt in einer Amazon Availability Zone (AZ) ein Fehler auf, wird eine exakte Kopie dieser Instanz neu gestartet. Im Falle eines Ausfalls einer AZ wird die Instanz sogar automatisch in einer anderen AZ derselben Amazon Region wieder hochgefahren.
  • Integration von Amazon S3. Daten lassen sich direkt über openQRM auf Amazon S3 speichern. Beim Erstellen einer EC2 Instanz kann ein Skript, welches auf S3 abgelegt ist mit angegeben werden, was z.B. weitere Befehle beim Start der Instanz ausführt.

Kommentar: openQRM erkennt den Trend genau zur richtigen Zeit

Auch openQRM-Enterprise zeigt mit dieser Erweiterung, dass die Hybrid Cloud ein immer ernst zunehmender Faktor beim Aufbau von Cloud-Infrastrukturen wird und kommt mit den neuen Features genau zur richtigen Zeit. Das Unternehmen aus Köln orientiert sich dabei nicht überraschend am aktuellen Public Cloud Marktführer Amazon Web Services. Damit lässt sich openQRM ebenfalls in Kombination mit Eucalyptus und anderen Amazon kompatiblen Cloud-Infrastrukturen nutzen, um eine massiv skalierbare Hybrid-Cloud Infrastruktur aufzubauen. Dabei setzt openQRM auf sein bewährtes Plugin-Konzept und bildet Amazon EC2, S3 und Eucalyptus genau so ab. Amazon und Eucalyptus werden, neben eigenen Ressourcen aus einer privaten openQRM Cloud, damit zu einem weiteren Ressourcen Provider, um schnell und unkompliziert mehr Rechenleistung zu erhalten.

Zu den absoluten Killerfeatures gehören meiner Ansicht nach das automatische Applications Deployment mittels Puppet, mit dem End-Nutzer sich bequem und automatisiert EC2 Instanzen mit einem vollständigen Softwarestack selbst bereitstellen können, sowie die Berücksichtigung der Amazon AZ-übergreifenden High-Availability Funktionalität, die von vielen Cloud-Nutzern aus Unwissenheit immer wieder vernachlässigt wird.

Viel Beachtung hat das Team ebenfalls der Optik und dem Interface des openQRM-Backends geschenkt. Die vollständig überarbeitete Oberfläche wirkt aufgeräumter und dadurch übersichtlicher in der Handhabung und wird die Bestandskunden positiv überraschen.



Eucalyptus Cloud 3.3 nähert sich immer weiter an Amazon AWS an und integriert Open-Source Tools von Netflix

Ich hatte es bereits nach der Bekanntmachung von Netflix, einige seiner Tools als Open-Source zur Verfügung zu stellen, geschrieben. Nun ist es passiert. Eucalyptus hat in seinem neuen 3.3 Release genau diese Netflix Tools integriert und bietet damit nun erstmalig mehr Funktionalität hinsichtlich Verfügbarkeit und Management für Applikationen innerhalb einer Private Cloud-Infrastruktur an. Weiterhin stehen neue Amazon Web Services (AWS) nahe Funktionen bereit.

Neue Funktionen in Eucalyptus 3.3

Eucalyptus 3.3 wurde neben den Netflix Tools um AWS-kompatible Funktionen wie Auto Scaling, Load Balancing und CloudWatch erweitert. Mit Auto Scaling lassen sich Regeln erstellen, um Workloads automatisch mit weiteren virtuellen Maschinen zu unterstützen, wenn eine bestimmte Lastgrenze erreicht ist. Dabei soll der Mechanismus exakt derselbe sein wie auf der Public Cloud Infrastruktur der Amazon Web Services. Weiterhin ist es nun möglich, Workloads automatisch zu AWS zu sklarieren

Chaos Monkey, Asgard und Edda

Der Chaos Monkey ist ein Service der auf den Amazon Web Services läuft, nach Auto Scaling Groups (ASGs) sucht Instanzen (virtuelle Maschinen) pro Guppe wahllos beendet. Dabei ist die Software flexibel genug entwickelt worden, dass sie ebenfalls auf den Plattformen anderer Cloud Anbieter funktioniert. Der Service ist voll konfigurierbar, läuft standardmäßig aber an gewöhnlichen Werktagen von 09.00 Uhr bis 15.00 Uhr. In den meisten Fällen hat Netflix seine Anwendungen so geschrieben, dass diese weiterhin funktionieren, wenn eine Instanz plötzlich Probleme hat. In speziellen Fällen passiert das bewusst nicht, damit die eigenen Leute das Problem beheben müssen, um daraus zu lernen. Der Chaos Monkey läuft also nur ein paar Stunden am Tag, damit sich die Entwickler nicht zu 100% auf ihn verlassen.

Bei Asgard handelt es sich um eine Web-Oberfläche, mit der das Deployment von Applikationen gesteuert und eine Cloud verwaltet werden kann. Netflix selbst nutzt Asgard, um seine virtuelle Infrastruktur auf den Amazon Web Services zu steuern.

Edda ist ein Service, den Netflix nutzt, um kontinuierlich seine benötigten AWS Ressourcen über die AWS APIs abzufragen. Mit Edda lässt sich über die aktiven Ressourcen suchen und der Status herausfinden. Der Hintergrund für Edda ist, dass virtuelle Instanzen in der Cloud ständig in Bewegung sind. Das bedeutet, dass sie ausfallen können und dafür neue gestartet werden müssen. Ebenso verhält es sich mit IP-Adressen, die von unterschiedlichen Anwendungen wiederwendet werden können. Hier gilt es den Überblick zu behalten, wobei Edda unterstützt.

Ursprünglich hat Netflix diese Tools für die AWS Cloud-Infrastruktur geschrieben. Durch das Open-Source Release und die Eucalyptus Adaption, können sie nun ebenfalls in einer Private Cloud genutzt werden.

Kooperation: Eucalyptus und Amazon Web Services

Im März 2012 hatten die Amazon Web Services und Eucalyptus eine Kooperation angekündigt, um die Migration von Daten zwischen der Amazon Cloud und Private Clouds besser zu unterstützen. Dabei ist die Kooperation unterschiedlich aufgebaut. Zunächst sollen sich Entwickler aus beiden Unternehmen darauf konzentrieren, Lösungen zu schaffen, die Unternehmenskunden dabei helfen sollen, Daten zwischen bestehenden Rechenzentren und der AWS Cloud zu migrieren. Weiterhin und noch bedeutender ist jedoch, dass die Kunden in der Lage sein sollen, dieselben Management Tools und die eigenen Kenntnisse für beide Plattformen zu nutzen. Darüber hinaus werden die Amazon Web Services Eucalyptus mit weiteren Informationen versorgen, um die Kompatibilität mit den AWS APIs zu verbessern.

Die ersten Früchte hat diese Kooperation mit dem Eucalyptus Release 3.3 nun getragen. Eucalyptus nähert sich stetig immer näher an die Funktionen der Amazon Web Services an. Meine Theorie, dass Amazon für den Bau der CIA Private Cloud möglicherweise Eucalyptus nutzt, ist daher nicht ganz unberechtigt.

Übernahme nicht unwahrscheinlich

CEO Marten Mickos scheint seinem Ziel ein Stück näher zu kommen. Während eines Gespräches im Juni 2012 erzählte er mir, dass seine erste Amtshandlung als neuer Eucalyptus CEO darin bestand, zum Telefonhörer zu greifen, Amazon anzurufen und das Interesse an einer Zusammenarbeit zu bekunden.

Wie ich es bereits in dem Artikel "Netflix veröffentlicht weitere Monkeys als Open-Source – Eucalyptus Cloud wird es freuen" geschrieben habe, hat Netflix mit der Veröffentlichung seiner Monkeys Eucalyptus damit kräftig in die Arme gespielt. Dies wird nicht zuletzt die Kooperation der Amazon Web Services und Eucalyptus weiter stärken, sondern Eucalyptus für Amazon als Übernahmeobjekt immer attraktiver machen.

Warum ich dieser Meinung bin, habe ich ausführlich unter "Amazon kauft Eucalyptus Cloud – Es ist nur eine Frage der Zeit" beschrieben.



Netflix veröffentlicht weitere "Monkeys" als Open-Source – Eucalyptus Cloud wird es freuen

Wie GigaOM berichtet, wird Netflix in naher Zukunft weitere Services ähnlich zu seinem Chaos Monkey und der Simian-Army unter der Open-Source Lizenz auf Github veröffentlichen.

Der Chaos Monkey

Der Chaos Monkey ist ein Service der auf den Amazon Web Services läuft, nach Auto Scaling Groups (ASGs) sucht und Instanzen (virtuelle Maschinen) pro Gruppe wahllos beendet. Dabei ist die Software flexibel genug entwickelt worden, dass sie ebenfalls auf den Plattformen anderer Cloud Anbieter funktioniert. Der Service ist voll konfigurierbar, läuft standardmäßig aber an gewöhnlichen Werktagen von 09.00 Uhr bis 15.00 Uhr. In den meisten Fällen hat Netflix seine Anwendungen so geschrieben, dass diese weiterhin funktionieren, wenn eine Instanz plötzlich Probleme hat. In speziellen Fällen passiert das bewusst nicht, damit die eigenen Leute das Problem beheben müssen, um daraus zu lernen. Der Chaos Monkey läuft also nur ein paar Stunden am Tag, damit sich die Entwickler nicht zu 100% auf ihn verlassen.

Weitere Informationen zum Chaos Monkey und der Simian Army gibt es unter "Netflix: Der Chaos Monkey und die Simian Army – Das Vorbild für eine gute Cloud Systemarchitektur".

Weitere Services aus Netflix Monkey Portfolio

  • Denominator: Ein Tool für die Verwaltung mehrerer DNS-Provider.
  • Odin: Eine Orchestration API, die von Jenkins und Asgard, dem Netflix Deployment Tool, aufgerufen werden kann. Sie soll Entwicklern helfen bequemer zu deployen.
  • Recipes: Dabei handelt es sich um Blaupausen (blueprints), mit denen sich mehrere Netflix Komponenten zusammen einfacher ausrollen lassen.
  • Launcher: Soll per Knopfdruck die fertigen Blaupausen ausrollen.
  • Mehr Monkeys: Zu den weiteren Netflix Monkeys die noch in diesem Jahr folgen sollen, gehören der Conformity Monkey, der Latency Monkey und der Latency Howler Monkey. Der Conformity Monkey stellt sicher, dass alle relevanten Instanzen äquivalent aufgesetzt sind. Der Latency Monkey simuliert Latenzen und weitere Fehler. Der Latency Howler Monkey überwacht, ob ein Workload auf mögliche AWS Limitierungen trifft und meldet dies.

Der Chaos Gorilla, der wahllos den Absturz einer vollständigen AWS Availability Zone simuliert sowie der Chaos Kong, der eine ganze AWS Region simuliert abschießt, sollen ebenfalls bald folgen.

Kommentar

Zwar möchte Netflix seine "Monkeys" Cloud übergreifend anbieten, so dass z.B. auch OpenStack Nutzer darauf zurückgreifen können. Allerdings spielt Netflix mit der stetigen Veröffentlichung seiner HA-Testsuite Eucalyptus damit immer mehr in die Arme.

Eucalyptus Cloud ermöglicht den Aufbau einer Private Cloud auf Basis der grundlegenden Funktionen der Amazon Cloud Infrastruktur. Was Amazon bei sich z.B. als AWS Availiablty Zone bezeichnet, repräsentiert bei Eucalyptus ein "Cluster". Die Netflix Tools ermöglichen somit auch ähnliche HA-Funktionalität Prüfung in der Private/ Hybrid Cloud, wie Netflix sie selbst bereits in der Amazon Public Cloud nutzt. Darüber hinaus wird Eucalyptus die Netflix Tools mittelfristig ganz sicher in die eigene Cloud Lösung integrieren, um eine eigene HA-Prüfung im Portfolio zu haben.

Die Veröffentlichung der Netflix Tools unter der Open-Source Lizenz wird nicht zuletzt die Kooperation der Amazon Web Services und Eucalyptus weiter stärken, sondern Eucalyptus für Amazon als Übernahmeobjekt immer attraktiver machen.



Amazon kauft Eucalyptus Cloud – Es ist nur eine Frage der Zeit

In der Public Cloud sind die Amazon Web Services (AWS) derzeit die unangefochtene Nummer Eins. Bei Private bzw. Hybrid Cloud Lösungen sind Anbieter wie Microsoft oder HP allerdings besser aufgestellt. AWS selbst hat hier zur Zeit kein eigenes Angebot zu bieten. Stattdessen wurde im März 2012 eine exklusive Kooperation mit Eucalyptus Systems eingegangen, die ein Abbild der grundlegenden AWS Funktionen bieten. Diese strategische Entscheidung ist nachvollziehbar und wird Folgen für die Zukunft haben.

Die Kooperation zwischen AWS und Eucalyptus

Im März 2012 haben AWS und Eucalyptus Systems, Anbieter einer Private Cloud Infrastruktur-Software, mit der sich die grundlegenden Funktionen der Amazon Cloud auch im eigenen Rechenzentrum aufbauen lassen, sich zu einer engeren zusammenarbeiten entschlossen. Diese Kooperation ging verstärkt von Eucalyptus CEO Marten Mickos aus und hat den Hintergrund, die Migration von Daten zwischen der Amazon Cloud und Eucalyptus Private Clouds besser zu unterstützen.

Dabei ist die Kooperation unterschiedlich aufgebaut. Zunächst konzentrieren sich Entwickler aus beiden Unternehmen darauf, Lösungen zu schaffen, die Unternehmenskunden dabei helfen sollen, Daten zwischen bestehenden Rechenzentren und der AWS Cloud zu migrieren. Weiterhin und noch bedeutender ist jedoch, dass die Kunden in der Lage sein sollen, dieselben Management Tools und die eigenen Kenntnisse für beide Plattformen zu nutzen. Darüber hinaus werden die Amazon Web Services Eucalyptus mit weiteren Informationen versorgen, um die Kompatibilität mit den AWS APIs zu verbessern.

Der Mitbewerb holt auf

Auch wenn es in der Public Cloud derzeit sehr rosig aussieht, die Zukunft liegt in der Hybrid Cloud. Hinzu kommt, dass viele Unternehmen eher mit einer eigenen Private Cloud liebäugeln, als in die Public Cloud zu wechseln. Das bedeutet, dass die Private bzw. die Hybrid zunehmend an Bedeutung gewinnen. Hier haben die Amazon Web Services, bis auf die Virtual Private Cloud, jedoch selbst nichts zu bieten. Microsoft und HP verfügen bereits über ein sehr ausgeglichenes Portfolio, das sowohl Lösungen und Angebote für die Public als auch für die Private Cloud bietet. Weiterhin verfügen beide über eine große Kundenbasis.

Außerdem ist ein weiterer Punkt klar. Wo sich Microsoft und HP auf Unternehmen konzentrieren, sind die Amazon Web Services derzeit noch verstärkt das Mekka für Startups. Der Erfolg spricht für sich. Dennoch, schaut man sich Amazons Bemühungen in den letzten Monaten an, ist die Zielrichtung klar. AWS muss und will in die Unternehmen. Das ist jedoch nur mit einer echten Private/ Hybrid Cloud Strategie möglich. Amazon wird daher irgendwann an einem Punkt ankommen, wo es aktiv darum geht, auch diese Märkte aggressiv zu erobern.

Amazon ist ein Serviceanbieter

Bisher hat AWS im Cloud-Umfeld keine Akquisitionen getätigt, da sie es einfach nicht mussten. Als Innovation-Leader setzen sie die Maßstäbe in der Public Cloud. In der Private/ Hybrid Cloud sieht es jedoch anders aus. Hier besteht, meiner Einschätzung nach, so gut wie keine Expertise. Auch wenn Amazon eigene Rechenzentren betreibt, ist der Betrieb einer quasi Standardlösung für Unternehmen anders. Hier haben Microsoft oder HP jahrelange Erfahrungen und somit einen klaren Vorteil. Die Amazon Web Services sind ein typischer Service-Anbieter. Das bedeutet, sie liefern ihre Services aus der Cloud aus, die einfach nur konsumiert werden sollen. Cloud-Software für den Massenmarkt wird nicht entwickelt. Für das Bereitstellen, Ausliefern, Warten und Ausrollen von Updates und neuer Versionen sowie die Kunden zu besänftigen fehlt die Erfahrung. Daher ist die Kooperation mit Eucalyptus der erste richtige Schritt gewesen. Was nicht zum Kerngeschäft gehört wird ausgelagert. So wie Amazon Cloud Computing vermarktet, scheinen sie es auch selbst zu leben.

Dennoch wird Amazon mehr Einfluss auf auf die Private und Hybrid Cloud nehmen und ebenfalls ein Stück von diesem Kuchen genießen wollen. Daher wird der nächste logische Schritt darin bestehen, Eucalyptus Systems zu kaufen. Zum Einen geht es um mehr Einfluss auf Eucalyptus. Denn auch auch wenn Marten Mickos die Kooperation mit AWS vorangetrieben hat, wird er sich nicht allem beugen, was Amazon verlangt. Auf der anderen Seite muss die Hybrid Cloud Integration gestärkt werden. Hinzu kommt, dass für die Private Cloud Beratung qualifiziertes Personal benötigt wird, das Eucalyptus inkl. seiner Partnerunternehmen ebenfalls mitbringt.

Es ist nur eine Frage der Zeit

Wann Eucalyptus Systems von Amazon übernommen wird ist eine Frage der Zeit. Vielleicht schon in 2013 oder doch erst in 2014/ 2015. Auf jedenfall wird es dazu kommen. Wie Eucalyptus dann integriert wird ist schwer zu sagen. Ich gehe davon aus, dass Eucalyptus zunächst eigenständig agieren wird und als "Ein Amazon Unternehmen" unter die Dachmarke von Amazon gesetzt wird. Ganz nach dem Motto, konzentriere dich auf dein Kerngeschäft, wird AWS sich weiterhin auf die Public Cloud konzentrieren und in Ruhe schauen, wie sich die Hybrid und Private Cloud, unter dem eigenen Einfluss, entwickeln wird. Auf jedenfall hätten sie mit Eucalyptus dann schon einmal die richtige Lösung für ihre Zwecke im eigenen Portfolio.



Professionelle Open-Source Lösungen für die eigene Cloud

Ich hatte vor längerer Zeit in dem Artikel "Die eigene Cloud bauen mit… – CloudWashing par excellence!" die leichtfertige Aussage eines Journalisten kritisiert, dass man auf einfache Weise eine eigene Cloud Umgebung aufbauen kann. Das dem so nicht ist und worauf zu achten ist, habe ich in dem Artikel ebenfalls erläutert. Dennoch existieren natürlich Lösungen, die dabei helfen, eine eigene Cloud aufzubauen. Tatsächlich gibt es derzeit aber nur fünf Open-Source Lösungen, die für den professionellen Aufbau von Cloud Computing Umgebungen eingesetzt werden sollten. Dazu gehören openQRM, Eucalyptus, OpenStack, CloudStack und OpenNebula.

Grundlegendes! Bitte lesen!

Viele Unternehmen entscheiden sich vermehrt für den Aufbau einer eigenen (Private) Cloud, um die Kontrolle über Ressourcen, Daten, Sicherheit usw. zu behalten. Richtig ist, dass eine eigene Cloud die Agilität eines Unternehmens verbessert und die Systeme bis zu einem gewissen Grad skalieren können. Allerdings sollte sich ein Unternehmen immer bewusst machen, das die Skalierbarkeit einer eigenen Cloud einem manuellen Prozess gleicht. Bei diesem muss in Echtzeit auf Ressourcenengpässe durch das eigene Personal reagiert werden, indem weitere Hardwarekomponenten in Form von Speicherplatz, Arbeitsspeicher oder Rechenleistung nachgerüstet werden. Für jede virtuelle Instanz wird schließlich auch die physikalische Hardware benötigt. Neben Hardware- und Softwareressourcen sind Tools zum Echtzeit-Monitoring der Umgebung daher unerlässlich.

Hardware, Hardware, Hardware

Eine eigene Cloud bedarf also Unmengen an physikalischen Ressourcen um den Wunsch nach Flexibilität und quasi unendlichen virtuellen Ressourcen zu befriedigen. Heißt im Umkehrschluß daher für Unternehmen mit einer eigenen Cloud: Investieren, das eigene Rechenzentrum umbauen und Cloud-fähig zu machen.

Es ist ein Irrglaube, wenn man denkt, dass der Aufbau einer eigenen Cloud impliziert, sich anschließend nicht mehr um die Hochverfügbarkeit der eigenen Infrastruktur (physikalische Maschinen, virtuelle Maschinen, Master-Slave-Replikation, Hot-Standby, etc.) kümmern zu müssen. Das macht dann ja schließlich die Cloud alleine.

Konfigurieren, Skripte, Intelligenz

Eine Cloud funktioniert nicht von alleine. Sie muss entwickelt und mit Intelligenz ausgestattet werden. Das gilt für den Aufbau einer Private Cloud genau so wie für die Nutzung eines Public Cloud Angebots (im Falle von IaaS). Dazu müssen Skripte geschrieben, womöglich Software neu entwickelt werden, die auf der Cloud verteilt läuft. Weiterhin ist es wichtig, die Whitepaper des Anbieter zu lesen, KnowHow(!) aufzubauen und zu verstehen, wie die Cloud arbeitet, um sie für die eigenen Bedürfnisse nutzen zu können. Eine weitere Möglichkeit besteht natürlich darin, sich (zusätzlich) von Profis beraten zu lassen. Das ist bei der Nutzung einer eigenen Cloud nicht anders. Wenn eine virtuelle Maschine A ein Problem hat, dann kann sie plötzlich nicht mehr erreichbar sein, wie jeder normale physikalische Server nun einmal auch. Nun könnte man denken: “Dann nehme ich als Backup für virtuelle Maschine A halt noch eine virtuelle Maschine B dazu!” Und dann? Man könnte nun denken, dass die virtuelle Maschine B automatisch die Aufgaben der virtuelle Maschine A übernimmt. So einfach ist das aber nicht! Skripte müssen vorab dafür sorgen, dass die virtuelle Maschine B die Aufgaben von virtuelle Maschine A übernehmen soll, wenn diese plötzlich nicht mehr erreichbar ist. Auch die virtuelle Maschine B muss dafür zunächst vorbereitet werden. Dazu kann z.B. der eigentliche (wichtige) Inhalt der virtuelle Maschine A inkl. aller Konfigurationen etc. in einem zentralen Speicher und nicht auf dem lokalen Speicher abgelegt werden. Anschließend muss ein Skript dafür sorgen, dass die virtuelle Maschine B automatisch mit den Konfigurationen und allen Daten aus dem lokalen Speicher hochgefahren wird, wenn die virtuelle Maschine A nicht mehr verfügbar ist.

Virtuelles Rechenzentrum

Die Cloud gibt uns im Bereich Infrastructure as a Service letztendlich nur die Möglichkeit, aus einem quasi unendlich großen Pool von Ressourcen die (unendliche) Anzahl an Ressourcen zu dem Zeitpunkt zu bekommen, wenn wir sie benötigen. Wir erhalten von der Cloud somit ein eigenes hochskalierbares virtuelles Rechenzentrum. Das bedeutet aber im Umkehrschluss für den Betreiber einer Cloud (Private, Public), dass er ebenfalls die Menge an physikalischen Ressourcen vorhalten muss, damit die angefragten virtuellen Ressourcen jederzeit bereitgestellt werden können und damit immer ausreichend Ressourcen für die Nutzer zur Verfügung stehen.


Open-Source Lösungen für den Aufbau einer eigenen Cloud


openQRM

openQRM ist eine Open Source Cloud Computing Plattform für die Verwaltung von Rechenzentren und skalierbaren IT-Infrastrukturen und ist aktuell in der Version 5.0 verfügbar. Mittels einer zentralen Managementkonsole kann die Administration von physikalischen Servern ebenso vorgenommen werden wie von virtuellen Maschinen, wodurch Rechenzentren voll automatisiert und höchst skalierbar betrieben werden können. Neben einer offenen API und einem SOAP Web Service für die nahtlose Integration der eigenen Geschäftsprozesse, unterstützt openQRM alle bekannten Virtualisierungstechnologien und bietet die Möglichkeit für transparente Migrationen von "P-to-V", "V-to-P" und "V-to-V".

openQRM verfügt des Weiteren über ein integriertes Storage-Management, mit dem anhand des Snapshot-Verfahrens Serversysteme dupliziert werden können. Die Snapshots ermöglichen eine dynamische Anpassung des Speicherplatzes, bieten einen persistenten Cloud-Speicher und erlauben ein Backup/Restore der Server sowie deren Versionierung.

Mit der "N-zu-1" Fail-Over Funktion steht mehreren Serversystemen ein einzelner Stand-By-Server zur Verfügung. Dabei spielt es keine Rolle, ob physikalische oder virtuelle Maschinen eingesetzt werden!

Benefits auf einem Blick

Virtualisierung

openQRM unterstützt alle gängigen Virtualisierungstechnologien darunter VMWare, Citrix XenServer und KVM und bietet die Möglichkeit der Migration von P-to-V-, V-to-P- und V-to-V für physikalische Server als auch virtuelle Maschinen.

Storage

openQRM verfügt über ein zentralisiertes Speichersystem mit integriertem Storage Management, welches alle bekannten Storage-Technologien unterstützt. Dazu gehören u.a. Netapp, Equallogic, NFS, iSCSI ZFS und proprietäre auf LVM basierende Storage-Typen, für eine flexible und schnelle Duplizierung von Serversystemen.

Zentrales Management

openQRM verschmilzt die Welt von Open Source mit der von kommerziellen Produkten. Mit einer zentralen Managementkonsole sind alle Funktionen zur Administration von Rechenzentren, System- und Service-Überwachung, Hochverfügbarkeit und automatisierter Bereitstellung vorhanden.

Funktionen

Hardware/Software Isolation

openQRM isoliert die Hardware (physikalische Server, virtuelle Maschinen) vollständig von der Software (Server Images). Dabei ist die eigentliche Hardware eine "Computing Resource" und kann dadurch jederzeit durch eine andere Hardware ersetzt werden, ohne dass die Software (Server Image) neu konfiguriert werden muss.

Unterstützung für verschiedene Virtualisierungs-Technologien

Mit VMWare, Xen, KVM und dem Citrix XenServer unterstützt openQRM eine viehlzahl an virtuellen Maschinen und kann dieses transparent verwalten und migrieren. Neben der System-Migration von physikalischen Servern zu virtuellen Maschinen (P-to-V) können Systeme ebenfalls von virtuellen Maschinen zu physikalischen Servern (V-to-P) migriert werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit ein System von einer Virtualisierungstechnologie zu einer anderen Virtualisierungstechnologie (V-to-V) zu verschieben.

Vollautomatische Nagios-Konfiguration

openQRM unterstützt die vollautomatische Konfiguration von Nagios mittels "nmap2nagios-ng". Damit wird das gesamte openQRM Netzwerk analysiert und auf Basis der Informationen eine Nagios-Konfiguration erstellt. Anschließend werden alle Services auf allen Systemen überwacht.

Integriertes Storage-Management

openQRM organisiert die Serversysteme wie Dateien und nutzt zur Verwaltung moderne Storagesysteme anstatt lokaler Festplatten. Mittels Logical Volume Managern (LVM) und deren Snapshot-Verfahren können Server-Templates auf schnellen Wege dupliziert werden.

"Sollen z.B. 10 neue Server ausgerollt werden, kann so einfach ein bestehendes Server-Image 10 mal dupliziert und die "Clone" direkt zum Deployment bereitgestellt werden."

Mit diesem Konzept steht ein zentrales Backup/Restore sowie die Möglichkeit von Hot-Backups ohne Downtime zur Verfügung.

openQRM unterstützt folgende Storage-Typen:

  • NFS (NAS)
  • iSCSI (iSCSI SAN)
  • Aoe/Coraid (AOE SAN)
  • NetApp (iSCSI SAN)
  • Local-disk (Übertragung von Server-Images auf lokale Festplatten)
  • LVM-Nfs (NFS auf LVM2, erlaubt schnelles Cloning)
  • LVM-iSCSI (iSCSI auf LVM2, erlaubt schnelles Cloning)
  • LVM-Aoe (Aoe auf LVM2, erlaubt schnelles Cloning)
  • Equallogic (iSCSI SAN)
  • ZFS (iSCSI SAN)

Hochverfügbarkeit und "N-to-1"-Fail-Over!

Mit der "N-zu-1" Fail-Over Funktion steht mehreren Serversystemen ein einzelner Stand-By-Server zur Verfügung. Unabhängig davon, ob physikalische oder virtuelle Maschinen eingesetzt werden.

"Um zum Beispiel 10 hochverfügbare Spezialsysteme zu betreiben benötigt man normalerweise weitere 10 "Stand-By"-Systeme. Mit openQRM jedoch benötigt man nur einen einzigen "Stand-By"-Server, der im Fehlerfall eines der 10 Spezialsysteme benutzt wird. Das heißt, man kann 9 "stromfressende", nicht ausgelastete Server einsparen. Perfekt für "Green IT".

Des Weiteren können physikalische Server virtuelle Maschinen als "Hot Stand-By" nutzen und lassen sich im Notfall in eine virtuelle Maschine migrieren.

Fertige Server-Templates

Mittels dem "Image-Shelf"-Plugin stellt openQRM bereits fertige Server Templates zur Verfügung. Dazu gehören Linux Distributionen wie Debian, Ubuntu, CentOS und openSuse. Des Weiteren können mit dem Plugin eigene Server Templates auf unterschiedliche Weise (lokal, http, https, ftp) bereitgestellt werden.

Unterstützung verschiedenster Deployment-Methoden

Mit openQRM können Server von jeder Art von Storage gestartet werden. Zusätzlich können die Server Templates von einem Storage-Typ zu einem anderen übertragen werden, dabei kann noch entschieden werden, ob die Server Templates auf einem physikalischen Server oder in einer virtuellen Maschine gestartet werden sollen.

Unterstützung verschiedener OS-Distributionen

Es stehen bereits vor-konfigurierte openQRM-Server Pakete für Debian, Ubuntu und CentOS zur Verfügung. Ein openQRM-Server kann aber alle gängigen Linux Distributionen verwalten.

Cloud-Selector

Mit dem Cloud-Selector kann der Cloud Administrator seine Cloud Produkte wie z.B. Prozessoren, Speicher, Festplattengröße oder den Typ der virtuellen Maschine auswählen und deren Preise festlegen.

Kostenrechner im Cloud-Portal

Die Cloud-Computing-Unit (CCU) kann einer regulären Währung (z.b. USD oder Euro) zugewiesen werden. Mit dem Kostenrechner werden die stündlichen, täglichen und monatlichen verbrauchten Kosten für eine Cloud Appliance berechnet.

Private Cloud Images

Mit der "Private Cloud Image"-Funktion können Cloud Benutzer eigene Server Templates anlegen und verwalten.

Volle SSL-Unterstützung

Der openQRM-Server arbeitet in einem vollständig SSL-verschlüsselten Bereich und unterstützt verschiedene Serverarchitekturen wie i386 und x86_64.

Ich möchte hier noch anmerken, dass es sich bei der openQRM Enterprise um einen deutschen Anbieter aus dem Bereich des Cloud Computing handelt!


Eucalyptus

Beim Elastic Utility Computing Architecture for Linking Your Programs To Useful Systems (Eucalyptus) handelt es sich um eine Open Source Software Infrastruktur zum Aufbau von skalierbaren Utility Computing bzw. Cloud Computing Umgebungen für spezielle Clustersysteme oder einfachen miteinander verbundenen Arbeitsplatzrechnern.

Eucalyptus wurde als ein Forschungsprojekt am Computer Science department an der University of California Santa Barbara entwickelt und wird mittlerweile von der Eucalyptus Systems Inc. vermarktet. Die Software wird aber weiterhin als Open Source Projekt gepflegt und weiterentwickelt. Die Eucalyptus Systems Inc. bietet darüber hinaus lediglich weitere Dienstleitungen und Produkte sowie einen professionellen Support rund um Eucalyptus an.

Folgende Funktionen stellt Eucalyptus bereit:

  • Kompatibilität mit den Schnittstellen zu Amazon EC2 und S3 (SOAP und REST).
  • Unterstützung aller Virtual Machines die auf einem Xen Hypervisor oder einer KVM ausgeführt werden.
  • Administrationstools für die System- und Benutzerverwaltung.
  • Die Möglichkeit mehrere Cluster für eine Cloud zu konfigurieren, wobei jeder einzelne Cluster über eine private interne IP-Adresse verfügt.

Architektur

Eucalyptus besteht aus fünf zusammenarbeitenden Hauptkomponenten um den angeforderten Cloud Service bereit zu stellen. Die Kommunikation zwischen den Komponenten erfolgt über gesicherte SOAP Nachrichten mittels WS-Security.

Cloud Controller (CLC)

Der Cloud Controller dient innerhalb einer Eucalyptus Cloud als Hauptkomponente für die Verwaltung des gesamten Systems und stellt den Administratoren und Benutzern einen zentralen Zugriffspunkt bereit. Die Kommunikation aller Clients mit dem Eucalyptus System erfolgt ausschließlich nur über den Cloud Controller anhand der auf SOAP oder REST basierenden API. Der Cloud Controller ist dafür zuständig, alle Anfragen zu der richtigen Komponente weiterzuleiten, diese zu sammeln und die Antwort der Komponente anschließend wieder zu dem Client zurück zu senden. Der Cloud Controller ist somit die öffentliche Schnittstelle einer Eucalyptus Cloud.

Cluster Controller (CC)

Der Cluster Controller ist innerhalb des Eucalyptus Systems für die Verwaltung des virtuellen Netzwerks zuständig. Der Cloud Controller erhält alle Anfragen auf Basis seiner SOAP oder REST Schnittstellen. Der Cloud Controller erhält alle Informationen über die vorhandenen Node Controllers des Eucalyptus Systems und ist für die Kontrolle des Lebenszyklus jedes einzelnen verantwortlich. Er leitet alle Anfragen an die Node Controller mit verfügbaren Ressourcen weiter um damit virtuelle Instanzen zu starten.

Node Controller (NC)

Ein Node Controller steuert das Betriebssystem und den zugehörigen Hypervisor eines Rechners (Node) im Eucalyptus System. Auf jeder physikalischen Maschine die eine durch den Cluster Controller instantiierte virtuelle Instanz auf Grund einer Anfrage beherbergt, muss eine Instanz eines Node Controller vorhanden sein.

Walrus (W)

Walrus ist für die Zugriffsverwaltung auf den Speicherdienst innerhalb eines Eucalyptus Systems zuständig. Walrus erhält die Anfragen über seine SOAP oder REST Schnittstelle.

Storage Controller (SC)

Der Storage Controller verwaltet den Speicherdienst innerhalb eines Eucalyptus Systems und verfügt über eine Schnittstelle zu Amazon's S3 Dienst. Der Storage Controller arbeit in Verbindung mit Walrus und wird für die Speicherung und den Zugriff auf die Images der Virtual Machines, die Kernel Images, die RAM Disk Images und die Daten der Benutzer verwendet. Die Images der Virtual Machines können rein privat oder öffentlich zugänglich gemacht werden und können dabei komprimiert und verschlüsselt gespeichert werden. Die Images werden lediglich entschlüsselt, wenn ein Node eine neue virtuelle Instanz starten muss und dazu einen Zugriff auf das Image benötigt.

Das Clustersystem

Ein Eucalyptus System vereint und verwaltet Ressourcen von Single-Cluster als auch Multi-Cluster Systemen. Dabei besteht ein Cluster aus einer Gruppe von Rechnern, die alle mit dem selben LAN verbunden sind. Zu jedem Cluster kann wiederum einer aber auch mehrere Node Controller gehören, die für die Verwaltung der Instantiierung und Beendigung der virtuellen Instanzen verantwortlich sind.

Ein Single-Cluster besteht aus mindestens zwei Maschinen. Auf dem einen werden der Cluster Controller, der Storage Controller und der Cloud Controller ausgeführt, auf dem anderen der Node Controller. Diese Art der Konfiguration ist vor allem für Experimente und schnelle Konfigurationen geeignet. Die dargestellte Konfiguration könnte ebenfalls auf einer einzigen Maschine implementiert werden. Allerdings ist dafür eine äußerst leistungsstarke Hardware notwendig!

Bei einem Multi-Cluster wird jede Komponente (CC, SC, NC, und CLC) auf einer separaten Maschine ausgeführt. Dies sollte die bevorzugte Art und Weise sein das Eucalyptus System zu konfigurieren, wenn damit ernsthaft gearbeitet werden soll. Mit einem Multi-Cluster kann zudem die Performance erhöht werden, indem einem Controller die passende Maschine zugewiesen wird. Zum Beispiel sollte der Cloud Controller auf einer Maschine mit einer schnellen CPU ausgeführt werden. Im Allgemeinen bringt die Entscheidung für einen Multi-Cluster eine höhere Verfügbarkeit, sowie eine bessere Lastverteilung und eine optimierte Verteilung der Ressourcen über alle Cluster. Das Clusterkonzept ist vergleichbar mit dem Konzept der Verfügbarkeitszonen der Amazon EC2. Dabei werden die Ressourcen über mehrere Verfügbarkeitszonen hinweg verteilt, damit ein Fehler in einer Zone nicht die Anwendung beeinträchtigt.

Eucalyptus und die Ubuntu Enterprise Cloud

Bei der Ubuntu Enterprise Cloud (UEC) handelt es sich um eine Open Source Initiative von Ubuntu, um auf eine einfachere Art und Weise skalierbare Cloud Infrastrukturen auf Basis von Eucalyptus bereitzustellen und diese zu konfigurieren.

Mit der Ubuntu Enterprise Cloud können Public Clouds erstellt werden, welche Amazon's EC2 infrastructure nutzen. Es können damit aber genau so gut Private Clouds entwickelt werden, die auf der eigenen Infrastruktur im eigenen Rechenzentrum hinter der eigenen Firewall gehostet werden.

Vorteile von Eucalyptus

Bei Eucalyptus handelt es sich um eine Umgebung für Cloud Services, mit der Public Clouds auf Amazon's EC2 Infrastruktur bzw. Private Clouds im hauseigenen Rechenzentrum erstellt werden können. Die grundlegenden Vorteile sollen hier noch einmal kurz aufgeführt werden:

  • Open Source und Entwicklung
    Eucalyptus wurde geschaffen, um die Kommunikation und Forschung von Cloud Computing Plattformen zu fördern. Der Quellcode ist frei verfügbar, was es ermöglicht die Plattform so zu erweitern, damit sie den eigenen Anforderungen entspricht. Eucalyptus wird zunehmend weiterentwickelt. Darüber hinaus ist die Aufnahme und Integration von Funktionswünschen und Verbesserungsvorschlägen sehr schnell.
  • Community
    Eucalyptus verfügt über eine große Community die gerne bereit ist einander zu helfen. Über die Foren kann schnell Kontakt zu anderen Benutzern aufgenommen und Hilfe bezogen werden.
  • Public Cloud
    Eucalyptus funktioniert einwandfrei auf Amazon's EC2 Framework und kann damit als Public Cloud eingesetzt werden.
  • Private Cloud
    Eucalyptus kann auf der eigenen Infrastruktur im eigenen Rechenzentrum hinter der eigenen Firewall als Private Cloud eingesetzt werden. Dadurch ist die Kontrolle bzgl. der Sicherheit und der gesamten Umgebung in der eigenen Hand.
  • Portabilität
    Auf Grund der Kompatibilität von Eucalyptus mit Amazon's EC2 API sowie der Flexibilität von Eucalyptus, können Anwendungen ohne großen Aufwand von einer Cloud in die andere migriert werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit des Aufbaus von Hybrid Clouds, indem eine Private Cloud mit einer Public Cloud erweitert bzw. kombiniert wird.
  • Qualitativ durch Tests
    Durch den Einsatz von Eucalyptus in Ubuntu's Enterprise Cloud findet tagtäglich ein weltweiter realer Test auf Basis von mehr als tausend Server-Instanzen statt.
  • Kommerzieller Support
    Neben den Foren der Eucalyptus Community kann natürlich auch auf einen kommerziellen Support zurückgegriffen werden.

Open Nebula

OpenNebula ist ein Open Source Virtual Infrastructure Manager mit dem aus vorhandenen Rechenzentren jede Art von Cloud Computing Umgebung aufgebaut und bereitgestellt werden kann. In erster Linie dient OpenNebula als Tool zur Verwaltung der virtualisierten Infrastruktur des eigenen Rechenzentrums bzw. der eigenen Cluster, also der eigenen Private Cloud.

Darüber hinaus ist OpenNebula in der Lage Hybrid Clouds aufzubauen, also die eigene lokale Infrastruktur mit einer Public Cloud Infrastruktur zu verbinden/kombinieren, um die Skalierbarkeit der eigenen Umgebung noch weiter zu erhöhen. OpenNebula verfügt zusätzlich über spezielle Schnittstellen für die Verwaltung von virtuellen Maschinen, Speicherplatz und des Netzwerks von Public Clouds.

Funktionen

Private Cloud Computing

  • Internal Interfaces for Administrators and Users
    Mit einer Unix ähnlichen Kommandozeile und einer XML-RPC API kann der Lebenszyklus der virtuellen Maschinen und physikalischen Server verwaltet werden. Weitere Administrationsmöglichkeiten bietet die libvirt API.
  • Steuerung
    Die Verwaltung der Arbeitslast und Zuweisung der Ressourcen kann nach bestimmten Regeln wie z.B. der aktuellen Auslastung automatisch vorgenommen werden. Des Weiteren wird der Haizea VM-based lease manager unterstützt
  • Virtualisierungsmanagement
    Es existieren Konnektoren für Xen, KVM und VMware, sowie einem generischen libvirt Konnektor für weitere Virtual Machine Manager. Die Unterstützung von Virtual Box ist in Planung.
  • Image Management
    Es sind Funktionen für den Transfer und das Clonen von Virtual Machine Images vorhanden.
  • Netzwerk Management
    Es lassen sich isolierte virtuelle Netze festlegen um virtuelle Maschinen miteinander zu verbinden.
  • Service Management
    Unterstützung von Multi Tier Services bestehend aus Gruppen von miteinander verbundenen virtuellen Maschinen und deren Auto Konfiguration während des Boot Vorgangs.
  • Sicherheit
    Die Verwaltung der Benutzer wird durch den Administrator der Infrastruktur vorgenommen.
  • Fehlertoleranz
    Eine persistente Datenbank dient zum Speichern aller Informationen der Hosts und virtuellen Maschinen.
  • Skalierbarkeit
    Tests zeigten bisher, das OpenNebula mehrere hundert Server und virtuelle Maschinen verwalten kann.
  • Installation
    Die Installation erfolgt auf einem UNIX Cluster Front-End ohne das weitere Services benötigt werden. OpenNebula wird mit Ubuntu 9.04 (Jaunty Jackalope) ausgeliefert.
  • Flexibilität und Erweiterbarkeit
    Die Architektur, Schnittstellen und Komponenten sind offen, flexibel und erweiterbar. Dadurch kann OpenNebula mit jedem aktuellen Produkt aus dem Bereich Virtualisierung, Cloud Computing oder Management Tool für Rechenzentren integriert werden.

Hybrid Cloud Computing

  • Cloud Plugins
    Konnektoren für Amazon EC2 und ElasticHosts.
  • Zusammenschluss
    Unterstützung für den gleichzeitigen Zugriff auf mehrere Remote-Clouds.
  • Erweiterbarkeit
    Modulare Konzepte für die Entwicklung neuer Konnektoren.

Public Cloud Computing

  • Cloud Schnittstellen für Benutzer
    Implementierung einer Teilmenge der Amazon EC2 Query API und der OGF OCCI API
  • Erweiterbarkeit
    Die OpenNebula Cloud API ermöglicht die Implementierung neuer/weiterer Cloud Schnittstellen.

OpenStack

OpenStack ist ein weltweites Gemeinschaftsprojekt von Entwicklern und Cloud Computing Spezialisten, die das Ziel verfolgen eine Open Source Plattform für den Aufbau von Public und Private Clouds zu entwickeln. Das Projekt wurde initial von der Nasa und Rackspace gegründet und will Anbietern von Cloud Infrastrukturen ein Werkzeug in die Hand geben, mit dem sie unterschiedliche Arten von Clouds ohne großen Aufwand auf Standard Hardwarekomponenten aufbauen und bereitstellen können.

Der gesamte OpenStack Quellcode ist frei verfügbar und unterliegt der Apache 2.0 Lizenz. Dadurch ist jeder in der Lage auf dieser Basis seine eigene Cloud zu entwickeln und ebenfalls Verbesserungen in das Projekt zurückfließen zu lassen. Der Open Source Ansatz des Projekts soll zudem die Entwicklung von Standards im Bereich des Cloud Computing weiter fördern, Kunden die Angst vor einem Vendor Lock-in nehmen und ein Ecosystem für Cloud Anbieter schaffen.

OpenStack besteht derzeit aus insgesamt sechs Kernkompenten und wird stetig weiterentwickelt. OpenStack Compute, OpenStack Object Storage und OpenStack Image Service, OpenStack Identity, OpenStack Dashboard und OpenStack Networking.

Man muss sich allerdings darüber im Klaren sein, dass es sich bei OpenStack um kein fertiges Produkt handelt, das sofort einsatzfähig ist, sondern um einzelne Teilprojekte die selbst ineinander integriert und für die eigenen Bedürfnisse angepasst werden müssen. Es gibt aber mittlerweile fertige OpenStack Installationsroutinen von Mitgliedern des OpenStack Projekts.

OpenStack Compute

OpenStack Compute dient dem Aufbau, Bereitstellen und Verwalten von großen Virtual Machine Clustern, um auf dieser Basis eine redundante und skalierbare Cloud Computing Plattform zu errichten. Dazu stellt OpenStack Compute diverse Kontrollfunktionen und APIs zur Verfügung, mit denen Instanzen ausgeführt und Netzwerke verwaltet werden sowie die Zugriffe der Nutzer auf die Ressourcen gesteuert werden können. OpenStack Compute unterstützt zudem eine große Anzahl von Hardwarekonfigurationen und sieben Hypervisor.

OpenStack Compute kann bspw. Anbietern dabei helfen Infrastructure Cloud Services bereitzustellen oder IT-Abteilungen ermöglichen ihren internen Kunden und Projekten Ressourcen bei Bedarf zur Verfügung zu stellen. Zudem können große Datenmengen (Big Data) mit Tools wie Hadoop verarbeitet werden oder Web Anwendungen entsprechend ihrer Ressourcenbedürnisse bedient werden.

OpenStack Object Storage

Mit OpenStack Object Storage können auf Basis von standardisierten Servern redundante und skalierbare Object Storage Cluster mit einer Größe von bis zu 1 Petabyte aufgebaut werden. Dabei handelt es sich nicht um ein Dateisystem und ist nicht für das Speichern von Echtzeitdaten ausgelegt, sondern für das langfristige Speichern von statischen Daten gedacht, die bei Bedarf abgerufen oder aktualisiert werden können. Gute Anwendungsbeispiele für OpenStack Object Storage sind das Speichern von Virtual Machine Images, Photos, E-Mails, Backupdaten oder Archivierung. Da der Object Storage dezentral verwaltet wird, verfügt er über eine hohe Skalierbarkeit, Redundanz und Beständigkeit der Daten.

Die OpenStack Software sorgt dafür, dass die Daten auf mehrere Speicherbereiche im Rechenzentrum geschrieben werden, um damit die Datenreplikation und Integrität innerhalb des Clusters sicherzustellen. Die Storage Cluster skalieren dabei horizontal, indem weitere Knoten bei Bedarf hinzugefügt werden. Sollte ein Knoten ausfallen, sorgt OpenStack dafür, dass die Daten von einem aktive Knoten repliziert werden.

OpenStack Object Storage kann von Anbietern genutzt werden, um einen eigenen Cloud Storage bereizustellen oder die Server Images von OpenStack Compute zu speichern. Weitere Anwendungsfälle wären Dokumentenspeicher, eine Back-End Lösung für Microsoft SharePoint, eine Archivierungsplattform für Logdateien oder für Daten mit langen Aufbewahrungsfristen oder einfach nur zum Speichern von Bildern für Webseiten.

OpenStack Image Service

Der OpenStack Image Service hilft bei der Suche, Registrierung und dem Bereitstellen von virtuellen Maschinen Images. Dazu bietet der Image Service eine API mit einer Standard REST Schnittstelle, mit der Informationen über das VM Image abgefragt werden können, welches in unterschiedlichen Back-Ends abgelegt sein kann, darunter OpenStack Object Storage. Clients können über den Service neue VM Images registrieren, Informationen über öffentlich verfügbare Images abfragen und über eine Bibliothek ebenfalls darauf zugreifen.

Der OpenStack Image Service unterstützt eine Vielzahl an VM Formaten für private und öffentliche Images, darunter Raw, Machine (kernel/ramdisk, z.B. AMI), VHD (Hyper-V), VDI (VirtualBox), qcow2 (Qemu/KVM), VMDK (VMWare) und OVF (VMWare).

OpenStack Identity

Der OpenStack Identity Service stellt eine zentrale Authentifizierung über alle OpenStack Projekte bereit und integriert sich in vorhandene Authentifizierungs-Systeme.

OpenStack Dashboard

Das OpenStack Dashboard ermöglicht Administratoren und Anwendern den Zugang und die Bereitstellung von Cloud-basierten Ressourcen durch ein Self-Service Portal.

OpenStack Networking

OpenStack Networking ist ein skalierbares und API basierendes System für die Verwaltung von Netzwerken und IP-Adressen.


CloudStack

CloudStack wurde ursprünglich von Cloud.com entwickelt. Nach der Übernahme durch Citrix Systems im Jahr 2011 wurde Citrix zum Hauptsponsor von CloudStack. Die Open-Source Cloud Plattform basiert auf Java und hilft beim Aufbau und der Verwaltung von skalierbaren Infrastrukturen. Zu den aktuell unterstützten Hypervisorn gehören VMware, Oracle VM, KVM, XenServer und die Xen Cloud Platform. Neben einer eigenen RESTful API implementiert CloudStack ebenfalls die Amazon EC2 und S3 APIs sowie VMwares vCloud API. Die Cloud-Infrastruktur kann entweder über die Web-Oberfläche, einer Kommandozeile oder die API konfiguriert und verwaltet werden.

CloudStack besteht aus fünf Kernkomponenten. Der Compute Controller verwaltet die Rechenleistung, der Network Controller steuert das virtuelle Netzwerk und der Storage Controller ist für die Speicherverwaltung des BlockStorage zuständig. Alle drei Komponenten haben direkten Kontakt mit der physikalische Hardware. Auf diesen Komponenten setzt die CloudStack Orchestration Engine auf, die für den Aufbau, die Steuerung und Verwaltung der CloudStack Infrastruktur verantwortlich ist. Über der Orchestration Engine befindet sich als letzte Komponente die CloudStack API, die mit der Web-Oberfläche, Kommandozeile oder über REST interagiert und die Befehle an die Orchestration Engine weitergibt.

Citrix Systems ist nicht das einzige bekannte Unternehmen, was CloudStack unterstützt. Weitere Supporter des CloudStack Projekts sind RightScale, PuppetLabs, Juniper Networks, Enstratus, TrendMicro, Intel und Equinix.


Bildquelle: ©Gerd Altmann / PIXELIO



Eucalyptus kündigt offizielles Trainings- und Partnerprogramm an.

Eucalyptus Cloud baut seine weltweiten Aktivitäten mit einem Traininings- und Partnerprogramm für Beratungsunternehmen weiter aus. Mit dem Eucalyptus Authorized Education Partner (EAEP) Programm werden Partner von Eucalyptus in die Lage versetzt mit dem Eucalyptus Certified Instructors (ECI), offizielle Schulungen rund um die Open Source IaaS Software anzubieten. Berater die mit dem Authorized Consulting Partner (EACP) ausgezeichnet sind, sollen zumindest auf dem Papier, über das notwendige Wissen verfügen, komplexe Eucalyptus Cloud Lösungen zu entwickeln und aufzubauen.

Das Eucalyptus Authorized Education Partner (EAEP) Programm

Eucalyptus Partner erhalten mit dem EAEP Programm neben dem Generieren zusätzlicher Einnahmen, weitere Vorteile. Dazu gehören bspw. der Zugang auf durch Eucalyptus autorisierte Software, Guidelines für den Aufbau von Schulungsräumen sowie Software für den internen Gebrauch. Zu den weiteren Vorteilen zählen:

  • Teilnahme an durch Eucalyptus gesponsorten "Train the Trainer" Events.
  • Die Möglichkeit bereits vor dem Release an Beta bzw. nicht öffentlichen Trainingsprogrammen teilzunehmen.
  • Einladungen zu technischen Zertifizierungen die sich noch in der Betaphase befinden.
  • Unterstützung durch Mitarbeiter der Eucalyptus Education Services.
  • Zugriff auf die Eucalyptus Education Cloud.
  • Berechtigung zur Nutzung des EAEP Logo.

Das Eucalyptus Authorized Consulting Partner (EACP) Programm

Mit dem EACP Programm sind Partner in der Lage, ihre Beratungsdienstleistungen auszubauen und sich damit vom Mitbewerb am Markt zu differenzieren, indem sie nach Außen das notwendige Wissen für den Aufbau von Eucalyptus on-Premise IaaS Lösungen ausstrahlen. Weitere Vorteile des Programms sind:

  • Zugriff auf Best Practise Lösungen und Methoden durch die Eucalyptus Professional Services.
  • Zugriff auf Eucalyptus Software für den eigenen Gebrauch und die Eucalyptus Partner Cloud (EPC).
  • Ermäßigungen auf Eucalyptus Trainings und Zertifizierungen.
  • Marketingmöglickeiten auf der Eucalyptus Webseite sowie die Nutzung des offiziellen EACP Logo.

Der Eucalyptus Certified Professional

Bereits im April hatte Eucalyptus eine neue technische Zertifizierung zum Eucalyptus Certified Professional (EUCP3) präsentiert, mit dem Kandidaten ihre Kenntnisse hinsichtlich Design, Installation, Konfiguration und Management einer Eucalyptus 3 Umgebung unter Beweis stellen müssen. Als Teil der EAEP und EACP Programme werden Unternehmen zudem diese EUCP3 Zertifizierung erhalten, die ab Juli 2012 verfügbar ist.

Weitere Informationen zum Eucalyptus Authorized Education Partner Program gibt es hier. Interessenten am Eucalyptus Authorized Education Partner Program können sich hier informieren.


Bildquelle: http://dpac.ch



Eucalyptus 3.1 wird Open Source(iger) wie keine andere Version zuvor

Eucalyptus Systems hat gestern eine neue Version seiner Open Source Cloud Infrastruktur Software angekündigt. Eucalyptus 3.1 richtet sich auf Basis derselben Plattform an die Open Source Community als auch an Unternehmen, um damit Cloud Infrastrukturen und Cloud Entwicklungsumgebungen aufzubauen, zu betreiben sowie zu verwalten. Die neue Version präsentiert neben einer besseren Performance ebenfalls viele weitere Funktionen wie FastStart, mit der Nutzer AWS-komaptible (Amazon Web Service) on-Premise Cloud Infrastrukturen unter 20 Minuten aufbauen können.

Mehr als nur AWS Unterstützung

Wer nun glauben mag, dass Eucalyptus sich komplett auf der Kooperation mit den Amazon Web Services stützt und ausruht, der irrt. Eucalyptus 3.1 wird sich verstärkt auf die Entwicklung der Community konzentrieren und diese unterstützen. Dazu wird u.a. der vollständige Eucalyptus 3.x Quellcode auf Github zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wird die Bereitstellung von Unternehmensplattformen auf Basis von Red Hat Enterprise Linux und Red Hat Enterprise Virtualization sowie VMware vCenter 5 unterstützt. Hinzu kommen Möglichkeiten für das Management von Community Projekten, mit denen Fehler, Korrekturen und Wünsche verwaltet werden können.

Eucalyptus 3.1 im Überlick

Mit der neuen Version möchte Eucalyptus es Unternehmen ermöglichen, on-Premise Cloud Infrastrukturen auf eine einfache Art und Weise aufzubauen und gleichzeitig die Innovationsfähigkeit der Cloud zu erhöhen, indem die Open Source Cloud Community alle Mittel erhält, um dazu beizutragen, die Eucalyptus Cloud ihren Bedürfnissen nach anzupassen. Zu den neuen Funktionen in Eucalyptus 3.1 gehören:

On-Premise Cloud Plattformen

Unternehmen erhalten mit Eucalyptus 3.1 nun die Möglichkeit, eigene on-Premise Cloud Umgebungen auf der neuesten Version von Red Hat Enterprise Linux inkl. EC2, EBS, S3 und IAM zusammen mit den Red Hat Enterprise und VMware Virtualisierungsplattformen aufzubauen.

FastStart: Ruck Zuck zur eigenen Private Cloud

FastStart bietet Nutzern einen Self-Service, mit dem sie eine Eucalyptus IaaS Cloud Umgebung automatisiert unter 20 Minuten aufbauen können. FastStart kann zusammen mit CentOS 5 und Xen oder CentOS 6 und KVM genutzt werden. Mit durch FastStart bereitgestellte Clouds können sich Nutzer die auf Eucalyptus gespeicherten Images aussuchen und mit einem Klick auf der Infrastruktur ausrollen. Für fortgeschrittene Nutzer bietet Eucalyptus Silvereye, eine Reihe von Tools, mit der sich komplexere Eucalyptus Umgebungen installieren und konfigurieren lassen.

Open Source Cloud Community

Der vollständige Eucalyptus 3.1 Quellcode steht nun öffentlich auf Github bereit. Zudem werden alle Erneuerungen ebenfalls auf Github bereitgestellt, dazu gehören ebenfalls das Tracking von Fehlern und neuen Funktionen. Damit sollen Mitglieder der Eucalyptus Community die Gelegenheit erhalten ihren Teil beitragen zu können.

Los geht's am 27. Juni

Am 27. Juni 2012 werden Kunden in den Genuss der neuen Funktionen kommen, die auf Eucalyptus 3 aufbauen werden. Dazu gehören weiterhin neue Funktionen für die Hochverfügbarkeit, Amazon Web Services API Erweiterungen, Rapid Instancing, Verbesserungen am Elastic Block Store (EBS), erweiterte Unterstützung für Windows-Images, eine neu gestaltet Verwaltungskonsole sowie verbesserte Kommandozeilentools.

So langsam zeichnet sich die Handschrift von Eucalyptus CEO Marten Mickos ab, der bereits als CEO von MySQL die relationale Datenbank zu einem der führenden Open Source Anbieter am Markt machte.


Bildquelle: http://www.srs.fs.usda.gov



Silvereye + Eucalyptus: Von 0 auf Cloud in 20 Minuten

Bei Graziano habe ich eine interessante Software gefunden, die er kürzlich getestet hat. Sie nennt sich Silvereye und hilft bei der schnellen Installation einer Eucalyptus Cloud. Nach Angaben von Graziano hat er 20 Minuten benötigt, bis er die Liste der verfügbaren EMIs auflisten konnte. Das hört sich nach einem Private Cloud Deployment Geschwindigkeitsrekord an.

Silvereye + Eucalyptus: Von 0 auf Cloud in 20 Minuten

Graziano nennt in diesem Zusammenhang mit Faststart ebenfalls eine weitere Software. Faststart passt mit 1GB zwar bequem auf einen USB-Stick, benötigt aber bereits ein vorinstalliertes CentOS. Silvereye hingegen erstellt aus einem ISO Image eine bootfähige CD die für eine frische Installation genutzt werden kann.

Silvereye ermöglicht die Installation des Eucalyptus Front-End, Eucalyptus Node Controller oder einer minimalen CentOS Installation ohne Eucalyptus. Dabei kann die Installation entweder in ein Rescue Image oder auf die lokale Platte erfolgen. Nach der Auswahl startet die gewöhnliche CentOS Installationsroutine.

Nach dem ersten Root Login schaltet sich Silvereye direkt ein und übernimmt die Konfiguration von Eucalyptus. Es folgen ein paar Fragen, bietet aber ebenfalls die Möglichkeit bspw. das Netzwerk selbst zu konfigurieren.

Weiterhin ist die physikalische Netzwerktopologie erforderlich, also IP-Adressen für die Server und die verfügbaren IP-Adressen für die Instanzen, der Netzmaske, Gateways und DNS Server.

Zu guter Letzt erstellt Silvereye ein lauffähiges Eucalyptus Machine Image (EMI) inkl. Kernel, Ramdisk und einem Image!

Für den Start des EMI ist nun noch der Eucalyptus Node Controller notwendig. Aber der scheint mit Silvereye ebenfalls relativ schnell aufgesetzt.



Eucalyptus Systems expandiert mit seiner Cloud Lösung nach Deutschland

Eucalyptus Systems, Hersteller der gleichnamigen on-Premise Cloud Computing Software, hat heute seinen Markteintritt in Deutschland bekannt gegeben. Mit dieser Initiative möchte das US-amerikanische Unternehmen seine Vertriebs- und Support-Aktivitäten in Mitteleuropa verstärken. An der Spitze der neuen Europa-Präsenz steht Paul Holt, der kürzlich zum Executive Vice President für den EMEA-Vertrieb ernannt wurde. Aufbauend auf Eucalyptus schnell wachsender Verbreitung im Markt soll das Angebot und die Unterstützung für deutsche Kunden, zu denen bereits Plinga und PUMA gehören, damit weiter vorangetrieben werden.

Eucalyptus Systems expandiert mit seiner Cloud Lösung nach Deutschland

Strenge Datenschutzgesetze, die festlegen, wie Unternehmen Daten länderübergreifend verwalten und teilen können, führen in Deutschland und Mitteleuropa zu einer zunehmenden Nachfrage nach on-Premise IaaS-Plattformen. Um schnell auf wechselnde Marktbedingungen reagieren zu können, fordern Unternehmen zudem Lösungen, die sich durch hohe Flexibilität und gute Skalierbarkeit auszeichnen. Basierend auf diesen Trends wird der Umsatz im Bereich Cloud Computing 2012 voraussichtlich um 50 Prozent wachsen und damit auf insgesamt 5,3 Milliarden Euro ansteigen. Bis 2016 rechnen Analysten mit einem Wachstum von bis zu 17 Milliarden Euro.

„Wir brauchten unbedingt die Kontrolle, die Zuverlässigkeit und die Kosteneinsparungen, die nur eine eigene private Cloud bieten kann“, sagt Thorsten Lubinski, CTO von Plinga, dem führenden Plattform-Anbieter von Social Games in Europa. „Wir sind eine Plattform für Spiele-Anbieter aus der ganzen Welt mit sehr dynamischen Anforderungen an die Infrastruktur. Die Elastizität einer Cloud-Lösung war aus diesem Grund für uns unabdingbar. 400 Server haben wir von AWS zu Eucalyptus umgezogen. Nicht nur die Zuverlässigkeit und die gute Skalierbarkeit der Plattform haben uns beeindruckt, sondern auch der ausgezeichnete Service des Support-Teams von Eucalyptus.“

Erst im März diesen Jahres kündigte Eucalyptus eine Kooperation mit den Amazon Web Services (AWS) an, die es Kunden ermöglicht, Workloads effizienter zwischen ihren eigenen Rechenzentren und AWS zu verteilen und dabei die gleichen Management-Tools zu nutzen. Kunden können Anwendungen in ihren bestehenden Rechenzentren ausführen, die kompatibel mit populären Webservices von Amazon sind, darunter Amazon Elastic Compute Cloud (Amazon EC2) und Amazon Simple Storage Service (Amazon S3).

„Durch die frühzeitige Nachfrage in Deutschland nach on-premise und hybriden Formen von Cloud-Computing, bietet dieser Teil Europas großes Wachstumspotenzial“, so Said Ziouani, Executive Vice President Worldwide Sales von Eucalyptus. „Unternehmen suchen aktiv nach Möglichkeiten, Kosten zu senken, ohne dabei die Qualität der Dienstleistungen ihrer IT-Abteilungen zu gefährden. Tausende erfolgreiche Cloud-Implementierungen zeugen von der Leistungsfähigkeit der Eucalyptus-Plattform. Mehrere hundert Implementierungen allein in Deutschland bestätigen die Wichtigkeit von On-Premise-Clouds für europäische Unternehmen.“



Amazon und Eucalyptus kooperieren – Gemeinsame Allianz gegen OpenStack?

Die Amazon Web Services und der Private Cloud Infrastruktur-Software Anbieter Eucalyptus werden in Zukunft enger zusammenarbeiten, um die Migration von Daten zwischen der Amazon Cloud und Private Clouds besser zu unterstützen.

Amazon und Eucalyptus kooperieren - Gemeinsame Allianz gegen OpenStack?

Amazon und Eucalyptus kooperieren.

Dabei wird die Kooperation unterschiedlich aufgebaut sein. Zunächst sollen sich Entwickler aus beiden Unternehmen darauf konzentrieren, Lösungen zu schaffen, die Unternehmenskunden dabei helfen sollen, Daten zwischen bestehenden Rechenzentren und der AWS Cloud zu migrieren. Weiterhin und noch bedeutender ist jedoch, dass die Kunden in der Lage sein sollen, dieselben Management Tools und die eigenen Kenntnisse für beide Plattformen zu nutzen.

Darüber hinaus werden die Amazon Web Services Eucalyptus mit weiteren Informationen versorgen, um die Kompatibilität mit den AWS APIs zu verbessern.


Das sieht ganz nach einer Allianz gegen OpenStack aus! Schaut man sich die jüngsten Ankündigungen bzgl. OpenStack an - siehe unten - wäre das von Amazon als auch Eucalyptus ein kluger Schachzug, zumal sich die Eucalyptus Infrastruktur sehr nah an den Basisfunktionen der Amazon Web Services orientiert.

Zudem kann der von Amazon immer wieder geförderte Ansatz der Hybrid Cloud damit verbessert werden. Was sicherlich auch im Hinblick auf das Thema Big Data und der damit verbundenen Verarbeitung großer Datenmengen in der Amazon Cloud für die Amazon Web Services von großem Nutzen sein wird. Nach dem Motto: "Bigger is Better" bzw. "Data without Limits".


Bildquelle: http://www.search-internetmarketing.com/, http://www.techweekeurope.co.uk



Die eigene Cloud bauen mit… – CloudWashing par excellence!

"Die eigene Cloud bauen mit xyz..." Als ich diese Überschrift gelesen habe, bin ich fast aus allen Wolken gefallen! In dem Artikel werden zwei Produkte vorgestellt, mit denen man seine "eigene Cloud" aufbauen kann.

Kurz gesagt: Den Leuten wird damit suggeriert, eine Private Cloud im Wohnzimmer aufbauen zu können. Gut, meine Frage ist aber nun, wie die Skalierbarkeit, Hochverfügbarkeit usw. gewährleistet wird?

Nehmen wir ein einfaches Beispiel. Ein Anwender hört vom Thema Cloud Computing. Sehr sicher, da die Daten durch die Cloud hochverfügbar sind. Jede Menge Speicherplatz, weil die Cloud skalierbar ist usw. Der Nutzer lädt sich also die in dem Artikel besagte Software herunter, installiert und konfiguriert diese und speichert seine möglicherweise wichtigen Daten darauf ab.

Szenario 1: Der Nutzer merkt nach einiger Zeit, dass nicht mehr ausreichend Speicherplatz vorhanden ist. Nutzer: "Cloud Computing ist ja echt xxx! Ich dachte das wäre skalierbar?!" Ja, aber dafür wird auch demensprechend Speicherplatz in Form von Hardware, also Festplatten benötigt.

Szenario 2: Der Nutzer merkt nach einer Weile, das Daten verschwinden und plötzlich ist kein Zugriff auf die "Cloud" mehr möglich. Nutzer: "Cloud Computing ist echt xxx! Ich dachte die Cloud ist hochverfügbar?!" Ja, ist sie auch. Aber dafür benötige ich mehr als nur ein System und das im besten Fall, an unterschiedlichen Standorten, verteilt.

Wir sehen also, dass es nicht ohne weiteres möglich ist, sich eine Private Cloud im eigenen Wohnzimmer aufzubauen! Genauso verhält es sich, wenn die Software bzw. "Private Cloud" auf einem(!) Server bei einem Webhoster genutzt werden soll. Ein Server reicht da nun einmal nicht aus. Aber leider unterstützen Softwarelösungen wie BDrive und ownCloud diese Problematik, indem sie CloudWashing betreiben und suggerieren, dass jeder seine eigene Cloud betreiben kann.

Aber so einfach scheint es dann auch wieder nicht zu sein:

Owncloud installieren
Suche Unterstützung bei der Installation von owncloud (owncloud.org/).
1blu Server vorhanden und so weit eingerichtet, allerdings komme ich an der Fehlermeldung "MDB2_Schema Error: schema parse error: Parser error: File could not be opened. - Unknown" nicht weiter!
Bitte nur Festpreis Angebote.
Bitte nur anbieten wenn Erfahrung mit owncloud vorhanden ist.

siehe: http://www.twago.de/project/Owncloud-installieren/8670

Da wundern mich auch solche Anfragen nicht, die ich öfters per Facebook bekomme:

Hey, sag mal du bist doch hier der Cloud experte. Ich möchte meine eigene Homecloud einrichten. Es sollte so einfach sein wie dropbox nur das mein Storage zu Hause auf einem Windows Home Server liegt. Nun bin ich auf der Suche nach einer App fürs iphone, einem Programm für Windows OS und vielleicht für windows mobile 6.5. Hast du eine idee oder einen vorschlag wie sowas realisierbar ist? Dropbox ist zwar schon super aber ich hab es gern wenn meine Daten bei mir zu Hause bleiben. Server ist eh immer an.

...

Cloud ist ja ein weiter Begriff und ich denke wenn ich von überall von jedem System auf meine Daten zugreifen möchte die zu Hause auf meinem Storage abgelegt sind und sicher aufbewahrt nennt sich das Cloud oder?
Dropbox ist ja schon nahezu perfekt, allerdings liegen dabei meine Gesamten Daten bei einem Provider im Netz. Da ist die wahrscheinlichkeit höher das der mal angegriffen wird als mein Home Server...
Darum möchte ich keine Daten online Stellen bei einem Dienstleister.
Ich habe letztens den Begriff Owncloud zugeworfen bekommen. Sagt dir das was?

Bitte, Finger weg von BDrive oder ownCloud, wenn man eine CLOUD bauen möchte. Damit kann mit einfachen Mitteln keine eigene Private Cloud aufgebaut werden!

Wenn jemand wirklich eine Cloud aufbauen möchte, sollte er sich lieber, openQRM, Eucalyptus bzw. die Ubuntu Enterprise Cloud anschauen und dabei bitte einen Blick auf die Voraussetzungen bzw. die notwendigen Topologien werfen.

Update: Mittlerweile gibt es auch einen Artikel über professionelle Open-Source Lösungen für die eigene Cloud.


Bildquelle: http://www.hightechdad.com



openQRM integriert Ubuntu Enterprise Cloud, Amazon EC2 und Eucalyptus

Gesponsert durch die openQRM Enterprise, veröffentlicht das openQRM project ein neues Plugin, das Hybrid Cloud Computing ermöglicht.

Mit dem Plugin erhalten openQRM Nutzer nun die Möglichkeit, ihre selbst verwalteten Systeme transparent und vollautomatisiert zwischen Private und Public Clouds zu migrieren. Das Importieren bereits vorhandener Cloud Instanzen aus der Ubuntu Enterprise Cloud (UEC), Amazon EC2 oder Eucalyptus kann damit ohne großen Aufwand erfolgen. Dasselbe gilt ebenso für den Export der Systeme aus der openQRM Cloud heraus. Cloud Transparenz! Über die graphische Web Oberfläche können alle dafür benötigten Schritte der Migration durchgeführt werden. Damit können dem eigenen Rechenzentrum nach Bedarf externe Ressourcen von Public Cloud Anbietern hinzugefügt werden.

Durch die Nutzung einer agilen Privat zu Public oder Public zu Private Migration, kann damit kontrolliert werden, welche Daten und Dienste in einem sicheren Bereich bereitgestellt werden sollen. Somit können sensible Systeme innerhalb des eigenen Rechenzentrums betrieben und alle weiteren ressourcenintensiven Systeme zu Cloud Anbietern verlagert werden.

Ein Überblick über die neuen Funktionen zeigt das Video am Ende dieses Artikels.

Für alle die einen tieferen Einblick in eine Hybrid Cloud Lösung haben möchten, stellt openQRM Enterprise ein detailliert beschriebenes How to auf ihren Webseiten zur Verfügung. Dieses kann hier heruntergeladen werden.

Das Plugin steht bereits auf der Seite des openQRM project unter http://sourceforge.net/projects/openqrm zum Download bereit.




Eucalyptus: Die Größe von Images ändern (Variante 1)

Dieser Artikel beschreibt das Ändern der Größe eines bereits vorhandenen Images.

$ sudo fsck.ext3 -f IMAGE
$ sudo resize2fs IMAGE SIZE

Dabei handelt es sich bei "IMAGE" um den Namen der Image Datei und "SIZE" um die neue Größe der Datei. Hier muss darauf geachtet werden, dass ein G für GB - Gigabyte hinter der Größe steht.

Um z.B. die Größe des Image "ubuntu-9.04-i386.img" auf 8 Gigabyte zu ändern nutzen wir den Befehl:

$ sudo fsck.ext3 -f ubuntu-9.04-i386.img
$ sudo resize2fs ubuntu-9.04-i386.img 8G

Nun kann mit dem Befehl "euca-upload-image" das veränderte Image in die Eucalyptus Cloud hochgeladen und ausgeführt werden.

Sollte Eucalyptus so konfiguriert sein, dass die maximale Imagegröße 20 Gigabyte beträgt, sollte der Befehl "df -h" eine ähnliche Ausgabe erzeugen.

/dev/sda1 8G /
/dev/sda2 11G /mnt

Quelle



UEC: Zusammenstellen von Images für Ubuntu 9.10

Dieser Artikel beschreibt das Vorgehen (Bundling) für das Erstellen und die Registrierung von VM Images mit dem UEC Cloud Controller für Ubuntu 9.10. Dazu benötigen wir ein Image, dass von den Daily Builds heruntergeladen werden kann, verknüpfen alles miteinander und laden es in unsere Ubuntu Cloud.

1. Um den Vorgang von der Kommandozeile aus zu starten nutzen wird die folgenden Befehle. Hierbei wird automatisch ein UEC Image heruntergeladen.

TIMESTAMP=$(date +%Y%m%d%H%M%S)
RELEASE=karmic
ARCH=amd64 # Or this might be i386
[ $ARCH = "amd64" ] && IARCH=x86_64 || IARCH=i386
UEC_IMG=$RELEASE-server-uec-$ARCH
URL=http://uec-images.ubuntu.com/$RELEASE/current/
[ ! -e $UEC_IMG.tar.gz ] && wget $URL/$UEC_IMG.tar.gz # This may take a bit, depending on your connectivity

2. Als nächstes muss alles verpackt, hochgeladen und registriert werden. In dem Package cloud-utils befindet sich das Tool uec-publish-tarball. Mit diesem können die oben genannten Aktionen in einem Schritt durchgeführt werden. Weiterhin ist in den cloud-utils das Tool uec-publish-image vorhanden. Mit diesem kann direkt mit einem ungepackten Image gearbeitet werden.

uec-publish-tarball ${UEC_IMG}.tar.gz "${RELEASE}-${TIMESTAMP}" "${ARCH}"

Diese Schritte sind nur dann notwendig, wenn nicht das Tool uec-publish-tarball verwendet wird!

1. Entpacken des UEC Image Tarball

[ ! -e $UEC_IMG.img ] && tar -S -xzf $UEC_IMG.tar.gz

2. Zusammenstellen des Kernels

BUCKET_KERNEL="k-$TIMESTAMP"
UEC_KERNEL=$UEC_IMG-vmlinuz-virtual
euca-bundle-image -i $UEC_KERNEL -r $IARCH --kernel true
euca-upload-bundle -b $BUCKET_KERNEL -m /tmp/$UEC_KERNEL.manifest.xml
EKI=$(euca-register $BUCKET_KERNEL/$UEC_KERNEL.manifest.xml | grep "^IMAGE" | awk '{print $2}') && echo $EKI

3. Zusammenstellen der initrd (Wird nur benötigt, wenn keine Ramdisk vorhanden ist)

BUCKET_INITRD="r-$TIMESTAMP"
UEC_INITRD=$UEC_IMG-initrd-virtual
euca-bundle-image -i $UEC_INITRD -r $IARCH --ramdisk true
euca-upload-bundle -b $BUCKET_INITRD -m /tmp/$UEC_INITRD.manifest.xml
ERI=$(euca-register $BUCKET_INITRD/$UEC_INITRD.manifest.xml | grep "^IMAGE" | awk '{print $2}') && echo $ERI

4. Zusammenstellen des Images

BUCKET_IMAGE="i-$TIMESTAMP"
UEC_IMG=$RELEASE-server-uec-$ARCH
euca-bundle-image -i $UEC_IMG.img -r $IARCH --kernel $EKI ${ERI:+--ramdisk ${ERI}} # This will take a long time (~10m)
euca-upload-bundle -b $BUCKET_IMAGE -m /tmp/$UEC_IMG.img.manifest.xml
EMI=$(euca-register $BUCKET_IMAGE/$UEC_IMG.img.manifest.xml | grep "^IMAGE" | awk '{print $2}') && echo $EMI

3. Damit ist der Kernel und das Image in unsere Ubuntu Cloud (Eucalyptus) hochgeladen worden und kann nun genutzt werden.

euca-describe-images

Wir sollten einen registrierten Kernel sowie ein Image sehen, die als "available" markiert sind.

Mit dem anschließenden Befehl können wir das überprüfen.

Quelle



Eucalyptus: Erstellen eines Image aus einem ISO (Xen)

Dieser Artikel beschreibt, wie mittels Xen und dem ISO Image eines Gast Betriebssystems das installiert werden soll, ein Root Dateiystem für Eucalyptus erstellt wird.

Voraussetzung

  • Hardware Virtualisierung Unterstützung auf dem System (Hardware-assisted virtualization)
  • Funktionsfähige Xen Umgebung (domU muss gestartet werden können)

Continue reading “Eucalyptus: Erstellen eines Image aus einem ISO (Xen)” »



Einrichten einer Para-virtualisierten Netzwerkschnittstelle in Eucalyptus

Dieser Artikel beschreibt das Einrichten einer Para-virtualisierten Netzwerkschnittstelle unter Eucalyptus. Die folgenden Anweisungen gelten für eine KVM basierte Eucalyptus Installation.

Für ein auf Xen basiertes Eucalyptus System muss die unten aufgeführte Datei gen_libvirt_xml entsprechend geändert werden. Continue reading “Einrichten einer Para-virtualisierten Netzwerkschnittstelle in Eucalyptus” »



Eucalyptus: Installation eines Tomcat in ein vorhandenes Image

Dieser Artikel beschreibt die Installation eines Tomcat Servlet Container in ein bereits vorhandenes Ubuntu Image.

Dafür muss zunächst das Image gemounted werden.

losetup /dev/loop5 root.img
mount /dev/loop5 temp-mnt

Im Anschluß muss ein JDK sowie ein Tomcat heruntergeladen und in das /opt Verzeichnis des Images gespeichert werden. Continue reading “Eucalyptus: Installation eines Tomcat in ein vorhandenes Image” »