Eventnachlese: Digital Leader Summit 2018 – Best Practice heißt – voneinander lernen!

  • Vom 14. - 16. Juni 2018 trafen sich auf dem Digital Leader Summit 2018 rund 50 hochrangige Digitalisierungs- und IT-Entscheider, um sich über die Ausgestaltung erfolgreicher Digitalisierungsstrategien auszutauschen und anhand von Best Practices voneinander zu lernen.
  • adidas, OSRAM, Webasto und Schwan-Stabilo Cosmetics lieferten mit eindrucksvollen Leader Key Notes Impulse für die intensiven Workshop-Sessions und Diskussionen.
  • Innovate, Build & Grow - nach Einschätzung von Crisp Research tritt die Mehrheit der deutschen Unternehmen derzeit in die zweite und entscheidende Phase der Digitalisierung ein, in der der Aufbau und Betrieb skalierbarer Plattformen und die Automatisierung der digitalen Prozesse zum Erfolgsfaktor werden.  

Eines vorne weg - im Namen von Crisp Research und H&G Editors, ein ganz großes Dankeschön noch einmal an alle Teilnehmer, die den Digital Leader Summit 2018 zu einer großartigen Konferenz gemacht haben, die vor allem von regen Diskussionen, spannenden Vorträgen und einer einzigartigen Gruppendynamik gelebt hat. Ihr habt diese zwei Tage zu einem besonderen Event gemacht, der Denkanstöße geliefert und Mut vermittelt hat. Danke!

Vom 14. - 16. Juni 2018 fand die zweite Auflage des Digital Leader Summits von Crisp Research und H&G Editors in Berchtesgaden statt. Über 50 ausgewählte, hochrangige Entscheider aus DAX-Unternehmen, deutschen Mittelständlern und Technologie-Konzernen waren zusammengekommen, um in angenehmer, alpiner Atmosphäre den Erfahrungsaustausch mit den Kollegen aus anderen Unternehmen und Branchen  zu suchen. Mit dabei waren u.a. adidas, AXA, BMW, Bosch, Continental, OSRAM, Stabilo Schwan, Stihl, Vaillant, Webasto und viele mehr. Gemeinsam voneinander zu lernen war der Anspruch der dreitägigen Veranstaltung, die exklusive Einblicken in die Digitalisierungs-Strategien der teilnehmenden Unternehmen bot.

Agenda & Workshops - Der DLS18 lebte von spannenden Diskussionen und einer tollen Gruppendynamik

Wie erfolgreich ist die Digitalstrategie des eigenen Unternehmens? Mangelt es an einer Digital-Kultur oder an echten Digital-Investitionen? Warum müssen immer mehr CDOs operative Verantwortung übernehmen und wo liefert Künstliche Intelligenz schon heute einen echten Innovationsbeitrag?

Dies ist nur ein Auszug an Fragen, die innerhalb dieser drei Tage vielseitig diskutiert wurden. Im Rahmen moderierter Workshop-Sessions wurden diese Fragen aufgearbeitet und anschließend im Plenum vorgestellt. Die Workshop-Themen waren in folgende Schwerpunkte unterteilt und sorgten für viel Diskussion unter den Teilnehmern:  

  • Digital Strategy & Leadership
  • Digital Innovation Culture & Organisational Reset
  • Digital IT & Platform Operations
  • Künstliche Intelligenz und digitale Prozesse

Innovate, Build & Grow - Digitalstrategien auf dem Prüfstand

Innovate, Build & Grow - das sollten die tragenden  Bausteine sein, die das Fundament einer erfolgreichen Digitalstrategie bilden, machte Dr. Carlo Velten, CEO von Crisp Research, in seiner Eröffnungsrede deutlich. Und eins war gewiss: die folgenden Unternehmensvertreter mit ihrer Erfahrung und Best Practices, befinden sich auf einem erfolgreichen Weg hin zur ganzheitlichen Transformation ihrer Geschäftsmodelle, von denen man aus erster Hand lernen kann.

Den Aufschlag machte Dr. Thorsten Müller, SVP Innovation bei OSRAM, und zeigte den Teilnehmern wie die digitale Transformation eines Traditionskonzerns vonstatten gehen kann. Von der “Hardware zur Smartware”, so präsentierte er eindrucksvoll die Entwicklung des ehemaligen Glühbirnenherstellers zum digitalen Plattformanbieter. Dabei setzt OSRAM vor allem auf seine B2B IoT-Plattform Lightelligence, mit der zum Beispiel die Straßenbeleuchtung in den Städten innovativ und energieeffizient umgesetzt werden kann. Die Transformation OSRAMs zeigt, dass es neben technischem Know-How vor allem auch Mut braucht und darüber ein Leitmotiv benötigt, welches von unten bis oben durch alle Führungsebenen gelebt wird - “from hardware to smartware”.

Darauf folgend stellte Christian Zipp, Regional Vice President beim Data Center Provider Equinix vor, welcher elementarer Stellenwert der digitalen Infrastruktur und der Konnektivität zukommt, wenn es darum geht, digitale Geschäftsmodelle skalierbar zu betreiben und diese globale auszurollen.

Der Vortrag von  Dr. Thomas Mannmeusel, CIO beim Automobilzulieferer Webasto, war provokativ mit dem Titel “Was der digitale Wandel mit Guerilla Gardening zu tun hat ?” überschrieben und bestach vor allem durch sechs spitzfindige Thesen, die er zur Diskussion stellt:

  • These 1: Nachhaltige digitalen Strategien starten mit der Frage:”Warum?”
  • These 2: Die “eine” digitale Strategie gibt es gar nicht
  • These 3: IT und Business wachsen zusammen … und werden letztendlich verschmelzen
  • These 4: Die nächste größere wirtschaftliche Krise wird die digitale Spreu vom Weizen trennen
  • These 5: Viele Anbieter für Unternehmenslösungen haben die Erfolgsfaktoren  des digitalen Wandels nur begrenzt durchdrungen
  • These 6: Zukünftige Lösungen sind dezentral, entwickeln sich organisch und sehen “chaotisch” aus

Um auch die Frage seines Vortragstitels zu beantworten, was der digitale Wandel mit Guerilla Gardening zu tun hat, lässt sich festhalten, dass es erlaubt sein muss auf Experimente setzen zu dürfen. Bottom-up Innovation als Empfehlung und Best Practice.

Einen weiteren spannenden Vortrag hielt Dr. Markus Pleier, SE Director Germany/Austria von Nutanix und zeigte unter dem Titel “Quo Vadis - Digitale Transformation”, dass es nicht mehr ´die “eine” Cloud gibt, sondern, dass eine Komposition aus verschiedenen Deployment-Modellen und Providern die neue Normalität im Cloud-Business ist.

Die Macht sei mit euch - Wie wichtig es ist auch mal Fehler zu machen bzw. von Fehlern schnell zu lernen und Dinge zu hinterfragen bevor man sie umsetzt, zeigten am 2. Tag Markus Rautert, Senior Vice President Platform Engineering & Architecture und Daniel Eichten, Senior Director Platform Engineering von adidas.

So standen beide mit Star Wars T-Shirt auf der Bühne und sprachen darüber, wie adidas sein Cloud Platform Development & Operations-Modell in Herzogenaurach und Saragossa aufgesetzt hat und welch wichtige Rolle das Teambuilding, die Organisationsstruktur und die Unternehmenskultur spielt. Beim Aufbau des Teams stachen zwei KPIs besonders hervor - Culture und Happiness.

  • Wie fühlt ihr euch?
  • Habt ihr einen Sinn für euer Tun?
  • Würdet ihr euren Arbeitgeber weiterempfehlen?

Denn der Faktor Mensch und Kultur spielt nach wie vor eine elementare Rolle bei adidas. Man muss den Mitarbeitern klar machen “Your job is safe, your role is not!”. So gilt es Sicherheit und Vertrauen zu vermitteln und dafür von den Mitarbeitern Engagement und die Eigenverantwortung einzufordern.

Um die neue Kultur des Zusammenarbeitens - auch über Unternehmensgrenzen hinweg - ging es im Vortrag von Anett Gilles, Customer Success Managerin bei Nexinto. So erläuterte sie den Teilnehmern praxisnah das Zusammenspiel von Software-Entwicklung und IT-Betrieb im Sinne eines DevOps-Modells, was von vielen Unternehmen gegenüber ihren IT-Dienstleistern immer mehr eingefordert wird.

Zum lockeren Kamingespräch luden Dr .Carlo Velten und Bernd Preuschoff, CDO von Stabilo Cosmetics, ein und sprachen zudem über die digitale Neuausrichtung von Stabilo Cosmetics und wie sich der Wandel vom CDO zum CIO auf die Neuausrichtung der Corporate IT im Kontext der Digitalisierung gestaltet. Dabei ist die Kaffeemaschine ein symbolischer Ort des Austausches, um die Digitalisierung bei Schwan zugänglich zu gestalten, da die Digitalisierung als Kulturthema einen ständigen Dialog benötigt.  Denn die Kaffeemaschine ist ein Treffpunkt an dem Bernd Preuschoff gerne auch mit Produktionsmitarbeitern über die Digitalisierung plaudert, um letztendlich die Nahbarkeit digitaler Produkte und Prozesse im Beautybereich für alle Schichten im Unternehmen zu vermitteln und die bestehende Organisation mit auf die Reise der Digitalisierung zu nehmen.

Den letzten Vortrag und einen interessanten Einblick in den Alltag von Claranet gab Olaf Fischer, Managing Director. Mit seinem Vortrag “Managed Cloud Evolution in der Praxis. Von Lift & Shift bis zu agilem DevOps mit Containern”, spiegelte er mit praxisnahen Use Cases die Tätigkeit von Claranet als einem der erfahren Managed Public Cloud Service Provider wider. Es gab spannende Insights zum Multi-Cloud Management und “Kubernetes”, dem neuesten Trend im Umfeld von agiler Entwicklung und Container Orchestration.

Let’s stay in touch - Fazit & Ausblick des Digital Leader Summits

Der diesjährige Digital Leader Summit hat gezeigt, dass es sehr unterschiedliche Herangehensweisen und Strategien gibt, um das eigene Unternehmen erfolgreich in die digitale Welt zu führen. Die Fähigkeit zur agilen Anpassung an neue Rahmenbedingungen und Technologien stellte sich dabei als eine Grundkonstante dar, die für alle Unternehmen und Branchen ihre Gültigkeit hat. Daher gilt es, die Unternehmenskultur und die digitalen Innovationsprozesse auf “Lern-Modus” zu programmieren und den Austausch mit vielfältigen Partnern intensiv zu pflegen. Um den Austausch in unserer Community weiter zu pflegen, haben wir eine gemeinsame LinkedIn-Gruppe eingerichtet (Einladungslink kommt per Mail an alle Teilnehmer)

Wir bedanken uns an dieser Stelle noch einmal besonders bei unseren Sponsoren Claranet, Equinix, Nexinto sowie Nutanix. Ohne diese Unterstützung und den inhaltlichen Input unserer Partner hätte der Event im Kempinski Berchtesgaden in diesem Rahmen nicht stattfinden können.

Mehr Bilder von den Vorträgen, den Diskussionen, den Link zur LinkedIn-Gruppe, sowie dem Rahmenprogramm finden Sie als Teilnehmer in Kürze auf unserer Website unter: https://digital-leader-summit.com

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Über den Autor:

Analyst

Jan MentelJan Mentel ist als Analyst des IT-Research- und Beratungsunternehmens Crisp Research tätig. Inhaltliche Schwerpunkte sind Cloud-Computing, Mobility Solutions und Internet of Things mit besonderem Fokus auf Datenschutz, Compliance und Implikation der EU-Datenschutzgrundverordnung. Weiterhin unterstützt er im Rahmen des Researchs sowie individueller Kundenprojekte bei der Recherche und Beratungsarbeit. Jan Mentel studierte Wirtschaftsrecht an der Universität Kassel.