OpenStack als echte Alternative zu kommerziellen Lösungen?

Betrachtet man den Einsatz von OpenStack im Unternehmensumfeld, so wird schnell klar, dass sowohl der Bekanntheits- als auch der Einsatzgrad von OpenStack vor allem in den letzten Jahren stark zugenommen hat. OpenStack wird somit zunehmend – vor allem auch durch die breite Riege an unterstützenden Unternehmen – Enterprise-fähig und braucht sich nicht mehr vor den proprietären Cloud Lösungen zu verstecken. Diese Erkenntnis konnte auch durch die im Auftrag von IBM durchgeführte Studie von Crisp Research OpenStack als Basis für offene Cloud Architekturen bestätigt werden. Doch welche Gründe sprechen für den Einsatz von OpenStack in deutschen Unternehmen und welche Herausforderungen sehen Unternehmen noch heute, wenn sie mit dem Gedanken einer Einführung von OpenStack als Infrastrukturgrundlage im Rahmen einer offenen Cloud Architektur für ihr Unternehmen spielen?

OpenStack ist in Deutschland in aller Munde

War OpenStack noch vor einigen Jahren nur Service-Providern und wenigen großen Firmen bekannt, so hat es sich mittlerweile zum defacto Standard für offene Cloud Architekturen gemausert. Denn die Mehrheit an deutschen Unternehmen setzt OpenStack entweder heute schon ein (24 Prozent) oder plant den zukünftigen Einsatz von OpenStack in ihren Unternehmen (51 Prozent). Auch der Bekanntheitsgrad von OpenStack spricht Bände. 89 Prozent der befragten deutschen Unternehmen, die sich mit Cloud Computing beschäftigen, kennen OpenStack. Von den befragten Unternehmen gibt nur eine kleine Gruppe (14 Prozent) an, dass sie OpenStack zwar kennen, aber weder heute noch zukünftig auf OpenStack setzen werden.

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Einsatz von OpenStack im Unternehmen: Das Für und Wider

Diese hohe Einsatzbereitschaft liegt sehr wahrscheinlich auch in den wahrgenommen positiven Eigenschaften von OpenStack für die Cloud Strategie begründet. Vor allem der Open-Source Gedanke und die Effizienzsteigerungen sind dabei Gründe, die aus Sicht der befragten Unternehmen für den Einsatz von OpenStack sprechen. Aber natürlich kommen in diese Überlegungen auch wirtschaftliche Faktoren, wie Kosteneinsparungen, zum Tragen. Ein weiteres positives Attribut, welches in Verbindung mit OpenStack von vielen Unternehmensentscheidern wahrgenommen wird, ist der hohe Grad an Kontrolle über den eigenen Cloud-Infrastruktur-Stack sowie die Flexibilität im Hinblick auf die genutzten Hardware- und Technologiekomponenten. Auch die im Rahmen von Cloud Computing oftmals erwähnte Sorge um Vendor-Lock-in fällt für viele der befragten Unternehmen durch die Herstellerunabhängigkeit in weiten Teilen weg.

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Neben den vielen Vorteilen sehen die Unternehmen jedoch auf der anderen Seite auch einige Faktoren, welche den derzeitigen und zukünftigen Einsatz von OpenStack bremsen. So erscheint den Unternehmensentscheidern OpenStack technologisch sehr komplex und sie erkennen einen hohen Integrationsaufwand. Hinzu kommt, dass es in Deutschland nach Meinung der befragten Entscheider derzeit noch zu wenig bekannte lokale Referenzprojekte und eine geringe Marktdurchdringung gibt. Auch bei der internen und externen Personalbasis haben die befragten deutschen IT-Entscheider derzeit noch bedenken. Denn ihrer Meinung nach gibt es zum jetzigen Zeitpunkt nur wenig qualifizierte Dienstleister und Integratoren am Markt und sie sehen außerdem noch eine geringe Verfügbarkeit von internen Skills.

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Sie können von OpenStack und Open-Source nicht genug bekommen? Weiterführende Informationen zu diesen Themen finden Sie in der Studie OpenStack als Basis für offene Cloud Architekturen , welche von Crisp Research im Auftrag von IBM erstellt wurde. Diese steht kostenfrei unter OpenStack als Basis von offenen Cloud Architekturen zum Download bereit.