Coworking Spaces – integraler Bestandteil jeder Digital Workplace Kultur

Work Style, Digital Workplace, Work Life Balance und Digital Work Culture – Überall steckt Arbeit drin und doch geht es vor allem um Motivation, persönliche und private Ziele sowie die optimale Umgebung zum Wohlfühlen und für mehr Kreativität.

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Die Entscheider und Innovationsmanager sind derzeit häufig damit beschäftigt, den Mitarbeitern im Zuge neuer Arbeitsplatzkonzepte die optimale Grundlage und Arbeitskultur für das digitale Zeitalter zu schaffen. Damit einher geht einerseits eine neue technische Ausstattung der Mitarbeiter. Denn für den Digital Workplace benötigen sie mehr als einen Laptop und eine Hand voll Lizenzsoftware. Smartphones, Tablets, Wearables und Co. werden zusammen mit neuen Cloud Services für das Management der Geräte, Produktivitätstools und Collaboration-Services ausgegeben.

Andererseits verändert sich durch das neue digitale Arbeitsplatzkonzept auch die Flexibilität des Arbeitsortes. Denn das klassische Büro mit eigenem Schreibtisch gilt für die meisten Mitarbeiter nicht mehr als der produktivste Ort. Durch das zunehmende Mitsprache- und Gestaltungsrecht der Mitarbeiter kommen mit dem Digital Workplace immer mehr Arbeitsorte in Frage, die statt des festen PC-Arbeitsplatzes neue Horizonte eröffnen sollen.

Eine Studie, die Crisp Research im Auftrag von Citrix in diesem Jahr durchgeführt hat, zeigte, dass über 85 Prozent der Unternehmen in Deutschland zukünftig für weite Teile der Belegschaft ein Digital Workplace-Konzept einführen werden oder es bereits getan haben. Die Suche nach alternativen Arbeitsorten für mehr Kreativität und Autonomie hat also begonnen.

Der Coworking Space – Das Schmunzeln ist vorbei!

Einer der neuen, flexiblen Arbeitsorte, der zunehmend von Unternehmen und deren Mitarbeitern als optimale Umgebung gewählt wird, ist der Coworking Space. Mit zunehmender Beliebtheit, auch in Deutschland, kommen immer mehr solcher Kreativitäts-Hotspots in die Städte, um in einem digitalen Lab-Charakter gemeinsam zu arbeiten.

Der offene Austausch innerhalb dieser Coworking Spaces und die Form der Mitgliedschaft sorgen schnell dafür, neue Kontakte zu knüpfen, Ideen gemeinsam auszutauschen und produktiver zu werden. Und dabei ist nicht mehr die Rede von bärtigen Nerds, die ihrem Berufsalltag entfliehen und mit einem koffeinhaltigen Getränk das nächste Festival planen. Verschiedene Berufsgruppen treffen sich in Coworking Spaces, um ihre Aufgaben zu erledigen oder herausfordernde Probleme zu lösen. So kommt es auch, dass viele Unternehmen ihre Mitarbeiter ganz bewusst raus aus den festgefahrenen Strukturen in einen Coworking Space schicken, um dort zu arbeiten. Dies gilt vor allem für die Digitalisierungsabteilungen der Konzerne und deutschen Mittelständler, die Anschluss an die digitale Elite in den Metropolen suchen.

Die logische Folge ist, dass viele nationale und internationale Anbieter solcher Coworking Space immer neue Niederlassungen errichten. Nach Schätzungen von Crisp Research existieren derzeit etwa 650 Coworking Spaces in Deutschland – Tendenz klar steigend. Darunter sind immer häufiger auch kleinere Hotspots, die aus kargen Büros neue Spaces errichten. Als Treiber dieser neuen Arbeitskultur gelten aber eindeutig einige Startups, die schon an mehreren Standorten in Deutschland, Europa und der ganzen Welt ihre Zelte aufgeschlagen haben und die Coworking-Kultur vorantreiben.

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WeWork – Venture Capital-gestützter Superstar

Das besondere an der Idee von Coworking ist, dass sich der Wert der dahinterstehenden Unternehmen aus mehreren Faktoren zusammensetzt. Immobilien, Business-Logik und Community determinieren letztendlich, wie wertvoll die Macher der Coworking Spaces sind.

WeWork ist ein Anbieter solcher Coworking Spaces, der bislang in allen drei Faktoren überzeugen kann. Denn mit einer weltweiten Präsenz, als Thought Leader für neue Arbeitsumgebungen und einer starken Community gilt WeWork derzeit in der gesamten Startup-Szene als Superstar.

Nach der letzten Finanzierungsrunde im März diesen Jahres wurde WeWork mit 16 Mrd. US-$ bewertet. Im gleichen Atemzug wurden andere disruptive Startups wie Uber oder Airbnb von Investor T. Rowe um etwa 6 Prozent heruntergestuft. Dies unterstreicht noch einmal die globalen Wachstumschancen und das derzeitige Momentum, das im Coworking-Umfeld stellvertretend durch das Zugpferd WeWork derzeit herrscht.

Die Frage ist heute, wie nachhaltig ein solches Geschäftsmodell ist und wie die Marktverteilung zukünftig aussehen wird. Werden auch im Coworking-Umfeld nur einige wenige Player wie WeWork oder das deutsche, kleinere Pendant betahaus bestehen können, die als frühzeitige Innovatoren den Markt begründet haben? Ist Coworking auch auf Dauer die neue Alternative zum Arbeiten und die DNA des Digital Workplace?

Zweifellos ist der Markt für Coworking Spaces noch lange nicht geräumt. Wenngleich viele Unternehmen schon ein hohes Entwicklungs- und Expansionstempo vorlegen, sind auch die besten Coworking Spaces nicht am Ende ihrer Entwicklung angekommen. Ein wichtiges Abgrenzungsmerkmal wird zukünftig vermutlich auch der Technologie-Stack sein, der die Coworking Spaces neben der Immobilie und Community attraktiv macht. Hier sind die Würfel noch nicht gefallen, denn die Umsetzung der Digital Customer Experience im Coworking Space steht erst noch aus.

Coworking in der Praxis: Belastungsprobe des Digital Workplace-Konzeptes

Für die Entscheider der Unternehmen bieten die bestehenden Coworking Spaces aber schon heute die optimale Grundlage, um im Rahmen des Digital Workplace-Konzeptes eine alternative und innovative Arbeitsumgebung anzubieten bzw. zu evaluieren.

Folgende Vorteile bieten Coworking Spaces etablierten Unternehmen bei der Umsetzung ihrer eigenen Digital Workplace-Strategien:

  • Ausprobieren: Um den tatsächlichen Wert für Kreativität und Motivation der Mitarbeiter zu testen, können erste Mitarbeitergruppen probeweise in Coworking Spaces arbeiten. Schritt für Schritt können die Entscheider sich an die neue Arbeitskultur herantasten und evaluieren, wie praktikabel solche Coworking Spaces und flexible Arbeitsplatzkonzepte für die eigene Organisation sind.
  • Work-Style der Mitarbeiter: Am besten können die Entscheider herausfinden, ob einzelne Mitarbeiter selbst geeignet sind, sich im Digital Workplace-Konzept zurecht zu finden, wenn sie es versuchen. Im Coworking Space können die einzelnen Mitarbeiter schnell erste Erfahrungen sammeln und beweisen, ob ihre Arbeitsweise zum neuen Konzept passt.
  • Neue Digital Workplace-Infrastruktur: Viele Unternehmen haben gerade ihre ersten Initiativen zum neuen digitalen Arbeitsplatz abgeschlossen. Der erste Belastungstest für die neue Infrastruktur, Hardware- und Service-Landschaft kann die Umsetzung mit Hilfe des Coworking Spaces sein. Können die Mitarbeiter auch von dort produktiv mit der bereitgestellten IT arbeiten?
  • OPEX vs. CAPEX: Einige große Unternehmen haben Teile Ihres Campus zum privaten Coworking Space umgebaut. Mit hohen Investitionen werden bestehende Konzepte kopiert, um die neue Arbeitswelt umzusetzen. Coworking Spaces haben ein ähnliches Potential und werden monatlich und nutzungsbasiert abgerechnet. Das macht den Einstieg einfacher.

Bevor CIOs und CEOs viel Geld in eigenen Immobilienprojekte zur Förderung flexibler Arbeitswesen investieren, bietet sich ein Test im Coworking Space an. Welche Anbieter, Standorte und Auswahlkriterien relevant für deutsche Konzerne und Mittelständler sind, untersucht Crisp Research gerade im Rahmen einer Analyse.