Einrichten einer Para-virtualisierten Netzwerkschnittstelle in Eucalyptus

Dieser Artikel beschreibt das Einrichten einer Para-virtualisierten Netzwerkschnittstelle unter Eucalyptus. Die folgenden Anweisungen gelten für eine KVM basierte Eucalyptus Installation.

Für ein auf Xen basiertes Eucalyptus System muss die unten aufgeführte Datei gen_libvirt_xml entsprechend geändert werden.

Zunächst muss eine gewöhnliche Eucalyptus Installation und Konfiguration erfolgen und das System funktionsbereit sein.

Anschließend müssen auf allen Node Controller (NC) folgende Änderungen vorgenommen werden:

  • Anmeldung an dem Node Controller als Root.
  • Editieren der Datei gen_kvm_libvirt_xml.

vi $EUCAPYPTUS/usr/share/eucalyptus/gen_kvm_libvirt_xml

Im Bereich < devices >/< interface > muss der Eintrag

< model type='e1000' />

auf den Eintrag

< model type='virtio' />

geändert werden. Anschließend ist kein Neustart erforderlich.

Änderungen an den Gastsystemen

Im Falle eines älteren Kernels muss an dieser Stelle eine remake der initrd erfolgen, um die virtio_xxx Treiber einzubinden. Weitere Informationen dazu sind unter http://www.linux-kvm.org/page/Virtio zu finden. Bei aktuellen Ubuntu/CentOS Versionen kann dieser Schritt entfallen.

Als nächstes muss der Virtio_net Treiber innerhalb der Instanz verifiziert werden. Dazu wird eine neue Instanz gestartet und das folgende Kommado ausgeführt.

lsmod|grep virtio

Es sollte anschließend "virtio_net" ausgegeben werden. Nun folgt das Kommando:

dmesg|grep eth0

Wenn in der Ausgabe nicht "e1000" erscheint, ist alles korrekt.

Um die Netzwerk Performance zu testen können z.B. Tools wie iperf verwendet werden.

Quelle