Tag: Dell




EMC World 2016: Ziemlich beste Freunde

Als EMC CEO Joe Tucci die Bühne der EMC World 2016 betrat, fühlte man sich in ein Stück IT-Geschichte zurückversetzt. Tucci sprach nicht nur von der ersten EMC Conference im Jahr 2001, damals noch unter dem Namen „Enterprise Wizards Conference“ mit 3.000 Teilnehmern bekannt, sondern machte auch mit Wehmut deutlich, dass dies seine letzte EMC World sein wird. Er wirkte unglücklich und man merkte seiner Körpersprache mehr als deutlich an, dass der Dell-EMC-Deal eine persönliche Niederlage für ihn ist. Um es vorweg zu nehmen, man merkt auch EMC die Historie an. Daran konnte auch ein Michael Dell nichts ändern, der das Publikum auf den bereits gestarteten Merger zwischen Dell und EMC einstimmen wollte. Allerdings muss man sagen, dass man von Michael Dell sicherlich schon bessere Key Notes gehört hat. Anstatt über Neuigkeiten und Visionen zu sprechen, wirkte sein Auftritt wie eine verzweifelte Nachricht an den Markt um zu unterstreichen: „Wir müssen durchhalten und werden überleben.“ Michael Dell machte den Eindruck, als müsste er sich für den Merger zwischen Dell und EMC entschuldigen und suchte händeringend nach Argumenten, warum dies für beide Unternehmen als auch die Kunden von Vorteil sein wird. Von dem kleinen Ausflug in das digitale Zeitalter bzw. das Internet of Everything den er wagte, muss man leider festhalten, dass sowohl Dell als auch EMC mit ihren Portfolios noch lange nicht dort angekommen sind, um ihre Kunden auf dem Weg aktiv begleiten zu können.

Continue reading “EMC World 2016: Ziemlich beste Freunde” »




Tops & Flops der IT-Welt (KW 42/43)

In unserer Rubrik "Tops & Flops" zeigen wir Ihnen auf einen Blick was die IT-Welt in den letzten 14 Tagen bewegt hat. Immer mit einem Augenzwinkern.

Tops                                                                             

1. SAP wächst im 3. Quartal stark dank Cloud Umsätzen

Back in the Game

Continue reading “Tops & Flops der IT-Welt (KW 42/43)” »



Microsoft adelt Open Compute und bringt HP in Bedrängnis

Was hat es zu bedeuten, wenn der weltweit größte Anbieter von proprietärer Software einer Community beitritt, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Server- und RZ-Architekturen im Open Source-Modus zu entwickeln und zu verbreiten?

Microsoft hat sich in den letzten Jahren geziert, offiziell dem Open Compute Project beizutreten. Galt doch die Partnerschaft mit HP (und auch Dell) als eine langjährige, unzerbrechliche Ehe, in der sich beide Partner eine Trennung nur schwer vorstellen konnten. Doch die Basis der Verbindung erodiert zunehmend. Continue reading “Microsoft adelt Open Compute und bringt HP in Bedrängnis” »



Dell-Dropbox-Allianz – Wer spielt mit wem?

Schon Ende letzten Jahres vereinbarten PC-Hersteller Dell und der Cloud-Storage-Anbieter Dropbox eine strategische Kooperation. Zur großen Technologie-Messe CES wurde die Kooperation nun anhand einer neuen Ankündigung mit Leben gefüllt bzw. erläutert. Dell wird zukünftig einen Großteil seiner neuen Notebooks und Tablets mit vorinstalliertem Dropbox-Account ausliefern.

Bild1_Dell & Dropbox Continue reading “Dell-Dropbox-Allianz – Wer spielt mit wem?” »



Die Cloud Computing Welt ist hybrid! Zeigt uns Dell wo es lang geht?

Dell hat sich mit einem klaren Schnitt aus der Public Cloud verabschiedet und richtet seine Cloud Computing Strategie nun mit eigenen auf OpenStack-basierten Private Cloud Lösungen, inkl. einem Cloud-Broker-Service für Public Clouds anderer Anbieter, aus. Dieser Schritt kommt im ersten Moment überraschend, macht aber Sinn, wenn man Dell, dessen jüngste Vergangenheit, aber vor allem den Markt genauer betrachtet.

Dells neue Cloud Strategie

Anstatt ein eigenes Public Cloud Angebot am Markt zu platzieren, wird Dell in Zukunft OpenStack-basierte Private Clouds auf Dell Hardware und Software verkaufen. Mit der erst kürzlich akquirierten Cloud-Management Technologie von Enstratius sollen Kunden darüber hinaus in der Lage sein, ihre Ressourcen zu mehr als 20 Public Cloud Anbieter zu verteilen.

Mit einem neuen "Partner Ecosystem", das derzeit aus drei Anbietern besteht, in Zukunft aber weiter ausgebaut wird, sollen Integrationsmöglichkeiten zwischen den Public Clouds dieser Partner und den Private Clouds der Dell Kunden angeboten werden. Zu dem aktuellen Partnernetzwerk gehören Joyent, ZeroLag und ScaleMatrix. Alle drei sind eher kleine Namen im Infrastructure-as-a-Service (IaaS) Markt.

Dell stärkt damit ebenfalls weiter sein Beratungsgeschäft, indem Kunden aufgezeigt werden soll, welche Workloads und Prozesse in die Public Cloud fließen können.

Enstratius macht Dell zum Cloud-Broker

Ein Blick auf den aktuellen IaaS Public Cloud Markt zeigt, dass Dell mit seiner Strategieänderung richtig liegt. Alle aktuellen IaaS Anbieter jeder Größe reiben sich im Kampf um Marktanteile gegen den Branchenprimus Amazon Web Services auf. Da sich deren Innovationskraft im Vergleich zu Amazon jedoch auf ein Minimum beschränkt und sich die meisten, mit Ausnahme von Google und Microsoft, auf das Bereitstellen von reinen Infrastruktur-Ressourcen (Rechnerleistung, Speicherplatz, usw.) beschränken, sind die Erfolgsaussichten eher gering. Auf einen Preiskampf mit Amazon sollten sich zudem die wenigsten einlassen, das kann sehr schnell nach hinten losgehen.

Anstatt sich ebenfalls mit Amazon und den anderen Public IaaS Anbietern in den Ring zu stellen, positioniert sich Dell nun auf Basis von Boomi, Enstratius und weiteren früheren Akquisitionen als unterstützende Kraft für Cloud Service Anbieter und IT-Abteilungen und versorgt diese mit Hardware, Software und weiteren Mehrwerten.

Insbesondere der Kauf von Enstratius war ein guter Schachzug und macht Dell zum Cloud-Service-Broker. Bei Enstratius handelt es sich um ein Toolset zur Verwaltung von Cloud-Infrastrukturen, darunter die Bereitstellung, die Verwaltung und die Automatisierung von Applikation für - aktuell 23 - Public und Private Cloud Lösungen. Zu erwähnen ist, dass Enstratius neben dem Verwalten von einer Cloud-Infrastruktur ebenfalls den Betrieb von Multi-Cloud Umgebungen ermöglicht. Dazu kann Enstratius als Software-as-a-Service genutzt, als auch in on-Premise Umgebungen im eigenen Rechenzentrum als Software installiert werden.

Die Cloud Computing Welt ist Hybrid

Steigt Dell mit diesem Strategiewechsel nun in die Reihe der Cloud-Innovatoren auf? Bei Weitem nicht! Dell ist alles andere als ein führender Anbieter im Cloud Markt. Die Trümpfe im Cloud-Portfolio sind einzig und allein auf Akquisitionen zurückzuführen. Unterm Strich spielt das aber keine Rolle. Um im mittlerweile stark umkämpften Public Cloud Markt ein Wörtchen mitreden zu können, hätten massive Investitionen getätigt werden müssen, die nicht zwangsläufig erfolgsversprechend gewesen wären. Dell hat verstanden sich auf seine altbewährten Stärken zu konzentrieren und die liegen in erster Linie im Verkauf von Hardware und Software, Stichwort "Converged Infrastructures" und dem Beratungsgeschäft. Mit dem Kauf des Cloud-Integrations-Service Boomi, der jüngsten Akquisition von Enstratius und der Beteiligung an der OpenStack Gemeinde wurde extern entsprechendes Wissen eingeholt, um sich im weltweiten Cloud Markt zu positionieren. Insbesondere die Enstratius Technologie wird Dell dabei helfen, sich im Markt zu diversifizieren und als Hybrid Cloud-Broker eine führende Rolle einzunehmen.

Die Cloud Welt ist nicht nur Public oder nur Private. Die Wahrheit liegt irgendwo mittendrin und hängt stark von dem jeweiligen Use Case eines Unternehmens ab, die sich in Public, Private aber auch Hybrid Cloud Use Cases unterteilen. In Zukunft werden innerhalb eines Unternehmens alle drei Varianten vertreten sein. Dabei muss die Private Cloud nicht zwangsläufig direkt mit einer Public Cloud verbunden sein, um eine Hybrid Cloud aufzuspannen. Die IT-Abteilungen werden in diesem Fall eine zentrale Rolle spielen, wieder stärker in den Fokus rücken und als unternehmenseigener IT-Service-Broker auftreten. In dieser Rolle haben sie die Aufgabe, die eingesetzten internen und externen Cloud-Services der jeweiligen Fachabteilungen zu koordinieren, um für das Unternehmen den Gesamtüberblick aller Cloud-Services zu haben. Hierbei werden sie Cloud-Broker Services wie der von Dell unterstützen.



Dell übernimmt Wyse Technology und erweitert damit sein Cloud Portfolio

Dell übernimmt den Cloud Computing und Desktop-Virtualisierung Anbieter Wyse Technology. Das schreibt das Unternehmen auf seiner Webseite und baut sein Cloud Portfolio, nach der Ankündigung ein Desktop-as-a-Service Angebot in der Cloud anzubieten, weiter aus.

Desktop Virtualisierung aus der Cloud ermöglicht das Arbeiten von jedem Ort. Voraussetzung: eine stabile Datenverbindung.

Dieser Deal ist der Jüngste in einer Reihe von strategischen Entscheidungen, die der ursprüngliche Computerhersteller vorgenommen hat, um über das reine Hardwaregeschäft in den Bereich für Management- und Serviceangebote für Geschäftskunden zu gelangen. Die Übernahme soll im zweiten Quartal 2012 stattfinden, wobei über die finanziellen Hintergründe keine Aussagen getroffen wurden.


Bildquelle: http://www.esds.co.in



Dell plant Desktop-as-a-Service Angebot in der Cloud

Dell wird seine Angebote rund um das Thema Virtual Desktop erweitern und per Desktop-as-a-Service (DaaS) in die Cloud verlagern. Dabei arbeitet Dell mit Desktone zusammen, die bereits seiner längerer Zeit ein eigenes DaaS Angebot im Markt haben. Die Lösung soll noch im ersten Quartal 2012 fertig sein. Preise wurden hingegen noch nicht genannt.

Desktop-as-a-Service gibt den Mitarbeitern mehr Freiheiten in Bezug auf ihren Arbeitsort.

Das Desktop-as-a-Service Angebot soll Dells on-Premise Virtual Desktops Lösungen erweitern und für Unternehmen jeder größer verfügbar sein.

Virtuelle Desktops haben für Unternehmen grundsätzlich den Vorteil, eine Vielzahl von Rechnerinstanzen an einer zentralen Stelle zu verwalten und zudem neue Desktops schneller auszurollen und so z.B. auf saisonale und personelle Einflüsse zu reagieren.

Bei Dells DaaS Konzept handelt es sich um ein Cloud basiertes Model, bei dem sich die Infrastruktur in den Rechenzentren von Dell befindet. Der Zugriff durch den Anwender erfolgt über eine Software von Desktone. Der Cloud Desktop unterstützt Windows und Linux als Betriebssystem und kann mit unterschiedlichen Endgeräten wie klassischen Desktops, Laptops, Tablets und auch Smartphones genutzt werden.


Bildquelle: http://www.companycloud.de, http://alchemysys.net



Dell veröffentlicht OpenStack Cloud in Europa und Asien

Dell hat heute seine auf OpenStack basierende Cloud vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine Open Source On-Premise Lösung, die für den Aufbau einer Private Cloud gedacht ist und exklusiv den europäischen und asiatischen Markt adressiert.

Dell veröffentlicht OpenStack Cloud in Europa und Asien

Dell hat dazu die OpenStack Referenz Architektur angepasst, um Kunden eine schnelle Migration in die Private Cloud zu ermöglichen. Dazu basiert die Referenz Architektur auf den Dell PowerEdge C Series Servern. Zudem arbeitet im Hintergrund ein Ubuntu Linux.

Die Cloud Lösung beinhaltet zusätzlich das Dell Crowbar Software Framework, dass das gesamte OpenStack Deployment, vom initialen Bootvorgang des Servers bis zur Konfiguration der OpenStack Komponenten unterstützt. Ist das erste Deployment fertiggestellt, kann Crowbar dazu genutzt werden, um die Private Cloud zu erweitern und zu warten. Dazu gehören ebenfalls die Konfiguration des BIOS, Status Monitoring, die Überwachung des Netzwerks und weitere Funktionen und Benachrichtigungen.

Bei Crowbar handelt es sich um ein Open Source Projekt unter der Apache 2.0 License.


Bildquelle: http://www.techweekeurope.es