Multi Cloud Migration & Operations – No EAM? No Party!

  • Die großen Cloud Provider und die Anwenderunternehmen haben sich angenähert – Enterprise Workloads finden immer öfter ihre Heimat in der Hybrid & Public Cloud
  • Der Weg dorthin geht über die Migration und Modernisierung der Anwendungen, doch das ist nicht so einfach, wie es klingt
  • Vor, während und nach der Cloud-Transformationsphase brauchen Unternehmen möglichst viele Informationen zu ihren Anwendungen, um keine Fehler zu machen – hier kommt Enterprise Architecture Management ins Spiel

Egal ob Google, AWS oder Microsoft – die Public Cloud Provider sind schon seit einiger Zeit auf den Enterprise-Zug aufgesprungen. Die Unternehmen haben etwas gebraucht, um diesen Vorstoß als große Geste der Anbieter anzunehmen, ganz besonders im deutschsprachigen Raum. Durch die zahlreichen Entwicklungen der Cloud Anbieter in Richtung Hybrid Clouds, seien es Partnerschaften, eigene On-Premise-Produkte oder auch Machine Learning und Cloud Management Tools, haben die Unternehmen nach langer Anlaufphase endlich die Möglichkeit, Cloud Architekturen als de-facto Standard und Grundlage für ihre Enterprise IT zu nutzen.

Anwendungsmodernisierung für die Cloud – Butter bei die Fische

Aus diesem Grund ist das Cloud-Migrationsfieber in zahlreichen Unternehmen voll entbrannt. Die IT-Abteilung hat nicht nur die Chance, Anwendungen am Ende ihre Lifecycles und andere Legacy-Anwendungen in die Cloud zu hieven und Performance- und Effizienzvorteile zu ergründen, sondern kann auch bei den digitalen Anwendungen wieder als Umsetzer und wichtiger Mittelsmann fungieren. 

Denn bis vor nicht allzu langer Zeit war in vielen Unternehmen Cloud Computing kaum ein Spiel für die IT- und Anwendungsabteilungen. Vielmehr haben die Digitalabteilungen an der IT vorbei ihre Cloud-Architekturen aufgebaut – nicht immer erfolgreich.

Nun ist es an der Zeit, auch weil eben die Tools und Reife der Cloud vorhanden sind, dass die Unternehmen wieder geordnet in Richtung der Cloud wandern. Das zeigt sich auch im Trendbarometer der Cloud für deutsche Unternehmen. In einer aktuellen Studie von Crisp geben 83 Prozent der Unternehmen an, einen Großteil ihrer Anwendungen schon bald in die Cloud zu verlagern. Jedes dritte Unternehmen befindet sich dazu in einem groß angelegten Transformationsprojekt oder begibt sich in ein solches.

Ready, set, Go – Ohne die richtigen Daten passiert erstmal gar nichts

Soweit klingt das Vorhaben der Anwender ja durchaus schön & gut. Ein klares Commitment in Richtung Cloud, positive Vorzeichen und trotz anhaltender Wirtschaftsschwankungen auch ausreichende Budgets (um schlussendlich auch kosteneffizienter zu werden) scheinen vorhanden zu sein.

Doch wie funktioniert dieser Umzug nun in der Praxis? Andy Jassy, CEO von AWS hat in seiner Keynote auf der diesjährigen re:invent in Las Vegas ein sehr plakatives Beispiel genutzt. Wenn ein Umzug ansteht, mistet man auch aus. Alte Möbel, die nicht mehr gebraucht werden, werden durch neue ersetzt, andere werden noch einmal aufbereitet, um zukünftig am neuen Platz zu erstrahlen.

Das gleiche Prinzip gibt es auch in der Cloud-Migration. Workloads werden via Lift & Shift nahezu genauso wie in der On-Premise-Architektur in die Cloud überführt. Sie können auch modernisiert werden, indem entweder einzelne Bestandteile wie das Betriebssystem, einzelne Tools oder die Datenbanken erneuert oder ausgetauscht werden. Ebenso ist es denkbar, dass Anwendungen ersetzt werden und als “built new Cloud Native” Anwendungen zu neuem Leben erwachen.

Um herauszufinden, welche Strategie für welche Anwendung die richtige ist, braucht es eine Vielzahl von Informationen zur jeweiligen Anwendung. So spielen das Lastverhalten, die APIs & Schnittstellen, Releasezyklen, Downtimes, Management-Tooling etc. eine erhebliche Rolle für die passende Entscheidung.

Gerade in unübersichtlichen Anwendungslandschaften von einigen hundert oder sogar tausenden Anwendungen sind diese Informationen nicht immer präsent. 

Aus diesem Grund erleben Enterprise Architecture Management Plattformen wie LeanIX derzeit einen enormen Höhenflug. Sie greifen auf die Anwendungen zu und können einen Großteil der Systeme automatisiert auswerten und visualisieren. So können Anwendungen mit den richtigen Informationen gruppiert und für die Migration vorbereitet werden. 

Enterprise Architecture Management à la LeanIX – Cloud Native Ops für die coolen Kids

Doch nicht nur die Strategieauswahl für die Migration in Richtung Cloud, sondern auch die fortlaufende Analyse in der Cloud sind für die Unternehmen wichtig. Gerade die Validierung migrierter (und neuer) Anwendungen in der Cloud ist wichtig für die weitere Entwicklung. Einerseits können die Unternehmen, IT-Departments oder Partnerdienstleister aus den Betriebsdaten für künftige Migrationen neue Schlüsse ziehen, andererseits können sie auch bestehende Anwendungen in der Cloud weiter optimieren.

Um dies zu gewährleisten, hat LeanIX gemeinsam mit dem Data Intelligence-Provider Cloudockit die LeanIX Cloud Native Suite vorgestellt. Diese kann aus Anwendungen auf den führenden Public Clouds wichtige Informationen ziehen, um Verbesserungspotenziale in Sachen Kosten, Performance, Integration, Sicherheit und Governance aufzuzeigen.

Die LeanIX Cloud Native Suite bringt die EAM-Services nun auch auf die Public Cloud. Bildquelle: LeanIX/Cloudockit

 

Cloud Computing 2020 – Optimierung soweit das Auge reicht

Egal ob Enterprise Architecture Management, Cloud Provider oder Dienstleister: Ein großer Trend für die digitale Cloud-Infrastruktur 2020 wird die Optimierung derselben sein. Zahlreiche Announcements und beobachtungen bestätigen, dass die Unternehmen teilweise im großen Stile Cloud-Ressourcen einsetzen, nun ist es an der Zeit, diese noch effizienter zu machen, bevor sie eine Alternative suchen.

Mehr zu den Themen Cloud Computing cloud-native LeanIX Migration Multi-Cloud

Share on:


Über den Autor:

Senior Analyst & Cloud Practice Lead

Maximilian HilleMaximilian Hille ist Senior Analyst und Practice Lead bei Crisp Research. Als Cloud Practice Lead leitet er alle Research- und Beratungsaktivitäten zu den Themen Cloud-Architektur, Cloud-Native Technologies, Managed Cloud Services, Digital Workplace und Mobility.

Zuvor war er Research Manager in der „Cloud Computing & Innovation Practice“ der Experton Group AG. Maximilian Hille studierte Wirtschaftswissenschaften mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik.

Seine Schwerpunktthemen sind Cloud Platforms, Cloud Architecture Design, Hybrid & Multi Cloud Computing, Cloud-Native Architectures, Digital Workplace, Collaboration, Enterprise Mobility und Mobile Business. Maximilian Hille war Jurymitglied bei den Global Mobile Awards 2016, 2017 und 2018.