First Impressions: Crisp Perspective 2017

Am gestrigen Tag, dem 16. November 2017, fand die dritte Auflage unserer Technologiekonferenz Crisp Perspective in Frankfurt am Main statt. Zahlreiche Gäste und hochkarätige Keynote Speaker kamen im Festsaal des Palmengartens zusammen, um zu unter dem Motto IoT. Cloud. AI. zu diskutieren und zu referieren. Die Kernfrage dabei lautete: Wie behauptet sich die IT in Zeiten von technologischer Disruption und wie können CIOs und CTOs den digitalen Wandel beherrschen und gestalten? Auf diese und weitere Fragen konnten im Laufe des Tages Antworten gefunden und gemeinsam diskutiert werden.

Mit über 200 Teilnehmern war auch dieses Jahr die Veranstaltung wieder bis auf den letzten Platz ausgebucht. Mit dieser optimalen Voraussetzung, begrüßte Senior Analyst und COO Steve Janata die Gäste sowie Moderatorin Claudia van Veen, die durch den Event-Tag führte.

Den Auftakt mit der ersten Analyst-Keynote machte unser Dr. Carlo Velten. Die Angst vor der dem technologischen Wandel als Disruption, die über Nacht komme, hemme oftmals eine erfolgreiche digitale Transformation, so der Senior Analyst. Es bedürfe einerseits viel Mut, die Dinge anzupacken – Stichwort lernende Organisation - aber auch die notwendige Kompetenz. Früh auf Technologie-Zyklen einzusteigen und das Technology-Lifecycle-Management zu professionalisieren seien unerlässliche Bedingungen, um zukunftsfähig zu bleiben. Die stetige Auseinandersetzung (Learn) mit Neuem, ist die Basis für den Erwerb neuer Fähigkeiten, die Dinge umzusetzen (Build) und schlussendlich gewinnbringend für das Unternehmen einzusetzen (Grow). Bei diesen Schritten wollen wir von der Crisp Research AG Sie als unsere Kunden und Partner in der Zukunft verstärkt unterstützen.

Der erste Themenblock stand ganz unter dem Zeichen von IoT und Machine Learning. Dr. Thorsten Müller, SVP Innovation bei OSRAM, stellte die Entwicklung des Traditionskonzerns zum IoT Platform Provider vor. Der klassische und mittlerweile beinahe ehemalige Hersteller von Glübirnen treibt seit einiger Zeit den digitalen Wandel im Unternehmen voran und setzt aktuell auf innovative IoT-Szenarien, wie zum Beispiel intelligenter Straßenbeleuchtung. Mit dem Startup Twilight soll dem Anspruch nach mehr Energieeffizienz in Städten durch sensorfähige Straßenlampen nachgekommen werden. Aber auch im Bereich Retail und Dynamic Lightning fasst OSRAM Fuß und erschließt mit Hilfe von IoT Use Cases innovative und profitable Geschäftsfelder.

Principal Analyst und IoT Practice Lead Dr. Stefan Ried macht in seinem Vortrag zunächst an Hand der Entwicklung der Weltbevölkerung und Endgeräte das Potential der Connected Devices deutlich. Viele Möglichkeiten der Vernetzung von Firmen und Ökosystemen seien noch lange nicht ausgeschöpft, so dass hier ein immenser Bedarf an Investitionen und Entwicklung liege.

Den Radsport als IoT-Use-Case stellte Rob Webster, Service Director Sports Practice bei Dimension Data, vor. Mit dem Ziel, Radsport-Fans mehr Einblick und ein besseres Verständnis für die Leistung und Strategien der Radfahrer zu geben, entwickelte Dimension Data für die Tour de France einen passenden Business-Case. Durch GPS-Tracking werden seit diesem Jahr Profile der Fahrer zu ihrer Geschwindigkeit, Position im Gesamtfeld und Distanz zwischen den anderen Rennteilnehmern erstellt. Durch Machine Learning und Predictive Analytics können aus den Daten Informationen zum Fahrverhalten der jeweiligen Fahrer generiert werden und Zuschauern mittels live-tracking und moment-in-time graphics direkt zur Verfügung gestellt werden.

Im anschließenden IoT Panel unter der Leitung von Dr. Stefan Ried diskutierten Simon Fröhler, CTO bei shipcloud, Dr. Konstantin Greger, Associate Sales Consultant bei Tabelau Software, Dr. Bernhard Kirchmair, Chief Digital Officer bei VINCI Energies, Dr. Thorsten Müller von OSRAM, Anna Notholt, Business Lead Internet of Things bei Microsoft über aktuelle Herausforderungen und künftige Trends im IoT-Umfeld.

Nach einer ausgiebigen Mittagspause machten Markus Holtkötter und Jürgen Broda von Continental den Beginn des Themenblocks Cloud und Digital Infrastructure. Um den sich ändernden Business Modellen gerecht zu werden, hat man bei Continental die Cloud und einen einheitlichen Datenbestand in den Mittelpunkt gestellt. Durch das Sammeln und Bereitstellen der Daten für alle Fachbereiche können enorme Mehrwerte generiert werden. Darüber hinaus werden die Daten bei Continental auch für interne Prozesse und Controlling genutzt. Deutlich wurde, dass ein solcher Data Lake nur dann Erfolg verspricht, wenn er Analytics-Elemente in sich vereint und die Interpretation der Daten ermöglicht, die dann – sinnvoll eingesetzt – zur Wertschöpfung beitragen können.

Mit dem Thema „Next Generation Cloud“ folgte Senior Analyst und Data Practice Lead Björn Böttcher. Er machte unmissverständlich klar, dass die Zeiten von Single-Cloud-Lösungen vorbei sind. Den komplexen Anforderung diverser Use-Cases können in der Zukunft vor allem die Multi- und Hybrid Cloud gerecht werden, die sich jetzt schon auf dem Weg zum Mainstream befinden. Die Treiber auf dem Weg von einer „alpha“ Cloud bis hin zur „gamma“ Cloud sieht der Analyst vor allem in Serverless-Technologien und Containern, die eine dezentrale Infrastruktur und damit ein flexibles Agieren ermöglichen.

Georg Hackenberg, Senior Consultant bei Concept Reply, hat den Konferenzteilnehmern im Anschluss einen Einblick in Machine- und Deep-Learning-Verfahren der Pharmaindustrie anhand eines eigenen Kundenprojektes gewährt. Es wurde deutlich, wie gut Maschinen, Software und KI aufeinander abgestimmt sein müssen, um in Größenordnungen von 2 Quadratmillimetern einer Tablette exakte Messverfahren bereitzustellen.

Im Anschluss an eine kurze Kaffeepause kündigte Björn Böttcher das Cloud-Panel an. Gemeinsam mit Markus Holtkötter, Continental, Marc Sundermann, Leiter Business Development Multi Cloud bei QSC, Toan Nguyen, Director Business Development & Cloud Platform bei e-shelter, Patric Walldorf, Head of Sales bei ProfitBricks sowie Erik Vellmete, Abteilungsleiter IT bei MLP Finanzdienstleistungen diskutierte er über gegenseitige Erwartungen und Potenziale, die in den jeweiligen Bereichen zu heben sind.

Den Abschluss der diesjährigen Crisp Perspective machte Maximilian Hille mit dem Themenfeld Creativity und Enterprise Mobility. Anhand von eindrücklichen Beispielen zeigte der Senior Analyst die rasante Entwicklung mobiler Technologien auf. Ob wir Siri, Alexa und Co. irgendwann der menschlichen Auseinandersetzung im Business Umfeld vorziehen, mag zunächst noch nach ferner Zukunft klingen, die jeweiligen Vorteile sind aber jetzt schon zu erkennen und machen deutlich, dass Smartphones, Mobile First und die mobile Anwendungsentwicklung nur die Vorstufe sind, um auf allen Endgeräten und Plattformen mit Hilfe von künstlicher Intelligenz und vernetzten Plattformen neue Wege für die Kundeninteraktion und Mitarbeiterproduktivität zu erschließen.

Rückblickend bleibt zu sagen: Danke, für ein wirklich gelungenes Event! Danke an alle Besucher, Speaker und die tatkräftigen Unterstützer des Organisationsteams. Danke für den tollen Austausch und viele anregende Gespräche. Wir freuen uns schon auf die Crisp Perspective 2018!