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Cloud Computing Nutzen: Hosting von Anwendungen

Vor der Einführung des Software-as-a-Service Modells (SaaS) (abgesehen von den Application Service Providern - ASP) waren Unternehmen gezwungen eigene Infrastrukturen für die Nutzung und Bereitstellung lokaler Anwendungen aufzubauen und zu warten. Mit SaaS können diese Anwendungen nun online gehostet und verwendet werden. Die Vorteile zeichnen sich auf der einen Seite durch Kosteneinsparungen auf Grund eines nutzungsabhängigen Abbrechnungsmodells, durch automatisierte Updates und Upgrades durch den Anbieter auf der anderen, sowie einer guten Integration in die eigenen bestehenden Systeme ab.

Anbieter von Software as a Service basierten Anwendungen stehen vor der Herausforderung die kostspieligen und komplexen Infrastrukturen, die für das Hosting dieser Anwendungen benötigt werden, aufzubauen sowie skalierbar und hochperformat bereitszustellen. Zumal die Nachfrage durch die Kunden mittels eines Forecast schwierig anzuschätzen ist.

Unternehmen die ihre lokalen Anwendungen in eine Cloud Computing Umgebung migrieren wollen und Anbieter die Anwendungen als SaaS in der Cloud bereitstellen möchten sehen sich Fragen gegenübergestellt, die nicht immer leicht zu beantworten sind.

Wie ist die Plattform des Anbieters bzgl. des technischen Angebots und der Umgebung ausgestattet. Genauer, kann die zu verwendene Programmiersprachen und Webplattform selbst ausgewählt werden oder werden beide vorgegeben? Findet eine Migration statt, muss geklärt werden, ob u.a. die aktuell verwendeten Betriebssysteme und Umgebungen weiter verwendet werden können, oder ob eine vollständige/ teilweise Erneuerung stattfinden muss. Welchen Einfluss habe ich bzgl. der Ressourcenverwaltung - also wie kann ich auf unterschiedliche Auslastungen durch mehr oder weniger Nachfragen an die Anwendungen Einfluss nehmen?

Wie ist die Expertise des Anbieters in dessen Cloud Umgebung ich meine Anwendungen betreiben möchte hinsichtlich einer verteilten, redundanten, hochverfügbaren und skalierbaren Infrastruktur? Kann der Anbieter sicherheitstechnische Maßnahmen bzgl. Datenschutz, Datensicherheit, Risikomanagement etc. nachweisen - ist dieser evtl. sogar durch eine unabhängige Instanz zertifiziert? Wie transparent sind die Verträge des Anbieters? Stichwort: Versteckte Kosten! Werden gesonderte Verfplichtungen mit dem Anbieter eingegangen oder müssen initial Investitionen vorgenommen werden und mögliche Anschaffungen zu finanzieren?



Scalarium

Scalarium, das Cloud Computing Produkt der Peritor GmbH dient zur Automatisierung der Kommunikation und Konfiguration von Amazon EC2 Cluster.

Eine Beispielkonfiguration für einen Cluster würde z.B. aus einem Load Balancer, drei Rails Applikations-Servern und einem Datenbankserver bestehen. Für den Start dieses Clusters ist anschließend Scalarium verantwortlich, indem es eine Verbindung zur Amazon Compute Cloud (EC2) herstellt und die entsprechenden Instanzen startet. Die Images werden geladen und der Scalarium Agent installiert.

Der Scalarium Agent wird auf jedem Server ausgeführt und ist über eine verschlüsselte Verbindung ständig mit Scalarium in kontakt. Webserver werden dabei automatisch mit Nginx konfiguriert, während Datenbankserver eine MySQL Installation erhalten. Nachdem der Scalarium Agent auf einer Instanz installiert wurde und das System konfiguriert hat, wird die Instanz als online markiert und kann durch den Cluster verwendet werden.

Scalarium bietet die folgenden vier Funktionen, die im Anschluß jeweils kurz vorgestellt werden.

  • Auto Config
  • Auto Healing
  • Auto Scaling
  • One Click Deploy

Auto Config

Mittels der Auto Configuration werden die Server automatisiert konfiguriert, indem die benötigte Software installiert und eingerichtet wird. Werden weitere Instanzen hinzugefügt, konfiguriert Scalarium automatisch die Anwendungen und den gesamten Cluster. Die einzigen Informationen die von Scalarium dazu benötigt werden sind die gewünschten Ubuntu Packages und Rubygems. Anschließend werden alle Pakete und Libraries auf jedem Server installiert und das zu jederzeit.

Weitere Informationen zu Auto Config sind HIER zu finden.

Auto Healing

Mit Auto Healing sorgt Scalarium dafür, dass die vorher festgelegten Services und Hosts des Cluster im Fehlerfall automatisch wiederhergestellt werden. Fällt z.B. ein Server aus, wird dieser durch Scalarium entfernt und in kurzer Zeit durch eine neue Instanz ersetzt, wodurch der gesamte Cluster automatisch neu konfiguriert wird.

Weitere Informationen zu Auto Healing sind HIER zu finden.

Auto-Scaling

Durch das Auto-Scaling können Schwellwerte festgelegt werden die dafür sorgen, dass entweder weitere Instanzen gestartet oder nicht mehr benötigte Instanzen beendet werden. Dazu überwacht Scalarium die CPU- und Arbeitspeicher-Auslastung, sowie die durchschnittliche Belastung jeder Instanz.

Weitere Informationen zu Auto Scaling sind HIER zu finden.

One Click Deploy

Mittels One Click Deploy können Anwendungen über den gesamten Cluster hinweg zu einem Zeitpunkt vollständig automatisiert verteilt, installiert und konfiguriert werden.

Weitere Informationen zu One Click Deploy sind HIER zu finden.

Demo Video

http://www.youtube.com/watch?v=F2UzrYOZNM4

Preise

Quelle



Google Apps Marketplace

Mit dem Google Apps Marketplace hat Google kürzlich eine Plattform vorgestellt, auf der Softwarehersteller ihre eigenen Produkte auf Basis von Webservices anbieten können. Diese können vollständig einer Domain von Google Apps zugewiesen und vollständig in die Google Anwendungen wie Google Docs, Google Kalender, etc. integriert werden. Ein Vorteil besteht in der anschließenden Single-Sign-On Funktion sowie dem Zugriff auf bereits vorhandene Daten in der Domain. So kann z.B. ein CRM-System auf die Kontaktdaten zugreifen damit diese nicht erneut eingepflegt werden müssen.

Aktuell verfügt der Marketplace über Anwendungen aus den folgenden Bereichen:

  • Accounting & Finance
  • Calendar & Scheduling
  • Customer Management
  • Document Management
  • Productivity
  • Project Management
  • Sales & Marketing
  • Workflow

Speziell für den deutschen Markt hat Google eine Google Apps Trust Webseite eingeführt, auf der Benutzer weitere Informationen bzgl. Datenhaltung und Datensicherheit auf den Google Servern erhalten. Neben Details zum Safe-Harbour Abkommen, eine Datenschutz-Vereinbarung zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten, kann man sich dort ebenfalls über die SAS-70-Zertifizierung, die Bestätigung eines Audits durch einen Wirtschaftsprüfer, erkundigen.

Quelle



Nutzung des Google Apps Marketplace

Dieses kleine How to erklärt wie der Google Apps Marketplace in Verbindung mit einer Google Apps Domain genutzt werden kann. Dazu installieren wir das Social Productivity, Project Management & Task Management Manymoon.

Voraussetzungen

  • Google Apps Account
  • Sprache: Englisch (US)

Installation des Webservice Manymoon

Zunächst melden wir uns an der Google Apps Management Console an und wählen dort den Punkt Add more services.

Dort sehen wir den Bereich Other services, wir wählen Google Apps Marketplace.

Auf der linken Seiten unter Product wählen wir die Kategorie Project Management.

Hier entscheiden wir uns für Manymoon: Free Social Productivity, Project Management & Task Management.

Wir klicken auf der rechten Seiten auf den Button Add it now.

Und geben dort unsere Google Apps Domain an.

Wir bestätigen im nächsten Schritt die Nutzungsbedingungen.

Nun müssen wir der Anwendung ihre benötigten Rechte für den Zugriff auf unserer Google Apps Domain gewähren.

Und können anschließend die Anwendung aktivieren.

Am Ende erhalten wir eine Zusammenfassung über den Status der Anwendung sowie aller gewährten Zugriffsrechte.

Über den Link Sign in now to get started rufen wir die Anwendung das erste Mal auf.

Ein Blick auf die Startseite unserer Google Apps Management Console zeigt, dass die Anwendung unserer Google Apps Domain zugewiesen wurde.



Glide OS

Mit eyeOS habe ich vor kurzem bereits einen Cloud Desktop vorgestellt. Heute folgt mit Glide OS nun der Zweite.

Wie bei eyeOS handelt es sich bei Glide OS in der aktuellen Version 4.0 um ein webbasiertes Betriebssystem, dass unabhängig von der Hardware und dem darauf ausgeführten "klassischen" Betriebssystem ausgeführt werden kann und auf das mit einem Standard Webbrowser zugegriffen wird. Der Zugriff kann dabei von einem gewöhnlichen PC (http://desktop.glidesociety.com/default.aspx) oder einem Smartphone (http://www.glidemobile.com/browser_index.aspx) stattfinden.

Zu folgenden Systemen ist Glide OS derzeit kompatibel:

  • Windows
  • Mac OS X
  • Linux
  • Solaris
  • Android
  • BlackBerry
  • iPhone
  • Palm Pre
  • Symbian
  • Windows Mobile

Für Android und Blackberry stehen zusätzlich proprietäre Anwendungen bereit, für iPhone/iPod Touch, sowie Palm und Symbian sollen welche folgen.

Für die Webbrowser Firefox, Internet Explorer und Chrome stehen darüber hinaus spezielle Plugins zur Verfügung.

Die Architektur von Glide OS basiert auf einem Mix aus C++, HTML, JavaScript (AJAX) und Flash Applikationen. Mit dem Glide Sync App können Daten zwischen dem Glide OS Desktop und dem lokalen PC ausgetauscht werden. Dabei werden die Daten zentral auf einem Glide OS Server gespeichert. Neben einem Programm zur Bildbearbeitung sind weitere Apps wie z.B. eine Office Suite (wobei ich eine Textverarbeitung nicht gefunden habe), ein E-Mail Client oder ein Kalender vorhanden. weitere Anwendungen inkl. Screenshots sind weiter unten zu sehen.

Glide OS ist ein zwei Versionen verfügbar. Die kostenlose bietet 30 GB Speicherplatz und kann von bis zu 6 unterschiedlichen Benutzern verwendet werden. Die Premium Variante kostet entweder $4.95 monatlich oder $49.95 pro Jahr. Das beinhaltet dann 250 GB Speicherplatz und 25 unterschiedliche Benutzer.

Screenshots & Anwendungen

Der Anmeldedialog

Der Startbildschirm nach der Anmeldung

Unter "Settings" können benutzerspezifische Einstellungen vorgenommen werden.

Mit "Draw" steht ein rudimentäres Malprogramm ähnlich Microsoft Paint zur Verfügung.

Mit dem "Address Book" können die Kontakte verwaltet werden.

Hinter "Stickies" verbergen sich Notizzettel für den Desktop.

Für die Synchronisation mit dem lokalen PC wird für jedes Betriebssystem eine spezielle Anwendung benötigt.

Mit dem "Calculator" steht auch ein wissenschaftlicher Taschenrechner bereit.

Beim Versuch den Text in der Textverarbeitung "Write" zu vergrößern, wurde meine Eingabe immer wieder gelöscht, daher nur fett!

Ein Blick auf den "Calender".

Die Präsentationsanwendung "Present".

Das Bildbearbeitungsprogramm "Photo Edit".

Mittels "Customize" kann das Aussehen des Desktops angepasst werden.

Quelle



CloudLinux

Mit CloudLinux hat der gleichnamige Hersteller eine Linux-Distribution vorgestellt, die speziell für Webhosting Anbieter und Rechenzentren gedacht ist. Das Betriebssystem basiert auf der proprietären Lightweight Virtual Environments (LVE) Technologie, und beinhaltet eine Apache LVE-Version. Mit dieser Technologie werden die Hardware Ressourcen des gesamten Systems so aufgeteilt, dass sie speziell zu einzelnen gehosteten Webseiten zugewiesen werden können. Damit soll verhindert werden, dass eine einzelne Webseite den kompletten Server beeinträchtigen kann.

In diesem Artikel werden die Hintergründe und Funktionen von CloudLinux beschrieben.

Hintergrund

CloudLinux ist ein auf Linux basierendes Betriebssystem, welches kommerziell unterstützt wird und mit den bekanntesten RPM basierten Linux Distributionen kompatibel ist. Es richtig sich an Shared Hosting Anbieter und Rechenzentren und soll durch eine höhere Effizienz und Stabilität eine rentableren Betrieb bieten.

Vorteile für Shared Hosting Anbieter

  • Erhöhen der Anzahl der Konten pro Server.
  • Reduzierung der Hardware-, Strom-, Raum-und Verwaltungskosten.
  • Schutz des gesamten Server vor der Überlast durch eine einzelne Webseite.
  • Durch eine höhere Sicherheit werden die Ausfallzeiten minimiert und wodurch weniger Verwaltungs- und Supportzeiten benötigt werden.
  • 24/7 Unterstützung

Vorteile für Rechenzentren

  • Kommerzieller Support und ein gewartetes Betriebssystem
  • Spezielle für das Web optimierte Distribution
  • Vollständige Unterstützung mittels Ticketing System
  • Integration in bestehende Monitoringsysteme

Lightweight Virtual Environments (LVE)

Mit der Lightweight Virtual Environments (LVE) Isolationstechnologie erhöht CloudLinux die Server-Dichte und verbessert die Stabilität und Zuverlässigkeit. LVE verspricht ein verbessertes Ressourcenmanagement, indem die Ressourcen die einer Webseite zur Verfügung stehen limitiert werden. Damit kann eine einzelne Webseite nicht den gesamten Server ausbremsen. Weiterhin stehen Methoden zur Verfügung, mit denen die Benutzer identifiziert werden könne, die aktuell die meisten Server Ressourcen nutzen. Die einzelnen Webseiten sind voneinander isoliert, wodurch z.B. ein Hackerangriff die anderen auf dem Server gehosteten Webseiten nicht beeinträchtigt.

Vergleich: Standard OS vs. CloudLinux

Standard OS

  • Mehrere Webseiten pro Server.
  • Jede Webseite benötigt Ressourcen.
  • Eine einzelne Webseite kann den gesamten Server überlasten.
  • Hacker kann durch den Angriff einer Webseite alle auf dem Server vorhandenen Webseiten attackieren bzw. lahmlegen.

CloudLinux

  • Isolation der Ressourcen mittels der LVE Technologie.
  • LVE limitiert den Ressourcenzugriff einer einzelnen Webseite, dadurch werden die anderen Webseiten vor Ressourcenengpässen geschützt.
  • Eine einzelne Webseite kann den Server nicht überlasten.
  • Ein Server kann mehr Webseiten beherbergen.
  • Verbesserung der Server Performance.

Vergleich: Open Source Anbieter vs. CloudLinux

Quelle



OpenNebula

OpenNebula ist ein Open Source Virtual Infrastructure Manager mit dem aus vorhandenen Rechenzentren jede Art von Cloud Computing Umgebung aufgebaut und bereitgestellt werden kann. In erster Linie dient OpenNebula als Tool zur Verwaltung der virtualisierten Infrastruktur des eigenen Rechenzentrums bzw. der eigenen Cluster, also der eigenen Private Cloud.

Darüber hinaus ist OpenNebula in der Lage Hybrid Clouds aufzubauen, also die eigene lokale Infrastruktur mit einer Public Cloud Infrastruktur zu verbinden/kombinieren, um die Skalierbarkeit der eigenen Umgebung noch weiter zu erhöhen. OpenNebula verfügt zusätzlich über spezielle Schnittstellen für die Verwaltung von virtuellen Maschinen, Speicherplatz und des Netzwerks von Public Clouds.

Funktionen

    Private Cloud Computing >> Virtual Infrastructure Management

    • Internal Interfaces for Administrators and Users
      Mit einer Unix ähnlichen Kommandozeile und einer XML-RPC API kann der Lebenszyklus der virtuellen Maschinen und physikalischen Server verwaltet werden. Weitere Administrationsmöglichkeiten bietet die libvirt API.
    • Steuerung
      Die Verwaltung der Arbeitslast und Zuweisung der Ressourcen kann nach bestimmten Regeln wie z.B. der aktuellen Auslastung automatisch vorgenommen werden. Des Weiteren wird der Haizea VM-based lease manager unterstützt
    • Virtualisierungsmanagement
      Es existieren Konnektoren für Xen, KVM und VMware, sowie einem generischen libvirt Konnektor für weitere Virtual Machine Manager. Die Unterstützung von Virtual Box ist in Planung.
    • Image Management
      Es sind Funktionen für den Transfer und das Clonen von Virtual Machine Images vorhanden.
    • Netzwerk Management
      Es lassen sich isolierte virtuelle Netze festlegen um virtuelle Maschinen miteinander zu verbinden.
    • Service Management
      Unterstützung von Multi Tier Services bestehend aus Gruppen von miteinander verbundenen virtuellen Maschinen und deren Auto Konfiguration während des Boot Vorgangs.
    • Sicherheit
      Die Verwaltung der Benutzer wird durch den Administrator der Infrastruktur vorgenommen.
    • Fehlertoleranz
      Eine persistente Datenbank dient zum Speichern aller Informationen der Hosts und virtuellen Maschinen.
    • Skalierbarkeit
      Tests zeigten bisher, das OpenNebula mehrere hundert Server und virtuelle Maschinen verwalten kann.
    • Installation
      Die Installation erfolgt auf einem UNIX Cluster Front-End ohne das weitere Services benötigt werden. OpenNebula wird mit Ubuntu 9.04 (Jaunty Jackalope) ausgeliefert.
    • Flexibilität und Erweiterbarkeit
      Die Architektur, Schnittstellen und Komponenten sind offen, flexibel und erweiterbar. Dadurch kann OpenNebula mit jedem aktuellen Produkt aus dem Bereich Virtualisierung, Cloud Computing oder Management Tool für Rechenzentren integriert werden.
    • Hybrid Cloud Computing

      • Cloud Plugins
        Konnektoren für Amazon EC2 und ElasticHosts.
      • Zusammenschluss
        Unterstützung für den gleichzeitigen Zugriff auf mehrere Remote-Clouds.
      • Erweiterbarkeit
        Modulare Konzepte für die Entwicklung neuer Konnektoren.

      Public Cloud Computing >> Cloud Interfaces

      • Cloud Schnittstellen für Benutzer
        Implementierung einer Teilmenge der Amazon EC2 Query API und der OGF OCCI API
      • Erweiterbarkeit
        Die OpenNebula Cloud API ermöglicht die Implementierung neuer/weiterer Cloud Schnittstellen.

    Seminare und Forschung

    Quelle



20 "Software as a Service" Anbieter

Die häufigste Frage die einem IT-Leiter gestellt wird ist, wie schnell es ihm gelingt ein neues System, z.B. ein CRM-System einzuführen. Zusätzlich darf die Implementierung nicht viel kosten und das Wartungsbudget sollte ebenfalls ein Minimum betragen.

Durch den Einsatz von Cloud Computing Technologien können diese Vorgaben erfüllt werden. Durch die Verringerung der Infrastrukturkosten und die Erhöhung der Flexibilität, sowie der Beseitigung zeit intensiver Softwareimplementierungen und Aktualisierungen ist Software as a Service der Ideale Lösungsansatz.

Dieser Artikel stellt 20 Anbieter und deren Produkte aus dem Bereich Software as a Service vor.

1. Birst
Birst bietet Cloud basierte Business Intelligence Tools für mittelständische Unternehmen und Abteilungen größerer Unternehmen, die nicht über das Budget oder die Expertise verfügen um hoch skalierbare und komplexe Business Intelligence Systeme zu betreiben. Birst hilft Unternehmen beim Datamining, dem Aufbau von Data Warehouses und dem erstellen von Analysen. Mit der Birst Live Access Funktionen können.

Webseite: http://www.birst.com

2. Callidus Software
Callidus bietet on-Demand Anwendungen zur Bestimmung der Vertriebsleistung und des Vergütungsmanagements. Callidus sieht sich für die Verwaltung von Verkaufsprovisionen zuständig, wie es Saleforce.com für das CRM Geschäft ist. Mit den Anwendungen können Unternehmen ihr Vergütungssystem für Arbeitnehmer, Wiederverkäufer, Zwischenhändler und Vertriebspartner organisieren.

Webseite: http://www.callidussoftware.com

3. FinancialForce.com
FinancialForce.com folgt dem Salesforce.com Model. Das liegt auf der einen Seite wohl daran, dass Salesforce eine Minderheitsbeteiligung an FinancialForce hält. Auf der anderen Seite entwickelt FinancialForce seine Anwendungen auf der Cloud Computing Plattform Force.com, die ebenfalls Salesforce gehört. Mit den Anwendungen von FinancialForce können komplexe Finanz-Prozesse verarbeitet werden.

Webseite: http://www.financialforce.com

4. Google
Mit seinen Google Apps stellt Google eine vollständige Office Suite zur Verfügung. Die Grundversionen sind kostenlos. Mit der Google Apps Premier Edition steht mittlerweile aber auch eine kommerzielle Version mit erweiterten Funktionen zur Verfügung. Im vergangenen Jahr hat bereits die Stadt Los Angeles damit begonnen seine Office Suite sowie E-Mail und sonstige Kollaborationssoftware zu Google Apps zu migrieren.

Webseite: http://www.google.com/apps

5. IBM
Mit der LotusLive suite bietet IBM eine Sammlung von on-Demand Kollaborations- und Kommunikationsanwendungen vergleichbar mit Microsoft Office und Google Apps an.

Webseite: http://www.ibm.com

6. InContact
InContact ist Anbieter von on-Demand Call Center Lösungen. Zu den Angeboten zählen Sprachserver und automatische Kurzwahl, sowie Computer Telephony Integration (CTI) und Tools zur Verwaltung des Personals innerhalb eines Call Center.

Webseite: http://www.incontact.com

7. Intacct
Intacct bietet on-Demand Lösungen zur Finanzverwaltung und dem Rechnungswesen für Unternehmen von 25 bis 1.000 Mitarbeitern und steht damit in direkter Konkurrenz zu Microsoft, NetSuite und Sage.

Webseite: http://www.intacct.com

8. LiveOps
LiveOps steht in direkter Konkurrenz zu InContact. Neben Lösungen für große Call Center bieten betreiben sie zusätzlich ein Netzwerk von über 20.000 unabhängigen Call Center Agents die von zu Hause arbeiten und auf die Call Center Lösungen zugreifen.

Webseite: http://www.liveops.com

9. MyDials
MyDials gehört zu dem Bereich der on-Demand Business Intelligence Lösungen. Der Fokus liegt auf der Auswertung von Key Performance Indicator (KPI). MyDials Lösungen bieten Schnittstellen zu allen gängigen ERP, CRM und SCM Anwendungen.

Webseite: http://www.mydials.com

10. NetSuite
NetSuite bietet integrierte on-Demand ERP, CRM und E-Commerce Lösungen für kleine und mittelständische Unternehmen, um ihnen damit die Möglichkeiten der Prozessautomatisierung zu bieten, die normalerweise nur Großunternehmen haben. NetSuite bietet darüber hinaus ein SuiteCloud Ecosystem an, in dem diverse Entwicklungstools und ein Markt für Anwendungen vorhanden sind.

Webseite: http://www.netsuite.com

11. Oracle
Im Jahr 2006 kaufte Oracle Siebel und damit ebenfalls den von Siebel im Jahr 2003 eingeführten CRM SaaS Bereich. Oracle bietet derzeit Oracle CRM On Demand als SaaS Lösung und Oracle Siebel CRM für den Eigenbetrieb an. Unternehmen haben mittels der Oracle Application Integration Architecture und der Oracle Fusion Middleware die Möglichkeit beides zu nutzen und miteinander zu verbinden.

Webseite: http://www.oracle.com

12. PivotLink
Mit 15.000 Kunden und 2 Millionen Analysen gehört PivotLink zu den größten Anbietern aus dem Bereich der Business Intelligence Anwendungen. Mit dem PivotLink Gadget können Business Intelligence Funktionen zu Google Apps hinzugefügt werden.

Webseite: http://www.pivotlink.com

13. QlikTech
Die QlikView Business Intelligence Lösungen von QlikTech können im eigenen Rechenzentrum, aus der Cloud oder auf mobilen Endgeräten bereitgestellt werden. Seit der QlikView 9 können große Datenmengen in Echtzeit analysiert werden.

Webseite: http://www.qlikview.com

14. Salesforce.com
Salesforce.com ist der bekannteste Anbieter von CRM SaaS Anwendungen und bedeutete für viele Unternehmen den Einstieg ins Cloud Computing. Mit der Force.com Plattform und der dahinter bestehenden Infrastruktur sowie den vielen Entwicklungstools bietet Salesforce seinen Kunden ein riesiges Angebot.

Webseite: http://www.salesforce.com

15. SAS Institute
Das SAS Institute ist der Marktführer im Bereich Business Intelligence und Analyse-Software. Zu den Dienstleistungen gehören einfache Auswertung bis hin zu komplexen Datenanalysen. Neben on-Demand Lösungen für das Marketing Kampagnen Management investiert SAS enorm in seine Infrastruktur, um auch das Auswerten riesiger Datenmengen auf Basis von Software as a Service anbieten zu können.

Webseite: http://www.sas.com

16. SugarCRM
Mit Sugar Express bietet SugarCRM seit Mai 2009 eine on-Demand Version seiner CRM Anwendung für kleine bis mittlere Unternehmen. Im September 2009 startete SugarCRM mit seiner Sugar Community Edition, mit der Entwickler auf Amazon's Elastic Compute Cloud Anwendungen für SugarCRM entwickeln, testen und bereitstellen können.

Webseite: http://www.sugarcrm.com

17. Taleo
Taleo bietet on-Demand Lösungen zur Personalverwaltung. Mit Taleo 10 stehen nun auch Schnittstellen für den Zugriff auf Soziale Netzwerke wie LinkedIn und Facebook zur Verfügung.

Webseite: http://www.taleo.com

18. Xactly
Xactly stellt Verkaufsleitern on-Demand Lösungen zur Kontrolle, wie gut die Quoten der Vertriebsmitarbeiter sind. Zusätzlich können mit den Lösungen die Vergütungen verwaltet und neue Vertriebsgebiete definiert werden. Die Xactly Business Solutions Software ist übrigens auf der Force.com Plattform von Salesforce entwickelt worden.

Webseite: http://www.xactlycorp.com

19. Zlago
Zlago stellt vollständige Unternehmenslösungen- und Anwendungen für den Arbeitsplatz in seiner Cloud bereit. Dazu gehören E-Mail, Backup-Lösungen, Sicherheitslösungen, Speicherplatz und weitere spezielle Unternehmensanwendungen.

Webseite: http://www.zlago.com

20. Zoho
Zoho wurde bereits im Jahr 1996 gegründet und verfügt mittlerweile über 21 Cloud Anwendungen. Dazu gehören u.a. eine Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, CRM-Tools und eine Software für das Projektmanagement. Um Zoho zu nutzen muss kein vollständiger Wechsel stattfinden. Mittels zahlreicher Schnittstellen können die Anwendungen von Zoho in alle gängigen Anwendungen von Microsoft Office und Sharepoint oder Google Apps (z.B. das Projektmanagement) integriert werden. So kann der Wechsel eines Unternehmens in die Cloud langsam vorgenommen werden.

Webseite: http://www.zoho.com

Quelle
ChannelWeb



eyeOS – Der Open Source Cloud Web-Desktop

eyeOs ist ein sogenannter Web-Desktop, wobei man besser sogar von einem Web-OS oder Cloud-OS sprechen sollte. Der Funktionsumfang und das Äußere gleicht dem eines vollständigen Betriebssystems. Um es schonmal vorweg zu nehmen, die Attraktivität von eyeOS liegt unter anderem auch daran, dass man es auf dem eigenen Webspace installieren und nutzen kann. Ein eigener (virtueller) Server wird dafür nicht benötigt.


Startseite

Die Oberfläche des Desktops erinnert an einem Mix aus den bekannten Oberflächen gängiger Betriebsysteme. Dazu hat man die Möglichkeit über verschiedene Themes das Aussehen und den aufbau der Desktopoberfläche anzupassen. Neben Themes die das Äußere an Windows oder Ubuntu Linux erinnern lassen, ist auch für Mac OS Fans etwas dabei. Für den Zugriff auf eyeOS wird ein einfacher Standard Webbrowser wie Chrome, Firefox oder Internet Explorer benötigt.


Desktop Oberfläche

eyeOS ist wie jedes moderne Betriebssystem ein Multi-User System. Das bedeutet, das zur selben Zeit mehrere Benutzer gleichzeitig angemeldet sein können. Über die Systemsteuerung können neue Benutzer hinzugefügt und ihnen Rechte etc. vergeben werden. Die Systemsteuerung ist übrigens wie bei jedem graphischen Betriebssystem das zentrale Drehkreuz wo alle Einstellungen rund um eyeOS vorgenommen werden können.


Systemsteuerung

eyeOS bringt von Haus aus bereits eine große Anzahl integrierter Anwendungen mit. Mit eyeDocs (Textverarbeitung), eyeSheets (Tabellenkalkulation), eyePresentation (Präsentationssoftware), eyeContacts (Kontaktverwaltung) und eyeCalendar (Kalender) steht eine vollständige Office Suite zur Verfügung. Neben weiteren zahlreichen Anwendungen gibt es auch eyeMail (E-Mail Client), eyeCalc (Taschenrechner), eyeMedia (Mediaplayer), eyeFiles (Dateimanager) eyeNav (Webbrowser) oder Spiele wie eyeChess (Schach). Interessant ist auch eyeTerre ein Google Earth Clone der sehr rasant funktioniert.


Anwendungsübersicht


eyeDocs


eyeSheets


eyeContact


eyeFiles

Zusätzlich können weitere Anwendungen über den integrierten Paketmanager installiert, oder von der Apps Webseite http://eyeos-apps.org heruntergeladen und mit dem Upload-Manager in eyeOS hochgeladen und anschließend manuell installiert werden. Über diesen Vorgang werden z.B. auch die Desktop-Themes installiert, der einfach und über eine gute Dokumentation (wie das gesamte System) verfügt.


System Bar

Darüber hinaus bieten mittlerweile viele Drittanbieter die Möglichkeiten ihre Anwendungen an eyeOS anzubinden, darunter Zoho mit seiner Office Suite oder Feng Office aber auch die großen der Branche wie YouTube, Ebay, Amazon, Twitter oder Flickr.

Entwickler steht das eyeOS Toolkit zur Verfügung, mit denen ihnen eine Menge an Bibliotheken und Funktionen zur Verfügung stehen, um Anwendungen für eyeOS zu entwickeln. Die Anwendungen können dann in einem eigenen Repository abgelegt und über den integrierten eyeOS Paketmanager bereitgestellt und verteilt werden.

Demo

Ein öffentlicher (Demo)-eyeOS-Server kann unter http://eyeos.info getestet werden.

Resumee

eyeOS zeigt einen Mega-Trend der kommenden Jahre. In Zukunft werden wir keine vollwertigen Computer (Fat-Clients) mehr benötigen, sondern auf einen einfachen Monitor, Maus und Tastatur bzw. einen Thin-Client zurückgreifen. Die Benutzerumgebungen werden vollständig virtualisiert und können damit von überall aus und an jedem Ort zur Verfügung gestellt werden. Ob das Hosting bei einem selbst verbleibt oder an einen Anbieter abgegeben wird, ist subjektiv. Durch die einfache Installation und Bereitstellung auf einem gewöhnlichen Webspace, hat aber jeder die Möglichkeit damit seine eigene (Arbeits)-Umgebung einzurichten und diese von überall aus zu nutzen.

Quellen

eyeOS



Rackspace – Cloud Servers

Mit dem Cloud Server [1] Angebot von Rackspace können innerhalb von wenigen Minuten von einem bis zu 50 Server eingerichtet werden. Die Konfiguration erfolgt über ein Webinterface bzw. über eine spezielle von Rackspace bereitgestellte offen API. Die Server verfügen über einen vollständigen Root-Zugang und können je nach Wunsch und Aufgabenbereich eingerichtet werden. Abgerechnet wird nur die tatsächliche Nutzung.

Funktionsweise

  • Auswahl der Serverkonfiguration
    Die Auswahl der Grundkonfiguration erfolgt aus Basis des Arbeitsspeichers. Es steht ein Bereich von 256 MB bis zu 16 GB zur Verfügung
  • Auswahl des Betriebssystem
    Aktuelle stehen mehrere Linux Distributionen zur Verfügung, darunter Ubuntu, Debian, Gentoo, Centos, Fedora, Arch und Red Hat Enterprise Linux. Windows Varianten sollen folgen.
  • Verwaltung
    Innerhalb von wenigen Minuten sind die Server verfügbar. Über ein Webinterface oder eine spezielle API kann die Performance jedes vorhandene Servers vergrößert, verkleinert oder vollständig entfernt werden.

Technologie

  • Virtualisierung
    Jeder Cloud Server wird in einer eigenen Virtual Machine abgebildet und ist vollständig von der Hardware getrennt. An dieser Stelle werden Software Hypervisor eingesetzt, wodurch weitere Cloud Server innerhalb von wenigen Minuten zur Verfügung stehen, da nur eine weitere Virtual Machine auf der bereits laufenden Hardware gestartet werden muss. Damit kann die Performanz (Prozessorleistung, Arbeitsspeicher) eines einzelnen Cloud Servers schnell vergrößert oder verkleinert werden.
  • CPU Geschwindigkeit
    Alle Cloud-Server garantieren die CPU-Leistung die vorbar konfiguriert wurde. Wenn die Hardware auf der die Virtual Machine betrieben wird allerdings freie CPU Kapazitäten zur Verfügung hat, werden diese genutzt um ohne weitere Kosten zusätzliche Rechenleistung für die Virtual Machine bereitzustellen.
  • Skalierung
    Die Skalierung eines Cloud Servers erfolgt entweder manuell über das Webinterface oder die API. Allerdings ist der Server dabei vorübergehend nicht erreichbar(!), da der Arbeitspeicher, die Festplattenkapazität und die Prozessorleitstung angepasst werden müssen und der Server neu gestartet(!) wird. Der gesamte Prozess ist automatisiert und dauert ein paar Minuten.
  • Technik

    • Xen Hypervisor
    • RAID-10
    • 64-bit Systeme
    • 4 virtuelle CPUs pro Cloud Server
    • Reservierter Arbeitsspeicher und Speicherplatz
    • Voneinander getrennte Public und Privat Netzwerkschnittstellen
    • Mehrfache Öffentliche IP-Adressen sind möglich
    • Kostenlose Bandbreite für die private Netzwerkschnittstelle und der Kommunikation innerhalb der Rackspace Cloud z.B. zu Cloud Files.
    • Snapshot-basierte Server-Images
    • Dynamische IP-Adressen für Hochverfügbarkeits-Failover-Konfigurationen
    • Bootfähiger Rettungs-Modus
    • Zugriff auf das Dateisystem für die Reperatur


[2]

Verfügbare Betriebssysteme

  • Ubuntu 9.10 (Karmic Koala)
  • Centos 5.4
  • Gentoo 2008.0
  • Ubuntu 9.04 (Jaunty)
  • Centos 5.3
  • Red Hat EL 5.3
  • Ubuntu 8.10 (Intrepid Ibex)
  • Centos 5.2
  • Arch 2009.02
  • Ubuntu 8.04.2 (Hardy Heron) LTS
  • Fedora 11 (Leonidas)
  • Fedora 10 (Cambridge)
  • Debian 5.0 Lenny


[3]

Funktionen der API

  • Starten und verwalten der Server programmatisch mit der REST-API.
  • Individuelle Anpassung der Server.
  • Zuweisen von speziellen Metadaten zu bestimmten Server Instanzen über key/value Paare.
  • Neustart der Server mittels Soft- oder Hardreset.
  • Wiederherstellen von Servern aus jedem beliebigen eigenen Image.
  • Erstellung von individuellen Images.
  • Zeitlich gesteuerte Backups der Server.
  • Je nach Wunsch kann die Performanz der Server vergrößert oder verkleinert werden.
  • Mehrere Server können sich mehrere öffentliche IP-Adressen teilen.


[4]

Preise

Alle Preise sind hier zu finden: Rackspace Cloud Server Preise

Quelle

[1] Rackspace Cloud - Cloud Servers
[2] Graphik: Rackspace Cloud - Cloud Servers (1)
[3] Graphik: Rackspace Cloud - Cloud Servers (2)
[4] Graphik: Rackspace Cloud - Cloud Servers (3)



Gründe für eine "Software as a Service Strategie"!

Von Tag zu Tag wächst der Markt der Cloud Computing Angebote. Neben immer neuen Services sind besonders die Angebote von Anbietern wie z.B. Amazon sehr beliebt, die Rechenleistung pro Stunde oder den Speicherplatzverbrauch pro GByte abrechnen. Dennoch fangen Unternehmen erst langsam an über Cloud Services nachzudenken.

Auf Grund der hohen Erwartungen, haben bisher nur wenige bemerkt, wie leistungsfähig Software as a Service (SaaS) Angebote geworden sind. Allerdings dürfen die Auswirkungen von SaaS auf die IT-Organisation nicht übersehen werden und es muss weiterhin sichergestellt werden, dass ein SaaS Ansatz für das gesamte Unternehmen geeignet ist.

Im Falle von SaaS verschiebt sich die Bereitstellung und die Wartung der Software in Richtung des Anbieters, wodurch sich freie Ressourcen ergeben, die für andere bzw. neue IT-Projekte verwendet werden können. Für die IT-Organisation entstehen dadurch aber neue Aufgaben, denn die Verfügbarkeit, Datensicherheit, mögliche Einhaltung gesetzlicher Vorschriften etc. müssen regelmäßig überprüft und mit dem Anbieter vertraglich festgehalten werden. Auf Grund von möglichen Ausfällen oder schlechten Reaktionszeiten, die nicht im eigenen Einflussbereich liegen und ein Unternehmen in seiner Produktivität einschränken oder vollständig stoppen können, sollten SaaS Anwendungen nicht als ein nice-to-have angesehen werden, sondern ernsthaft evaluiert werden. Der größte Benefit wird durch SaaS Anwendungen nämlich erst dann erzielt, wenn ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt und SaaS als ein Teil in die gesamte Unternehmensarchitektur integriert wird.

Für einen SaaS Ansatz sprechen u.a. eine schnelle Implementierung, die Verringerung der eigenen IT-Infrastruktur und die daraus resultierenden Einsparungen hinsichtlich der Investitionskosten und operativen Kosten.

Zu den bereits heute von Unternehmen eingesetzten SaaS Anwendungen gehören z.B. automatische Vertriebs- und Informationsysteme, CRM Systeme, Systeme für die Personalverwaltung, Webseiten, E-Mail Lösungen, Service Desks, Collaboration Suites, Finanzsysteme und Backup Lösungen. Vor allem für Start-Ups ergeben sich hier Chancen die Investitionen in eigene Serverhardware und Softwarelizenzen zu vermeiden, sowie die IT-Infrastruktur schnell einzurichten und bei Bedarf beliebig zu skalieren, indem zu 100% auf SaaS gesetzt wird und z.B. Anwendungen für die Rechnungsstellung, Zeiterfassung, E-Mail bis hin zum Vertriebsmanagement- und Controlling von einem oder mehreren Anbietern bezogen werden.

Ein weiterer offensichtlicher Benefit durch Software as a Service ist die Befriedigung der Nachfrage nach mehr Mobilität durch die eigenen Arbeitnehmer. IT-Organisationen haben durch SaaS die Möglichkeit mit einfachen Mitteln und auf einem sicheren Weg viele Anwendungen außerhalb des Unternehmensnetzwerks bereitzustellen und so für Arbeitnehmer unterwegs, auf dem Smartphone, in Zweigniederlassung oder im Home Office zugänglich zu machen. In herkömmlichen IT-Infrastrukturen führt der Remote-Zugriff auf Grund von unterschiedlichen Plattformen und Umgebungen häufig zu Schwierigkeiten bei der Bereitstellung. Durch den Einsatz von Webbrowser basierenden SaaS Anwendungen kann auch diese Hürde auf einem einfachen Weg genommen werden.

Wie heutzutage bei allen IT Fragen ist auch bei einer SaaS Strategie zu beachten, dass die Entscheidung nicht alleine von der IT-Organisation getragen werden sollte, sondern ebenfalls vom Business mit initiiert und unterstützt wird.

Die IT-Organisation sollte als interner Berater des Business dienen und SaaS berücksichtigen wenn es darum geht, in Zukunft neue Anwendungen für das Unternehmen auszuwählen. Dazu sollte sie sich für die Entwicklung einer SaaS Strategie ein Framework mit klar definierten Regeln für die Bewertung und den Betrieb einer Umgebung mit SaaS Anwendungen aufbauen.



Computer Games as a Service

Computer Games as a Service (CGaaS) bezeichnet einen Begriff aus dem Bereich des Cloud Computing und steht für ein Servicemodell, bei dem Computerspiele über das Internet bereitgestellt und auf den heimischen PC gestreamt werden.



Die Google App Engine

Die Google App Engine [1] ist das Platform as a Service Angebot von Google und
bietet Softwareentwicklern die Entwicklung und das Hosting ihrer Anwendungen auf der
Infrastruktur von Google an. Der Service ist bis zu einem bestimmten Grad kostenlos.
Folgende Richtlinien müssen eingehalten werden, um den Dienst kostenlos nutzen zu
dürfen:

  • Seitenaufruf einer Anwendung: max. 1.300.00 mal pro Tag und max. 7.400 mal pro
    Minute
  • Pro Anwender dürfen max. 10 Applikationen erstellt werden.
  • Max. Versand von E-Mails über die entsprechende API: 2.000 pro Tag
  • Ein-/ und ausgehender Datentransfer max. 1 GB am Tag und max. 56 MB pro Minute
  • Pro Tag darf eine Applikation max. 6,5 CPU-Stunden nutzen

Die Entwicklungsumgebung

Die Google App Engine wurde bereitgestellt um Anwendungen auch während hoher Last oder während der Verarbeitung von vielen Daten zuverlässig ausführen zu lassen. Dazu unterstütz die Google App Engine folgende Funktionen:

  • Dynamische Webdienste inkl. der gänigigen Web-Technologien
  • Persistenter Speicher inkl. der Möglichkeit für Abfragen, Sortierungen und Transaktionen
  • Automatische Skalierung und Loadbalancing
  • APIs für die Authorisierung der Benutzer und die Nutzung der Google E-Mail Accounts
  • Eine Entwicklungsumgebung für lokale System für die Simulation der Google App Engine
  • Warteschlangen für die Steuerung von Aufgaben die eine hohe Performance benötigten
  • Aufgabenverwaltung für die Steuerung von Events zu bestimmten Zeitpunkten
  • Die Anwendungen werden in einer Sandbox ausgeführt. Dadurch hat die Anwendung niemals direkten Zugriff auf das darunterliegende Betriebssystem.
  • Für die Entwicklung stehen mit der Java JRE 6, sowie Python 2.5.2. zwei Laufzeitumgebungen zu Verfügung.
  • Für das Speichern der Anwendungen wird von der App Engine eine verteilte Datenhaltung verwendet, wobei der verteilte Speicher mit der Menge der Daten wächst.

App Engine Services

Die Google App Engine bietet folgende APIs zur Arbeit und der Verwaltung der Applikationen:

  • URL Fetch: Mit dem URL-Fetch Service können Anwendungen auf andere Ressourcen wie Web Services oder Daten über das Internet zugreifen. Dabei wird dieselbe Google Infrastuktur verwendet, wie sie auch von bekannten Google Produkten genutzt wird.
  • Mail: Mittels der App Engine Mail API sind Anwendungen in der Lage direkt E-Mails zu versenden.
  • Memcache: Mittels Memcache kann auf Daten zugegriffen werden, die nicht im persistenten Speicher abgelegt werden. Durch einen schnellen in-Memory Key-Value Cache ist eine Anwendung in der Lage mehreren Instanzen parallel nur temporär vorhandene Daten performant bereitzustellen.
  • Image Manipulation: Mittels der Image Manipulation API sind Anwendungen in der Lage Bilder zu verändern. Bei Bildern im JPEG oder PNG Format können folgende Manipulation durchgeführt werden:
    • Anpassen der Größe
    • Zuschneiden/ Beschneiden
    • Drehen
    • Spiegeln

Geplante Tasks und Warteschlangen

Anwendungen können so gesteuert werden, dass sie hoch performante Aufgaben dann erledigen, wenn die Belastung durch Anfragen nicht so hoch ist, z.B. zu einer vorher definierten Uhrzeit oder Tag. Des Weiteren besteht die Möglichkeit eine Anwendung in eine Warteschleife zu legen oder sie im Hintergrund auszuführen.

Quellen:

[1] Google App Engine



Vorteile des Cloud Computing

Geringere Kosten für Arbeitsplatzrechner
Für die Nutzung von Cloud Computing Applikationen werden keine leistungsfähigen Arbeitsplatzrechner mehr benötigt. Die Anwendungen befinden sich in der Cloud und nicht mehr lokal auf dem Computer und werden über einenWebbrowser bedient. Dadurch ist eine hohe Rechenleistung und Speicherplatz auf dem lokalen System nicht mehr notwendig.

Leistungssteigerung
Das Arbeiten mit lokalen Systemen wird durch die Nutzung von Cloud Computing Anwendungen beschleunigt. Die Software und Daten der Anwender werden nicht mehr lokal gespeichert, wodurch das System entlastet wird.

Geringere Kosten der IT-Infrastruktur
Unternehmen können darauf verzichten in eine Vielzahl eigener leistungsstarker Server zu investieren und stattdessen die Rechenleistung etc. aus der Cloud beziehen. Interessant ist dies vor allem für Unternehmen, die saisonale Hochzeiten ausgleichen müssen und aus diesem Zweck ihre Systeme überdimensionieren müssen.

Geringere Instandhaltungskosten
Durch die Reduzierung der eigenen Serverfarm sinken die Instandhaltungskosten. Die Instandhaltungskosten der Software entfallen praktisch komplett, da dieses durch einen externen Anbieter übernommen wird.

Geringere Kosten für Software
Anstatt für jeden Arbeitsplatz einzelne Softwarepakete zu kaufen, besteht die Möglichkeit nur diejenigen Mitarbeiter die Software in der Cloud nutzen zu lassen, die diese auch benötigen. Selbst wenn die Kosten einer webbasierten Anwendung im Vergleich zu herkömmlicher Software gleich wären, würde die IT-Abteilung durch fehlende Installation und Wartung der webbasierten Software Kosten einsparen können.

Software Updates on Demand
Webbasierte Anwendungen können zentral und praktisch auf die Minute ausgetauscht werden. Die Software ist zu jeder Zeit auf dem aktuellen Stand, egal wann der Benutzer sich anmeldet.

Höhere Rechenleistung
Durch den Einsatz von Cloud Computing haben Unternehmen zu jeder Zeit den Zugriff auf die gesamten Ressourcen der Cloud und sind nicht mehr auf die Geschwindigkeiten beschränkt, die ihr eigenes Rechenzentrum ihnen bietet. Dadurch haben sie die Möglichkeit ihre Daten wie von einem Supercomputer verarbeiten zu lassen.

Unbegrenzter Speicherplatz
Im Vergleich zu einem Arbeitsplatzrechner oder einem Storage in einem Rechenzentrum ist der Speicherplatz in der Cloud praktisch unbegrenzt. Unternehmen haben dadurch den Vorteil ihren Speicherplatz dynamisch zu beziehen. Der angemietete Speicherplatz in der Cloud wächst also mit den Daten, die dort abgelegt werden.

Höhere Datensicherheit
Daten werden in der Cloud redundant (über mehrere Standorte) gespeichert, ein Datenverlust ist dadurch im Prinzip ausgeschlossen. Sollte ein Arbeitsplatzrechner abstürzen, sind die Daten davon nicht mehr betroffen. Lokale Datensicherungen können dadurch entfallen.

Einfachere Zusammenarbeit
Der klassische Dokumentenaustausch funktioniert so, dass die Daten auf einem Server im Netzwerk abgelegt oder per E-Mail an den Kollegen verschickt werden. Dabei konnte immer nur ein Benutzer zur Zeit an dem Dokument arbeiten. Durch das Ablegen der Daten in der Cloud können nun mehrere Benutzer - auch standortübergreifend - gleichzeitig auf ein Dokument zugreifen und dieses ebenfalls zur selben Zeit bearbeiten. Die Zusammenarbeit innerhalb eines Projekts wird dadurch verbessert.

Mobilität
Werden die Daten in der Cloud gespeichert, kann weltweit von jedem Ort, mit jedem Endgerät auf diese Daten zugegriffen werden - vorausgesetzt eine Internetverbindung ist vorhanden.



Der Begriff der Cloud

Das Wort Cloud ist aus der Illustration der Netzwerktechnik abgeleitet, in der das Internet immer als Wolke (Cloud) dargestellt wird. Das hängt damit zusammen, dass es sich beim Internet um ein globales, dezentralisiertes Netz handelt, welches aus vielen lokalen und nationalen Netzen besteht, die miteinander verbunden sind. Wie Daten innerhalb des Internets ausgetauscht werden, ist von außen nicht direkt sichtbar. Da auf sämtliche Daten und Anwendungen im Sinne des Cloud Computing über das Internet zugegriffen wird, steckt nun alles in der Wolke.