Tag: Collaboration


Telonic bietet Cloud-Collaboration-Plattform mit Soonr Workplace

Mobile Zusammenarbeit ermöglicht die Cloud-basierende Plattform Workplace aus dem Portfolio des Systemhauses Telonic. Entwickelt wurde die Lösung vom Technologiepartner Soonr. Auf die professionelle Dateien- und Dokumenten-Arbeitsplattform für Unternehmen können sowohl registrierte Team-Mitglieder sowie externe Partner oder Lieferanten zugreifen.

Telonic bietet Cloud-Collaboration-Plattform mit Soonr Workplace

Geräteunabhängig und Mobilität

Mit der lokalen Cloud-Infrastruktur ist Workplace geräteunabhängig und kann stationär über PCs sowie mobil über Tablets, Laptops und Smartphones aufgerufen werden. Auf diese Weise können Teams von jedem beliebigen Endgerät aus gemeinsam digitale Dateien austauschen sowie Inhalte bearbeiten. Die Soonr-Lösung ist neben Windows und MacOS auch mit den mobilen Betriebssystemen Apple iOS, Android und dem RIM Blackberry kompatibel. Workplace ist das Basis-Tool, um alle Informationen über das Internet zur Verfügung zu stellen. Eine hochsichere verschlüsselte Verbindung überträgt die Daten, die alle in Europa gespeichert sind. Außerdem gelten die europäischen Datenschutzbestimmungen.

Unterschiedliche Rechteprofile für Nutzer

Die Teammitglieder eines Accounts sind in mehrere Gruppen eingeteilt: „Members“, „Connections“ und „Public Links“. Bei den Members handelt es sich um interne Mitarbeiter aus dem Unternehmen, wohingegen Connections externe Kontakte sind, mit denen via Workplace gemeinsam gearbeitet wird. Der Administrator ist in der Lage, jedem Teammitglied unterschiedliche Berechtigungen zuzuweisen, z.B. auf welche Dateien Zugriff gewährt wird, ob Dokumente geändert werden dürfen etc. Des Weiteren können auch anonyme Benutzer einen Zugriff erhalten, beispielsweise für einen beschränkten Zeitraum auf einzelne Dateien sowie mit Passwortschutz.

Chronik zeigt Änderungen zum Nachvollziehen

Das Dashboard zeigt allen registrierten Projektteilnehmern in chronologischer Reihenfolge Kommentare an sowie, wann Dateien von wem verändert oder hinzugefügt wurden. Bei Kommentaren und Änderungen lassen sich Benachrichtigungen aller Teilnehmer per E-Mail oder SMS einrichten, damit Betroffene kurzfristig reagieren können. Des Weiteren können autorisierte Mitglieder dank integrierter Datei-Versionsverwaltung Daten retten, die versehentlich gelöscht wurden.

Hinsichtlich der Gestaltung haben Unternehmen die Möglichkeit, als Pro- und Pro Custom-Nutzer die Oberfläche von Workplace an ihr Corporate Design anzupassen. Zusätzlich zum Hinzufügen des Firmenlogos können Verantwortliche das verwendete Farbschema einstellen sowie eine benutzerdefinierte Login-Seite einrichten.



Cloud Computing und Collaboration treibt Big Data in die deutschen Unternehmen

Die Menge der Daten, die in deutschen Unternehmen verarbeitet werden, steigt explosionsartig an. Im Schnitt erwarten IT-Entscheider einen Zuwachs von mehr als 40 Prozent in den kommenden zwei Jahren, wie eine aktuelle Studie im Auftrag von BT Germany ergeben hat. Die IT-Verantwortlichen haben die strategische Relevanz von "Big Data" erkannt und erwarten erhebliche Auswirkungen auf die Unternehmens-IT. Vor allem bei Bandbreitenkapazität, Server- und Storage-Infrastrukturen besteht noch erheblicher Handlungsbedarf.

Cloud Computing und Collaboration treibt Big Data in die Unternehmen

Big Data ist kein Buzz Word mehr

Die Ergebnisse der Studie "Datenexplosion in der Unternehmens-IT" zeigen: "Big Data" ist längst mehr als ein reiner Trendbegriff. So geht ein Viertel der befragten Entscheider sogar davon aus, dass das Datenvolumen in ihrem Unternehmen bis Ende 2014 um mehr als 60 Prozent ansteigen wird, im Durchschnitt aller Befragten wird immerhin ein Wachstum um 42 Prozent erwartet. Für die strategische Relevanz des Themas spricht, dass sich knapp über die Hälfte der Unternehmen bereits mit dem Thema "Big Data" beschäftigt hat. Ein weiteres Viertel der Befragten plant, sich künftig mit dem Thema zu befassen. Konkret haben jedoch lediglich acht Prozent der Unternehmen entsprechende Lösungen schon in ihre Prozesse integriert.

Wie schnell wachsen die Daten?

Die Entscheider treibt vor allem die Frage um, mit welcher Geschwindigkeit sich das Datenwachstum vollzieht und wie sich darauf reagieren lässt. Dabei zeigt sich: Das Datenwachstum hat aus Sicht der Befragten vor allem immense Auswirkungen auf die unternehmenseigene Infrastruktur.

So erwarten drei Viertel der Entscheider (76 Prozent) erhebliche Auswirkungen im Bereich der Storage-Systeme durch das Big-Data-Phänomen. Zwei Drittel (64 Prozent) sehen einen großen Handlungsbedarf bei der Server- und Netzwerkinfrastruktur sowie der Bandbreitenkapazität auf sich zukommen, während nur rund die Hälfte (55 Prozent) große Auswirkungen bei den Analyse- und Reporting-Systemen vorhersieht.

Als zentrale Treiber für das globale Datenwachstum sehen die Befragten vor allem die mobile Internetnutzung (59 Prozent), Cloud Computing (53 Prozent) sowie die internetbasierte Kommunikation via VoIP, Video, Chat und Unified Communications (47 Prozent) an. Auch die Nutzung von Social Media (44 Prozent) gilt als wesentlicher Faktor, sorgt sie doch für eine virale Verbreitung von Inhalten über eine Vielzahl von Plattformen. Die Digitalisierung von Geschäftsmodellen (34 Prozent), z.B. in Form von eCommerce und Online-Werbung, trägt nach Ansicht der IT-Verantwortlichen ebenfalls maßgeblich zur wachsenden Datenmenge bei.

Cloud Computing ist Treiber für Big Data

Innerhalb der Unternehmen ist Cloud Computing der wichtigste Treiber für das Datenwachstum – 42 Prozent der Befragten gaben dies als Grund an, gefolgt von Collaboration (34 Prozent) und der Digitalisierung von Geschäftsmodellen (32 Prozent). Die Nutzung von Social Media und Video Streaming spielt innerhalb der Unternehmen nur eine untergeordnete Rolle (12 bzw. 9 Prozent).

Die Unternehmen haben wiederum große Erwartungen an Big Data: Wenn sich der immer größere Datenbestand in Zukunft systematisch verarbeiten und auswerten lässt, erhoffen sie sich positive Auswirkungen auf ihr Geschäft.

Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern erwarten dabei vor allem eine bessere Aussteuerung von Vertriebs- und Marketingkampagnen (41 Prozent) und geringere Kosten durch optimierte Logistikprozesse (41 Prozent). Bei den Unternehmen mit 500 bis 1.000 Mitarbeitern geht es den Verantwortlichen vor allem um bessere Informationen über das Informations- und Konsumverhalten ihrer Kunden (46 Prozent) und um eine bessere Einschätzung von Marktpotenzialen und Business Cases (38 Prozent).



Zusammenarbeit in der virtuellen Business Lounge

Mit der forcont factory FX | Business Lounge möchte die forcont business technology GmbH aus Leipzig die Zusammenarbeit verbessern. Die webbasierte Anwendung ist eine kollaborative Enterprise Software für das agile Kommunikations- und Entscheidungsmanagement in der Cloud.

Über eine Online-Plattform erlaubt die Anwendung Mitarbeitern und Außenstehenden die zeit- und ortsunabhängige Organisation und gemeinsame Arbeit an unternehmensweiten Aufgaben. Durch die Bündelung von Funktionalitäten aus Collaboration, Dokumenten- und Projektmanagement in einer Software liefert forcont einen Mehrwert für Mitarbeiterteams: Diese können sich nicht nur über Aufgaben austauschen oder einzelne Aufträge abarbeiten, sondern erhalten in einer einheitlichen Oberfläche auch Zugriff auf all ihre Projekte in jeder Prozessstufe, auf alle beteiligten Personen, alle notwendigen Dokumente und auf eine breite Palette an intuitiv nutzbaren Funktionen. Die Business Lounge führt das im Unternehmen verteilte Know-how für eine effiziente Projektarbeit zusammen – ohne die IT-Ressourcen zu belasten.

Über die Startoberfläche erhält der Nutzer Zugriff auf sechs übersichtlich gestaltete Bereiche: den eigentlichen Projektraum; ein persönliches Konto zur Verwaltung der eigenen Daten und Termine; eine Bibliothek, in der Ergebnisse und Dokumente auch anderen Mitarbeitern zugänglich gemacht werden können; den Bereich Entscheidung, in dem Dokumente geprüft und freigegeben werden können; und schließlich die zwei Bereiche Nachrichten und Kontakte. Alle Bereiche sind über eine Sidebar miteinander verknüpft.

Ein weiteres Feature sind die integrierten Dokumentenmanagement-Funktionen. So bietet die Business Lounge im Bereich Bibliothek und auch innerhalb des Projektraums Möglichkeiten, um unterschiedlichste Dokumente den diversen Aufgaben zuzuordnen, zu bearbeiten, sicher abzulegen oder um sie mit Berechtigungsstufen zu versehen und sie anderen Mitarbeitern oder Freischaffenden zur Verfügung zu stellen.

Weitere Informationen sind unter http://www.forcont.de/produkte/business-lounge zu finden.



Fallbeispiel: Cloud Computing im Unternehmenseinsatz

Um die Möglichkeiten des Cloud Computing im Unternehmenseinsatz darzustellen, wird am Beispiel eines fiktiven Unternehmens, der Spielwaren GmbH, die IT-Infrastruktur analysiert und ein Handlungskonzept für die Migration in die Cloud vorgestellt.

Ausgangssituation

Die Spielwaren GmbH ist ein weltweit agierendes Unternehmen mit vier Standorten in Deutschland, den USA, China und Indien. Das Unternehmen erzielt mit seinen knapp 3.500 Mitarbeitern weltweit einen Umsatz von ca. 1 Milliarde US Dollar pro Jahr. Die IT-Umgebung des Unternehmens wurde in den letzten Jahren weitestgehend nur dann aktualisiert, wenn die Notwendigkeit durch Ausfall eines Servers oder ähnliches bestand. Die Systemumgebung setzt sich wie folgt zusammen.

  • Customer Relationship Management: Microsoft Dynamics CRM
  • Enterprise Resource Planing: Microsoft Navision
  • Verzeichnisdienst/ Domain Controller: Microsoft Active Directory Services
    (ADS)
  • Kommunikationsserver/ E-Mail-Server: Microsoft Exchange 2000
  • Applicationserver: Microsoft Windows 2000 Server
  • Fileserver: Microsoft Windows 2000 Server (für Office Dokumente)
  • Webserver: Microsoft Internet Information Server
  • Betriebssysteme: Windows 2000 Professional
  • Anwendungssoftware: Microsoft Office 2000

Die Kommunikation der Standorte findet über SDSL VPN-Verbindungen statt. Die beschriebene Systemumgebung gilt für jeden Standort. Eine Skizze der IT-Infrastruktur ist in der folgenden Graphik illustriert.

Ausgangssituation der Spielwaren GmbH

Analyse der IT-Umgebung

Eine Analyse der IT-Infrastruktur führte zu folgendem Ergebnis.

  • Microsoft Dynamics CRM: ok
  • Microsoft Navision: veraltet
  • Microsoft Active Directory Services: ok
  • Microsoft Exchange 2000: veraltet, die Maintenance durch Microsoft endet im Juli 2010, Lizenzen können nicht mehr nachbestellt werden.
  • Microsoft Windows 2000 Server: veraltet, die Maintenance durch Microsoft endet im Juli 2010, Lizenzen können nicht mehr nachbestellt werden.
  • Webserver: überdimensioniert, Erweiterungen ohne Konzept, Jahresdurchschnitt ca. 15% Belastung, Hauptzeiten: 80% Zuwachs
  • Windows 2000 Professional: veraltet, die Maintenance durch Microsoft endet im Juli 2010, Lizenzen können nicht mehr nachbestellt werden.
  • Microsoft Office 2000: veraltet, die Maintenance durch Microsoft endet im Juli 2010, Lizenzen können nicht mehr nachbestellt werden.
  • Arbeitsplatzrechner: überwiegend veraltete Systeme, die in den nächsten ein bis zwei Jahren ausgetauscht werden müssen(!)
  • VPN-Verbindungen: instabil(!), der Datenverkehr nimmt durch steigende Synchronisationen zu.

Generell gilt für die vorhandenen Rechenzentren: Die Hardware bei 80% der Server ist am Limit bzw. veraltet und muss dringend augetauscht werden.

Handlungskonzept

Auf Basis der Analyse und der Sondierung des Cloud Computing Marktes erhält die Spielwaren GmbH folgende Handlungsempfehlung.

  • Microsoft Dynamics CRM: Ablösung durch Salesforce.com
  • Microsoft Navision: Ablösung durch Salesforce.com
  • Microsoft Active Directory Services: Migration zu Google Apps mittels Directory Sync, Integration von Salesforce.com in Google Apps Professional mittels Salesforce for Google Apps
  • Microsoft Exchange 2000: Ablösung durch Google Apps Professional (Mail & Kalender)
  • Microsoft Windows 2000 Server: können entfallen, da sämtliche Office Dokumente auf Google Apps abgelegt werden, ggf. können auf GoGrid Fileserver angemietet und über entsprechende APIs mit Salesforce und Google Apps verbunden werden.
  • Webserver: Go Grid Server (Baukastensystem bestehend aus Load Balancer, Datenbankserver, Webserver und Speicherplatz) auf Linux oder Windows Basis
  • Windows 2000 Professional: Kann durch eine Linux Distribution z.B. Ubuntu Linux ausgetauscht werden
  • Microsoft Office 2000: Ablösung durch Google Apps Professional (Text & Tabellen)
  • Arbeitsplatzrechner: Schrittweise Ablösung der Fat-Clients durch Thin-Clients
  • VPN-Verbindungen: Die SDSL Leitungen bleiben vorhanden, die Kommunikation erfolgt vollständig über die Cloud

Die beschriebene Handlungsempfehlung gilt für die gesamte IT-Umgebung der Spielwaren GmbH, wodurch alle Standort betroffen sind. Eine Skizze der möglichen IT-Infrastruktur nach Umsetzung der Handlungsempfehlung ist in der folgenden Graphik illustiert.

Handlungskonzept für die Spielwaren GmbH

Vorteile

Die Migration würde der Spielwaren GmbH folgende Nutzen bringen.

  • Reduzierung der Kosten
    • Lizenzkosten für Software
    • Hardwarekosten (Server, Desktop)
    • Maintenance-Kosten
    • Personalkosten
  • Erhöhung der Datensicherheit
    • Automatisierte Durchführung von Backups durch den Anbietern
  • Optimierung der Zusammenarbeit
    • Standortübergreifende Zusammenarbeit durch Web-Kollaboration
  • Automatisierung der Softwarewartung
    • die Anwendungssoftware ist immer auf dem aktuellen Stand
  • Steigerung der Flexibilität
    • Mitarbeiterverwaltung
    • Hinzufügen neuer Anwendungen
  • Mobilität
    • Mitarbeiter können von überall arbeiten
    • Zugriff auf alle Daten von überall
  • Konzentration auf Kernkompetenzen
    • Erhöhung der Investitionen in das Kerngeschäft

Nachteile

Neben den Nutzen birgt die Migration aber auch einige Gefahren, die aufgezeigt werden müssen.

  • Politische Einflüsse
    • Politische Spionage/ Einschränkungen über die Internetverbindungen (z.B. China)
  • Single point of failure
    • Internetverbindung (kann durch Backupleitungen abgesichert werden)
  • Ausfall eines Anbieters
  • Datensicherheit(!)
    • Alle unternehmenskritischen Informationen befinden sich auf fremden Servern
  • Standorte der Server
    • Ist in der Cloud nicht transparent
  • Abhängigkeit
    • Die Standards der Anbieter müssen eingehalten werden

Kostenbetrachtung

Um den finaziellen Vorteil mit Zahlen zu verdeutlichen, wird die vorgeschlagende Google Apps Professional dem vergleichbaren Microsoft Exchange Server gegenüber gestellt. Die Aufstellung der Kosten ist in der folgenden Graphik nachzuvollziehen.

Vergleich der Kosten von Google Apps Professional mit einer Microsoft Exchange Lösung

Der Vergleich zeigt den deutlichen finanziellen Vorteil durch den Einsatz der Google Apps Professional Lösung. Über einen Zeitraum von drei Jahren liegen die Ersparnisse pro Benutzer bei ca. 62,00 EUR im Vergleich zur Microsoft Exchange Lösung. Das liegt zum einen an den geringeren Lizenzkosten der Google Lösung (Ersparnis: 98.000 EUR), zum anderen an den geringeren Wartungs- (Ersparnis: 53.000 EUR) und Administrationskosten (Erspanis: 68.000 EUR) sowie an den fehlenden Investitionskosten in eine eigene Infrastruktur für die Server (Ersparnis: 20.400 EUR). Werden die gesamten Wartungs-, Administrations und Infrastrukturkosten herausgerechnet (letzte Zeile), liegt der Kostenvorteil der Google Lösung über einen Zeitraum von drei Jahren nur noch bei ca. 8,00 EUR pro Mitarbeiter.

Dieser Vergleich zeigt, wie die Infrastruktur- und Wartungskosten durch den Einsatz von Cloud Computing signifikant gesenkt werden können.

Reflexion

Die Handlungsempfehlungen, die für dieses Beispiel gewählt wurden, sind bewusst ein wenig extrem aber verdeutlichen gleichzeitig, was bereits heute mit dem Cloud Computing für Möglichkeiten bestehen. Ein Unternehmen muss sich gut überlegen, ob es seine Infrastruktur bzw. die unternehmenskritischen Daten in der Form so auslagern möchte. Zu groß ist z.B. das Risiko der Datensicherheit. Werden auf der anderen Seite aber Kunden von Google (Motorola und Procter & Gamble) und Salesforce.com (Dell, Dow Jones und Morgen Stanley) herangezogen, sollte die Attraktivität dieses Outsourcingmodells nicht vernachlässigt werden. Zu so einer Entscheidung gehört auch immer eine subjektive Betrachtung, bei der die Kosten eine immer größer werdene Variable in der Gleichung werden. Aus diesem Grund müssen auch Kompromisse geschlossen werden, wenn Kosten gesenkt werden sollen. Ob die Datensicherheit dabei zweitrangig behandelt werden darf bleibt fraglich.



Vorteile durch Desktop-Virtualisierung!

Was ist Desktop-Virtualisierung?

Im Vergleich zu klassischen Desktop-PCs werden virtuelle Desktops als virtuelle Maschinen wie eine zentral verwaltete Ressource betrachtet und im Rechenzentrum bereitgestellt. Das führt dazu, dass die Konfiguration und Verwaltung nicht mehr auf dem physikalischen Endgerät eines Benutzers stattfindet, sondern innerhalb der virtuellen Maschine.

Auf einem zentralen Rechner werden dabei mehrere individuelle Betriebssysteminstanzen für mehrere Benutzer zur Verfügung gestellt, wodurch jeder Benutzer in (s)einer eigenen virtuellen Umgebung arbeitet. Der Benutzer merkt nicht, dass seine Systemumgebung virtualisiert ist, da sich sein Gesamtsystem wie ein gewöhnlicher Desktop-PC verhält.

Es lassen sich drei Typen von virtuellen Desktops klassifizieren:

  • Standard Desktop
    Dabei handelt es sich um einen gewöhnlichen Desktop, der für alle Benutzer gleich aufgebaut und so ausgestattet ist, das Büroaufgaben damit ohne weiteres erledigt werden können.
  • Personalisierter Desktop
    Auf Basis von virtuellen Maschinen werden auf den Servern für jeden Benutzer individuell eingerichtete virtuelle Desktops bereitstellen, die dort zentral gepflegt und verwaltet werden. Die Anwender haben zudem die Möglichkeit selbständig Änderungen vorzunehmen.
  • High-End Desktop
    Wird eine enorme Leistung benötigt, erhält jeder Benutzer auf Basis von Blade PCs seine eigene Instanz im Rechenzentrum. Der Desktop wird dabei auf dem Blade PC ausgeführt, wodurch der Benutzer die vollständigen Ressourcen wie z.B. die Prozessorleistung alleine für sich nutzen kann.

Vorteile und Nutzen der Desktop-Virtualisierung

Durch die Trennung des Desktops von dem physikalischen Endgerät kann die Administration zentral auf einem Server vorgenommen werden, womit der Wartungsaufwand reduziert wird, da die Installation, Konfiguration und Aktualisierung nicht mehr vor Ort vorgenommen werden muss. Speziell im Falle von Migrationen stehen hier enorme Zeitvorteile im Vordergrund. So kann z.B. in kurzer Zeit die Umstellung auf eine neue Betriebssystemversion vorgenommen werden.

Weiterhin können die Kosten für die Client-Hardware gesenkt werden. Aktuelle Windows Betriebssysteme benötigen performante und damit kostspielige Endgeräte. Durch die Virtualisierung des Desktops können entweder ältere Endgeräte oder Thin Clients eingesetzt werden, die zudem stromsparend und wartungsarm sind. Laut einer IDC Kundenbefragung können die Kosten, im Vergleich zu herkömmlichen Desktop PCs (Fat Clients), um ca. 600 Dollar pro Benutzer pro Jahr gesenkt werden.

Ein weiterer zu beachtender Punkt ist die Erhöhung der Sicherheit. Die Daten befinden durch die Desktop-Virtualisierung nicht mehr lokal auf den Endgeräten, sondern werden zentral auf den Unternehmensservern gespeichert. Somit werden die Daten zusätzlich in die zentralen Datensicherungsmechanismen eingegliedert und der Zugriff auf die Daten wird zentral gesteuert. Die Compliance kann ebenfalls unternehmensweit verbessert werden, da die Installation von unerwünschter Software zentral unterbunden werden kann und es kann sichergestellt werden, dass die Daten im Rechenzentrum verbleiben.

In Unternehmen die mit wechselnden Arbeitsplätzen arbeiten, erhalten die Benutzer den Vorteil, immer über ihre eigene tatsächliche Umgebung zu verfügen. Der Nachteil der "Roaming Profiles" besteht darin, dass die Installation & Konfiguration des Betriebssystems und der darauf installierten Software für jeden Benutzer, der an dem Rechner arbeitet, gleich ist. Im Falle der Desktop-Virtualisierung ist ein Benutzer damit (wirklich) nicht mehr an einen bestimmten Arbeitsplatz (Ort) gebunden.

Anforderungen & Herausforderungen der Desktop-Virtualisierung

Desktop-Virtualisierung ist kein Thema, dass kurzfristig umgesetzt werden kann, sondern bedarf einem gut durchdachten und ganzheitlichen Ansatz. Dazu gehören neben der Administration der virtuellen Desktops, ebenso die benutzerspezifische Anpassung und die Gewährleistung der Geschwindigkeit und Performanz. Letzteres ist vor allem kritisch zu betrachten, wenn ein Unternehmen über mehrere Standorte verteilt ist und der Zugriff über eine WAN-Verbindung stattfindet. Die Berücksichtigung der gesamten IT-Infrastruktur ist bei der Einführung und Implementierung von Desktop-Virtualisierung von enormer Wichtigkeit. Wozu eine ganzheitliche Betrachtung und ebenfalls Technologien zur Optimierung und Überwachung der WAN-Verbindungen und Performanz sowie des sicheren Zugriffs gehören.



IBM LotusLive

LotusLive ist das Software as a Service Angebot von IBM, mit dem Unternehmen integrierte Services für die Kollaboration sowie das Social Networking zur Verfügung stehen. Über den Web-Browser stehen Dienste wie E-Mail, Instant Messaging, Webkonferenzen und weitere Tools für die tägliche Zusammenarbeit und die Interaktion mit Kunden und Geschäftspartnern bereit.

LotusLive unterscheidet derzeit die Produkte Meetings, Events, Connections, Engage, Notes und iNotes, deren Funktionsumfang dieser Artikel jeweils vorstellt.

Dashboard

LotusLive Engage

Bei LotusLive Engage handelt es sich um eine vollständig integrierte Collaboration Suite, die Funktionalitäten für Webkonferenzen und Kollaborationen beinhaltet. Dazu zählen die gemeinsame Bearbeitung von Dateien, sowie das Instant Messaging und die Verwaltung von Aktivitäten. Mittels Web-Meetings können soziale Onlinenetzwerke aufgebaut werden, zu denen zusätzlich Gäste (z.B. Kunden, Geschäftspartner) eingeladen werden können.

Web Meetings

Mit Web Meetings können persönliche Web-Konferenzräume online aufgebaut werden. Zu den Funktionen gehören das Desktop- und Applikation-Sharing, Abstimmungen, Q&A-Chats, Videoübertragungen und SSL-Verschlüsselung.

Besprechungen

Mein Netzwerk

Über Mein Netzwerk können sämtliche Kontakte verwaltet und mit diesen darüber kollaboriert werden. Zu den Funktionen gehören der Zugriff auf Profile, das Hinzufügen, Importieren und Verwalten von Kontakte, Gruppierungsmöglichkeiten und Tagging sowie das Herstellen von Verbindungen innerhalb des Netzwerks.

Dateien

Mit Dateien steht ein Bereich für das Speichern und gemeinsame bearbeiten von Dokumenten, Präsentationen etc. online zur Verfügung. Da der Zugriff über den Web-Browser stattfindet, sind die Dateien überall verfügbar, vorausgesetzt eine aktive Internetverbindung ist vorhanden. Zu den Funktionen gehören die die Onlinespeicherung, gemeinsame Bearbeitungsmöglichkeiten, Möglichkeiten der Versionierung und Kommentierung, Tagging zu Suche und Filterung von Inhalten, Gruppierung von Dateien und eine SSL-Verschlüsselung.

Dateien

Aktivitäten

Aktivitäten ist ein Bereich zur Steuerung von Aufgaben, der Verwaltung von Projekten und dem Brainstorming für Teams. Zu den Funktionen gehören Tools für das Projektmanagement, Vorlagen, Markierung von unerledigten Aufgaben, Festlegen von Terminen, Priorisierung, Tagging und Kommentare sowie eine automatische Benachrichtigung an die Benutzer.

Aktivitäten

Formulare

Formulare dient der Unterstützung zum Erstellen und Veröffentlichen von Umfragen und Formularen. Zu den Funktionen gehören das erstellen von Kundenumfragen, Veröffentlichung über E-Mail, automatischea Benachrichtigungen und das erstellen von Antwort in dynamischen Diagrammen.

Formulare

Diagramme

Diagramm hilft bei der Visualisierung von unformatierten Daten mittels Balkendiagramme, Kurvendiagramme, Kreisdiagramme, Schlagwortwolken, Baumdiagramme oder Blasendiagramme. Zu den Funktionen gehören eine automatische Aktualsierung, Download und Versionierung und Kommentierung.

Diagramme

Instant Messaging

Instant Messaging dient zur Echtzeitkommunkation (Chat) mit Geschäftspartner, Kunden und Kollegen. Darüber hinaus können während einer Chat-Sitzung Dateien, Fotos, URLs und Screenshots gemeinsam verwendet werden. Zu den Funktionen gehören Rich Text und Emoticons, eine gemeinsame Foto- und Dateinutzung, sowie ein End-to-End-Verschlüsselung.

Instant Messaging

LotusLive Connections

LotusLive Connections bietet webbasierte Services zur Kollaboration und zum Social Networking. Der Funktionsumfang von LotusLive Connections ist etwas kleiner als der von LotusLive Engange und stellt mit Mein Netzwerk, Dateien, Aktivitäten und Instant Messaging eine kleine Teilmenge zur Verfügung.

LotusLive Meetings

LotusLive Meetings bildet ebenfalls eine Teilmenge von LotusLive Engage ab, konzentriert sich im Kern aber auf den Bereich der Webkonferenzen. Funktionen von LotusLive Meetings sind u.a. eine Videoübertragung, Abstimmungsmöglichkeiten und Anmerkungsfeatures.

LotusLive Events

LotusLive Events stellt Online Services zur Verfügung, mit denen Ereignisse (z.B. Konferenzen von LotusLive Meeting) verwaltet und gesteuert werden können. Weiterhin können damit Registrierungen eingerichtet und verwaltet, sowie eine Analyse nach dem Event durchgeführt werden.

Funktionen

  • Einladungsvorlagen
  • Automatisierte E-Mail-Ankündigung
  • Registrierungsverwaltung
  • Ereignistest
  • Ereigniszusammenfassung und -protokoll
  • Exportieren von Registrierungsinformationen für zukünftige Ereignisse
  • SSL-Verschlüsselung
  • Unterstützung von mehreren Browsern und Plattformen

LotusLive Notes

LotusLive Note ist die durch IBM gehostete E-Mail und Instant Messaging Lösung für Unternehmen. Mitarbeiter können damit jederzeit und an jedem Ort mit einer aktiven Internetverbindung auf die Ressourcen des Unternehmens zugreifen.

Kontakte

Funktionen

  • Zentraler Zugriff auf E-Mails, Kalender, Kontakte und mehr
  • Volltextsuche, Delegierung, E-Mail-Filterung und -Sortierung, Gespächsansichten und Markierungen
  • Anpassbare Widgets, die bestimmte Textmuster in Lotus Notes-Dokumenten erkennen können
  • Verschlüsselung für Datenaustausch im Netz und für den lokalen Festplattenspeicher
  • Erweiterte Replikationstechnologie
  • Zwei Service-Level-Agreement-Optionen
  • Spam- und Virenfilterung sowie Sicherungs- und Wiederherstellungsservices
  • Unterstützung durch ein dediziertes IBM Team

LotusLive iNotes

LotusLive iNotes ist die webbasierte schlanke E-Mail und Kalenderverwaltung für Unternehmen, mit der Mitarbeiter über einen Web-Browser Zugriff auf ihre Daten haben.

Funktionen

  • Webmail-Services POP3, IMAP4 und SMTP mit Authentifizierung
  • Kalender mit Ereigniserinnerungen und Ansichten für Arbeitstage
  • Spamschutz- und Virenschutzfeatures
  • SSL-Verschlüsselung
  • Sichere Kennwortwiederherstellung
  • Webmail, Kontakte und Kalender
  • Support für mobile Endgeräte über IMAP IDLE
  • 1 GB Speicher pro Benutzer
  • Verwaltungstools für Benutzeraccounts

Preise und Vergleich

Demos

Quelle




Vorteile des Cloud Computing

Geringere Kosten für Arbeitsplatzrechner
Für die Nutzung von Cloud Computing Applikationen werden keine leistungsfähigen Arbeitsplatzrechner mehr benötigt. Die Anwendungen befinden sich in der Cloud und nicht mehr lokal auf dem Computer und werden über einenWebbrowser bedient. Dadurch ist eine hohe Rechenleistung und Speicherplatz auf dem lokalen System nicht mehr notwendig.

Leistungssteigerung
Das Arbeiten mit lokalen Systemen wird durch die Nutzung von Cloud Computing Anwendungen beschleunigt. Die Software und Daten der Anwender werden nicht mehr lokal gespeichert, wodurch das System entlastet wird.

Geringere Kosten der IT-Infrastruktur
Unternehmen können darauf verzichten in eine Vielzahl eigener leistungsstarker Server zu investieren und stattdessen die Rechenleistung etc. aus der Cloud beziehen. Interessant ist dies vor allem für Unternehmen, die saisonale Hochzeiten ausgleichen müssen und aus diesem Zweck ihre Systeme überdimensionieren müssen.

Geringere Instandhaltungskosten
Durch die Reduzierung der eigenen Serverfarm sinken die Instandhaltungskosten. Die Instandhaltungskosten der Software entfallen praktisch komplett, da dieses durch einen externen Anbieter übernommen wird.

Geringere Kosten für Software
Anstatt für jeden Arbeitsplatz einzelne Softwarepakete zu kaufen, besteht die Möglichkeit nur diejenigen Mitarbeiter die Software in der Cloud nutzen zu lassen, die diese auch benötigen. Selbst wenn die Kosten einer webbasierten Anwendung im Vergleich zu herkömmlicher Software gleich wären, würde die IT-Abteilung durch fehlende Installation und Wartung der webbasierten Software Kosten einsparen können.

Software Updates on Demand
Webbasierte Anwendungen können zentral und praktisch auf die Minute ausgetauscht werden. Die Software ist zu jeder Zeit auf dem aktuellen Stand, egal wann der Benutzer sich anmeldet.

Höhere Rechenleistung
Durch den Einsatz von Cloud Computing haben Unternehmen zu jeder Zeit den Zugriff auf die gesamten Ressourcen der Cloud und sind nicht mehr auf die Geschwindigkeiten beschränkt, die ihr eigenes Rechenzentrum ihnen bietet. Dadurch haben sie die Möglichkeit ihre Daten wie von einem Supercomputer verarbeiten zu lassen.

Unbegrenzter Speicherplatz
Im Vergleich zu einem Arbeitsplatzrechner oder einem Storage in einem Rechenzentrum ist der Speicherplatz in der Cloud praktisch unbegrenzt. Unternehmen haben dadurch den Vorteil ihren Speicherplatz dynamisch zu beziehen. Der angemietete Speicherplatz in der Cloud wächst also mit den Daten, die dort abgelegt werden.

Höhere Datensicherheit
Daten werden in der Cloud redundant (über mehrere Standorte) gespeichert, ein Datenverlust ist dadurch im Prinzip ausgeschlossen. Sollte ein Arbeitsplatzrechner abstürzen, sind die Daten davon nicht mehr betroffen. Lokale Datensicherungen können dadurch entfallen.

Einfachere Zusammenarbeit
Der klassische Dokumentenaustausch funktioniert so, dass die Daten auf einem Server im Netzwerk abgelegt oder per E-Mail an den Kollegen verschickt werden. Dabei konnte immer nur ein Benutzer zur Zeit an dem Dokument arbeiten. Durch das Ablegen der Daten in der Cloud können nun mehrere Benutzer - auch standortübergreifend - gleichzeitig auf ein Dokument zugreifen und dieses ebenfalls zur selben Zeit bearbeiten. Die Zusammenarbeit innerhalb eines Projekts wird dadurch verbessert.

Mobilität
Werden die Daten in der Cloud gespeichert, kann weltweit von jedem Ort, mit jedem Endgerät auf diese Daten zugegriffen werden - vorausgesetzt eine Internetverbindung ist vorhanden.



Nutzen durch Cloud Computing

Cloud Computing bietet den Anbietern von Cloud Diensten sowie den Anwendern einige Nutzenvorteile. Anbieter von Cloud Services haben Zugriff auf einen unendlich großen Pool von Speicherplatzressourcen und Rechenkapazitäten um ihre Anwendungen ausführen zu lassen. Sie sind nicht mehr durch physikalische Gegebenheiten eingeschränkt, da neue Wege für den Zugriff auf Informationen und die Verarbeitung und Analyse von Daten zur Verfügung stehen. Darüber hinaus bestehen damit Möglichkeiten Anwender und Ressourcen von jedem beliebigen Ort auf der Erde aus miteinander zu verbinden. Ein Anwender ist nicht mehr an einen und denselben Computer gebunden. Webanwendungen und damit auch die Daten sind mit jedem beliebigen Computer erreichbar, unabhängig vom Ort und dem Netzwerk, mit dem er verbunden ist. Daten, die in der Cloud gespeichert werden, sind immer vorhanden, auch wenn der Computer plötzlich ausfällt. Das erhöht die Datensicherheit. Ein weiterer Nutzen für den Anwender ist die Möglichkeit der globalen Zusammenarbeit. Anwender/ Mitarbeiter an verschiedenen Standorten können zur selben Zeit an der selben Datei arbeiten, was die Effezienz der zusammenarbeit deutlich erhöht. Zu guter Letzt senkt Cloud Computing durch effizientes Ressourcensharing die Kosten. Die Cloud Computing Infrastruktur kann überall vorhanden sein, so dass Unternehmen nicht mehr gezwungen sind ihre eigenen Rechenzentren zu betreiben. Darüber hinaus müssen die eigenen IT-Ressourcen nicht mehr überdimensioniert ausgelegt werden um Spitzenzeiten abzufangen. In Zeiten zu denen z.B. ein Webserver mit vielen parallelen Anfragen überhäuft wird, können Rechenleistung und Service aus der Cloud dynamisch bezogen werden, je nachdem, was gerade benötigt wird. Ist die Überlast vorbei, werden die Ressourcen wieder auf ein Mindestmaß heruntergefahren.