Tag: Amazon Web Services


Die AWS re:invent entwickelt sich zur Enterprise Platform Show

  • Eine der größten Cloud- und IT-Konferenzen ist die AWS re:invent, die auch dieses Jahr in Las Vegas mit einem neuen Besucherrekord von weit über 50.000 Besuchern stattfand
  • Crisp Research war für Sie dabei und hat sich umgehört, wie die Produkt- und Enterprise-Strategie von AWS im kommenden Jahr aussieht und wie Partner und Kunden das Momentum einschätzen
  • AWS hat wie immer Wort gehalten und eine spannende Veranstaltung mit vielen vielen vielen Ankündigungen auf die Beine gestellt

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„Infrastructure as Code“: Der Admin 1.0 klickt – Der Admin 2.0 programmiert

Im Rahmen der Nutzung von Cloud-Infrastrukturen zeigen Erfahrungen, dass Entwickler- und insbesondere Programmierkenntnisse immer wichtiger werden, um Software-defined Infrastructure (SDI) Umgebungen aufzubauen. Schließlich werden massiv skalierbare und hochverfügbare Cloud-Infrastrukturen und Systeme heute und zukünftig konfiguriert, indem sie mit Code oder Skripten programmiert werden - Stichwort: „Infrastructure as Code“ (IaC). Continue reading “„Infrastructure as Code“: Der Admin 1.0 klickt – Der Admin 2.0 programmiert” »



Deutschland ist auf Public Cloud Kurs

Der Bann scheint endgültig gebrochen zu sein. Das Modell Public Cloud ist auch in Deutschland nun massiv auf dem Vormarsch. Ohne Public Cloud werden sich die meisten deutschen Unternehmen schwer tun, im Zukunftsmarkt Internet of Things (IoT) ein Wörtchen mitzureden, und die eigene digitale Transformation anzustoßen. Das ist scheinbar nun auch in so manchen deutschen Chefetagen angekommen. Zumindest war der AWS Summit Berlin 2015 dafür ein guter Indikator. Continue reading “Deutschland ist auf Public Cloud Kurs” »



Amazon WorkMail: Amazon AWS wächst weiter vertikal im Cloud-Stack

Langezeit galt das Portfolio der Amazon Web Services als die Anlaufstelle für Entwickler und Startups, welche die Public Cloud-Infrastruktur nutzen, um Test-Ballons zu starten oder gar ihren Traum vom nächsten Milliarden-Dollar-Unternehmen zu verwirklichen. Das Startups jedoch nicht unbedingt mit den größten Schatullen ausgestattet sind und sich der Geldsegen vorwiegend bei etablierten Unternehmen finden lässt, hat sich in der jüngsten Vergangenheit auch bei Amazon herumgesprochen. Mit neuen SaaS-orientierten Services werden speziell Unternehmen angesprochen, die ihren Weg bisher noch nicht auf die Amazon Cloud gefunden haben. Der nächste Streich ist Amazon WorkMail, ein Managed E-Mail und Kalender-Service. Continue reading “Amazon WorkMail: Amazon AWS wächst weiter vertikal im Cloud-Stack” »



Hallo Amazon Web Services. Willkommen in Deutschland!

Die Analysten haben es bereits von den Dächern gezwitschert.  Nun werden die bisher unbestätigten Vorabmeldungen endgültig zur Realität. Die Amazon Web Services (AWS) eröffnen mit einem Rechenzentrum in Deutschland eine neue Region (eu-central-1) speziell für den deutschen Markt und damit ihre 11. Region weltweit. Continue reading “Hallo Amazon Web Services. Willkommen in Deutschland!” »




Amazon AWS kommt nach Deutschland: Na und?

Die Amazon Web Services werden eine neue Cloud-Region speziell für den deutschen Markt mit einem Rechenzentrum in Deutschland (Frankfurt) eröffnen. Aber ist das wirklich so spannend für die deutschen Unternehmen?

Amazon AWS landet in Deutschland

Amazon AWS hat die Bedeutung des deutschen Marktes und die Bedenken deutscher Unternehmen scheinbar erkannt. Crisp Research weiß aus sicheren Quellen, dass der Cloud-Anbieter in den kommenden Wochen eine Cloud-Region für den deutschen Markt mit einem Standort in Frankfurt eröffnen wird. Continue reading “Amazon AWS kommt nach Deutschland: Na und?” »



Amazon Web Services vs. Microsoft Windows Azure: Duell um die Vormachtstellung in der Public Cloud

Nachdem Microsoft in den letzten Jahrzehnten mit Anbietern wie Novell, Oracle, IBM oder HP um on-Premise Marktanteile kämpfen musste, hat sich mit den Amazon Web Services ein neuer Gigant in der Public Cloud etabliert, der nun verstärkt seine Fühler in Richtung der Unternehmenskunden ausstreckt. Ein Markt, der Continue reading “Amazon Web Services vs. Microsoft Windows Azure: Duell um die Vormachtstellung in der Public Cloud” »



Amazon kauft Eucalyptus Cloud – Es ist nur eine Frage der Zeit

In der Public Cloud sind die Amazon Web Services (AWS) derzeit die unangefochtene Nummer Eins. Bei Private bzw. Hybrid Cloud Lösungen sind Anbieter wie Microsoft oder HP allerdings besser aufgestellt. AWS selbst hat hier zur Zeit kein eigenes Angebot zu bieten. Stattdessen wurde im März 2012 eine exklusive Kooperation mit Eucalyptus Systems eingegangen, die ein Abbild der grundlegenden AWS Funktionen bieten. Diese strategische Entscheidung ist nachvollziehbar und wird Folgen für die Zukunft haben.

Die Kooperation zwischen AWS und Eucalyptus

Im März 2012 haben AWS und Eucalyptus Systems, Anbieter einer Private Cloud Infrastruktur-Software, mit der sich die grundlegenden Funktionen der Amazon Cloud auch im eigenen Rechenzentrum aufbauen lassen, sich zu einer engeren zusammenarbeiten entschlossen. Diese Kooperation ging verstärkt von Eucalyptus CEO Marten Mickos aus und hat den Hintergrund, die Migration von Daten zwischen der Amazon Cloud und Eucalyptus Private Clouds besser zu unterstützen.

Dabei ist die Kooperation unterschiedlich aufgebaut. Zunächst konzentrieren sich Entwickler aus beiden Unternehmen darauf, Lösungen zu schaffen, die Unternehmenskunden dabei helfen sollen, Daten zwischen bestehenden Rechenzentren und der AWS Cloud zu migrieren. Weiterhin und noch bedeutender ist jedoch, dass die Kunden in der Lage sein sollen, dieselben Management Tools und die eigenen Kenntnisse für beide Plattformen zu nutzen. Darüber hinaus werden die Amazon Web Services Eucalyptus mit weiteren Informationen versorgen, um die Kompatibilität mit den AWS APIs zu verbessern.

Der Mitbewerb holt auf

Auch wenn es in der Public Cloud derzeit sehr rosig aussieht, die Zukunft liegt in der Hybrid Cloud. Hinzu kommt, dass viele Unternehmen eher mit einer eigenen Private Cloud liebäugeln, als in die Public Cloud zu wechseln. Das bedeutet, dass die Private bzw. die Hybrid zunehmend an Bedeutung gewinnen. Hier haben die Amazon Web Services, bis auf die Virtual Private Cloud, jedoch selbst nichts zu bieten. Microsoft und HP verfügen bereits über ein sehr ausgeglichenes Portfolio, das sowohl Lösungen und Angebote für die Public als auch für die Private Cloud bietet. Weiterhin verfügen beide über eine große Kundenbasis.

Außerdem ist ein weiterer Punkt klar. Wo sich Microsoft und HP auf Unternehmen konzentrieren, sind die Amazon Web Services derzeit noch verstärkt das Mekka für Startups. Der Erfolg spricht für sich. Dennoch, schaut man sich Amazons Bemühungen in den letzten Monaten an, ist die Zielrichtung klar. AWS muss und will in die Unternehmen. Das ist jedoch nur mit einer echten Private/ Hybrid Cloud Strategie möglich. Amazon wird daher irgendwann an einem Punkt ankommen, wo es aktiv darum geht, auch diese Märkte aggressiv zu erobern.

Amazon ist ein Serviceanbieter

Bisher hat AWS im Cloud-Umfeld keine Akquisitionen getätigt, da sie es einfach nicht mussten. Als Innovation-Leader setzen sie die Maßstäbe in der Public Cloud. In der Private/ Hybrid Cloud sieht es jedoch anders aus. Hier besteht, meiner Einschätzung nach, so gut wie keine Expertise. Auch wenn Amazon eigene Rechenzentren betreibt, ist der Betrieb einer quasi Standardlösung für Unternehmen anders. Hier haben Microsoft oder HP jahrelange Erfahrungen und somit einen klaren Vorteil. Die Amazon Web Services sind ein typischer Service-Anbieter. Das bedeutet, sie liefern ihre Services aus der Cloud aus, die einfach nur konsumiert werden sollen. Cloud-Software für den Massenmarkt wird nicht entwickelt. Für das Bereitstellen, Ausliefern, Warten und Ausrollen von Updates und neuer Versionen sowie die Kunden zu besänftigen fehlt die Erfahrung. Daher ist die Kooperation mit Eucalyptus der erste richtige Schritt gewesen. Was nicht zum Kerngeschäft gehört wird ausgelagert. So wie Amazon Cloud Computing vermarktet, scheinen sie es auch selbst zu leben.

Dennoch wird Amazon mehr Einfluss auf auf die Private und Hybrid Cloud nehmen und ebenfalls ein Stück von diesem Kuchen genießen wollen. Daher wird der nächste logische Schritt darin bestehen, Eucalyptus Systems zu kaufen. Zum Einen geht es um mehr Einfluss auf Eucalyptus. Denn auch auch wenn Marten Mickos die Kooperation mit AWS vorangetrieben hat, wird er sich nicht allem beugen, was Amazon verlangt. Auf der anderen Seite muss die Hybrid Cloud Integration gestärkt werden. Hinzu kommt, dass für die Private Cloud Beratung qualifiziertes Personal benötigt wird, das Eucalyptus inkl. seiner Partnerunternehmen ebenfalls mitbringt.

Es ist nur eine Frage der Zeit

Wann Eucalyptus Systems von Amazon übernommen wird ist eine Frage der Zeit. Vielleicht schon in 2013 oder doch erst in 2014/ 2015. Auf jedenfall wird es dazu kommen. Wie Eucalyptus dann integriert wird ist schwer zu sagen. Ich gehe davon aus, dass Eucalyptus zunächst eigenständig agieren wird und als "Ein Amazon Unternehmen" unter die Dachmarke von Amazon gesetzt wird. Ganz nach dem Motto, konzentriere dich auf dein Kerngeschäft, wird AWS sich weiterhin auf die Public Cloud konzentrieren und in Ruhe schauen, wie sich die Hybrid und Private Cloud, unter dem eigenen Einfluss, entwickeln wird. Auf jedenfall hätten sie mit Eucalyptus dann schon einmal die richtige Lösung für ihre Zwecke im eigenen Portfolio.



Wer als IaaS-Anbieter zu Amazon konkurrenzfähig sein will muss mehr als nur Infrastruktur im Portfolio haben

Immer mehr Anbieter versuchen ihr Glück im Bereich Infrastructure-as-a-Service (IaaS) und wollen dem Platzhirsch Amazon Web Services (AWS) ein Stück vom Kuchen abnehmen. GigaOm hat bereits die Frage gestellt, ob es eine AWS Kopie aus Europa geben wird, die ähnlich wie Amazon in den USA den europäischen Markt dominieren wird. Sie kamen zu einem klaren Nein. Ich bin ebenfalls der Meinung, dass es in naher Zukunft keine nennenswerte Konkurrenz aus Europa geben wird. Ich gehe sogar einen Schritt weiter und gehe davon aus, dass es weltweit derzeit keinen Anbieter gibt und erst einmal geben wird, der - Stand heute - Amazon das Wasser reichen kann. Denn anders als es GigaOm macht, muss man den Cloud Markt global betrachten. Es gibt auf Grund der Strukturen grundsätzlich keine regional begrenzte Cloud. Jeder Nutzer kann sich weltweit bedienen. Es sei denn ein Anbieter entscheidet sich strikt dagegen. Das gibt es sogar - in Deutschland. Ich möchte Amazon an dieser Stelle keinen Freifahrtsschein ausstellen, aber für den Mitbewerb wird es sehr schwierig im IaaS Bereich diesen Marktanteil zu erreichen.

Der Markt ist groß genug aber...

Der IaaS Markt ist groß genug und bietet genug Platz für mehrere Infrastruktur-Anbieter. Jedoch sollte man sich vor Augen halten, wer sich derzeit für die Public Cloud und wer für die Private Cloud entscheidet. Danach lohnt sich ein Blick auf die Angebote der jeweiligen IaaS Anbieter, um die Spreu vom Weizen zu trennen. Dann wird auch klar, warum Amazon die Nase vorn hat und es für Neulinge schwer werden wird, wenn sie sich einfach nur auf reine Infrastruktur konzentrieren. So mancher Anbieter versucht gegen Amazon zum Beispiel mit einer höheren (Netzwerk)-Performance anzutreten. Das ist sicherlich ein netter Versuch, aber kein ausschlaggebendes Argument.

Public Cloud: Entwickler & Startups

Die Public Cloud wird bevorzugt von Entwicklern und Startups genutzt, die auf Basis des unkomplizierten Ressourcenbezugs und dem pay per use Modell ihre Geschäftsmodelle aufbauen. Mein Lieblingsbeispiel ist Pinterest, die nach eigener Aussage ohne Cloud Computing nicht so erfolgreich sein könnten. Das lag zum einem an der Möglichkeit stetig zu wachsen und die Ressourcen den Bedürfnissen nach zu erweitern ohne das Kapital für eine eigene riesige Serverfarm zu besitzen. Auf der anderen Seite hat die Cloud es Pinterest ermöglicht, effizient zu arbeiten und kostengünstig zu experimentieren. Zudem konnte die Webseite sehr schnell wachsen, während sich nur ein sehr kleines Team um die Wartung kümmern musste. Im Dezember beschäftigte Pinterest insgesamt nur 12 Mitarbeiter.

Private Cloud: Unternehmen

Viele etablierte Unternehmen stellen das Thema Datenschutz respektive Sicherheit über die hohen Investitionskosten und Wartungskosten einer Private Cloud. Hinzu kommt, dass ich in Gesprächen immer wieder höre, dass "eh bereits Investitionen in Hard-/ Software getätigt wurden" und das nun noch ausgenutzt werden muss. Laut einer Gartner Umfrage planen 75% der Befragten bis 2014 eine Strategie in diesem Bereich. Bereits viele unterschiedliche Unternehmen haben Private Cloud Lösungen in Pilot-Projekten und im produktiven Betrieb im Einsatz. Dabei ist das Hauptziel, für sich den größten Nutzen aus der Virtualisierung zu ziehen.

Infrastruktur bedeutet mehr als nur Infrastruktur

Den Fehler den - vor allem - neue IaaS Anbieter machen ist, sich nur auf reine Infrastruktur zu konzentrieren. Das bedeutet, sie bieten nur die typischen Ressourcen wie Rechenleistung, Speicherplatz, Betriebssystem-Images, weitere Software und Lösungen wie Datenbanken an. Das mag vom IaaS Grundgedanken her auch alles richtig sein, reicht aber mittlerweile nicht mehr aus, um gegen Amazon zu bestehen.

Services, Services, Services

Schaut man sich das Angebot der Amazon Web Services genauer an, besteht es mittlerweile aus viel mehr als nur virtuellen Ressourcen, Rechenleistung und Speicherplatz. Es handelt sich dabei um ein umfangreiches Service-Portfolio, welches stetig und mit einem riesen Tempo ausgebaut wird. Alle Services sind ineinander vollständig integriert und bilden ein eigenes Ökosystem, mit dem ein eigenes Rechenzentrum aufgebaut und komplexe Anwendungen entwickelt und gehostet werden können.

Entwickler sind Amazons Jünger

Auf Grund dieses in sich stimmigen Angebots ist Amazon eine beliebte Anlaufstelle für Entwickler und Startups, die hier viele Möglichkeiten finden, ihre eigenen Ideen umzusetzen. Ich habe über diese Situation schon kritisch geschrieben und bleibe dabei, dass Amazon sich ebenfalls verstärkt auf die Bedürfnisse von Unternehmen konzentrierten sollte. Dennoch sind Entwickler derzeit Amazons Trumpf, welche den Cloud Anbieter zum führenden IaaS weltweit machen.

Komfort

Was AWS derzeit fehlt ist der Komfort. Hier setzen neue Anbieter an und bündeln mit "Infrastructure-as-a-Platform" Lösungen verschiedene IaaS Ressourcen wie Rechenleistung, Speicherplatz, Netzwerkkomponenten usw. und ermöglichen Unternehmen damit den Aufbau eines eigenen Rechenzentrum on-Demand, also ein “Data-Centre-as-a-Service” (DCaaS). In diesem Bereich muss Amazon damit beginnen aufzuholen und ihren bestehenden und neuen Kunden mehr Convenience bieten, mit der diese die Infrastrukturen bequemer nutzen können und während der Konfiguration zudem weniger Zeit und Expertenwissen benötigen. Denn insbesondere IT-Abteilungen von kleinen- und mittelständischen Unternehmen werden in Zukunft auf diesen Komfort achten.

Schwer aber nicht unmöglich

Amazon gehört zu den Cloud Anbietern der ersten Generation und es gibt Bereiche in denen sie aufholen müssen. Aber das Konzept ist sehr ausgefeilt. Unter der Haube sind sie möglicherweise technologisch nicht mehr auf dem neuesten Stand. Aber die Frage ist, wie sehr es einen Kunden interessiert, ob nun Technologie A oder Technologie B in der "Blackbox" eingesetzt wird, solange die Services zur Verfügung stehen, mit denen das verfolgte Ziel realisiert werden kann. Zudem lassen sich bestimmte Technologien auf Grund der losen Kopplung der Infrastruktur und der Services (Building Blocks) austauschen.

Wie ich oben geschrieben habe, ist der Markt groß genug und nicht alle Unternehmen werden zu Amazon gehen. Ich möchte nur darauf aufmerksam machen, dass es mittlerweile nicht mehr reicht, sich nur auf die grundlegenden IaaS-Eigenschaften zu konzentrieren, wenn man ein IaaS-Angebot gegen Amazon in den Ring schickt. Ich hatte vor längerer Zeit die Amazon Web Services der Google Cloud Platform (AWS vs. Google Cloud) bzw. Microsoft Windows Azure (AWS vs. Azure) gegenübergestellt. Beide sind für mich diejenigen Public IaaS Anbieter, die derzeit in der Lage sind, aufzuholen. Allerdings sieht man besonders an Googles Tabelle, dass an einigen Stellen noch so manche Service-Lücken bestehen.


Bildquelle: ©Stephanie Hofschlaeger / PIXELIO



SAP HANA One steht nun auf den Amazon Web Services bereit

Seit Anfang 2012 steht SAP HANA bereits für Entwickler auf der Infrastruktur der Amazon Web Services zur Verfügung. Nun wurde HANA One auch für den Produktivbetrieb zertifiziert und steht auf dem AWS Marketplace bereit. Für 0,99 US-Dollar pro Stunde kann die In-Memory Datenbank auf Amazon EC2 genutzt werden.

SAP HANA One auf den Amazon Web Services

Was ist HANA?

Kurz zusammengefasst ist SAP HANA eine In-Memory Datenbank, mit der zum Beispiel Echtzeit-Analysen durchgeführt werden können oder mit der sich Echtzeit-Anwendungen entwickeln und bereitstellen lassen.

HANA Use Cases

Echtzeit-Analysen

Mit HANA lassen sich zum Beispiel Echtzeit-Analysen wie Data Warehouse Aufgaben oder Vorhersagen auf Big Data Analysen als auch Reportings für den Vertrieb, das Finanzwesen oder Versand erstellen.

Echtzeit-Anwendungen

Ein weiterer Use-Case besteht in der Entwicklung von Echtzeit-Anwendungen z.B. für die Beschleunigung von ERP Kern-Prozessen oder für die Planung und Optimierung.

HANA One nutzen

Die Kosten für SAP HANA One auf AWS betragen 0,99 US-Dollar pro Stunde zzgl. 2,50 US-Dollar pro Stunde für eine EC2 Cluster Compute Eight Extra Large Instanz mit 60,5 GB RAM und Dual Intel Xeon E5 Prozessoren. Das macht in der Summe Software + Hardware 3,49 US-Dollar pro Stunde zzgl. den Standard AWS Gebühren für EBS (Elastic Block Store) und dem Datentransfer.

SAP HANA One steht auf dem AWS Marketplace zum Download bereit.



Amazon baut Marktplatz für seine EC2 Reserved Instances

Amazon hat vorgestern seinen Reserved Instance Marketplace vorgestellt. Dabei handelt es sich um einen Marktplatz, auf dem AWS Kunden ihre EC2 Reserved Instances an andere Unternehmen verkaufen oder Instances anderer Kunden kaufen können.

Amazon baut Marktplatz für seine EC2 Reserved Instances

Flexibilisierung von Reserved Instances

Reserved Instances erlauben es AWS Kunden, sich für einen geringen einmaligen Betrag reservierte Rechenleistungen zu kaufen, die ihnen garantiert zur Verfügung stehen, wenn sie diese benötigen.

Mit dem Reserved Instances Marketplace ermöglicht es AWS seinen Kunden nun diese reservierten Instanzen wieder zu verkaufen, wenn z.B. die AWS Region gewechselt werden soll, sich der Instanztyp ändern muss oder Kapazitäten verkauft werden sollen bei denen noch Laufzeit besteht.

Darüber hinaus lassen sich über den Marktplatz nun auch Reserved Instances einkaufen, die nicht an die bekannten Laufzeiten von einem oder gar drei Jahren gebunden sind. Damit lassen sich auch Projekte mit einer garantierten Rechenleistung von bspw. sechs Monaten absichern.

Der Marktplatz und weitere Informationen befinden sich unter http://aws.amazon.com/de/ec2/reserved-instances/marketplace



FastGlacier: Der erste Windows Client für Amazon Glacier

Es ist nicht einmal eine Woche her, dass die Amazon Web Services ihren Tape-Library Killer bzw. Service für das Langzeit-Backup Amazon Glacier präsentiert haben. Nun steht der erste Windows Client - FastGlacier - von NetSDK Software zum Download bereit. Da Amazon sich i.d.R. nicht um eigene GUI Clients für seine Services kümmert, zeigt dies, dass das Ökosystem um die Amazon Web Services herum gut funktioniert.

FastGlacier: Der erste Windows Client für Amazon Glacier

FastGlacier - Windows Client für Amazon Glacier

FastGlacier ist ein kostenloser Windows Client für Amazon Glacier, mit dem Daten von einem Windows basierten System auf den Speicher von Amazon Glacier hoch- und heruntergeladen sowie verwaltet werden können. Die Software unterstützt das parallele Hochladen von Dateien inkl. Pause und Resume Funktion. Darüber hinaus können mehrere Amazon Glacier Accounts genutzt werden. Mit FastGlacier lassen sich Dateien mit einer Größe von bis zu 40TB verwalten, die ebenfalls via Drag and Drop mit dem Windows Explorer hin- und hergeschoben werden können.

Für die private Nutzung ist FastGlacier kostenlos. Wer die Software im Unternehmen, Regierungsbereich oder anderweitig kommerziell einsetzen möchte, zahlt pro Lizenz 29,95 US-Dollar. Wobei es bereits ab der zweiten Lizenz Ermäßigungen gibt.

Amazon Glacier

AWS beschreibt Amazon Glacier als einen kostengünstigen Storage Service, der dafür entwickelt wurde, um Daten dauerhaft zu speichern. Zum Beispiel für die Datenarchivierung bzw, die Datensicherung. Der Speicher ist, entsprechend der aktuellen Marktsituation, sehr günstig. Kleine Datenmengen können ab 0,01 US-Dollar pro GB pro Monat gesichert werden. Um den Speicher so kostengünstig anzubieten, ist der Service, im Vergleich zu Amazon S3, für solche Daten gedacht, auf die selten zugegriffen wird und deren Zugriffszeit mehrere Stunden betragen darf. Dateien, die per Glacier gesichert werden, sollen laut Amazon eine Langlebigkeit von 99,999999999 Prozent aufweisen. Bei einer Speichermenge von 100 Milliarden Objekten entspricht das den Verlust von einem Objekt pro Jahr.

Weitere Lösungen von NetSDK Software

Neben FastGlacier bietet NetSDK Software mit TntDrive bereits eine Lösung für das Mapping von Amazon S3 Buckets als Windows Laufwerk und mit dem S3 Browser einen kostenlosen Windows Client (Browser) für Amazon S3.



Amazon Web Services präsentieren Amazon Glacier: Günstiger Cloud Storage für das Langzeit-Backup

Die Amazon Web Services (AWS) haben gestern Amazon Glacier vorgestellt. Dabei handelt es sich um einen Cloud Service für die Datenarchivierung bzw. für das Langzeit-Backup. Glacier soll Unternehmen dazu bewegen, ihre Tape Libraries aufzugeben und die Daten stattdessen kostengünstig in die Cloud zu verlagern. Dateien, die per Glacier gesichert werden, sollen laut Amazon eine Langlebigkeit von 99,999999999 Prozent aufweisen. Bei einer Speichermenge von 100 Milliarden Objekten entspricht das den Verlust von einem Objekt pro Jahr.

Amazon Web Services präsentieren Amazon Glacier: Günstiger Cloud Storage für das Langzeit-Backup

Amazon Glacier

AWS beschreibt Amazon Glacier als einen kostengünstigen Storage Service, der dafür entwickelt wurde, um Daten dauerhaft zu speichern. Zum Beispiel für die Datenarchivierung bzw, die Datensicherung. Der Speicher ist, entsprechend der aktuellen Marktsituation, sehr günstig. Kleine Datenmengen können ab 0,01 US-Dollar pro GB pro Monat gesichert werden. Um den Speicher so kostengünstig anzubieten, ist der Service, im Vergleich zu Amazon S3, für solche Daten gedacht, auf die selten zugegriffen wird und deren Zugriffszeit mehrere Stunden betragen darf.

Hintergrund: Amazon Glacier

Daten in Amazon Glacier werden als ein Archive gespeichert. Dabei kann ein Archiv aus einer einzigen oder mehreren einzelnen zusammengefassten Dateien bestehen, die in einem sogenannten Tresor organisiert werden können. Der Zugriff auf einen Tresor kann über den AWS Identity and Access Management-Service (IAM) gesteuert werden. Um ein Archiv von Glacier zu laden, ist ein Auftrag erforderlich. Die Bearbeitung so eines Auftrags benötigt, laut Amazon, in der Regel zwischen 3,5 bis 4,5 Stunden.

Tape Library Ade

Mit Amazon Glacier nimmt AWS den Kampf mit on-Premise Speichersystemen, in erster Linie mit den, im Unternehmensumfeld stark verbreiteten, Tape Libraries auf. Insbesondere die hohe Datenredundanz und der Preis sind ausschlaggebende Argumente gegen die in die Jahre gekommene Tape Technologie.

Anstatt auf gewohnte Speichersysteme, verlässt sich Amazon Glacier auf kostengünstige Commodity Hardware. (Der ursprüngliche Ansatz, Cloud Computing kostengünstig anzubieten.) Für eine hohe Datenredundanz besteht das System aus einer sehr großen Menge von Speicher-Arrays, die sich aus einer Vielzahl von kostengünstigen Festplatten zusammensetzen.

Wie Werner auf seinem Blog schreibt, wird Amazon Glacier in naher Zukunft mir Amazon S3 verschmelzen, um Daten zwischen den beiden Services nahtlos übertragen zu können.

Mit Amazon Glacier zeigen die Amazon Web Services wieder einmal, dass sie der disruptivste und mit Abstand innovativste Cloud Computing Anbieter im Bereich Infrastructure-as-a-Service sind.


Bildquelle: All Things Distributed



AWS Elastic Beanstalk unterstützt nun Python und eine nathlose Datenbankintegration

AWS Elastic Beanstalk unterstützt nun auch Python Applikationen. Das hat Amazon auf seinem Blog angekündigt. Elastic Beanstalk ist eine Art Platform-as-a-Service (PaaS) von Amazon über den PHP, Java, .NET und nun auch Python Anwendungen ausgerollt und verwaltet werden können. Dazu wird der jeweilige Anwendungscode in die Amazon Cloud hochgeladen und Elastic Beanstalk sorgt für das hochfahren entsprechender Amazon EC2 Instanzen, Load Balancer, das Auto Scaling und Monitoring.

AWS Elastic Beanstalk unterstützt nun Python und eine nathlose Datenbankintegration

Python in der Amazon Cloud

Elastic Beanstalk ist in der Lage Python Applikationen auszuführen, die für den Apache HTTP Server und WSGI bestimmt sind. Das bedeutet, dass Beanstalk ebenfalls Django und Flask Applikationen unterstützt. Neben der AWS Management Console lassen sich Anwendungen zusätzlich über eb und Git mit der Kommandozeilen ausrollen.

Integration mit Amazon RDS

Sollte eine Anwendung eine relationale Datenbank benötigen, ist Elastic Beanstalk in der Lage, eine Amazon RDS Datenbank Instanz für die Anwendung zu starten. Die RDS Datenbank Instanz wird dazu automatisch so konfiguriert, dass sie mit der Amazon EC2 Instanz kommuniziert, auf welcher sich die eigentliche Anwendung befindet.

Anpassen der Python Umgebung

Die eigene Python Laufzeitumgebung für Elastic Beanstalk kann mit einer Reihe von deklarativen Textdateien innerhalb der Anwendung angepasst werden. Sollte die Anwendung bspw. eine requirements.txt in der oberen Verzeichnisebene benötigen, sorgt Elastic Beanstalk mittels pip automatisch dafür, dass die entsprechenden Abhängigkeiten installiert werden.

Darüber bietet Elastic Beanstalk nun einen neuen Konfigurations-Mechanismus, mit dem Pakete über yum installiert, Skripte eingerichtet und Umgebungsvariablen gesetzt werden können. Dazu muss lediglich ein ".ebextensions" Verzeichnis innerhalb der Python Anwendung erstellt und dieses in die "python.config" eingetragen werden. Elastic Beanstalk lädt diese Konfigurationsdatei und installiert anschließend die yum Pakete, führt die Skripte aus und setzt die Umgebungsvariablen.

Snapshot der Logdateien erstellen

Um Probleme zu debuggen können ab sofort Snapshots aus der AWS Management Console erstellt werden. Elastic Beanstalk fasst die ersten 100 Zeilen aus verschiedenen Logdateien zusammen. Darunter die Apache Error Log. Die Snapshots werden in Amazon S3 gespeichert und automatisch nach 15 Minuten gelöscht.



Die Amazon Web Services erweitern Amazon RDS um weitere Funktionen für Oracle Datenbanken

Die Amazon Web Services haben vier neue Funktionen für Amazon RDS for Oracle präsentiert. Darunter die Möglichkeit, die Datenbank in einer Private Cloud zu betreiben. Dazu können Unternehmen nun RDS (Relational Database Service) Instanzen mit einer Oracle Datenbank innerhalb einer VPC (Virtual Private Cloud) nutzen. Administratoren erhalten, im Vergleich zu einer Standard Instanz oder einer virtuellen Maschine, damit mehr Kontrolle.

Die Amazon Web Services erweiterten Amazon RDS um weitere Funktionen für Oracle Datenbanken

Erweiterter Oracle Support

Weitere neue Funktionen sind die Unterstüzung für Oracle APEX (Application Express), XML DB und Time Zone. Mit Time Zone können Administratoren Informationen zu Timestamps persistent speichern, wenn Benutzer die Amazon Web Services über mehrere Zeitzonen hinweg verteilt einsetzen.

Bei APEX handelt es sich um eine freies Web-basiertes Entwicklungstool für Oracle Datenbanken. Mit dem Tool sollen ebenfalls Entwickler mit geringen Programmierkenntnissen Anwendungen entwickeln und ausrollen können. Das Entwicklungs-Framework für APEX bietet Wizards und Eigenschaftsfenster für die jeweiligen Objekte, mit denen Anwendungen geschrieben und gewartet werden sollen. Amazon RDS unterstützt die APEX Version 4.1.1.

XML DB ist eine Funktion von Oracle Datenbanken und bietet native XML Speicher- und Abfrage-Möglichkeiten.

Amazon RDS for Oracle

Mit Amazon RDS lassen sich Oracle Database 11g auf der Amazon Cloud bereitstellen. Der Service bietet Datenbank-Administrationsaufgaben wie das Provisioning, Backups, Software-Patches, Monitoring und Hardware-Skalierung.

Unternehmen können entweder ihre eigenen Datenbanken-Lizenzen nutzen oder lassen Amazon sich um die Lizenzierung kümmern. Die Preise betragen dann 0,11 Dollar pro Stunde bzw. 0,16 Dollar pro Stunde.

Erst kürzlich hatte Amazon eine Reihe von Verbesserungen für seinen Cloud-basierten Datenbank-Service Dynamo vorgestellt. Darunter die Aktualisierung der DynamoDB Management-Konsole.



Vorteile und Nachteile von Open-Source Cloud Computing Lösungen

Open-Source Cloud Frameworks haben in den vergangenen Monaten einen riesen Hype erlebt. Die vermeintlich großen Player wie Rackspace, HP, VMware und Citrix sorgen für die finanzielle Unterstützung von Lösungen wie OpenStack oder CloudStack und lassen unaufhörlich ihre Marketingkampagnen laufen. Dabei verfolgen alle genannten nur ein Ziel: Den Cloud Computing Krösus Amazon Web Services vom Thron zu stoßen. Allerdings müssen sich die Open-Source Anbieter die Frage gefallen lassen, ob ihre Technologien bereits für den Einsatz im Unternehmen taugen.

Vor- und Nachteile von Open-Source Clouds

Open-Source Cloud-Implementierungen gibt es erst seit ein paar Jahren und haben bis jetzt noch nicht ausreichend Anwendungsfälle im produktiven Betrieb. Obwohl eine Reihe von Early-Adoptern aus dem Telkosektor, Finanzdienstleister und wissenschaftliche Einrichtungen bereits Alternativen in Open-Source Cloud Systeme suchen, ist die Vielzahl an Unternehmen darüber nicht informiert. Es lohnt sich daher mal einen Blick auf die Vor- und Nachteile zu werfen.

Vorteil: Flexibilität

Per Definition bieten Open-Source Clouds ein höheres Maß an Flexibilität als der proprietäre Mitbewerb. Statt sich einfach nur mit dem Lesen von Anleitungen zufrieden zugeben oder an Schulungen teilzunehmen, können Nutzer selbst Änderungen an dem Code vornehmen und sich selbst mit eigenem Code an verschiedenen Projekten beteiligen. Zudem können sie eigene Projekte starten, eigene Dokus zur Verfügung stellen oder Seminare abhalten. Interaktionen mit der Gemeinschaft und der damit verbundenen Weiterbildung ermöglichen dem Anwender mehr Flexibilität bei der Gestaltung ihres Cloud-Designs und fördert innovative interne oder externe Lösungen.

Vorteil: Vendor Lock-In

Ein Argumente der Open-Source Cloud Community ist die Prävention vor einem Vendor Lock-in. Die Argumente sind einfach. Wird eine Cloud auf Basis einer offenen und weit verbreiteten Open-Source Technologien aufgebaut, hat kein Anbieter die Möglichkeit die volle Kontrolle über das Open-Source Framework zu erhalten. Damit können Anwender schneller auf die Entwicklung der Technologien im Rahmen des Open-Cloud Stacks reagieren. Darüber hinaus geben Open-Source Clouds dem Nutzer die Freiheit, seine Cloud an seine individuellen Bedürfnisse und Unternehmensziele anzupassen, statt diese anhand einer einzigen proprietäre Lösung aufzubauen.

Vorteil: Einsparung

Open-Source Software ermöglicht auf Grund seiner Lizenzierung die kostenlose Nutzung und hat damit preislich einen enormen Vorteil gegenüber dem kommerziellen Mitbewerb. Egal ob sich ein Nutzer nun für ein reines Open-Source Angebot oder für eine kommerzielle Open-Source Lösung entscheidet, wird er im Vergleich zu einer proprietären Software Kosten sparen können. In jedem Fall besteht für jedes Unternehmen die Möglichkeit, durch Open-Source Software, bei gleichzeitiger Erhöhung der Flexibilität, die Kosten zu senken, was einen Gewinn für jede Organisation darstellt.

Vorteil: Kontrolle, Offene Standards, APIs

Eine Open-Source Cloud setzt auf offene Standards und APIs und wird nicht von einem einzigen Hersteller kontrolliert. Das erlaubt es Unternehmen, die Kontrolle über die darunter liegende Hardware Infrastruktur und Managementplattform zu behalten, unabhängig davon, um welche Technologie es sich handelt. Des Weiteren ermöglichen offene APIs eine bessere Integration in bestehende offene oder proprietäre Lösungen, womit sichergestellt wird, dass aktuelle IT-Investitionen innerhalb der neuen Architektur weiterhin relevant sind.

Vorteil: Portabilität

Baut man seine Cloud auf Basis von Open-Source auf, sollte man immer schauen, wie es mit der Interoperabilität zu anderen Public, Private oder Hybrid Cloud Lösungen ausschaut. Entscheidet man sich für eine offene Technologie erhält man damit ein höheres Maß an Portabilität innerhalb des großen Cloud Ökosystems. Anstatt ihre eigenen Möglichkeiten auf proprietäre Technologien zu beschränken, können sich Nutzer an unterschiedlichen Open-Source Cloud Technologien bedienen und damit ihre IT-Entscheidungen unterstreichen und die eigenen Bedürfnisse und Unternehmensziele damit unterstützen.

Nachteil: Mangel an Unterstützung

Anwender die sich dafür entscheiden, ihre Cloud auf reiner Open-Source Software aufzubauen, begeben sich bzgl. Support in die Abhängigkeit des Open-Source Projekts. Das kann ganz schön zäh und schmerzhaft werden. Denn der Support kommt hier anhand von Foren, Chats, Q&A Systemen und Bug-Tracking Systemen von der Crowd. Zudem sollte man sich als Nutzer aktiv in der Community beteiligen und etwas dazu beitragen, was in der Welt der kommerziellen Software nicht notwendig ist. Auf der anderen Seite kann man sich für kommerzielle Open-Source Cloud Lösungen entscheiden, die für professionellen Support sorgen.

Nachteil: Kosten

Zwar haben Open-Source Lösungen auf Grund der in der Regel kostenlosen Lizenzen, im Vergleich zu kommerzieller Software, einen Kostenvorteil, allerdings gibt es auch hier Kosten die nicht zu vernachlässigen sind. Zum einen wird für den Aufbau einer Open-Source Cloud ein nicht zu unterschätzendes Wissen für die Entwicklung benötigt. Zum anderen müssen auch die Administratoren für einen einwandfreien Betrieb der Infrastruktur sorgen, wofür intensive Kenntnisse für die Verwaltung und Wartung der Lösung erforderlich sind. Darüber hinaus wird externes Fachwissen in Form von Beratung oder Entwicklung-Ressourcen benötigt.

Nachteil: Reifegrad

Je schneller sich das Open-Source Cloud Ökosystem entwickelt, kann sich ein Anwender nicht zwangsläufig darauf verlassen, das und wie lange ein Open-Source Projekt bestand hat. Wenn sich ein Cloud Architekt während des Designs einer Open-Source heute für eine bestimmte Technologie entscheidet, kann es durchaus passieren, das ihn diese in Zukunft einholen wird, da das Projekt eingestellt und nicht mehr weiterentwickelt wird. Mit den stetig steigenden Open-Source Projekten und unterschiedlichen Ansichten ist es für den Anwender zunehmend schwieriger geworden sich für den "richtigen" Weg zu entscheiden.

Fazit

Entscheider die sich für eine Cloud Infrastruktur entscheiden wollen diese hochverfügbar, einfach zu bedienen und so agil, dass sie sich mit den Bedürfnissen der Unternehmensziele verändert. Es ist daher entscheidend, dass sich ein Entscheider zunächst über die Unternehmensziele im klaren ist und sich mit seiner bestehenden IT-Infrastruktur auseinandersetzt, bevor er über den Aufbau einer Open-Source oder proprietären Cloud Infrastuktur nachdenkt. Möglicherweise kann man auch zu dem Ergebnis kommen, dass eine eigene Cloud für das Unternehmen keinen nennenswerten Vorteil bietet und andere Möglichkeiten evaluiert werden müssen.

Sollte die Entscheidung zu Gunsten einer Open-Source Cloud Lösung fallen, macht es durchaus Sinn eine kommerzielle Open-Source Software in Betracht zu ziehen, hinter der ein Unternehmen steht, das für die Kontinuität des Projekts und eine klare Richtung sorgt und darüber hinaus professionellen Support bietet. Damit kann das Risiko einer Open-Source Cloud Lösung deutlich minimiert werden.


Bildquelle: https://new.edu



Netflix veröffentlicht seinen Chaos Monkey

Netflix hat den Quellcode für seinen Chaos Monkey veröffentlicht. Das schreiben Cory Bennett und Ariel Tseitlin auf dem Netflix-Blog. Unternehmen die ernsthaft Systemarchitekturen in der Cloud der Amazon Web Services (AWS) betreiben wollen und sich auf Ausfälle von AWS vorbereiten möchten, sollten auf den Chaos Monkey zurückgreifen, um das eigene System zu stabilisieren.

Der Chaos Monkey

Der Chaos Monkey ist ein Service der auf den Amazon Web Services läuft, nach Auto Scaling Groups (ASGs) sucht Instanzen (virtuelle Maschinen) pro Guppe wahllos beendet. Dabei ist die Software flexibel genug entwickelt worden, dass sie ebenfalls auf den Plattformen anderer Cloud Anbieter funktioniert. Der Service ist voll konfigurierbar, läuft standardmäßig aber an gewöhnlichen Werktagen von 09.00 Uhr bis 15.00 Uhr. In den meisten Fällen hat Netflix seine Anwendungen so geschrieben, dass diese weiterhin funktionieren, wenn eine Instanz plötzlich Probleme hat. In speziellen Fällen passiert das bewusst nicht, damit die eigenen Leute das Problem beheben müssen, um daraus zu lernen. Der Chaos Monkey läuft also nur ein paar Stunden am Tag, damit sich die Entwickler nicht zu 100% auf ihn verlassen.

Weitere Informationen zum Chaos Monkey und der Simian Army gibt es unter "Netflix: Der Chaos Monkey und die Simian Army – Das Vorbild für eine gute Cloud Systemarchitektur".

Chaos Monkey Quellen



Amazon Web Services (AWS) präsentieren neuen EC2 High I/O Instanz-Typ mit 2 TB SSD Speicher. Netflix mit erstem Benchmark.

Immer mehr moderne Web- und mobile Applikationen sind von einem hohen I/O Durchsatz abhängig. Für das Darstellen umfangreicher Informationen und Graphiken sowie der Reaktion auf Interaktionen in Echtzeit, sind die Anwendungen darauf angewiesen eine Menge an Daten zu speichern und auf diese zuzugreifen. Die Amazon Web Services (AWS) haben nun darauf reagiert und gestern einen neuen EC2 Instanz-Typ für Anwendungen mit einem hohen I/O Durchsatz und einer geringen Latenz präsentiert. Nach Angaben von Amazon ist die Instanz ideal für den Einsatz von NoSQL Datenbanken wie Cassandra und MongoDB.

Amazon Web Services (AWS) präsentieren neuen EC2 High-Performance Instanz-Typ mit 2 TB SSD Speicher. Netflix mit erstem Benchmark.

Eigenschaften der High I/O EC2 Instanz

Die erste Instanz aus der neuen High I/O Reihe nennt sich High I/O Quadruple Extra Large (hi1.4xlarge) und verfügt über die folgende Spezifikation:

  • 8 virtuelle Kerne, insgesamt 35 ECU (EC2 Compute Units)
  • HVM und PV Virtualisierung
  • 60,5 GB RAM
  • 10 Gigabit Ethernet
  • 2TB lokaler SSD Speicher, ein Paar von jeweils 1TB

Die High I/O Quadruple Extra Large Instanzen stehen aktuell in den Regionen US East (Northern Virginia) und EU West (Ireland) bereit. Die Kosten betragen 3,10 Dollar bzw. 3,41 Dollar pro Stunde.

Netflix präsentiert ersten Benchmark

Netflix Cloud Architekt Adrian Cockcroft hatte bereits im März 2012 während eines Interviews darüber philosophiert, dass es in Zukunft schnellere I/O Mechanismen in der Cloud geben muss und hatte sich den Einsatz von SSDs (Solid-State-Drives) als Speichertechnologie für die Amazon Cloud gewünscht.

Nach Ankündigung der neuen Technologie, lies es sich Cockcroft natürlich nicht nehmen, eigene Test durchzuführen und hat dazu einen umfangreichen Benchmark veröffentlicht, der hier zu finden ist.

Neue EC2 Instance Status Metriken

Neben dem neuen High I/O Instanz-Typ hat AWS ebenfalls weitere Status Metriken für EC2 eingeführt. Es existieren zwei unterschiedliche Tests, die System Status Checks und Instanz Status Checks. Die Ergebnisse der Tests werden auf der AWS Management Console veröffentlicht und können ebenfalls über die Kommandozeile und den EC2 APIs abgerufen werden.

Zudem können die Metriken nun auch über Amazon CloudWatch abgefragt werden. Zu jeder Instanz gehören drei Metriken, die alle 5 Minuten aktualisiert werden:

  • StatusCheckFailed_Instance = "0" wenn der Instanz-Check positiv ist, ansonsten "1".
  • StatusCheckFailed_System = "0" wenn der System-Check positiv ist, ansonsten "1".
  • StatusCheckFailed = "0" wenn keiner der beiden oben genannten Wert "0" ist, sonst "1".


Microsoft attackiert die Amazon Web Services über die Private Cloud

Microsoft portiert seine Cloud Lösungen Windows Azure Web Sites, Virtual Machines und das Service Management Portal auf den Windows Server und ermöglicht es damit Hosting Anbieter ihren Kunden hochverfügbare Webseiten und Infrastructure-as-a-Service Lösungen auf Basis von Microsoft Cloud Technologien anzubieten. Anders als die Google Compute Engine, lassen sich die neuen Microsoft Cloud Lösungen prinzipiell auch in einer Private Cloud aufbauen. Die Cloud Implementierung, die sich bei etablierten Unternehmen tendenziell als die Bevorzugte herausstellt.

Microsoft Hosting Services

Die Microsoft Hosting Services setzten sich im Kern aus der "Windows Server Hosting Platform", "Infrastructure-as-a-Service", "Windows Azure" und den "Business Productivity Hosting Solutions" zusammen. Dabei bietet die Hosting Plattform ein Framework, Web Server, Datenbanken und weitere Tools, mit denen Web Seiten auf Windows gehostet werden können. Mit dem "Dynamic Data Center Toolkit" können Web-Hoster on-Demand virtuelle Server, Cluster, Netzwerkinfrastrukturen und Speicherplatz bereitstellen. Über Windows Azure stehen Möglichkeiten zur Verfügung, neue Anwendungen auszurollen sowie neue Cloud Services zu erstellen. Die "Business Productivity Hosting Solutions" ermöglichen das Anbieten von Business Anwendungen auf Basis von Microsoft Exchange 2010 und SharePoint 2010.

Granularer wird zwischen "Web Sites", "Virtual Machines", dem "Service Management Portal" und einer "API" unterschieden.

Web Sites

Mit "Web Sites" können hochverfügbare und skalierbare Webseiten-Infrastrukturen aufgebaut werden, mit denen man über 10.000 Seiten in einer einzigen Web Farm verwalten kann. Zudem werden unterschiedliche Frameworks und Sprachen wie ASP.NET, ASP, PHP und Node.js mit einer vollständigen Git Integration unterstützt.

Virtual Machines

Zusammen mit bekannten Microsoft Technologien wie System Center und Windows Server lassen sich Infrastructure-as-a-Service Angebote aufbauen, mit denen virtuelle Machinen mit Windows Server und Linux bereitgestellt werden.

Service Management Portal und API

Anhand einer Metro-basierten Oberfläche und einem Self-Service Portal lassen sich "Web Sites" und "Virtual Machines" verwalten. Mit einer REST-basierten API lässt sich das Portal anpassen und erweitern, um damit bspw. andere Portal anzubinden.

Amazon ist ein reiner Service Anbieter

Auch wenn sich das neue Microsoft Angebot in erster Linie an Hosting-Anbieter richtet, sollte man nicht vergessen, wie einfach es ist, die Lösungen für die Private Cloud verfügbar zu machen.

Die Amazon Web Services verstehen es zwar hochwertige Public Cloud IaaS auszuliefern. Wenn es um die on-Premise Anforderungen von Unternehmen geht, hat Microsoft hier allerdings die Nase vorn. Wo AWS in der Cloud geboren ist und langsam damit anfangen muss, etablierte Kunden von der Basis abzuholen, um das große Geschäft zu machen, kommt Microsoft aus dem on-Premise Bereich und ist hier mit Abstand Marktführer.

Zudem weiß Microsoft, was es bedeutet, Software anzubieten, diese zu warten, Updates auszuliefern usw. Amazon ist ein reiner Service Anbieter und ist in kurzer Zeit nicht in der Lage diese Expertise und vor allem die notwendigen Vertriebskanäle aufzubauen.

Private Cloud wird bevorzugt

Und genau darin besteht auch Microsofts großer Vorteil. Das Unternehmen befindet sich bereits dort, wo die meisten Unternehmen gerne bleiben möchte, in den eigenen vier Wänden ihres Rechenzentrums, in der Private Cloud. Laut einer KPMG-Studie haben fast 60% (400 Befragte) der IT-Entscheider gute Erfahrung mit Private Cloud Lösungen gemacht. 21% wollen in Zukunft hier gezielter investieren. Dabei fließen bereits 19% des IT-Budgets in die Private Cloud, bevorzugt in Infrastructure-as-a-Services.

Für das Jahr 2013 wollen ein Drittel der befragten Unternehmen 26% - 50% ihres IT-Budget in die Private Cloud stecken. Darüber hinaus interessieren sich ca. 90% der Unternehmen nicht(!) für die Public Cloud, wobei 6% diese nutzen und 7% darüber nachdenken.

Amazons einziger Private Cloud Anker heißt Eucalyptus

Man kann sich nun die Frage stellen, ob AWS überhaupt daran interessiert ist, mit Microsoft in der Private Cloud in den Wettbewerb zu ziehen. Egal wird es ihnen allerdings nicht sein, das haben Maßnahmen zu Beginn des Jahres gezeigt.

Genauer geht es um den Deal der Amazon Web Services mit Eucalyptus Inc., die einen Fork der Amazon Web Services für die Private Cloud anbieten. Die Kooperation ist so aufgebaut, das Entwickler aus beiden Unternehmen Lösungen schaffen werden, um Private Cloud Lösungen auf Basis von Eucalyptus mit der Amazon Infrastruktur nahtlos zu verbinden. Zudem sollen die Kunden für die Nutzung von AWS als auch Eucalyptus dieselben Management Tools verwenden können. Darüber hinaus soll die Kompatibilität beider APIs verbessert werden.

Eucalyptus ist derzeit also der einzige Weg für die Amazon Web Services in die Rechenzentren der Unternehmen, wo Microsoft bereits wartet.