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Amazon möchte .NET Entwickler in die AWS Cloud entführen

Die Amazon Web Services hübschen sich weiter auf, um ihre Attraktivität für Microsoft .NET Entwickler zu steigern. Dazu hat das Unternehmen kürzlich zwei Neuigkeiten angekündigt, die sich auf exakt diese Zielgruppe konzentrieren. Bei der einen handelt es sich um Amazon RDS for SQL Server, einem Service für den Microsoft Datenbankserver. Die Zweite ermöglicht nun das Deployment von .NET Anwendungen auf der Amazon Elastic Beanstalk Plattform.

Entwickler haben zusätzlich zu ihrem Code in der Regel ebenfalls mit dem Deployment und der Administration ihrer Datenbanken zu tun, was zu einer nicht trivialen Aufgabe werden kann. Insbesondere dann, wenn Updates eingespielt oder Backups erstellt werden müssen. Die Amazon Web Services haben sich seit längerem diesem Thema angenommen und unterstützen mit Amazon RDS bereits Oracle und MySQL Datenbanken.

Jetzt erweitert Amazon sein Angebot für Windows Entwickler. Amazon RDS for Microsoft SQL Server ermöglicht es der Microsoft Entwickler Gemeinde seine Datenbankoperationen für Microsoft SQL Server 2008 R2 und SQL Server 2012 in die Amazon Cloud auszulagern. Dabei wird der Microsoft SQL Server 2008 R2 bereits jetzt schon, der SQL Server 2012 im Laufe des Jahres unterstützt.

Darüber hinaus können Entwickler von ASP.NET Anwendungen nun ebenfalls Amazons PaaS Elastic Beanstalk für das Deployment in der Amazon Cloud nutzen. Um die Applikation in die Cloud hochzuladen, stellt Amazon das AWS Toolkit for Visual Studio bereit. Elastic Beanstalk übernimmt anschließend automatisch die Kapazitätsplanung, sowie die Konfiguration des Load Balacing und das Monitoring für die Anwendung.

Der AWS Elastic Beanstalk Service befindet sich aktuell noch in der Beta Phase und nutzt die Microsoft Internet Information Services (IIS) 7.5 und das Windows Server 2008 R2 AMI (Amazon Machine Image), um die .NET Anwendungen auszuführen. Neben der Nutzung von mehreren Availability unterstützt Elastic Beanstalk mittlerweile auch die Amazon Virtual Private Cloud.

Neue Kunden können Elastic Beanstalk kostenlos nutzen. Dazu erhalten sie eine Amazon RDS Micro Instance incl. SQL Server Express Edition, die ein Freikontingent von 750 Stunden pro Monat beinhaltet. Zudem dürfen für ein Jahr lang 10 Millionen I/O Anfragen pro Montag gestellt werden und Amazon spendiert sogar noch 20GB Datenbankspeicher.



Was ist Cloud Computing?

Geschichte

Die grundlegenden Ideen und Konzepte des Cloud Computing reichen bis in die 1960er zurück. Schon damals hatte Prof. John McCarthy die Idee entwickelt Rechenleistung und Anwendungen als Utility der Öffentlichkeit gegen eine Nutzungsgebühr bereitzustellen. Dass der Durchbruch erst heute bevorsteht, hängt mit den technischen Voraussetzungen zusammen, die zur damaligen Zeit einfach noch nicht gegeben waren.

Kurz zusammengefasst beginnt die Entwicklung zum heutigen Cloud Computing in den 1960er mit dem Utility Computing, dessen Idee darin besteht, IT-Dienste und Rechenleistung nach Verbrauch abzurechnen. Dazu gesellten sich die Application Service Provider (ASP), die als Dienstleister über eine Datenverbindung Anwendungssoftware wie z.B. ein CRM-System (Customer Relationship Management) anbieten, das von einem Kunden gegen eine Nutzungsgebühr gemietet werden kann. Die oben bereits angesprochenen Probleme führten dazu, dass der Hype wieder abnahm und erst um 2000 herum unter dem neuen Namen Software as a Service (SaaS) wieder aufgenommen wurde. In den 1990er kam die Idee des Grid Computings auf, das als ein Ersatz für Supercomputer verstanden werden kann, indem verteilte Rechnerleistung nach Bedarf bezogen wird.

Cloud Computing - Historische Entwicklung

Der serviceorientierte Ansatz aus dem Bereich des Utility Computing und den Bereichen der ASP/ SaaS + dem technischen Ansatz des Grid Computings ergeben in der Summe das, was wir heute unter Cloud Computing verstehen.

Definition

Cloud Computing symbolisiert den service- und anwendungsorientierten Trend der heutigen Informationstechnologie, bei dem verteilte und hoch skalierbare Infrastrukturen über das Internet von einem oder mehreren Providern adaptiert werden können und Anwendungen und Dienste an jedem Ort und zu jeder Zeit verfügbar sind.

Erwartungen

Unternehmen können durch den Einsatz von Cloud Computing ihre IT-Gesamtausgaben deutlich reduzieren und die Qualität, Sicherheit aber vor allem ihre Arbeitsabläufe messbar steigern. Cloud Computing Anbieter können Skaleneffekte nutzen, indem sie ihre Kosten über eine große Anzahl von Kunden verteilen und haben damit die Möglichkeit die Investitionen in den Betrieb und die Sicherheit (Daten- und Zugangssicherheit) ihrer Rechenzentren im Vergleich zu herkömmlichen Rechenzentrums Betreibern zu erhöhen.