Enterprise Mobility TechStack 2025 – Worauf sich CIO’s schon heute einstellen müssen

Perspektivwechsel. Künstliche Wesen, Roboter oder automatisierte Drohnen, die Pakete zustellen, Maschinen bedienen oder Wände streichen. Ein Unternehmenscampus, auf dem uns das Hologramm einer Frau am Empfang begrüßt. So oder so ähnlich wird unsere Zukunft aussehen.

Der Markt für das Internet of Things (IoT) und Machine Learning wächst schon heute stetig, vom intelligenten Fahren bis hin zum persönlichen Assistenten. Viele Geräte wie Mobiltelefone, Laptops, Brillen & Co sind schon heute mit künstlicher Intelligenz (Artificial Intelligence) ausgerüstet. Der Business-Alltag verändert sich in fast jeder Branche. Vom Kundenservice, über die Finanzbranche bis hin zur Arztpraxis wird sich der Arbeitsalltag für den Menschen bequemer gestalten. Die Art und Weise, wie Unternehmen denken, arbeiten und handeln wird sich zunehmend wandeln. Alltägliche Herausforderungen wie Meeting-Organisation, File-Management oder Mail-Services werden von intelligenten Systemen und Computern autonom gesteuert und optimiert. Mensch und Maschine werden im Privatleben, aber vor allem im Business-Life eine Beziehung eingehen. Unternehmenslenker fragen sich daher, was schon heute in Sachen Machine Learning, Virtual Reality und IoT zu beachten ist. Noch spannender ist die Frage, was Unternehmen in diesem Kontext die nächsten Jahre erwartet.

Der Enterprise Mobility TechStack in 2025 – Was langfristig auf uns zukommt

Virtual Reality, Spracherkennung, persönliche Assistenten, IoT und über allem steht Artificial Intelligence. Die Technologie von heute revolutioniert unsere Art und Weise wie wir leben aber vor allem wie wir in den kommenden Jahren arbeiten werden. Mitarbeiter können flexibler und effizienter kommunizieren. Beschäftige können zu jeder Zeit und von jedem Ort aus produktiv sein. Nachfolgend einige Ausblicke auf die nicht ganz so ferne Zukunft

Texting by thinking/ Mind reading technology. Warum soll in Zukunft nicht einfach mal ein intelligentes System eine Mail, Text oder Notiz verfassen und Termine für uns vereinbaren, ohne dass wir etwas in ein Gerät eintippen müssen. Ein Computerprogramm, welches Gedanken in Realtime speichert und auf Basis von Gedanken einen Text oder eine Mail eigenständig generiert. Maßgeblich an der Forschung und Entwicklung für die sogenannte Neural Interface Technology, ist das Lab für Research und Technology der Universität Wisconsin-Madison.

Holografische Endgeräte. Willkommen bei Men in Black oder Star Wars. Wer möchte nicht mit Geschäftspartnern, Kunden oder Kollegen über Holografie kommunizieren? Was in zahlreichen Sci-Fi Klassikern zu sehen ist, wird sehr wahrscheinlich in den kommenden Jahren für uns Realität sein. Ein Beispiel hierfür ist Holus, ist ein pyramidenförmiger Holografie-Display des kanadischen Unternehmens H+(http://hplustech.com). Mit Holus lassen sich Telefonkonferenzen und Meetings auf einem holografischen Display, mittels mobiler Endgeräte, besprechen.

Kabelloser Strom? Na klar! Was mit LAN funktioniert, funktioniert auch mit Strom. Kabellose Elektrizität wird die Zukunft sein. Kein Mobile Device muss mehr über eine Steckdose und Kabel aufgeladen werden sondern über Magnetfelder von unterwegs, zu Hause oder im Büro. Die gesamte Infrastruktur lässt sich revolutionieren, sodass sich unter anderem die Arbeitszeiten von unterwegs flexibler gestalten lassen.

Hands on: Mobiles Arbeiten und der Mobile TechStack der kommenden Jahre

Gegenüber den langfristigen technologischen Innovationen (siehe Auswahl oben), kommen auf die IT- und Digitalisierungsverantwortlichen in den kommenden Jahren eine Reihe zunehmend ausgereifter aber disruptiver Technologien zu, die in den unternehmenseigenen TechStack und das Portfolio für mobile Dienste und Lösungen integriert werden müssen. Die wesentlichen Technologien im Mobile TechStack der kommenden Jahre sind:

  • Machine Learning / Künstliche Intelligenz
  • Persönliche Assistenten und Bots
  • Spracheingabe und -Steuerung
  • Wearables und Software-Defined Products
  • Augemented Reality / Virtual Reality

Artificial Intelligence (AI) erhält immer mehr Einzug in unser Business-Leben. Um diese übermenschliche Intelligenz effektiv zu nutzen, bedarf es eines sinnvollen Umgangs, denn das Datenaufkommen ist immens. Im Rahmen von Big Data ist es wichtig die Datenmengen zu kontrollieren und sinnvoll zu verarbeiten. Daher gilt, die heutigen bestehenden Möglichkeiten und die damit verbundene Opportunität zu nutzen, um das eigene Unternehmen durch den Einsatz von Artificial Intelligence auf die nächste Stufe zu bringen und vor allem die Hoheit über die Daten zu behalten.

In nahezu jeder Branche kann AI eingesetzt werden, um alltägliche Herausforderungen leichter zu meistern: Vom intelligenten Nachrichtendienst und Spracherkennung bis hin zum selbstdenkenden Mail-System, welches die Steuerung der Kommunikation intern als auch extern erleichtert. Gerade die Global Player der Branche wie Google, Facebook, IBM und Microsoft sind es, welche die Marschrichtung von Künstlicher Intelligenz vorgeben. Allein Im Jahr 2015 haben die genannten Unternehmen mehr als 10 Mrd. US Dollar für Fertigung und Entwicklung ausgegeben. Die daraus resultierenden funktionsfähigen Systeme à la Google Now, Microsoft Cortana oder aber Konkurrenzprodukte von neuen aufstrebenden Unternehmen wie VIV oder x ai, welche schon heute wettbewerbsfähig sind, lassen sich so im Unternehmen integrieren, dass diese Systeme nach nur kurzer Zeit einen ROI und Business Value erreichen.

Machine Learning und Cognitive Computing sind zwei Themen auf der Agenda der Digitalisierung, welche heiß diskutiert werden. Immer mehr Geräte sind ausgestattet, dass sie das Arbeiten eines jeden Beschäftigten so erleichtern, sodass sich diese noch stärker auf die wichtigen kreativen Kernaufgaben konzentrieren können. Diese Gadgets reichen von Datenbrillen, welche mit Gesichtserkennung ausgestattet sind und personenbezogene Daten aufrufen können, sodass Betrugsversuche bei Transaktionen verhindert werden können bis hin zu Diagnosesysteme, die rechtzeitig Krebs bei Patienten feststellen. Ganz besonders interessant ist in diesem Kontext die mobile Anwendung von intelligenten Systemen. Mobilgeräte die mit Meeting- und Mail-Systemen ausgerüstet sind, sodass Spam-Mails rechtzeitig erkannt werden und eine E-Mail Klassifizierung vorgenommen wird, ohne dass es der Benutzer merkt. Zudem können schon heute die mobilen Endgeräte, die vom Unternehmen gestellt werden, so personalisiert werden, dass Apps und Content auf den jeweiligen Mitarbeiter individuell zugeschnitten sind.

Heutzutage ist der Kundenservice ständigen Veränderungen und Optimierungen unterworfen. Marketing und Social Media Spezialisten haben sich auf die Fahne geschrieben, mit Service-Bots (Persönliche Assistenten), die Customer Experience und Prozessoptimierung zu wandeln. In den USA bei Taco Bell zum Beispiel, kann man mittels eines Service Bots via Spracheingabe eine Bestellung aufgeben und direkt die Bezahlung vornehmen. TacoBot schlägt eine Menükarte vor, beantwortet Fragen der Kunden und organisiert Gruppenbestellungen. Gerade während eines anstrengenden Arbeitstages, kann das in der Mittagpause oder zwischendurch einiges an Zeit einsparen. Bei Booking.com können Kunden über einen Bot ganz einfach Hotelzimmer buchen lassen. Der Bot schlägt automatisch relevante Hotels vor, die individuell für den Kunden angepasst werden und nach seinem Geschmack sind. Dabei können dann die Kunden nach Auswahl eines Hotels, mit dem Hotel über den Bot kommunizieren. Der Bot sendet dem Kunden zusätzliche Informationen über das jeweilige Hotel.

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Darüber hinaus spielt heutzutage Spracherkennung in den meisten Unternehmen eine große Rolle. Ein Beispiel ist der Mitarbeiter der seine Mail oder Nachricht einfach in sein mobiles Endgerät diktiert. Aber auch ein Termin ist schnell mit „Hey Siri“ oder „Ok Google“ eingetragen. Was Next Generation Assistants angeht, ist Viv derzeit das Maß aller Dinge. Die Entwickler-Eltern von Siri haben einen Sprachassistenten entwickelt, welcher dynamisch mit individuellen Wissen über den jeweiligen Benutzer komplexe Fragen beantworten kann.

Es stellt sich nun die Frage, welche Relevanz und Wertschätzung die Möglichkeiten von Artifical Intelligence schon heute im Rahmen der Digitalisierung und Mobility für Unternehmen haben. Gerade bei Unternehmen deren Geschäftsprozesse und Arbeitsabläufe sich weitestgehend wiederholen, bietet es sich an, automatisierte Systeme in das eigene Ökosystem zu integrieren, um langfristig eine wichtige Rolle am Markt spielen zu können. Sehr zu empfehlen ist der Sci-Fi Kurzfilm Sunspring, siehe Link. Das Drehbuch zum Film hat ein Roboter geschrieben.

Ausblick und Empfehlungen

Derzeit gibt es schon sehr viele beeindruckende Dinge in Sachen AI & Co. Spannend wird die Frage, wie sich das Handeln, Denken und vor allem das Arbeiten sowie die Arbeitsabläufe in Unternehmen in den kommenden Jahren verändern wird.

Warum schwer, wenn es auch einfach geht? Der Laptop wird in naher Zukunft Geschichte sein. Er ist schwer, unhandlich und alle Funktionen lassen sich mittlerweile bequem vom handlicheren mobilen Endgeräten aus steuern. Verborgene Daten können mit intelligenten Systemen überall auf der Welt abgerufen werden, ohne dass noch ein Laptop aufgeklappt werden muss. Das Mobiltelefon bzw. das Tablet werden der Assistent von morgen sein. Vom persönlichen Assistenten, der Mails, Telefonate und Meetings intelligent mit Spracherkennung oder mit Mimik-Steuerung managed, bis hin zum Bot, der zum Beispiel für Journalisten eigenständig Texte und Artikel verfasst, auf Basis von Algorithmen und Wissen über einzelne Personen und Themen oder gar für Regisseure eigene Drehbücher schreibt.

In den kommenden Jahren wird sich Artificial Intelligence vor allem in Bereichen wie Cognitive Analytics, Deep Learning, und Intelligent Automation weiterentwickeln. Das bedeutet, dass Systeme und Maschinen immer mehr Erfahrungen und Instinkte kodifizieren und sich ein eigenes Wissen aufbauen. Sie werden Hypothesen selbst aufstellen, um letztendlich eigenständig handeln zu können. Es wird nur noch eine Frage der Zeit sein, wann Computer und Maschinen Bilder erkennen und selbständig in verständlicher und fließender Sprache mit uns Menschen kommunizieren können.

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Maßgeblich müssen sich Unternehmensentscheider bei der Ausgestaltung ihrer Enterprise Mobility- und Digital Workplace-Stategien im Klaren sein, dass in den nächsten 3-4 Jahre weitere „disruptive“ Veränderungen und Technologien auf Sie zukommen. Denn es wird nicht mehr ausreichen nur das Fuhrparkmanagement für die mobilen Endgeräte (Laptop und Smartphone) mittels EMM zu erledigen. Vielmehr kommen eine Vielzahl neue Endgerätetypen (Wearables) und die Integration von Bots und Verfahren der KI hinzu. Keine leichte Aufgabe für den CIO!

Empfehlungen:

  • Dabei sollten die heutigen Management-Suites von EMM sinnvoll eingesetzt und eingehalten werden. Dazu zählen Mobile-Security, Management oder Administration, Monitoring und Analytics und vor allem Integration mittels standardisierter Protokolle.
  • Darüber hinaus ist den CIOs zu empfehlen, die Nutzung von Mobile Devices und Wearables im Unternehmen voran zu treiben. Dabei sollte gut überlegt werden, welche Geräte zum Einsatz kommen. Von der Smartwatch über Datenbrillen, Virtual Reality Brille und intelligenter Kleidung, ist heutzutage alles möglich.
  • Aber auch der Einsatz von Spracheingabe und Chat-bzw. Service Bots muss gekonnt ausgewählt und in den eigenen Mobile TechStack integriert werden.
  • Außerdem sollten CIOs auch Entwickler mit einbeziehen, die sich immer mehr mit Machine Learning auseinandersetzen und Computer bzw. Systeme programmieren, die Wissen simulieren und es ermöglichen, den menschlichen Denkprozess nachzuahmen. In Zukunft wird nichts mehr unmöglich sein. Was heute noch schwer vorstellbar ist, das Maschinen uns die Arbeit abnehmen werden, wird in wenigen Jahren schon Realität sein.

Damit sich Unternehmensentscheider ein übersichtliches und klares Bild von den derzeit möglichen Lösungen im Kontext von Enterprise Mobility machen können, hat

Crisp Research hat am 1. August 2016 einen Anbietergleich in diesem Umfeld gestartet. Das Crisp Vendor Universe ist in vier Kategorien aufgeteilt. Es werden unteranderem relevante Anbieter für Mobile Personal Assistants verglichen und in einem Quadranten positioniert.

Wenn Sie gerne mehr über das Crisp Vendor Universe: Enterprise Mobility erfahren möchten, können Sie auf folgenden Link klicken.

 

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Über den Autor:

Analyst

Security DSGVO Cloud

Jan MentelJan Mentel ist als Analyst des IT-Research- und Beratungsunternehmens Crisp Research tätig. Inhaltliche Schwerpunkte sind Cloud-Computing, Mobility Solutions und Internet of Things mit besonderem Fokus auf Datenschutz, Compliance und Implikation der EU-Datenschutzgrundverordnung. Weiterhin unterstützt er im Rahmen des Researchs sowie individueller Kundenprojekte bei der Recherche und Beratungsarbeit. Jan Mentel studierte Wirtschaftsrecht an der Universität Kassel.

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