Boxcryptor veröffentlicht Technical Preview der kommenden Version

Boxcryptor, das deutsche Startup zur Verschlüsselung von Daten auf bekannten Cloud Storage Services wie Dropbox, Google Drive und Microsoft SkyDrive hat erste technische Informationen zur neuen Boxcryptor Generation bekanntgegeben, dessen offizieller Release noch in diesem Quartal erfolgen soll.

Boxcryptor in a Nutshell

BoxCryptor integriert sich in einen Cloud Storage und synchronisiert die Daten verschlüsselt. Dazu wird zum Beispiel einfach unter dem Dropbox Ordner ein neuer Ordner beliebigen Namens angelegt. In diesem werden anschließend die Dateien und weitere Ordner abgelegt, die mit dem AES-256 Standard verschlüsselt in der Dropbox abgelegt werden. Derzeit unterstützt BoxCryptor DropBox, Google Drive, SugarSync und Microsoft SkyDrive.

Auf Grund einer breiten Plattformunterstützung, darunter Windows, Mac, Linux, Android und iOS wird der Vorteil der Ortsunabhängigkeit der Cloud ausgenutzt und es kann plattformübergreifend auf die Daten zugegriffen werden.

Mehr unter BoxCryptor: Datenverschlüsselung für Dropbox, Google Drive & Co.

Neuigkeiten der Technical Preview

Die offizielle neue Boxcryptor Version beinhaltet ein neues Schlüsselmanagement und einfachere und bessere Kollaborationsmöglichkeiten insbesondere für Teams im Geschäftsumfeld. Zu nennen sind u.a. die Festlegung von Richtlinien und eine zentralisierte Verwaltung. Aber auch private Nutzer können mit der neuen Version Zugriff auf verschlüsselte Dateien freigeben, ohne dem Partner das eigene Passwort mitteilen zu müssen. Die Verschlüsselung in der neuen Boxcryptor Version beruht dann auf RSA (4096 bit) und AES (256 bit).

Folgende Features sind bereits in der Technical Preview für Windows vorhanden:

  • Sichere Zugriffsfreigabe: Das private Boxcryptor Passwort muss nicht mehr geteilt werden, um geteilte Dateien entschlüsseln zu können. Das private Passwort bleibt immer geheim und wird niemals übertragen. Wichtig hierbei: Boxcryptor hat auch nach wie vor zero knowledge.
  • Einfacherer Zugriff auf Dateien: Es gibt keinen speziellen Boxcryptor Ordner und mehrere Laufwerke mehr wie in den 1.x Versionen. Vielmehr gibt es nur noch ein Boxcryptor Laufwerk über das auf alle verschlüsselten Ordner zugegriffen werden kann.
  • Gruppenfunktion: Mit der Gruppenfunktion kann schnell und einfach der Zugriff auf Dateien für eine Gruppe ermöglicht werden. Des weiteren können Gruppen auch neu erstellt werden bzw. Gruppenmitglieder hinzugefügt und entfernt werden. Diese Funktion wird es später allerdings nur in der Business-Version geben.

Auch für Android ist eine erste Technical Preview verfügbar. Diese beinhaltet allerdings nur Grundfunktionen wie den Up- und Download zu Dropbox (hier können auch mehrere Konten parallel eingerichtet werden) sowie die lokale Speicherung auf dem Gerät selbst.

Kommentar

Boxcryptor gehört zu den wenigen deutschen Startups im Cloud Computing Markt, bei denen man von einer echten Innovation sprechen kann. Was Robert Freudenreich und sein Team mit ihrer Lösung bisher auf die Beine gestellt haben, trifft genau die Sorgen und Bedürfnisse der Anwender, um Daten unabhängig verschlüsselt von einem Cloud Anbieter in dessen Cloud Storage zu speichern. Boxcryptor schafft damit einen echten Mehrwert im Bereich der Cloud Storage Services, was meiner Einschätzung nach dazu führen wird, dass die ersten Übernahmeangebote nicht mehr lange auf sich warten lassen.